Ein heute 62-jähriger Automechaniker musste als Lehrling mit asbesthaltigen Bremsbelägen arbeiten. 40 Jahre nach dem letzten Asbestkontakt diagnostizierten die Ärzte bei ihm einen asbestbedingten Brustfellkrebs. Seither geht es ihm gesundheitlich immer schlechter; zudem kämpft er mit  der zermürbenden Bürokratie der Versicherungen.

«Ich muss – todkrank – jedem Rappen hinterherrennen.»

Peter Voser

Besonders stossend: In der Schweiz verjähren vertragliche Ansprüche auf Schadenersatz und Genugtuung bereits nach zehn Jahren. Das Bundesgericht trat bisher nicht auf die Forderungen von Asbestopfern ein.

Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte (EMGR) hat diese Praxis für widerrechtlich befunden. Aber geändert hat sich für die Opfer und deren Angehörigen nichts. Das Bundesgericht schiebt die fällige Praxisänderung auf die lange Bank, und die Politik vertagt verbindliche Verbesserungen. Das Nachsehen haben die Opfer. Beobachter TV begleitet den ehemaligen Automechaniker auf seinem juristischen Leidensweg und versucht, ihm zu seinem Recht zu verhelfen.

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Sehen Sie hier die Beobachter TV-Sendung vom 21. Juni 2015: