Max Holliger, 52, ist Nichtraucher und fühlt sich gesund. Trotzdem leidet er unter Reizhusten. Schuld ist für den Informatiker aus Aesch ZH die Luftverschmutzung. «Das Umweltschutzgesetz garantiert minimalen Schutz, doch die Praxis sieht anders aus.»

Erlaubt ist, dass die Feinstaubkonzentration an einem Tag pro Jahr den Grenzwert überschreitet - und nicht über 35-mal, wie im Kanton Zürich seit Januar. Holliger schrieb mit weiteren Betroffenen an die Kantone Bern und Zürich sowie an den Bund. Sie forderten «minimale Sicherheit für die Gesundheit» und verlangten, dass die Luftreinhalteverordnung eingehalten werde. «Erfahrungsgemäss werden solche Begehren abgewiesen», sagt Cyrill Studer von Greenpeace Schweiz - «obwohl pro Jahr 3’700 Personen aufgrund schlechter Luft sterben.» Die Umweltschutzorganisation beschloss deshalb zusammen mit den Betroffenen, allenfalls den gerichtlichen Weg zu beschreiten. «Wenn es sein muss, klagen wir und gehen bis vor den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte», sagt Studer.

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