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  4. Akute Bronchitis (Bronchitis, akute)

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Veröffentlicht am 30.09.2020

1. Überblick

Eine akute Bronchitis entsteht meist durch Viren im Rahmen einer Erkältungskrankheit. Normalerweise reichen Hausmittel, um die Krankheit zu überstehen.

Die akute Bronchitis ist eine Entzündung der unteren Atemwege, vor allem der Bronchien. Meist lösen Viren die akute Bronchitis aus. Die gute Nachricht: In der Regel verläuft eine akute Bronchitis harmlos und heilt ohne Behandlung ab – nur in seltenen Fällen kann die akute Bronchitis in eine Lungenentzündung oder chronische Bronchitis übergehen.

Hauptsymptom der akuten Bronchitis ist ein mitunter quälender Husten, der anfangs meist noch trocken ist (Reizhusten). Wenige Tage später löst sich der Husten und die Betroffenen können Schleim abhusten. Häufig wird eine akute Bronchitis von weiteren Symptomen begleitet, wie etwa:
 

 


Wer an einer akuten Bronchitis erkrankt ist, hat oftmals zuvor eine Infektion der oberen Atemwege (z.B. Schnupfen, Rachenentzündung) gehabt. Diese Infektion kann sich auf die unteren Atemwege ausgebreiten – so entsteht eine akute Bronchitis.

Auf dem Markt gibt es diverse Produkte, die Reizhusten lindern oder den Schleim lösen sollen. Hustenstiller kommen aber nur in Ausnahmefällen infrage. Die Wirkung von Hustenlösern bei akuter Bronchitis ist umstritten. Fragen Sie vor Einnahme solcher Medikamente immer Ihren Arzt um Rat.

 

Wissenswertes

 

  • Die akute Bronchitis ist eine der häufigsten Erkrankungen: Vor allem im Herbst und im Winter hat die akute Bronchitis Hochsaison.
     
  • Die akute Bronchitis ist eine Entzündung der unteren Atemwege wie zum Beispiel den Bronchien.
     
  • Auslöser sind meist Viren, in seltenen Fällen sind auch Bakterien beteiligt.
     
  • Das charakteristische Symptom der akuten Bronchitis ist ein quälender Husten, der anfangs meistens trocken ist und sich wenige Tage später abhusten lässt.
     
  • Weitere Symptome der akuten Bronchitis sind Fieber, Gliederschmerzen, brennende Augen, Schnupfen oder Heiserkeit.
     
  • In manchen Fällen verspüren Betroffene ein Brennen hinter dem Brustbein.
     
  • Die Viren werden durch Tröpfcheninfektion übertragen oder über die Hände: Wer beim Husten oder Niesen die Hand vor den Mund hält, überträgt Erreger mitunter beim Händeschütteln oder über Gegenstände wie Türklinken oder Haltestangen im Bus auf andere Menschen.
     
  • Deshalb ist es besser, in die Armbeuge zu husten oder zu niesen.
     
  • Eine leichte akute Bronchitis erfordert meist keine medikamentöse Therapie. Wichtig ist, dass Sie sich schonen.
     
  • Leichte körperliche Bewegung fördert das Abhusten, aber überanstrengen Sie sich auf keinen Fall.
     
  • Trinken Sie genug (z.B. Wasser oder heissen Tee) und inhalieren Sie – Kamille- oder Salz-Inhalationen sind empfehlenswert.
     
  • Nehmen Sie ein heisses Bad und ruhen Sie anschliessend unter gut wärmenden Decken.
     
  • Ältere, vor allem bettlägerige Menschen sollten regelmässig am Rücken abgeklopft werden.
     
  • Ist die akute Bronchitis von starken Beschwerden wie Fieber oder lästigem Reizhusten begleitet, kann der Arzt Medikamente verschreiben.
     
  • In Ausnahmefällen verursachen Bakterien eine akute Bronchitis – dann kommen Antibiotika zum Einsatz.
     
  • Wenn Husten und Auswurf wenigstens drei Monate in mindestens zwei aufeinanderfolgenden Jahren bestehen, spricht man von einer chronischen Bronchitis.
     
  • Die häufigste Ursache für die chronische Bronchitis ist das Rauchen, aber auch andere eingeatmete Schadstoffe (wie Stäube, Gase oder Dämpfe) kommen als Auslöser infrage.
     
