Auf eine Milliarde Franken wird der Schaden geschätzt, den Ladendiebe dem Schweizer Detailhandel zufügen und einige Angestellte mischen kräftig mit. Ein grosses Schweizer Warenhaus quantifizierte den Schaden: Bei 82 Prozent der festgenommenen Diebinnen und Diebe handelte es sich um Kunden. Deren geklautes Gut machte aber nur 26 Prozent des Fehlbetrags aus. 13 Prozent der Diebe waren Lieferanten. Deliktsumme: 32 Prozent. Nur fünf Prozent der Angestellten konnten des Diebstahls überführt werden. Bei ihnen wurden aber 42 Prozent des Warenwerts sichergestellt.

Die Polizei unterscheidet Ladendelikte statistisch nicht von Entreiss- und «gewöhnlichen» Diebstählen. Einige Anhaltspunkte liefern städtische Erhebungen. Danach verzeichnet Bern eine leichte Abnahme. Auch in Basel ist die Tendenz sinkend, und in Zürich zeigte die Kurve zehn Jahre in die Höhe und sank dann letztes Jahr.

Aber: Die meisten Ladendiebstähle werden gar nicht bemerkt. Eine Meldepflicht besteht erst ab einer Deliktsumme von mehr als 300 Franken. An der Spitze der gestohlenen Waren stehen Natels, Videospiele, Parfums und Markenkleider.