Der Mann gelangte bis ans ­Obergericht des Kantons Zürich und verlangte einen Freispruch. Er brachte vor, man habe seine ­Mitfahrer nicht befragt. Diese ­hätten bezeugen können, dass die Scheiben des Autos nicht schneebedeckt gewesen seien. Auch habe die Polizei mehr Fotos gemacht, als sich in den Akten befanden. ­Jene Bilder würden ihn entlasten.

Das Obergericht beanstandete die Beweiswürdigung der Vorinstanz nicht. Zentrales Beweismittel sei – neben dem Polizeirapport – die ­polizeiliche Fotodokumentation. Darin sei klar ersichtlich, dass die äusseren Scheinwerfer praktisch vollständig und die inneren Scheinwerfer zumindest teilweise mit Schnee bedeckt waren. Zudem sehe man, dass die Frontscheibe dick und die Heckscheibe grösstenteils verschneit war. Es sei möglich, dass man weitere Fotos gemacht ­habe, aber Verfahrensvorschriften seien nicht verletzt worden. Eine Anhörung der Entlastungszeugen sei bei ­dieser klaren Beweislage nicht ­nötig gewesen.

Der Mann wurde auch in zweiter ­Instanz des Führens eines nicht betriebssicheren Fahrzeugs schuldig gesprochen und musste nicht nur die Busse zahlen, sondern ein Mehrfaches an Gerichtskosten übernehmen.

Urteil SU130016 vom 12. September 2013