  • Eine chronische Bronchitis ist jedoch nur in minderschweren Stadien heilbar. Oberstes Gebot: Meiden Sie die auslösenden Gifte!
     
  • Verschiedene Medikamente können die Symptome einer chronischen Bronchitis lindern.
     
  • Allgemein gilt: Eine gesunde Lebensführung, ausgewogene Ernährung, Verzicht aufs Rauchen und regelmässige körperliche Bewegung stärken die Abwehrkräfte und wappnen Ihren Körper gegen Krankheitserreger!

Eine akute Bronchitis geht nur selten mit Komplikationen einher und heilt meistens ohne Behandlung ab. Bei älteren oder immungeschwächten Personen kann es jedoch vorkommen, dass die unbehandelte, akute Bronchitis in eine chronische Bronchitis oder in eine Lungenentzündung (Pneumonie) übergeht.

Ein Mann inhaliert Wasserdampf.

Bei einer akuten Bronchitis kommen vor allem Hausmittel zum Einsatz – wie das Inhalieren von Wasserdampf.

Quelle: Getty Images
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So schützen Sie sich und andere

Die Erreger einer akuten Bronchitis werden durch Tröpfcheninfektion übertragen. Das heisst, beim Husten, Niesen oder Naseputzen lösen sich aus den Atemwegen winzige Tröpfchen, welche Krankheitserreger enthalten. Die Tröpfchen fliegen durch die Luft und transportieren dabei die Keime. Auf diese Weise können sich andere Menschen anstecken.

Wer beim Husten oder Niesen die Hand vor den Mund hält, schützt andere Menschen jedoch nur bedingt vor einer Ansteckung: Denn über die Hände können die Erreger auch auf andere Gegenstände (z.B. Türklinken, Haltestangen im Bus) oder andere Menschen (z.B. beim Händeschütteln) übertragen werden und so andere anstecken.

Besser ist es deshalb, in den Ärmel zu husten oder zu niesen und sich dabei von den anwesenden Personen abzuwenden. Waschen Sie sich ausserdem regelmässig die Hände – spätestens, wenn Sie doch einmal in die Hände gehustet haben.

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2. Definition von Akute Bronchitis

Die akute Bronchitis ist eine Entzündung der Schleimhäute in den unteren Atemwegen. Betroffen sind vorwiegend die grösseren Atemwege (Bronchien). Die Entzündung kann sich jedoch von der Luftröhre bis hin zu den kleinen Verästelungen der unteren Atemwege (Bronchiolen) ausbreiten.

Vor allem Viren rufen eine akute Bronchitis hervor. Bakterien oder Umwelteinflüsse (Luftverschmutzung, Zigarettenrauch) können die Entstehung einer akuten Bronchitis aber auch begünstigen.

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3. Ursachen von Akute Bronchitis

Die akute Bronchitis kann unterschiedliche Ursachen haben: Häufigste Ursache ist der Befall mit Viren (ca. 90%). Bei Erwachsenen wird die Erkrankung meist durch Influenza- (Grippe), Parainfluenza-, Rhino- und Coronaviren ausgelöst.

Die akute Bronchitis bei Kindern hat meist andere Ursachen: Hier kommen am häufigsten Infektionen mit sogenannten RS- (Respiratory Syncitial Virus), Adeno-, Coxsackie- und ECHO-Viren vor. Auch im Rahmen einer Masern-Erkrankung, bei Keuchhusten, Tuberkulose oder Brucellose kann eine akute Bronchitis auftreten.

Eine akute Bronchitis durch Bakterien ist eher selten. Meist handelt es sich dabei um eine sogenannte Sekundärinfektion. Das bedeutet, Bakterien befallen die schon durch eine akute Virusinfektion geschädigte Bronchialschleimhaut. Ist es zu einer bakteriellen Bronchitis gekommen, sind am häufigsten Infektionen mit Streptokokken (Pneumokokken), Haemophilus influenzae, Chlamydien und Mykoplasmen die Ursache.

Die akute Bronchitis kann auch seltenere Ursachen haben: Bei Patienten mit geschwächtem Immunsystem können Pilze die Atemwege befallen und eine akute Bronchitis hervorrufen. Zudem kann eine akute Bronchitis infolge einer Reizung durch Gase oder Staub auftreten.

