Die Schweiz hat ein gewichtiges Problem: Mindestens 2,3 Millionen Erwachsene, mehr als jeder dritte, sind übergewichtig. Zwar streiten sich die Experten, ab welchem Body-Mass-Index von Übergewichtigkeit oder gar Fettleibigkeit gesprochen werden muss, aber die Tendenz ist eindeutig: Wir legen immer mehr Speck zu.

Besonders gefährdet sind Personen aus ärmeren, schlechter gebildeten Schichten. Fette seien eben «die billigsten Kalorien», fasst Pedro Marques-Vidal, Mitautor der aktuellsten Studie zum Thema, zusammen.

Glücklicherweise hat sich der Trend in den letzten Jahren etwas verflacht. Aber der Kampf gegen überflüssige Kilos muss geführt werden. Denn die Kosten belasten die ganze Gesellschaft: 5,8 Milliarden Franken medizinische Leistungen liessen sich jedes Jahr vermeiden, wenn wir alle zum Idealgewicht finden würden.

Es siegt wie immer die Ausrede

Leicht gesagt für einen wie mich, werden Sie sich jetzt denken. Aber im Endeffekt kennen wir alle den Mechanismus. Es fehlt den wenigsten am Wissen oder am Geld für einen gesünderen Lebenswandel. Ob es ums Sündigen beim Essen geht, um zu viel Alkohol, um den Verzicht aufs tägliche Treppensteigen oder den Mangel an regelmässigem Sport: Schuld ist zuallererst unsere Trägheit. Wir finden immer einen Grund, den gerade angenehmeren Weg zu wählen.

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Die Schokolade dient ja nur zum Stressabbau und zur Versöhnung mit der momentanen Unzufriedenheit. Der Wein am Abend ist doch nur Genuss. Mit dem Velo zur Arbeit zu fahren ist gefährlich, der Lift zum Büro steht ja schon da, und fürs Joggen ist es einfach noch zu kalt.

Es siegt – wie überall, wo Menschen sind – die Ausrede; bis es nicht mehr anders geht, bis wir die Rechnung präsentiert bekommen. Jene für überflüssige Pfunde wird jeden Frühling fällig. Dann suchen wir nach dem billigsten Weg, uns in Schuss zu bringen, hoffen auf eine Methode, die «Kilos weg im Schlaf» verheisst.

Nur leider gibt es diese Schlankheitskur nicht zu kaufen. Der Weg zum Ziel führt immer einzig über eine Verhaltensänderung. Wer abnehmen will, muss vorab zwei Dinge tun: gesünder essen und sich mehr bewegen.

Das Dumme ist, dass uns die Gene prägen – und das von Kindheit an antrainierte Stoffwechselprogramm unseres Körpers. Manchem mag das Abnehmen trotz bestem Willen kaum möglich sein. Aber viele werden Erfolg haben, wenn sie nur ein paar wenige Ratschläge berücksichtigen. «Abnehmen, aber richtig» (siehe Artikel zum Thema) zeigt, worauf Sie achten müssen, um Ihre Routinen zu überlisten, Ihr Verhalten zu ändern und mehr Bewegung in den Alltag einzubauen.

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Versuchen Sies jetzt, Sie haben nichts zu verlieren – ausser lästige Pfunde.