Einem Autofahrer war das Billett erstinstanzlich für drei Monate entzogen worden, weil er auf einer Autobahn die erlaubte Höchstgeschwindigkeit um 35 Kilometer pro Stunde überschritten hatte. Der Fahrer rekurrierte, worauf das Waadtländer Verwaltungsgericht ihm den Entzug in zwei Raten bewilligte: während der Sommer- und der Winterferien jeweils für eineinhalb Monate.

Mit dieser Aufteilung war das Waadtländer Strassenverkehrsamt nicht einverstanden; es zog den Entscheid ans Bundesgericht und bekam recht. Das oberste Gericht hält fest, dass der Billettentzug immer am Stück zu erfolgen hat. Der Gesetzgeber habe die Möglichkeit eines Entzugs in Raten klar ausgeschlossen. Zudem vertrage sich eine zeitliche Stückelung des Ausweisentzugs mit dem präventiven und erzieherischen Charakter der Massnahme nicht.

Laut Bundesgericht wird den Bedürfnissen des fehlbaren Lenkers mit der in der Praxis oft zugelassenen Möglichkeit, den Ausweisentzug im Hinblick auf die berufliche Tätigkeit auf einen späteren Zeitpunkt zu verschieben, genügend Rechnung getragen.

Bundesgericht, Urteil vom 28. November 2007 (1A.58/2007)