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4. Symptome von Akute Bronchitis

Eine akute Bronchitis verursacht Symptome, die typischen Erkältungsbeschwerden entsprechen:

 

  • Husten und Hustenreiz
     
  • Fieber
     
  • Kopfschmerzen
     
  • Gliederschmerzen, Muskelschmerzen
     
  • ein Brennen hinter dem Brustbein, das beim Husten auftritt
     

Weitere mögliche begleitende Symptome sind:

 


Der Husten ist bei einer akuten Bronchitis anfangs trocken, löst sich aber nach einigen Tagen. Das bedeutet, dass in den Atemwegen Schleim entsteht, den Betroffene abhusten können (Auswurf). Während sich Halsschmerzen und Schnupfen meist nach zwei bis fünf Tagen bessern, kann der Husten noch deutlich länger anhalten.

Durch das ständige Husten kann es zu kleineren, harmlosen Verletzungen der Schleimhäute in den Bronchien führen. Dann sind im abgehusteten Schleim vereinzelt Blutspuren sichtbar. Es können aber auch andere Ursachen dahinter stecken. Informieren Sie deshalb Ihren Arzt darüber, wenn Sie blutigen Schleim abhusten. Er wird dann entscheiden, ob zusätzliche Untersuchungen notwendig sind.

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5. Diagnose von Akute Bronchitis

Klinische Untersuchung

Eine akute Bronchitis lässt sich meist relativ schnell feststellen. Der Arzt muss dazu den Patienten meist nur ausführlich nach seinen Beschwerden befragen und die Lunge abhören. Zusätzlich untersucht er oft Ohren, Mund, Nase und Rachen und tastet den Hals nach geschwollenen Lymphknoten ab.

In komplizierten Fällen oder wenn der Verdacht auf eine bakterielle akute Bronchitis besteht, sind weitere Untersuchungen notwendig – wie beispielsweise Laboruntersuchungen oder eine Röntgenaufnahme der Lunge.

Weiterführende Untersuchungen

Wenn beim Abhorchen Geräusche (vor allem beim Ausatmen) auffallen, ist es sinnvoll, dass der Arzt einen Lungenfunktionstest veranlasst. Wenn die akute Bronchitis einen schweren Verlauf nimmt und möglicherweise durch Bakterien ausgelöst wurde, wird der Arzt in schweren Fällen oder bei Versagen der Antibiotika herausfinden wollen, welche Erreger dahinterstecken. Dafür wird er den abgehusteten Schleim im Labor auf Bakterien untersuchen lassen.

Röntgen der Lunge

Wenn die Symptome nicht abklingen oder sich sogar verstärken, besteht die Möglichkeit, dass die akute Bronchitis in eine Lungenentzündung übergegangen ist. Dies kann die Ärztin durch eine Röntgenuntersuchung der Lunge herausfinden. Wenn ein Patient blutigen Schleim abhustet, ist dies im Rahmen einer akuten Bronchitis meistens harmlos – in seltenen Fällen können andere Erkrankungen die Blutung auslösen. Bei entsprechendem Verdacht ist dann auch eine Röntgenuntersuchung der Lunge sinnvoll.

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6. Therapie von Akute Bronchitis

Eine leichte akute Bronchitis erfordert meist keine medikamentöse Therapie. Schonung ist die beste Behandlung. Die folgenden generellen Regeln unterstützen die Genesung:
 

 

  • Schonen Sie sich. Leichte körperliche Betätigung fördert das Abhusten, aber überanstrengen Sie sich auf keinen Fall.
     
  • Trinken Sie genug (z.B. Wasser, heissen Tee oder Suppe).
     
  • Inhalieren Sie Wasserdampf, um die Symptome zu lindern. Auch Kamille- oder Salz-Inhalationen sind empfehlenswert.
     
  • Hausmittel Honig: Aus Studien geht hervor, dass Honig den akuten Husten stillen kann. Der Honig kann entweder pur eingenommen werden oder im Tee aufgelöst. Achtung: Für Säuglinge und Kleinkinder unter einem Jahr ist Honig nicht geeignet.
     
  • Machen Sie sich warme und feuchte Brustwickel für ca. 20 Minuten (danach gründlich abtrocknen, anschliessend Bettruhe).
     
  • Ältere, vor allem bettlägerige Menschen sollten regelmässig am Rücken abgeklopft werden.
     
