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1. Überblick

Alzheimer (Alzheimer-Krankheit, Morbus Alzheimer) ist eine schwere Erkrankung des Gehirns. Die Betroffenen verlieren zunehmend ihre geistige Leistungsfähigkeit.

  • Vergesslichkeit,
  • ein eingeschränktes Denkvermögen und
  • Persönlichkeitsveränderungen


sind charakteristische Symptome von Alzheimer.

Alzheimer gehört zu den sogenannten Demenzerkrankungen. Die Alzheimer-Krankheit ist die häufigste Demenz-Form: Etwa 50 bis 75 Prozent der Demenzkranken haben Alzheimer.

Alzheimer ist eine typische Alterserkrankung: Die Erkrankungshäufigkeit nimmt mit steigendem Lebensalter zu. Bei den über 90-Jährigen ist mindestens jeder Dritte betroffen.

Warum Alzheimer entsteht, ist bislang noch nicht vollständig geklärt. Experten vermuten, dass genetische Faktoren, Gefässverkalkung (Arteriosklerose) und verschiedene beeinflussbare Risikofaktoren wie Bluthochdruck und starkes Übergewicht das Risiko erhöhen können, an Alzheimer zu erkranken.

Alzheimer äussert sich durch eine stark nachlassende Gedächtnisleistung. Ausserdem treten oft körperliche Symptome wie Muskelzuckungen oder parkinsonähnliche Beschwerden auf. Eine Riechstörung kann als Frühsymptom auftreten. Häufig zeigen Betroffene ausserdem psychische Anzeichen der Alzheimer-Krankheit, zum Beispiel

  • Angst,
  • Reizbarkeit oder
  • Wahnvorstellungen.


Auch die Persönlichkeit kann sich infolge von Alzheimer verändern.

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Der Arzt stellt Alzheimer fest, indem er den Betroffenen und seine Angehörigen zu den Symptomen befragt. Ausserdem führt er eine körperliche Untersuchung und verschiedene neuropsychologische Tests durch. Bildgebende Verfahren wie eine Magnetresonanztomographie (MRT) oder eine Computertomographie (CT) ergänzen die Diagnose. Auch Bluttests und Untersuchungen des Nervenwassers (Liquor) kommen zum Einsatz, um zum Beispiel andere Erkrankungen als Ursache für die Alzheimer-Symptome ausschliessen zu können.

Alzheimer verläuft in der Regel schleichend: Die Krankheit entwickelt sich langsam, aber stetig über einen Zeitraum von mehreren Jahren. Schon Jahre bevor die ersten Symptome auftreten, lagern sich schädliche Eiweisse (sog. Amyloide) im Gehirn ab. Wissenschaftler vermuten, dass diese Ablagerungen die Kommunikation zwischen den Nervenzellen stören.

Heilen lässt sich Alzheimer bisher nicht, aber durch eine gute Betreuung und Medikamente lässt sich der Verlauf verzögern.

Derzeit werden bei Alzheimer zur Therapie die sogenannten Acetylcholinesterase-Hemmer (z.B. die Wirkstoffe Rivastigmin, Donepezil, Galantamin) und der Wirkstoff Memantin eingesetzt.

Manche Risikofaktoren, die möglicherweise begünstigen, dass Alzheimer entsteht, kann man vermeiden. Dazu zählen unter anderem Übergewicht, erhöhte Blutfettwerte oder ein zu hoher Blutdruck. Eines Tages ist möglicherweise auch eine Impfung möglich, die verhindert, dass sich Eiweisse im Gehirn ablagern und Alzheimer auslösen. Bisher ist eine solche Impfung aber nicht in Sicht!

2. Definition

Alois Alzheimer beschrieb 1906 erstmals eine «eigenartige Krankheit der Hirnrinde», die heute seinen Namen trägt.

Die Alzheimer-Krankheit ist eine typische Alterserkrankung: Bei den über 90-Jährigen ist mindestens jeder Dritte betroffen. Charakteristische Merkmale sind eine Abnahme der geistigen Leistungsfähigkeit, die deutlich über das im Alter normale Maß hinausgeht, sowie Veränderungen der Persönlichkeit.

