Mit der Einstellungsverfügung 2A 2005 31601 vom 11. Mai 2010 stellte die Zuger Staatsanwaltschaft ein Straf­verfahren gegen die Fifa und zwei «weltweit anerkannte Personen des öffentlichen Lebens» wegen Veruntreuung und ungetreuer Geschäftsbesorgung ein – weil die Beschuldigten 5,5 Millionen Franken Wiedergutmachung zahlten. Sie hatten zugegeben, Bestechungsgelder angenommen zu haben.

Der Beobachter verlangte Einsicht in die Einstellungsverfügung, um zu prüfen, ob Prominente von der Justiz bevorzugt behandelt wurden. Die Zuger Staatsanwaltschaft wollte Transparenz schaffen – unter Angabe der Beträge und der Namen. Doch die Fifa und Mitbeschuldigte erhoben dagegen Einsprache. Bisher erfolglos: Die Staatsanwaltschaft Zug hat den Entscheid auf Herausgabe des Dokuments bestätigt. Die Beschuldigten haben nun 20 Tage Zeit, den Fall weiterzuziehen.