Mit WLAN ins Internet

Am besten orientiert man sich vor der Abreise, wo man am neuen Aufenthaltsort über einen WLAN-Anschluss ins Internet gehen kann. Denn WLAN ist stabiler, schneller und billiger als eine Verbindung über das mobile ­Telefonnetz. Über WLAN kann man in guter Qualität und ohne Verbindungsabbrüche kostenlos nach Hause telefonieren oder die tagesaktuellen Nachrichten von dort abrufen. Für sensible Daten, etwa bei der Abfrage des Bankkontos, sind öffentliche WLANs jedoch ungeeignet, dafür nutzt man besser die Mobilfunkverbindung oder ein privates WLAN.

Telefonieren und Internet

Bei längeren Aufenthalten im Ausland führt an einer SIM-Karte eines lokalen Anbieters kein Weg vorbei. Vor allem wenn man das Internet auch auf dem Smartphone nutzen will. Eine 1-GB-Karte sollte bequem ausreichen für E-Mails, WhatsApp und Surfen. Das kostet nicht mehr als 25 Franken.

Für Geschäftsreisen lohnt sich ein Dual-SIM-Handy. Darin passen die SIM-Karte von zu Hause und die des lo­ka­len Anbieters. Unter Android und Windows Phone gibt es viele günstige und praxistaugliche Geräte. Diese Möglichkeit bietet das iPhone nicht.

Spontane Kommunikation

Für die spontane Kommunikation lohnt sich WhatsApp. Die Vorteile gegenüber SMS sind immens: Nachrichten sind nicht längenlimitiert, es lassen sich Bilder, Videos und Tonnachrichten verschicken, und sie stehen beim Empfänger sofort auf dem Smart­phone zur Verfügung. Und das bei ­relativ kleinem Datenverbrauch.

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Ausgedehnte Anrufe

Für längere Gespräche empfiehlt sich Internettelefonie (VoIP) und WLAN-Verbindung – über Anbieter wie Hangouts, Viber, OoVoo oder Skype. Mit ­ihnen lassen sich kostenlose Video­telefonate führen. Auch Festnetznummern zu Hause kann man anrufen. Das ist zwar nicht gratis, aber deutlich günstiger als direkt vom Mobiltelefon aus. Bei Skype gibt es für Vieltelefonierer monatliche Flat­rates. Wer sich allerdings über Skype auf Handy oder Tablet anrufen lassen will, muss für rund 50 Franken pro Jahr eine Schweizer Skype-Nummer kaufen.

Wenn man ohne Bild telefonieren will, gibt es kostenlose Alternativen. Bewährt hat sich Sipcall: Die Zuteilung einer Schweizer Festnetznummer erfolgt binnen 24 Stunden. Danach die kostenlose App aufs Gerät laden, die neue Nummer eintragen, schon ist man überall auf der Welt erreichbar.

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News aus der Heimat

Viele grössere Schweizer Zeitungen haben eine eigene Onlineversion für das Smartphone, die weniger Daten verbraucht. Am besten sucht man vor der Abreise die entsprechenden Links heraus.

Für Radiohörer besonders geeignet ist eine Webradio-App, zum Beispiel TuneIn. Die Lieblingssender lassen sich darauf als ­Favoriten speichern. Internetradio verschlingt nur wenig Datenvolumen, regelmässige Hörer sollten aber trotzdem über WLAN hören.

Schweizer TV-Nachrichten kann man sich über die kostenlose SRF-App ansehen. Es gibt sie meist mit Fotos, manchmal mit Videos. Die App SRF Player, die Sendungen live aufs Smartphone überträgt, funktioniert im Ausland aus lizenzrechtlichen Gründen nicht. Auch beim Online-TV-Dienst Zattoo gibt es im Ausland keine Schweizer Sender. Die bekommt man nur über einen Fernseher mit Satellitenanschluss.

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Probleme im Ausland

Auf der App Itineris des Eidgenössischen Departements für auswärtige Angelegenheiten ist dessen Helpline eingebunden, die rund um die Uhr besetzt ist (Notrufnummer +41 (0)800 247 365; via E-Mail: helpline@eda.admin.ch). Wer sein Geld oder seine Papiere verloren hat oder bei einem Unfall Hilfe vor Ort benötigt, findet mit der App konsularischen Schutz in den schweizerischen Vertretungen.

Reisepass weg: So beugen Sie vor

Scannen Sie alle wichtigen Dokumente wie Ausweis und Führerschein zu Hause ein und speichern Sie sie auf dem Smartphone, Tablet sowie parallel dazu in einem Onlinespeicher wie Dropbox. So können Sie sich im Notfall zumindest ausweisen – wenn der Akku nicht leer ist.

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