Die Schweizerische Radio- und Fernsehgesellschaft (SRG) hatte sich auf den Standpunkt gestellt, dass dies exklusiv dem Schweizer Fernsehen vor­behalten sein solle. Das Bundesgericht entschied nun anders.

Die SRG war der Ansicht, dass die regionalen Fernsehsender zwar physisch anwesend sein dürfen bei einem Spiel, aber keine eigenen Spielbilder aufnehmen und senden dürfen. Sie hätten sich auf Randgeschichten wie Stimmungsbilder und Interviews zu beschränken. Die Spielbilder hingegen seien exklusiv von der SRG zu übernehmen.

Diese Auffassung ist laut Bundesgericht falsch. Das Radio- und Fernsehgesetz erlaubt den Regionalsendern den physischen Zugang zu Sportanlässen, um Kurzberichte von maximal drei Minuten zu erstellen. Ziel dieses Rechts sei es, das öffentliche Ereignis nachrichtenmässig so aufarbeiten zu können, dass eine sachgerechte und vielfältige Berichterstattung sicher­gestellt sei. Die Regional­sender müssten die Möglichkeit haben, eigene Akzente zu setzen, und zusätzlich zu ihren Randgeschichten auch einzelne Spielbilder für den lokalen Bezug produzieren können.

Bundesgericht, Urteil vom 18. März 2009 (2C_727/2008)