  • Pflanzliche Präparate können eventuell die Beschwerden etwas lindern. Zu möglichen Inhaltsstoffen zählen z.B. Primelwurzel, Thymian, Myrte, Eukalyptus, Efeublätter oder Pelargonienwurzel.


In einigen Fällen ist es sinnvoll, eine akute Bronchitis zusätzlich mit Medikamenten zu behandeln – zum Beispiel, wenn die Beschwerden sehr stark sind.

Schleimlösende Mittel (Mucolytica)

Mucolytica sollen bewirken, dass sich festsitzender Schleim löst und die Betroffene ihn leichter abhusten kann. Sie sollten diese Medikamente aber nicht ohne Rücksprache mit einem Arzt einnehmen. Wichtig ist, dass Sie viel trinken, wenn Sie schleimlösende Medikamente verwenden. Ob schleimlösende Medikamente bei akuter Bronchitis tatsächlich helfen, ist bislang nicht ausreichend belegt.

Schmerz- und Fiebermittel

Bei akuter Bronchitis mit hohem Fieber können Paracetamol oder Acetylsalicylsäure das Fieber senken. Fieber ist allerdings eine natürliche Reaktion des Immunsystems auf einen Infekt. Man sollte es daher nicht sofort und um jeden Preis unterdrücken.

Hustenstiller (Antitussiva)

Liegt eine akute Bronchitis mit trockenem, lästigem Reizhusten vor, kann die Ärztin Hustenstiller (Antitussiva) verschreiben. Solche «Hustenstiller» sind jedoch nur für Ausnahmefälle und einen kurzfristigen Gebrauch gedacht, denn sie unterdrücken den natürlichen Hustenreiz und verhindern damit das Abhusten des Schleims. Antitussiva sollten, wenn überhaupt, nur nachts zum Einsatz kommen. Bei Husten mit Auswurf sind Hustenstiller nicht geeignet.

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Antibiotische Therapie

Eine akute Bronchitis muss nur selten mit Antibiotika behandelt werden. Eine antibiotische Therapie ist dann notwendig, wenn Bakterien beteiligt sind. Das erkennt der Arzt oft daran, dass der Patient sich sehr krank fühlt oder hohes Fieber hat.

Bei abwehrgeschwächten Menschen oder bei Personen mit schweren Grunderkrankungen ist eine antibiotische Therapie auch bei einer viralen akuten Bronchitis ratsam: Patienten mit chronischen Erkrankungen wie einer HIV-Infektion haben eine geschwächte Immunabwehr. Deshalb werden sie auch bei viraler akuter Bronchitis mit einem Antibiotikum behandelt. Dies soll verhindern, dass eine zusätzliche Infektion (Sekundärinfektion) mit Bakterien entsteht, die bei immungeschwächten Menschen oft zu Komplikationen führt.

Bronchitis bei Kindern

Kleine Kinder, die an einer akuten Bronchitis leiden, müssen nicht immer zwangsläufig zum Arzt. Aber: Die geschwollene Bronchialschleimhaut kann vorübergehend die Atemwege verengen (sog. Obstruktion). Außerdem kann die Muskulatur der Atemwege verkrampfen, was in einigen Fällen zu Asthma führen kann. Da die Bronchien von Säuglingen, Babys und Kleinkindern kleiner sind als die eines Erwachsenen, können daher unter Umständen Medikamente notwendig sein, die die Bronchien erweitern.

Gehen Sie in jedem Fall mit Ihrem Säugling oder Kleinkind zum Arzt, wenn

  • Ihr Kind sehr hohes Fieber hat oder das Fieber erneut ansteigt
  • das Kind Blut im Auswurf hat
  • Symptome wie Schüttelfrost, nächtliches Schwitzen oder starkes Krankheitsgefühl auftreten
  • Ihr Kind Atemnot hat
  • Sie pfeifende Geräusche beim Atmen wahrnehmen
  • der Husten auch nach Wochen nicht abklingt

Fieber unter 39 Grad sollte man bei ansonsten gutem Allgemeinbefinden möglichst nicht senken, da die erhöhte Temperatur dabei hilft, die Erreger leichter zu bekämpfen. Bei Fieber zwischen 39 und 40 Grad können Sie auf rezeptfreie Arzneimittel aus der Apotheke zurückgreifen. Präparate mit Acetylsalicylsäure (ASS) sind für Kinder unter 12 Jahren nicht geeignet. In seltenen Fällen kann der Wirkstoff bei Kindern das Reye-Syndrom auslösen. Bei diesem seltenen Syndrom können schwere Haut-, Leber- und Hirnschäden auftreten.

