Hepatitis bedeutet Leberentzündung. Dabei stirbt ein Teil der Leberzellen ab. Leberentzündungen können bei verschiedenen Infektionen auftreten: beim Pfeifferschen Drüsenfieber, bei Durchfall – oder als Folge von Alkohol- und Medikamentenkonsum.
 

Aber auch spezielle Viren können die Leberentzündungen verursachen. Diese werden in verschiedene Typen eingeteilt, aktuell von A bis G. Von Bedeutung sind neben dem B-Virus (HBV) die Typen A und C. Das HBV wird gleich wie das HI-Virus (Aids) durch alle Körperflüssigkeiten übertragen, ist aber hundertmal ansteckender.
 

Ein bis sechs Monate nach der Infektion kommt es zu Beschwerden wie Appetitlosigkeit, Müdigkeit, Übelkeit, Muskel- und Gelenkschmerzen sowie leichtem Fieber. Besonders bei Kindern verläuft die erste Phase mild, bei Erwachsenen kann sie bereits sehr schwer sein.
 

Durch die Entzündung und den Verlust von Gewebe in der Leber können die Gallenfarbstoffe nicht mehr abgebaut werden. Dadurch kommt es zur Gelbfärbung von Haut und Augen («Gelbsucht»). Der Stuhl wird grau, der Urin dunkelbraun. Gewöhnlich erholt sich die Leber in vier bis sechs Wochen.
 

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Doch bei etwa drei Prozent von allen Infizierten wird die Entzündung chronisch. Die Beschwerden sind oft gering oder unspezifisch, trotzdem gehen immer mehr Zellen zugrunde.
 

In seltenen Fällen entwickelt sich nach 10 bis 15 Jahren eine Schrumpfleber (Leberzirrhose) oder Leberkrebs.
 

Um die Krankheit zu diagnostizieren und den Verlauf zu kontrollieren, führt der Arzt Blutentnahmen durch. Er erhält Aufschluss darüber, wie stark spezielle Abwehrstoffe gebildet werden. Daraus kann er ableiten, ob der Patient geheilt ist, ansteckend bleibt oder ob eine chronische Entzündung entsteht.
 

Bei Hepatitis B lassen sich nur die Symptome behandeln. Die Betroffenen sollten sich schonen und auf alles verzichten, was die Leber schädigt, vorab Alkohol und Medikamente.
 

Um sich vor einer HBV-Infektion zu schützen, gelten dieselben Vorsichtsmassnahmen wie bei HIV. Es gibt zudem eine Impfung, die allen Jugendlichen sowie sexuell aktiven Personen empfohlen wird.
 

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Melanie K. ist einigermassen beruhigt. Sie will mit Janina darüber reden, wie sie sich schützen kann. Auch die Impfung will sie mit ihr diskutieren.