In zwei Urteilen aus diesem Sommer doppelt das Bundesgericht nun nach: Es gibt auch kein Recht darauf, zur Begutachtung seinen Arzt oder einen Angehörigen mitzubringen. Im ersten Fall ging es um eine Versicherte, die zur Begutachtung ihren Lebenspartner mitnehmen wollte. Der Gutachter lehnte jegliche Begleitpersonen ab, was nun vom Bundesgericht geschützt wurde. Würde man der versicherten Person eine Drittperson quasi als Zeugen zugestehen, so müsste dieses Recht auch dem Gutachter eingeräumt werden. Dies würde die Begutachtung nur komplizierter machen, heisst es im Urteil.

Im zweiten Entscheid wird festgehalten, dass auch der Beizug einer medizinisch ausgebildeten Begleitperson mit der Situation während einer Begutachtung nicht vereinbar sei. Selbst wenn die Begleitperson während der ganzen Begutachtung schweigen müsste, könnte allein ihre Anwesenheit das Ergebnis beeinflussen. Die Begutachtung solle aber möglichst ohne äussere Einflüsse erfolgen.

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Bundesgericht, Urteile vom 26. Juni und 7. August 2007 (I 42/06 und I 991/06)