Alzheimer ist die häufigste Form der Demenzerkrankungen: Etwa 50 bis 75 Prozent der Demenzkranken haben Alzheimer. Gegenwärtig leben in der Schweiz etwa 100'000 Menschen mit Demenz. Über zwei Drittel davon sind an Alzheimer erkrankt.

3. Ursachen

Bei Alzheimer (Alzheimer-Krankheit, Morbus Alzheimer) sind die Ursachen nicht vollständig geklärt. Experten vermuten, dass bestimmte Risikofaktoren die Entstehung der Erkrankung begünstigen können. Dazu gehören möglicherweise bestimmte Erbanlagen und Grunderkrankungen wie Arterienverkalkung (Arteriosklerose), aber auch Übergewicht oder Bluthochdruck.

Bei einer Alzheimer-Erkrankung sterben im Gehirn Nervenzellen ab. Dadurch verliert der Erkrankte nach und nach geistige Fähigkeiten wie räumliche und zeitliche Orientierung, Erinnerungsvermögen und auch die Persönlichkeit verändert sich. Warum die Nervenzellen absterben, ist bislang unklar. Wissenschaftler vermuten, dass krankhafte Eiweissablagerungen, sogenannte Plaques, möglicherweise eine Rolle spielen und somit als Ursachen für Alzheimer infrage kommen.

Eventuell lagern sich diese Plaques aber nicht nur passiv ab – neuere Studien weisen darauf hin, dass sich die krankhaften Eiweissablagerung wie Krankheitserreger entlang der Nervenbahnen von Zelle zu Zelle bewegen können. Sollte sich diese Vermutung bestätigen, wäre dies die Grundlage für vollkommen neue Therapieansätze.

Weitere Merkmale von Alzheimer sind charakteristische Veränderungen der Gehirn-Botenstoffe (sog. Neurotransmitter). So sollen Gedächtnisstörungen, Konzentrations- und Aufmerksamkeitsschwierigkeiten möglicherweise auch auf einen Mangel des Neurotransmitters Acetylcholin zurückzuführen sein. Acetylcholin spielt eine wichtige Rolle bei der Reizweiterleitung zwischen Nervenzellen sowie zwischen Nerven- und Muskelzellen.

Risikofaktoren

Experten gehen davon aus, dass verschiedene Risikofaktoren die Entstehung der Alzheimer-Demenz begünstigen können. Der wichtigste Alzheimer-Risikofaktor ist das Lebensalter: Mit dem Alter steigt die Erkrankungshäufigkeit stark. Möglicherweise spielen auch bestimmte Genveränderungen eine Rolle. Der Einfluss des Geschlechts liess sich bisher nicht eindeutig klären – wenngleich Frauen etwa doppelt so häufig erkranken wie Männer.

Weitere mögliche Risikofaktoren sind zum Beispiel:

4. Symptome

Bei Alzheimer (Alzheimer-Krankheit, Morbus Alzheimer) hängen die Symptome vom Krankheitsstadium ab.

Experten unterscheiden grundsätzlich drei Stadien:

  • leichte Demenz
  • mittelgradige Demenz
  • schwere Demenz

Ein typisches Frühsymptom der Demenz vom Alzheimer-Typ ist der zunehmende Verlust der Fähigkeit, neue Informationen zu speichern: Der Erkrankte hat Schwierigkeiten, sich in fremden Situationen zurechtzufinden.

Nach und nach verliert er auch die Orientierung in vertrauten Situationen und Umgebungen.

Vor allem das Kurzzeitgedächtnis lässt immer mehr nach. Auch eine Riechstörung kann als frühes Symptom einer Alzheimer-Erkrankung auftreten.

Demenz lässt sich aber gut von altersbedingter Vergesslichkeit unterscheiden.

Als Beispiel: Der altersvergessliche Mensch mag zuweilen vergessen, die Herdplatte vor Verlassen des Hauses auszuschalten – der Demenzkranke vergisst möglicherweise darüber hinaus, dass er überhaupt hatte kochen wollen.

