Eine Schulkommission im Kanton Glarus verfügte, dass ein Junge die Schule im Nachbarort besuchen müsse. Seine Eltern sollten aber die Transportkosten selber übernehmen. Die Eltern klagten vor Ver­waltungsgericht und bekamen recht: Ihnen dürfen für den längeren Schulweg keine Kosten auferlegt werden (Urteil vom 2. Oktober 2014).

Kein Beschwerderecht

Auf die darauf folgende Beschwerde der Schulkommission und des Gemeinderats trat das Bundesgericht aus formellen Gründen nicht ein – weil beide nicht beschwerdeberechtigt sind. Gemeinwesen können bei Ein­griffen in ihre Auto­nomie zwar ans Bundesgericht gelangen oder werden zur Beschwerde zugelassen, wenn es um gewichtige finanzielle Beträge geht oder ein Einzelfall eine präjudizielle Wirkung für die Erledigung der öffentlichen Aufgaben hat. Beides sei hier aber nicht gegeben.

Es bleibt dabei: Was eine Behörde verfügt, muss sie auch bezahlen. Wenn jedoch Eltern selber eine Versetzung in eine Schule ausserhalb des eigenen Dorfs beantragen, müssen sie die Transportkosten selber berappen.

Bundesgericht, Urteil vom 25. Februar 2015 (2C_1005/2014)