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EditorialDanke für Ihre Solidarität!

Nur dank zahlreichen Spenden kann die Stiftung SOS Beobachter überhaupt helfen, wo sonst niemand hilft. «Das ist nicht selbstverständlich», so Martin Vetterli im Editorial zum neuen Beobachter.

S-O-S: Die Stiftung «SOS Beobachter» hilft, wo sonst niemand hilft.

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Der Satz ist zu selbstverständlich, aber man kann ihn gar nicht oft genug wiederholen: Bildung schützt vor Armut. Das leuchtet so unmittelbar ein, dass man die neusten Statistiken zum Thema eigentlich nicht ins Feld führen müsste. Doch sie ­zeigen: Wer keine Lehre macht, ist doppelt so häufig von Armut betroffen wie die Kollegen mit Berufsabschluss.

Das Problem mit der Bildung ist aber: Wer aus gutem Haus kommt, kriegt sie fast selbst­verständlich umgeschnallt wie einen Rucksack fürs Leben. Wer nicht, muss sich richtig anstrengen. Denn bei ihm zu Hause ist ­Bildung nicht automatisch auf dem Radar.

Den Betroffenen nützen grossartige ­Appelle aber wenig. Sie brauchen tatkräftige Unterstützung – in der Schule und beim Übergang ins Berufs­leben. Manchmal sind es Lappalien, die einen erfolgreichen Abschluss verhindern, dann wieder Schicksalsschläge. Das haben meine Kollegen Markus Föhn und Daniel Benz während ihrer Recherchen für unsere SOS-Beobachter-Spendengeschichte immer wieder erfahren.

Martin Vetterli, stv. Chefredaktor

Quelle: Holger Salach

«Es ist nicht selbstverständlich, dass SOS Beobachter so viele Menschen unterstützen kann.»

Martin Vetterli, stv. Chefredaktor

Es sind scheinbar unüberwindbare Hürden, wie sie Yannik Strebel im Weg standen. Er ist in Heimen aufgewachsen, hat «viel Mist gebaut» und mit 19 noch keine Ausbildung begonnen. Für nächsten Sommer sucht er ­eine Lehrstelle als Hochbauzeichner. Dafür braucht er einen PC. Aber ihm fehlt das Geld.

Es sind Probleme, wie sie Amlamé ­Kone* zu schaffen machen. Die Mutter von drei ­Kindern arbeitet als Pflegeassistentin und kommt mit dem Lohn mehr schlecht als recht durch. Deshalb will sie sich zur Fachangestellten Gesundheit ausbilden lassen. Doch sie weiss nicht, wie sie das Geld für die letzten Ausbildungsmodule zusammensparen kann.

Es ist ein Schicksalsschlag, wie er Ivo Muff* traf. Während Jahren sparte der 26-Jährige, machte die Passerelle, um sich den Traum vom Geografiestudium zu erfüllen. Doch plötzlich erkrankt er schwer, kann nicht mehr arbeiten. Die Ersparnisse sind im Nu weg. Er hätte beinahe resigniert und das Studium geschmissen, bevor es angefangen hat.

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Quelle: Luxwerk &nbsp

Für Yannik Strebel, Amlamé Kone und Ivo Muff ist der Spruch «Bildung hilft gegen ­Armut» fast zur hohlen Phrase verkommen. Dass es anders kam, dafür sorgte unser Hilfswerk SOS Beobachter. Dank seiner Unter­stützung sind die drei nun auf gutem Weg, ihr Schicksal in die Hand zu nehmen. Damit sie nie mehr auf fremde Hilfe angewiesen sind.

In Zeiten, in denen Solidarität zu einem Schimpfwort verkommt und die eigene ­Lust­erfüllung über allem steht, ist es keine Selbstverständlichkeit, dass SOS Beobachter jedes Jahr so vielen Menschen helfen kann. Es macht mich stolz, dass Sie, liebe Leserinnen und Leser, das immer wieder von neuem möglich machen.

Herzlichen Dank für Ihre Spende!

Der neue Beobachter ist da

Die Themen des aktuellen Hefts

Mit Köpfchen gegen Armut: So hilft die Stiftung «SOS Beobachter» / Zum Schlichter statt zum Richter / Wenn der Nachwuchs den Chef coacht / Extra: 36 Seiten zum Thema «Gesundheit im Alter»

Der Beobachter 23/2016 erscheint am Freitag, 11. November. Sie erhalten die Ausgabe am Kiosk, als E-Paper oder im Abo.

Quelle: Pop Creative Services
Veröffentlicht am 08. November 2016