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7. Verlauf von Akute Bronchitis

Bei gesunden und abwehrstarken Menschen nimmt eine akute Bronchitis normalerweise einen harmlosen Verlauf und heilt in der Regel folgenlos aus. Auch eine zusätzliche Infektion mit Bakterien (Sekundärinfektion) lässt sich in den meisten Fällen durch entsprechende Medikamente problemlos behandeln.

Komplikationen

Die akute Bronchitis verläuft meist ohne Komplikationen. Wenn Komplikationen auftreten, dann sind in erster Linie ältere und abwehrgeschwächte Menschen betroffen. Bei ihnen besteht die Gefahr, dass die akute Bronchitis in eine Lungenentzündung übergeht oder dass eine zusätzliche bakterielle Infektion entsteht. Bei Personen mit bestimmten Vorerkrankungen wie einer Herzschwäche oder Lungenkrankheiten können sich die damit verbundenen Beschwerden verschlechtern.

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8. Vorbeugen gegen Akute Bronchitis

Allgemeine Massnahmen

Massnahmen, die einen sicheren Schutz gegen eine akute Bronchitis bieten und ihr vorbeugen, gibt es nicht. Eine gesunde Lebensführung, ausgewogene Ernährung, Verzicht aufs Rauchen und regelmässige körperliche Bewegung stärken jedoch die Abwehrkräfte. Gegen manche Krankheitserreger können Sie sich impfen lassen, vor allem gegen Grippe-Viren und Pneumokokken. Insbesondere für bestimmte Personengruppen sind solche Impfungen sinnvoll.

Grippe-Schutzimpfung

Vor allem älteren Menschen (über 60 Jahre), immungeschwächten und chronisch kranken Patienten wird empfohlen, sich gegen die Grippe impfen zu lassen. Auch gesunde Menschen, die aus beruflichen Gründen ein hohes Ansteckungsrisiko haben (z.B. medizinisches Personal), sollten sich impfen lassen.

Die Grippeviren verändern sich von Jahr zu Jahr. Deshalb muss die Schutzimpfung gegen Grippe jedes Jahr erneut durchgeführt werden.

Wer sollte sich impfen lassen?

 

  • Personen, die älter als 60 Jahre alt sind
     
  • Schwangere ab dem zweiten Schwangerschaftsdrittel, bei einer erhöhten Gesundheitsgefahr wegen einer anderen Grunderkrankung bereits ab dem ersten Schwangerschaftsdrittel
     
  • Patienten mit chronischen Lungen-, Herz-Kreislauf-, Leber- und Nierenerkrankungen, z.B. Diabetes und andere Stoffwechselkrankheiten, chronische neurologische Erkrankungen wie multiple Sklerose, Immunschwäche oder eine HIV-Infektion
     
  • Personen, die aus beruflichen Gründen ein hohes Ansteckungsrisiko haben, wie medizinisches und pflegendes Personal und Personen in Einrichtungen mit viel Publikumsverkehr
     
  • Bewohner von Alters- und Pflegeheimen

 

Menschen, die intensiv mit sogenannten Risikopersonen Kontakt haben, sollten sich vorsichtshalber impfen lassen, um diese nicht anzustecken. Zu Risikopersonen zählen vor allem Menschen mit bestimmten Grunderkrankungen, bei denen eine Impfung möglicherweise nicht ausreichend wirkt.

Pneumokokken-Schutzimpfung

Die ständige Impfkommission des Robert Koch-Instituts empfiehlt für bestimmte Personengruppen auch die Pneumokokken-Impfung. Pneumokokken sind Bakterien, die eine Lungenentzündung hervorrufen können. Die Impfung gegen Pneumokokken wird für Personen über 60 Jahre, für Säuglinge bis zum 14. Lebensmonat sowie für Kinder, Jugendliche und Erwachsene, die an einer schweren Grunderkrankung wie einer Immunschwäche leiden, empfohlen. Ebenfalls impfen lassen sollten sich Personen, die berufsbedingt mit Metallrauch in Kontakt kommen, etwa weil sie als Schweisser arbeiten.

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