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  4. Eileiterschwangerschaft (Tubargravidität, Abdominalgravidität, Bauchhöhlenschwangerschaft)

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1. Überblick

Die Eileiterschwangerschaft ist wie die Bauchhöhlenschwangerschaft eine sogenannte Extrauteringravidität: Bei dieser Form von Schwangerschaft (= Gravidität) nistet sich eine befruchtete Eizelle ausserhalb (= extra) der Gebärmutter (= Uterus) ein.

Die Eileiterschwangerschaft (Tubargravidität), bei der sich die Eizelle im Eileiter eingenistet hat, ist die häufigste extrauterine Schwangerschaft. Daneben können Eierstöcke, Gebärmutterhals und Bauchhöhle betroffen sein. Die Bauchhöhlenschwangerschaft (Abdominalgravidität) ist selten. Insgesamt beträgt die Wahrscheinlichkeit einer ausserhalb der Gebärmutter ablaufenden (extrauterinen) gegenüber einer normalen Schwangerschaft etwa ein bis zwei Prozent.

Für die Eileiterschwangerschaft oder Bauchhöhlenschwangerschaft kommen vielfältige Ursachen infrage, wobei die meisten Eileiterschwangerschaften auf eine Störung des Eitransports im Eileiter zurückzuführen sind. Zu den Risikofaktoren für eine Schwangerschaft im Eileiter oder in der Bauchhöhle gehören:

  • vorausgegangene extrauterine Schwangerschaften
  • Bauch- oder Beckenoperation
  • Eileiterentzündung (begünstigt durch z.B. die Spirale und Bakterien wie Chlamydien)
  • Fruchtbarkeitsstörungen und künstliche Befruchtung
  • geschädigte Eileiter (zum Beispiel durch Schwangerschaftsabbrüche, chirurgische Eingriffe, die Pille danach, Endometriose oder Tuberkulose)


In der Frühphase einer Eileiterschwangerschaft oder Bauchhöhlenschwangerschaft entwickelt sich der Embryo oft normal, stirbt jedoch in der Regel innerhalb der ersten drei Monate ab. Dieser frühe natürliche Schwangerschaftsabbruch (Fehlgeburt) führt dazu, dass die betroffenen Frauen die Eileiterschwangerschaft und Bauchhöhlenschwangerschaft oft gar nicht bemerken. Mögliche erste Anzeichen für die extrauterine Schwangerschaft sind (wie auch bei einer normalen Schwangerschaft):

  • Ausbleiben der Periode
  • Schmerzen im Unterbauch
  • ein positiver Schwangerschaftstest
  • Übelkeit und Spannungsgefühle in der Brust


Die für eine Eileiterschwangerschaft oder Bauchhöhlenschwangerschaft typischen Symptome sind einseitige, häufig sehr starke Unterbauchschmerzen und Blutungen. Eine mögliche Komplikation ist die lebensbedrohliche Blutung in die Bauchhöhle, wenn der Eileiter reisst: Dies führt zu akuten und intensiven Schmerzen im Unterbauch und macht eine schnelle ärztliche Hilfe erforderlich.

Den Verdacht auf eine Eileiterschwangerschaft oder Bauchhöhlenschwangerschaft können ein positiver Schwangerschaftstest und eine Ultraschalluntersuchung bestätigen. Wenn die Extrauteringravidität nicht von selbst mit einer Fehlgeburt endet, besteht die Behandlung darin, die Embryoanlage operativ zu entfernen (dies geschieht meist per Bauchspiegelung) oder die Schwangerschaft mithilfe von Medikamenten zu beenden.

2. Definition

Die Eileiterschwangerschaft ist wie die Bauchhöhlenschwangerschaft eine Schwangerschaft, die sich ausserhalb der Gebärmutter entwickelt – der Fachbegriff hierfür lautet

  • ektope Schwangerschaft (griech.: ektos = aussen, topos = Ort) oder auch
  • extrauterine Schwangerschaft beziehungsweise
  • Extrauteringravidität (lat.: extra = ausserhalb, uterus = Gebärmutter, graviditas = Schwangerschaft).


