• Diphtherie, Starrkrampf, Kinderlähmung: Sehr gefährliche Krankheiten. Eine Impfung ist empfohlen. Erwägung: Das Ansteckungsrisiko ist bei Babys, die zu Hause aufwachsen, klein. Eventuell erst im Krabbelalter mit Impfen beginnen.
  • Keuchhusten: Vor allem ganz junge Säuglinge sind gefährdet (in einem von 1000 Krankheitsfällen tödlich). Impfung vor allem in den ersten Lebensmonaten ist sinnvoll. Erwägung: Nur Babys impfen, die schon im ersten Lebensjahr mit vielen Kindern in Kontakt kommen, zum Beispiel in der Kinderkrippe.
  • Hib-Hirnhautentzündung und Hib-Kehlkopfentzündung: Vor allem junge Säuglinge sind gefährdet; zurzeit gibt es etwa 60 Erkrankungen pro Jahr, die bei 1,5 Prozent tödlich verlaufen. Erwägung: Gestillte Babys sind besser geschützt, eventuell erst mit zwei Jahren impfen. Frühgeburten und Babys in der Kinderkrippe haben allerdings ein höheres Erkrankungsrisiko.
  • Masern: Risiko einer Hirnentzündung in einem von 100000 Fällen. Gefährdet sind Säuglinge, Jugendliche und Erwachsene. Erwägung: Kinder erst mit zehn bis zwölf Jahren impfen, falls sie bis dahin noch keine Antikörper haben.
  • Röteln: Wegen Röteln in der Schwangerschaft kommen in der Schweiz jährlich ein bis zwei Kinder mit Missbildungen zur Welt. Die Impfung ist für Mädchen empfohlen, falls mit zwölf Jahren noch keine Antikörper vorhanden sind. Der Impfstoff ist nur in Kombination mit Mumps- und Masern-Vakzin erhältlich.
  • Mumps: Es besteht das Risiko eines Gehörverlustes in einem von 200’000 Fällen. Ab der Pubertät kommt bei Männern ein grosses Risiko einer Hodenentzündung hinzu (20 Prozent), die selten zu Unfruchtbarkeit führt. Erwägung: Impfung bei Knaben, die mit zwölf Jahren noch keine Antikörper haben. Kein Mumps-Einzelimpfstoff erhältlich.
  • Hepatitis B: Ist durch Blut und Geschlechtsverkehr übertragbar. Eine Impfung ist nur bei Risikoverhalten nötig.
  • Zecken-Hirnhautentzündung: Vorbeugung mit zeckenabweisenden Kleidern und Mitteln. Erwägung: Impfung für Personen, die sich regelmässig in verseuchten Waldgebieten aufhalten.
  • Pneumokokken und Meningokokken: Das Erkrankungsrisiko ist für gesunde Kinder sehr gering. Risiken und Langzeitwirkung der relativ neuen Impfung sind noch nicht geklärt.
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