Dies geht aus einem Urteil des Bundesverwaltungsgerichts hervor, das die Beschwerde eines heute 54-jährigen, nach Argentinien ausgewanderten Mannes abgewiesen hat. 2002 war er in der Schweiz arbeitslos geworden, 2004 wurde er ausgesteuert. Bereits 1998 hatte er in Argentinien eine Liegenschaft gekauft; dort lebt er seit gut vier Jahren mit seiner argentinischen Partnerin.

2007 stellte der Mann bei der Schweizer Botschaft ein Gesuch um monatliche Fürsorge­leistungen. Das Bundesamt für Justiz lehnte ab und forderte den Mann auf, in die Schweiz zurückzukehren und allenfalls ein Gesuch um Finanzierung der Rückreise zu stellen.

Das ­Bundesverwaltungsgericht hat diesen Entscheid bestätigt. Nur Auslandschweizer, die im Ausland eine Existenz auf­gebaut haben und dort weit­gehend integriert sind, haben Anspruch auf Fürsorgegelder. Der Gesuchsteller verfüge jedoch in Argentinien weder über eine Aufenthalts- noch eine Arbeitsbewilligung. Es liege nicht einfach im Belieben von Sozialhilfeempfängern, sich in einem Land ihrer Wahl unterstützen zu lassen.

Bundesverwaltungsgericht, Urteil vom 28. Oktober 2008 (C-696/2008)