Anfang 2006 tritt die Revision des Versicherungsvertragsgesetzes (VVG) in Kraft. Die Neuerungen bieten den Konsumenten bei den Sachversicherungen einen besseren Schutz und mehr Transparenz. Hier die drei wichtigsten Punkte:

  • Teilbarkeit der Prämie: Wer ein neues Auto kauft, kann neu auch die Versicherung wechseln, ohne dass die alte Versicherungsgesellschaft den Rest der «unverbrauchten» Jahresprämie behalten darf. Bis anhin konnte die Versicherung bei einer vorzeitigen Auflösung des Vertrags die ganze vorausbezahlte Jahresprämie für sich beanspruchen.
  • Verletzung der Anzeigepflicht: Beim Abschluss einer neuen Versicherung muss der Kunde die Fragen auf dem Antragsformular wahrheitsgemäss beantworten. Machte ein Kunde bisher unvollständige oder falsche Angaben, konnte die Versicherung alle Leistungen verweigern. Neu darf sie nur noch kneifen, wenn die falschen Angaben in direktem Zusammenhang mit dem Schadensfall stehen.
  • Handänderungen: Bisher galt die Regelung, dass beim Kauf eines versicherten Gegenstands (Handänderung) die Schadenversicherung auf den neuen Besitzer überging. Neu erlischt die Versicherung zum Zeitpunkt der Handänderung. Ausnahmen: obligatorische Motorfahrzeug-Haftpflichtversicherung und obligatorische Gebäudeversicherungen.


Diese Änderungen gelten ab dem 1. Januar für alle Versicherungsverträge – unabhängig davon, wann sie abgeschlossen worden sind.

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