Mobilfunkanbieter versuchen sich bei solchen Vorfällen immer wieder hinter dem Datenschutz zu verstecken – zu Unrecht. Denn: Gemäss Artikel 60 Absatz 3 der Verordnung über Fernmeldedienste müssen die Anbieter Namen und Adresse des Teilnehmers oder der Teilnehmerin bekannt geben, wenn jemand glaubhaft macht, dass der betreffende Anschluss missbräuchlich verwendet worden ist.

Das heisst: Sie können sich mit einem schriftlichen Gesuch direkt an den Mobilfunkanbieter wenden. Versuchen Sie dabei, möglichst genau Datum, Zeit und Dauer der belästigenden Anrufe oder auch SMS anzugeben. So nehmen Sie dem Mobilfunkanbieter den letzten Wind aus den Segeln. Dieser muss Ihnen Auskunft darüber geben, von wem Sie belästigt werden. Auch die Ausrede, Sie müssten zuerst zur Polizei gehen, müssen Sie sich übrigens nicht gefallen lassen.