Eine Polizei­kontrolle bemerkte das Tier, das direkt zwischen Lenkrad und Windschutzscheibe lag.

Der Autofahrer wehrte sich gegen die Busse und gelang­te bis vor Bundesgericht. Seine Katze sei keine «Ladung» im Sinne des Strassen­verkehrsgesetzes (SVG), da ein Tier keine Sache sei. Seine Katze sei deshalb «Mitfahrer» und unterliege höchstens der Gurtenpflicht.

Mit dieser Argumentation hatte er keine Chance. Zwar enthält das Recht in der Schweiz anders als jenes im Ausland tatsächlich keine Spezialvorschriften zum Transport von Haustieren. Aber gemäss Bundesgericht gelten die allgemeinen ­Vorschriften für die Ladung von Sachen. Eine Ladung darf nieman­den gefährden. Eine Katze vor dem Lenkrad ­behindert die Sicht des Fahrers. Das Tier könnte zudem bei einem Bremsmanöver herunterfallen oder plötzlich herumlaufen. Die höchsten Richter verurteilten deshalb den Fahrer, weil er ein nicht betriebssicheres Auto ­gefahren hatte.

Das Fazit des Urteils: Wer ein Haustier hat, muss es tiergerecht so transportieren, dass es niemanden ­gefährdet: beispielsweise in einer Transportbox, die an einem Sitz fixiert ist, oder auf dem Schoss eines Beifahrers.

Bundesgericht, Urteil vom 24. Februar 2011 (6B_894/2010)