Nichts ist so sicher wie die Un­sicherheit der Zukunft. Das ist nicht neu, doch nach Jahrzehnten privilegierter Wohlversorgtheit spüren wir zunehmend, wie verletzlich nicht nur wir selber als Individuen sind. Auch manche Sicherheit, die wir in unserer Gesellschaft gern als garantiert erachtet haben, ist gefährlich ins Wanken geraten. Frieden, genügend Jobs, tragfähige und solide finanzierte Sozialnetze sind kein gottgegebener Dauerzustand.

Wir erkennen die Vorboten der Heraus­forderungen überall: Terrorismus, Finanz­krisen, Flüchtlingsströme, Arbeitslosigkeit, Umweltzerstörung. Die Folge ist ein verstärkter Rückzug auf die eigenen Interessen. Oder, wie eine Studie der Berliner Denkfabrik «Stiftung neue Verantwortung» resümiert: «Jeder für sich und keiner fürs Ganze.»

In dieser Zeit der Verteilkämpfe sind nicht bloss die Führungsleute gefordert, verantwortungsvoll und weniger kurzfristig zu denken, sondern jeder Einzelne wird dazu beitragen müssen, was er kann. Denn Friede, Sicherheit und Vertrauen gründen auf allgemeingültigen Werten, die höher zu gewichten sind als Gewinnmaximierung und Eigeninteressen.

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Der leise und der laute Mut

Menschen, die solche Werte hochhalten und in entscheidenden Situationen Leuten in Not helfen oder sich fürs Gemeinwohl einsetzen, auch wenn sie dadurch ihr Leben riskieren oder persönliche Nachteile in Kauf nehmen, zeigen Zivilcourage. Ihnen ist diese Beobachter-Ausgabe gewidmet, in der wir Ihnen neun Personen vorstellen, die uneigennützigen Mut im Alltag bewiesen haben.

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In unserer Titelgeschichte zeigen wir Ihnen Beispiele von Zivilcourage in unterschiedlichsten Bereichen. Es sind Geschichten von leisem, beharrlichem Mut, wie er gebraucht wird, um Missstände zu benennen, unangenehme Wahrheiten zu sagen. Aber auch von geistesgegenwärtigem, entschlossenem Mut, wie er nötig wird, wenn ein Mensch unmittelbar in Not ist oder gegen einen Angreifer verteidigt werden muss. Und nicht zuletzt Geschichten von moralischem Mut, das zu tun, was – unabhängig von mittelfristigen Folgen – als das momentan Richtige erscheint, wie etwa eine Soforthilfe in der Flüchtlingskrise.

«Mut, das ist ganz sicher, gehört am notwendigsten von allen menschlichen Eigenschaften zum Glück», soll der grosse Schweizer Pädagoge Johann Heinrich Pestalozzi gesagt haben. Das ist heute noch richtig.

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Lesen Sie unsere Berichte über neun Menschen, die durch ihre Entschlossenheit, ihr Handeln und ihren Mut den berühmten Unterschied ausmachten und uns Hoffnung geben, gemeinsam Sicherheit und Vertrauen in die Zukunft zu gewinnen.

Wir freuen uns über Ihre Stimme für Ihren Wunschkandidaten für den Prix Courage 2016 des Beobachters. Am 4. November wird ihn unsere Jurypräsidentin verleihen, die Ständerätin Pascale Bruderer.

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Prix Courage 2016: Den Mutigen sei Dank!

Diese neun Menschen haben sich in den letzten zwölf Monaten besonders beherzt für andere eingesetzt. Wer soll dafür den Prix Courage 2016 erhalten? Entscheiden Sie mit!

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Prix Courage 2016: Ihre Stimme zählt

Entscheiden Sie mit, wer den Prix Courage 2016 erhält. Die Stimmen der Beobachter-Leserinnen und -Leser und diejenigen der Prix-Courage-Jury werden zu je 50 Prozent gewichtet.

hotel.jpgWettbewerb: Wenn Sie sich an der Abstimmung beteiligen, können Sie ausserdem mit etwas Glück zwei Übernachtungen für zwei Personen im Romantik Seehotel Sonne**** Superior gewinnen, dem historischen Hotel in Küsnacht am Zürichsee (Bild rechts).

Sie wollen einem Kandidaten Ihre Stimme geben? So einfach geht's:

  • Zum Online-Voting
  • Telefon: Wählen Sie die Nummer, die beim Porträt Ihres Favoriten aufgeführt ist (70 Rappen pro Anruf ab Festnetz). Eine Stimme fordert Sie zur Angabe Ihrer Personalien und Ihrer Telefonnummer auf. Das ist nur nötig, wenn Sie an der Verlosung teilnehmen wollen.
  • SMS: Senden Sie eine SMS mit dem Vermerk PRIX und der Kennziffer Ihres Favoriten an die Nummer 970 (70 Rappen/SMS), gefolgt von Ihrem vollständigen Namen, Vornamen und Ihrer Adresse, wenn Sie an der Verlosung teilnehmen möchten.


Teilnahmeschluss ist der 23. Oktober 2016.

Der neue Beobachter ist da

Die Themen des aktuellen Hefts

Prix Courage 2016: Wer gewinnt? Bestimmen Sie mit! / Was wusste das FBI über den Terroranschlag von Würenlingen? / Recht und Realität driften in der Familienpolitik immer weiter auseinander

Der Beobachter 19/2016 erscheint am Freitag, 16. September. Sie erhalten die Ausgabe am Kiosk, als E-Paper oder im Abo.

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