Die Bundesverfassung verbietet im Gleichheitsartikel die Diskriminierung aufgrund der Lebensform. Rechtlich sind gleichgeschlechtliche Paare aber immer noch benachteiligt. In einem Gesetzesentwurf sieht der Bundesrat deshalb für schwule und lesbische Paare eine registrierte Partnerschaft vor, die sowohl Rechte als auch Pflichten festlegt:

  • Gleichgeschlechtliche Paare sind Ehepaaren im Erbrecht gleichgestellt: Sie sind untereinander erbberechtigt.

  • Gleichstellung mit Ehepaaren auch im Sozialversicherungsrecht und der beruflichen Vorsorge: Stirbt die Partnerin oder der Partner, gilt die oder der Überlebende als verwitwet.

  • Künstliche Befruchtung und Adoption sind nicht erlaubt.

  • Ein ausländischer Partner hat Anspruch auf Erteilung und Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung. Allerdings muss das Paar – anders als Ehepaare – zusammenwohnen. Eine erleichterte Einbürgerung wie für Ehepartner ist nicht möglich.

  • Im Steuerrecht gilt dasselbe wie für Ehepaare: gemeinsame Besteuerung.

  • Partnerinnen und Partner verpflichten sich wie Eheleute zu (finanziellem) Beistand und Rücksichtnahme.

  • Registrierte haben ein Besuchs- und Auskunftsrecht, wenn die Partnerin oder der Partner im Spital ist.