Das Urteil des Obergerichts Zug ist eindeutig: M. K. und A. D. (Namen der Redaktion bekannt) werden wegen gewerbsmässigen Wuchers zu 31 beziehungsweise 30 Monaten Zuchthaus sowie je einer Million Franken Schadenersatz verurteilt. R. S. kommt wegen Gehilfenschaft mit einer bedingten Zuchthausstrafe von 15 Monaten und 250'000 Franken Schadenersatz glimpflicher davon.

Wie bei Wirtschaftsprozessen üblich, ist das Obergericht nur eine Durchgangsstation. Die Verurteilten haben den Entscheid ans Bundesgericht weitergezogen. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Für 64 ehemalige Kunden der Fullpoint, die das Verfahren vor mittlerweile fünf Jahren angestrengt hatten, eine frustrierende und teure Erfahrung. Sie waren den Verlockungen der Optionshaie erlegen, die mit «Renditen bis zu 50 Prozent» lockten und Anlagegelder in zweistelliger Millionenhöhe verspekulierten. Einer der Anleger, ein 52-jähriger Bergbauer, nahm sich das Leben. Das Obergericht Zug schliesst nicht aus, dass die Beschuldigten einen Teil der fraglichen Gelder erfolgreich vor dem Zugriff der Justiz retten konnten.

Quelle: Archiv