Das Bundesgericht befand, dass der Beschwerdeführer eine erhebliche kriminelle Energie zeigte und kaum Hemmungen gegenüber der körperlichen und seelischen Unversehrtheit anderer Menschen habe. In Übereinstimmung mit dem Europäischen Gerichtshof verfolge das Bundesgericht gerade für Delikte, die im Zusammenhang mit Drogenhandel begangen wurden, bei Gewaltdelikten und solchen gegen die sexuelle Integrität eine strenge Praxis. Der Iraker habe Straftaten in all diesen Kategorien begangen und sei deshalb zu einer Gesamtstrafe von 18 Monaten Gefängnis bedingt verurteilt worden. Abgesehen von seiner Ehe mit einer Schweizerin bestehe keine besondere Verbundenheit mit der Schweiz. Mit seiner Familie im Irak stehe er nach wie vor in engem Kontakt, eine Rückkehr sei möglich.

Einer Ausweisung stehe deshalb nichts im Weg. Zumal seine Frau bei der Heirat wusste, dass Gründe für eine Bewilligungsverweigerung vorliegen könnten, auch wenn sie selbst aus Sicherheitsgründen nicht im Irak leben könne.

Bundesgericht, Urteil vom 4. Oktober 2004 (2A.308/2004)

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