Für alle, denen Ostern mehr als nur ein Fest der Schokoladeindustrie ist, liefern wir in diesem Heft erfreuliche Informationen: Zwar stehen viele Kirchen leer, wächst die Zahl der Ungläubigen, doch für eine grosse Mehrheit der Bevölkerung ist der Glaube immer noch wichtig; er hilft bei der Bewältigung von Lebenskrisen, bei schwierigen Entscheidungen. Das ergab eine repräsentative Umfrage, die der Beobachter durchführen liess.

Der Glaube lebt. Das ist nicht unbedingt das Verdienst der Priester und Pfarrer. Eine Stichprobe in sieben Kirchen ergab eher zwiespältige Urteile über die Qualität der Predigten. Der Glaube muss sich also auch aus anderen Quellen nähren, muss mehr sein als das Wort von der Kanzel.

Gian Signorell und Martin Müller haben sich deshalb für unsere Titelgeschichte (siehe Artikel zum Thema «Ist da jemand?») bei der Wissenschaft kundig gemacht. Erstaunlich ist nicht nur, wie viele Mediziner und Naturwissenschaftler sich mit dem schwierigen Thema «Glaube» befassen. Erstaunlich sind auch die Resultate ihrer Forschungen, die vielen verunsicherten Gläubigen Trost sein können. Denn, kaum zu glauben: Wer glaubt, lebt nicht nur gesünder, sondern auch länger.

Deshalb heisst die frohe Osterbotschaft des Beobachters: Glauben macht selig. Bereits im Diesseits.

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