Wortfindungsstörungen und Wortverwechselungen (Aphasie) sind bei Alzheimer ebenfalls charakteristische Symptome. Der Betroffene neigt ausserdem dazu, Bewegungsabläufe durcheinander zu bringen. Er hat zum Beispiel Probleme, eine vertraute Kaffeemaschine zu bedienen, das Hemd zuzuknöpfen oder er «verlernt», mit Essbesteck umzugehen.

Im Endstadium der Alzheimer-Krankheit können Reflexe aus der frühen Kindheit zurückkehren wie etwa der Greif- oder der Saugreflex. Der Betroffene erkennt oft nahe Angehörige und Freunde nicht mehr und benötigt rund um die Uhr Pflege. Auch organische Funktionen sind bei Alzheimer zunehmend beeinträchtigt: Die Kontrolle über die Darm- und Blasentätigkeit versagt, der Tag-Nacht-Rhythmus ist gestört, der Gang wird unsicher.

Alzheimer-Demenz kann noch weitere körperliche Symptome auslösen, insbesondere im späten Stadium. Dazu gehören Muskelzuckungen (Myoklonien), Schluckstörungen und Krampfanfälle. Manche Alzheimer-Patienten entwickeln auch ein leichtes Parkinson-Syndrom. Sind die Betroffenen nicht mehr in der Lage zu kauen oder zu schlucken, gelangt dadurch Nahrung in die Lunge. Damit steigt die Gefahr einer Lungenentzündung. Atemwegsinfekte sind die häufigste Todesursache bei Alzheimer-Patienten.

Häufig treten bei Alzheimer auch psychische Symptome auf. Betroffene haben unterschiedlich stark ausgeprägte:

  • Depressionen, vor allem in frühen Stadien
  • Wahnvorstellungen infolge der beeinträchtigten Gehirnleistung
  • Ängste, z.B. weil die Betroffenen orientierungslos sind oder sie eigentlich bekannte Personen nicht wiedererkennen; auch Angstgefühle ohne erkennbare Ursache sind möglich
  • Unruhe, Betroffene laufen ständig umher, laufen davon und haben einen starken Bewegungsdrang
  • vermehrte Reizbarkeit, viele Alzheimer-Patienten sind aggressiv
  • Schlafstörungen durch den gestörten Schlaf-Wach-Rhythmus

5. Diagnose

Ein erfahrener Arzt kann die Alzheimer-Diagnose meist schon mit einfachen Mitteln stellen. Erste Hinweise auf eine Demenz bekommt der Arzt durch die Schilderung der typischen Beschwerden, das Auftreten des Betroffenen und eine sorgfältige Untersuchung.

Für die Untersuchung unerlässlich sind sogenannte neuropsychologische Tests (z.B. Minimal-Mental-Status-Test, Demenz-Detektions-Test), welche die Art und den Schweregrad der Gedächtnisstörungen aufzeigen. Hilfreiche Aussagen erhält der Arzt auch von Angehörigen oder anderen Personen, die den Betroffenen gut kennen und erste Veränderungen bemerkt haben.

Bildgebende Untersuchungsverfahren, die das Gehirn in Schichten darstellen, eignen sich unter Umständen, um andere Erkrankungen auszuschliessen. Dazu gehören die Magnetresonanztomographie (MRT) und die Computertomographie (CT). Auch eine fortgeschrittene Alzheimer-Erkrankung lässt sich mit bildgebenden Verfahren darstellen. Im Frühstadium der Demenz-Erkrankung sind die Aufnahmen jedoch meist noch unauffällig.

Um andere Erkrankungen auszuschliessen, gehören ausserdem auch verschiedene Blutuntersuchungen bei der Alzheimer-Demenz zum Diagnose-Standard. Weitere mögliche Schritte wie die Untersuchung des Hirnwassers helfen, die Ursachen der Demenz zu klären: Bei Alzheimer finden sich zum Beispiel oft schon im Frühstadium der Erkrankung spezielle Eiweisse, die auf die Veränderungen im Gehirn hinweisen.

