Die gute Nachricht zuerst: Mit insgesamt 310'800 angezeigten Delikten hat die Kriminalität 1999 gegenüber dem Vorjahr markant abgenommen – nämlich um 215'00 Straftaten beziehungsweise 6,5 Prozent. Damit liegt die Gesamtzahl der Delikte sogar noch unter dem Niveau von 1982.

Zurückgegangen sind vor allem die Diebstähle (um 9,8 Prozent), die Einbrüche (8,5 Prozent) und die Fahrzeugdiebstähle (5,1 Prozent). Zusammen mit den übrigen Vermögensdelikten macht diese Gruppe rund 90 Prozent aller kriminellen Taten aus.

Zugenommen aber haben die Gewaltdelikte: Körperverletzungen (um 7,7 Prozent), Raub (2,7 Prozent), Sexualdelikte (15,6 Prozent) sowie einige andere Straftatbestände. Zwar sind von diesen Verbrechen zehnmal weniger Personen betroffen als von Diebstählen, aber sie lösen mehr Angstgefühle aus. Erstmals ging der Ausländeranteil an den Straftätern um ein halbes Prozent zurück – doch er ist mit 54 Prozent noch immer alarmierend hoch.

Die vom Bundesamt für Polizei veröffentlichten neuen Zahlen bestätigen die Feststellungen des Beobachters (Nr. 1): Insgesamt bleibt die Kriminalität in der Schweiz stabil. Doch die Angst vor Verbrechen ist unvermindert gross, selbst wenn wenige Leute davon betroffen sind. Denn laut Interpol-Statistik gilt die Schweiz nach Italien immer noch als das sicherste Land Europas.