Eine Frau arbeitete als Teilzeitaushilfe beim Bund, mit Befristung auf Ende August 2006. Damit war sie bei der Suva unfallversichert. Im Juni 2006 begann sie daneben als Volontärin für eine Schweizer Universität mit Vorbereitungen für ein Afrikaprojekt: Sie sollte dort Fische erforschen. Ein schriftlicher Arbeitsvertrag wurde nicht geschlossen, nur ein Spesenersatz vereinbart.

Anfang August verunfallte die junge Frau dann in Sambia schwer – im Dienstwagen der Universität. Zunächst zahlte die Suva, forderte aber vom Bundesamt für Gesundheit ­eine Abklärung, ob nicht doch die Versicherung der Universität zuständig sei. Der Zuständigkeitsstreit endete schliesslich vor Bundesgericht.

Nicht nur aus Gefälligkeit

Für die Bundesrichter war klar: Obwohl die Frau fürs Volontariat keinen Lohn erhielt, habe sie nicht bloss aus Gefälligkeit gearbeitet. Die Unfallversicherung schlies­se auch Mitarbeitende ein, die nur zu Ausbildungszwecken tätig sind, sich aber gewissen Anweisungen unterziehen müssen.

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Damit war die Betroffene ­bereits vor der Abreise über die Universität versichert – was Voraussetzung dafür ist, dass sie es auch während der Entsendung ins Ausland war.

Dass sich der Unfall bei einer Dienstfahrt ereignete, spreche ebenso für die Zuständigkeit der Unfallversicherung der Universität.

Bundesgericht, Urteil vom 22. September 2014 (8C_183/2014)