Es gibt drei Krankheiten, gegen die alle Erwachsenen einen aktualisierten Impfschutz haben sollten: Diphtherie, Starrkrampf und Kinderlähmung. Das ist wenig umstritten, denn: «Diese Krankheiten haben eine sehr hohe Komplikations- und Sterberate», sagt der Arzt Peter Klein von der Arbeitsgruppe für differenzierte Impfungen. Doch auch bei den klassischen Kinderkrankheiten steigt nach der Pubertät das Komplikationsrisiko. Deshalb empfiehlt Peter Klein Erwachsenen, die nicht immun sind, eine Impfung gegen Masern, Frauen ausserdem die Impfung gegen Röteln. Alle anderen Impfempfehlungen hängen vom persönlichen Risiko ab. Nur in bestimmten Fällen sinnvoll sind Impfungen gegen Grippe, Tollwut, Zecken-Hirnhautentzündung, Tuberkulose, Hepatitis B, Windpocken, Pneumokokken (Erreger von Entzündungen und Blutvergiftungen), Meningokokken (Erreger von Hirnhautentzündung).

Bei Reisen in fremde Länder sind je nach Region Impfungen gegen Cholera, Gelbfieber, Typhus und Hepatitis A empfehlenswert oder sogar vorgeschrieben. Informationen dazu finden Sie unter www.safetravel.ch.

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