Eine Frau hatte Ausbildungen in körperzentrierter Psychotherapie und in Transaktionsanalyse absolviert und in Österreich einen zweijährigen Universitätslehrgang Psychotherapeutische Psychologie abgeschlossen. 2006 erhielt sie im Kanton Graubünden die Bewilligung zur Berufsausübung als selbständige Psychotherapeutin. 2007 ersuchte sie auch den Kanton Zürich um eine solche. Sie wurde ihr erteilt, aber unter der Bedingung, dass sie zunächst ein volles Psychologiestudium an einer Schweizer Hochschule absolvieren müsse. Die Zürcher Gesetzgebung verlange dies.

Das Bundesgericht stellte nun klar, dass der Gesuchstellerin, gestützt auf das Binnenmarktgesetz, die Bewilligung auch für Zürich erteilt werden muss. Wer in einem Kanton zugelassen sei, dürfe diesen Beruf in der ganzen Schweiz ausüben, sofern nicht überwiegende öffentliche Interessen eine Einschränkung rechtfertigen. Solche lägen hier nicht vor.

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Bundesgericht, Urteil vom 13. Oktober 2008 (2C_15/2008)
(5F_6/2008)