Ärzte stellen bei Alzheimer-Demenz die Diagnose, wenn Gedächtnisstörungen vorliegen, andere Erkrankungen ausgeschlossen werden können und mindestens eines der folgenden Symptome zutrifft:

  • Aphasie: Sprachstörungen aufgrund fehlerhafter Hirnfunktion
  • Apraxie: Unfähigkeit, erlernte (motorische) Handlungen richtig auszuführen
  • Agnosie: Betroffene erkennen beispielsweise Gegenstände nicht, obwohl ihre Sinne funktionieren (z.B. Prosopagnosie)
  • Störungen der sogenannten Exekutivfunktionen, das heisst Schwierigkeiten beim Planen, Organisieren oder Einhalten von Reihenfolgen

6. Therapie

Die Alzheimer-Therapie (Behandlung der Alzheimer-Krankheit, Morbus Alzheimer) beschränkt sich darauf, die Symptome zu lindern und das Fortschreiten der Krankheit zu verlangsamen. Alzheimer ist bislang nicht heilbar. Umso wichtiger ist die Früherkennung der Alzheimer-Demenz. Die heute verfügbaren Medikamente helfen, den Krankheitsverlauf zu verzögern. Ziel ist es, dem Betroffenen möglichst lange seine Lebensqualität und Selbstbestimmtheit zu erhalten.

Die frühzeitige medikamentöse Alzheimer-Therapie und eine gute Einbindung in psycho- und soziotherapeutische Massnahmen dienen nicht nur dem an Alzheimer Erkrankten selbst. Sie entlasten auch diejenigen, die ihn pflegen – meist Angehörige. Wichtig ist: Der an Alzheimer Erkrankte sollte sich gut aufgehoben fühlen und spüren, dass er trotz seiner Krankheit weiterhin an sozialen Aktivitäten teilnehmen kann. Um ihn dabei zu unterstützen, eignen sich verschiedene Behandlungsverfahren, zum Beispiel

  • eine Beschäftigungstherapie (Ergotherapie),
  • Krankengymnastik (Physiotherapie)
  • und Sprachtherapie (Logopädie).


Je früher die Diagnose der Alzheimer-Demenz steht, desto besser sind die Therapie-Möglichkeiten und die Chancen für alle Beteiligten, das Leben mit der Krankheit bestmöglich zu planen.

Medikamente

Moderne Arzneimittel – sog. Antidementiva – können das Fortschreiten von Alzheimer verlangsamen. Sie helfen, Gedächtnis, Wohlbefinden und Konzentrationsfähigkeit zu verbessern. Ziel ist es, dass der Demenz-Kranke so lange wie möglich selbständig bleibt.

Zur medikamentösen Behandlung von Alzheimer stehen zwei Substanzgruppen zur Verfügung: Acetylcholinesterase-Hemmer und Memantin. Sie beeinflussen die Botenstoffe Acetylcholin beziehungsweise Glutamat im Gehirn.

Acetylcholinesterase-Hemmer wirken einem Acetylcholinmangel im Gehirn entgegen. Bei Alzheimer schrumpft die Hirnmasse. Dadurch ist zu wenig von dem Botenstoff Acetylcholin vorhanden, der für die Informationsübertragung zwischen den Nerven wichtig ist. Acetylcholinesterase-Hemmer verhindern, dass ein bestimmtes Enzym (Acetylcholinesterase) das Acetylcholin abbaut.

Inzwischen stehen einige Acetylcholinesterase-Hemmer zur Verfügung, die vor allem für die Therapie von leichter bis mittelschwerer Alzheimer-Demenz verwendet werden – wie die Wirkstoffe

  • Donepezil,
  • Rivastigmin oder
  • Galantamin.


Die Substanzen können zu Nebenwirkungen führen, vor allem zu Beschwerden des Magen-Darm-Trakts, aber auch zu Schlaflosigkeit und Kopfschmerzen. Acetylcholinesterase-Hemmer verzögern das Fortschreiten von Alzheimer um etwa sechs Monate.

