Ein Inserat und eine gut gemachte Homepage verleitete Jasmin Ritter* dazu, sich bei einem Partnervermittlungsinstitut zu melden. Beim zweiten Treffen – notabene auf einer Parkbank – versprach die Vermittlerin, Jasmin Ritter könne bald den ersten Mann kennenlernen, wenn sie rasch einen Vertrag unterzeichne und die verlangten 3200 Franken in bar zahle. Sechs Tage später holte die Vermittlerin das Geld bei Ritter zu Hause ab.

Der Partnervorschlag traf tatsächlich kurz darauf ein, «passte aber auf der ganzen Linie nicht», wie Jasmin Ritter enttäuscht feststellte. Inzwischen war auch ihr gutes Gefühl verflogen. Zudem öffneten ihr Berichte auf Beobachter.ch die Augen für das zweifelhafte Vor­gehen von Vermittlungsinstituten.

Sie meldete sich beim Beobachter-Beratungszentrum. Tatsächlich stellte der Beobachter einen Gesetzesverstoss fest: Es ist Partnervermittlern nämlich verboten, vor Ablauf einer siebentägigen Frist das Honorar entgegenzunehmen. Genau das aber hatte diese Vermittlungsfirma getan. Als Ritter, ausgerüstet mit diesem recht­lichen Argument, den Vertrag als ungültig erklärte und ihr Geld zurückverlangte, ging es überraschend schnell: «Die Firma hat bezahlt», meldete sie sich wieder an der Hotline des Beobachters. Und war sehr zufrieden, dass sie dank dem Beobachter aus dem «unseriösen Spiel mit Gefühlen» wieder herausgefunden hatte.

* Name geändert