Die Bilder des Skandal-Spiels FCB gegen FCZ in Basel sind noch allgegenwärtig. Die Kosten für den Polizeieinsatz werden hoch ausfallen: Die Basler Ordnungshüter rechnen mit mehreren hunderttausend Franken.

Auch andere Chaos-Spiele sind teuer: Tatort Hardturmstadion, Zürich, 21. Mai 2005, GC-FCB. Auf der Tribüne prügeln sich Chaoten. Kosten des Polizeieinsatzes: rund 290'000 Franken. Ebenfalls ins Geld ging im letzten November das Spiel GC-Middlesbrough: rund 250’000 Franken. Und ungefähr 190'000 Franken kostet durchschnittlich ein Spiel der Berner Young Boys.

Zahlen müssen aber nicht die Klubs als Veranstalter, sondern die Steuerzahler. «Gewinne werden privatisiert, Verluste der Allgemeinheit übertragen. Das darf nicht sein», sagte der Basler Regierungsrat Christoph Eymann dazu in den Medien. Der FCB beteiligt sich zumindest teilweise an den Kosten: Pro Eintrittsbillett gehen Fr. 1.20 an die Kantonspolizei. Bei vollem Haus sind das rund 40'000 Franken - ein Klacks bei durchschnittlichen Kosten von 150’000 Franken bei einem Risikospiel. Beiträge leisten auch die Klubs von Aarau, Schaffhausen und St. Gallen. Wie viel, will niemand sagen.

In Neuenburg erlaubt es das revidierte Polizeigesetz, die Veranstalter finanziell in die Pflicht zu nehmen. «In den letzten zwei Jahren hat sich der Personalaufwand pro Spiel verdoppelt», so Polizeikommandant André Duvillard. Eine Radikallösung praktiziert die Waadt: Yverdon-Sports muss für sämtliche Sicherheitskosten geradestehen.

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