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Das neue UrteilWer weniger arbeitet, bekommt das Kind

Bringen die Mutter und der Vater gleich gute Voraus­setzungen für die Erziehung ihres Kindes mit, darf das Gericht bei einer Trennung der Mutter die alleinige Obhut zuteilen, wenn sie mehr Zeit für die persönliche Betreuung des Kindes aufwenden kann als der Vater.

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Konkret stritten sich die Eltern eines achtjährigen Buben um die vorläufige ­Zuteilung des Kindes für die Dauer der Trennung bis zur Scheidung. Das Gericht erster Instanz teilte die Obhut dem Vater zu, das Kantonsgericht dagegen der Mutter. Der Vater behauptete vor Bundesgericht vergeblich, für die Betreuung des Soh­nes besser geeignet zu sein. Kantons- und Bundesgericht attestierten beiden Elternteilen gleich gute Fähigkei­ten in der Erziehung und bei der Betreuung des Kindes.

In solchen Fällen kommt es laut der Rechtsprechung besonders darauf an, wer mehr Zeit für die persönliche Betreuung aufwenden kann. Hier hatte dieses Kriterium noch besonderes Gewicht, weil das Kind erst achtjährig war und zudem gesundheitliche Probleme hatte. Die Mutter war nur zu 40 Prozent, der Vater jedoch zu 100 Prozent berufstätig.

Kein Gehör fand die Behauptung des Vaters, seine Ehefrau habe ihre bisherige Vollzeitstelle absichtlich ­verloren. Warum die Mutter nur noch Teilzeit arbeitete, spielte für die Bundesrichter keine Rolle.

Bundesgericht, Urteil vom 4. März 2010 (5A_798/2009)

Veröffentlicht am 21. Juni 2010

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7 Kommentare

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P.Ho
Meine Situation: Ex-Frau kriegt nach nicht einmal zwei jähriger Ehe 4100 zzgl. 900 (die sie selbst verdient), macht de facto 5000 netto im Monat. Nicht schlecht für eine Detailhandelsangstellte. Ein gutes Angebot sollte man meinen. Sie jammert aber weiter und findet die Welt so ungerecht. Jetzt müsse sie schauen, wie sie mit dem knappen Budget über die Runde komme. Dass mir 10 Fr./Tag bleiben interessiert niemanden. Wenn man bedenkt, dass zudem die Entscheide bezüglich Sorgerecht/Obhut/Besuchsrecht ähnlich ausgefallen sind wie beim UHB, kann man (oder auch die egoistischen Frauen?) verstehen, dass Mann nicht mehr an die Gerechtigkeit glauben kann.....

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Ch. Cotting
Das ist schon nicht richtig. Die Väter sind einfach die betrogenen in unserem Land, das sich Rechtsstaat nennt.

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amerzon
na toll und wie sieht es aus wenn der ehemann den spies umdreht?? Auch nicht besser! Wisen den die menschen was der unterschied von obhut und sorgerecht ist? Ich wusste es nicht und nun bin ich in der männerposition und soll meinem ex unterhalt bezahlen und meine kinder noch alle 14 tage sehen und dass!nur weil ich zum wohle der kinder sie in seinem haus gelassen habe und in eine kleinere wohnung gezogen bin! Geht auch nicht auf oder ?

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Babs
Mal ganz grundsätzlich: Frauen, die die Gefühle Ihrer Kinder für den Vater ignorieren sind schlechte Mütter! Viele frustrierte Ex-Frauen wollen den Mann mit Kinder-Entzug bestrafen, schlussendlich schaden sie damit aber besonders ihren Kindern. Aber das haben die Sesselfurzer noch nicht gecheckt und somit ist in den Gerichtsurteilen alles andere als Gleichberechtigung zu finden (Wonach ja gerade die frustrierten Damen ständig schreien). Bin übrigends selber weiblich und ticke zum Glück anders, lässt sich gut leben so.

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