Ein weiteres Medikament zur Behandlung von fortgeschrittenem Alzheimer ist Memantin. Dieser Wirkstoff wirkt auf den Botenstoff Glutamat. Memantin verbessert die alltäglichen Fähigkeiten, zum Beispiel können sich Betroffene besser selbständig anziehen, essen und trinken. Mögliche Nebenwirkungen sind: Schwindel, Unruhe und Reizbarkeit. Memantin wird zunehmend auch bei frühen Stadien der Alzheimer-Krankheit eingesetzt. Allerdings gibt es keinen wissenschaftlichen Beleg dafür, dass Memantin auch bei mildem Alzheimer hilft.

Ginkgo biloba-Präparate werden häufig eingesetzt, um leichte kognitive Störungen und Demenz im Frühstadium zu behandeln – Experten empfehlen diese Präparate jedoch nicht, da nicht sicher bewiesen ist, dass sie tatsächlich wirken.

Zusätzliche therapeutische Massnahmen

Mindestens ebenso wichtig wie die medikamentöse Therapie bei Alzheimer (Alzheimer-Krankheit, Morbus Alzheimer) ist eine gute Betreuung des Erkrankten. Bevormundung oder Unterforderung sind dabei genauso wenig sinnvoll wie eine Überforderung.

Insbesondere in fortgeschrittenen Krankheitsstadien sind ein geregelter Tagesablauf und vertraute Bezugspersonen besonders wichtig. Die Teilnahme an sozialen Aktivitäten stärkt das Selbstvertrauen und gibt dem Betroffenen das Gefühl, weiterhin gebraucht zu werden.

Selbsthilfegruppen, Fachärzte und spezialisierte Gedächtniskliniken für Demenzerkrankungen bieten Anlaufstellen, um Betroffene und ihre Angehörigen zu informieren und zu unterstützen.

7. Verlauf

Typisch für Alzheimer (Alzheimer-Krankheit, Morbus Alzheimer) ist ein langsamer, kontinuierlich fortschreitender Verlauf über Jahre oder Jahrzehnte. In sehr seltenen Fällen kann eine Demenz auch rasch voranschreiten.

Obwohl Alzheimer nicht bei allen Betroffenen gleich voranschreitet, gliedert sich der Verlauf in charakteristische Phasen:

  • Frühstadium: Es zeigen sich erste Einschränkungen im Kurzzeitgedächtnis sowie in der Orientierung.
  • mittleres Stadium: Die Einschränkungen des Frühstadiums verstärken sich, zusätzlich nehmen weitere geistige Leistungen ab: Der Erkrankte kann seinen Alltag nicht mehr alleine bewältigen. Auch Depressionen, Wahnvorstellungen und Ängste können auftreten.
  • Endstadium: Der an Alzheimer Erkrankte ist vollkommen pflegebedürftig, oft erkennt er seine Angehörigen nicht mehr.

8. Vorbeugen

Da die Ursachen von Alzheimer (Alzheimer-Krankheit, Morbus Alzheimer) bis heute nicht vollständig geklärt sind, lässt sich der Erkrankung nicht gezielt vorbeugen. Es gibt jedoch mögliche Risikofaktoren, die Sie beeinflussen können: Achten Sie auf eine gesunde, ausgewogene Ernährung und ausreichend Bewegung. Dadurch können Sie Risikofaktoren wie Diabetes mellitus («Zuckerkrankheit»), Bluthochdruck, starkes Übergewicht oder einen erhöhten Cholesterinspiegel (Hypercholesterinämie) oftmals vermeiden.

Leiden Sie dennoch darunter, lassen Sie diese Grunderkrankungen frühzeitig und effektiv behandeln. Gleiches gilt bei einer Fehlfunktion der Schilddrüse, zum Beispiel einer Schilddrüsenunterfunktion. Verzichten Sie ausserdem weitgehend auf Nikotin und Alkohol. Eventuell können Sie einer Alzheimer-Erkrankung auch durch geistige (z.B. Gehirnjogging), soziale und körperliche Aktivitäten vorbeugen.

Möglicherweise wird es eines Tages eine Impfung geben, die verzögert, dass eine Alzheimer-Krankheit ausbricht beziehungsweise voranschreitet. Spezielle Antikörper könnten verhindern, dass sich bestimmte Eiweisse im Gehirn ablagern und Alzheimer auslösen. Wann und ob das jemals möglich sein wird, ist noch ungewiss.