Die Türkin lebte seit 1991 in der Schweiz. 1999 heiratete sie in der Türkei einen Landsmann, der daraufhin eine Aufenthaltsbewilligung für die Schweiz erhielt. Das Paar hat drei Kinder. Von 2001 bis 2006 erhielt die im Kanton Baselland lebende Familie 167'000 Franken Sozialhilfe. Zweimal wurde sie vom kantonalen Migra­tionsamt wegen der dauern­den und erheblichen Sozial­hilfeabhängigkeit verwarnt. 2006 wurde schliesslich die Ausweisung verfügt. 

Die Familie wehrte sich und gelangte bis ans Bundes­gericht, jedoch erfolglos. Gemäss Gesetz darf ein Ausländer ausgewiesen werden, wenn er fortgesetzt sozialhilfeabhängig ist. Die Ausweisung soll jedoch nur verfügt werden, wenn sie nach den gesam­ten Umständen angemessen erscheint. Für die obersten Richter ist dies der Fall. Selbst wenn die Familie im Moment ohne Sozialhilfe auskomme, ­bleibe die Einkommenssituation weiterhin sehr instabil. Eine enge Beziehung mit der Schweiz sei nicht ersichtlich. Der Mann werde als Imam eher in der Türkei als in der Schweiz Arbeit finden. Die Kinder seien noch nicht eingeschult. Eine Ausweisung erachtet das Bundesgericht deshalb als zumutbar.

Bundesgericht, Urteil vom 25. Februar 2009 (2C_795/2008)