Jede Schwangerschaft beginnt ausserhalb der Gebärmutter mit der Befruchtung des Eis im Eileiter: Ort der Befruchtung ist normalerweise der Eileitertrichter. Einige Tage nach der Befruchtung findet die Einnistung statt: Das Ei wandert durch den Eileiter in die Gebärmutter, wo es sich – unter normalen Bedingungen – einnistet. Findet die Einnistung jedoch in der Schleimhaut des Eileiters oder an anderer Stelle statt, entsteht eine Extrauteringravidität. Die Eizelle kann sich an unterschiedlichen Orten ausserhalb der Gebärhöhle einnisten, wie zum Beispiel bei der Eileiterschwangerschaft in den Eileitern, aber auch in den Eierstöcken, dem Gebärmutterhals und der Bauchhöhle. Die Bezeichnung für eine derartige Schwangerschaft leitet sich vom Ort der Einnistung ab. Der Ausdruck Bauchhöhlenschwangerschaft (Abdominalgravidität) trifft nur dann zu, wenn sich die Eizelle in der Bauchhöhle einnistet, was sehr selten ist. Die Eileiterschwangerschaft (Tubargravidität) tritt dagegen häufiger auf.

Der Embryo entwickelt sich ausserhalb der Gebärmutter häufig nicht ausreichend, da er von der hierfür nicht vorgesehenen Schleimhaut zu wenige Nährstoffe erhält und zunehmend unterversorgt ist. Daher kommt es bei einer Eileiterschwangerschaft oder Bauchhöhlenschwangerschaft häufig zu einem natürlichen Schwangerschaftsabbruch (Fehlgeburt). Ein natürlicher Abbruch kann auch noch im fortgeschrittenen Stadium der Schwangerschaft stattfinden.

Häufigkeit

Bei der Eileiterschwangerschaft und der Bauchhöhlenschwangerschaft sterben viele Embryonen frühzeitig ab und bleiben von der Frau unbemerkt. Daher sind genaue Angaben zur Häufigkeit von Eileiterschwangerschaften und Bauchhöhlenschwangerschaften nicht möglich. Die statistische Wahrscheinlichkeit einer Eileiterschwangerschaft gegenüber einer normalen Schwangerschaft beträgt etwa ein bis zwei Prozent.

Die häufigste Schwangerschaft ausserhalb der Gebärmutter (sogenannte extrauterine Schwangerschaft beziehungsweise Extrauteringravidität) ist die Eileiterschwangerschaft: Von 100 Schwangerschaften ausserhalb der Gebärmutter haben 99 ihren Sitz im Eileiter. Die Bauchhöhlenschwangerschaft und andere Formen der extrauterinen Schwangerschaft sind sehr selten. Die möglichen Einnistungsorte (nach absteigender Häufigkeit sortiert) sind:

  • der ampulläre Teil des Eileiters
  • die Eileiterenge
  • der an die Gebärmutter angrenzende Eileiterwinkel
  • der Eierstock
  • die Bauchhöhle (Dünndarm usw.)

3. Ursachen

Für die Eileiterschwangerschaft und Bauchhöhlenschwangerschaft kommen unterschiedliche Ursachen infrage.

Mehr als die Hälfte aller Eileiterschwangerschaften haben ihre Ursachen in einer Störung des Eitransports im Eileiter. Diese Störung kann anatomisch oder funktionell bedingt sein:

  • Anatomische Ursachen: Zu den anatomischen Ursachen einer Eileiterschwangerschaft gehören mechanische Hindernisse, die zum Beispiel durch einen verklebten oder abgeknickten Eileiter oder aufgrund von Verwachsungen um den Eileiter herum entstehen können. Verwachsungen verengen den Eileiter und machen ihn für den Eitransport unpassierbar. Die Durchgängigkeit des Eileiters kann auch durch Eileiterpolypen erschwert sein. Anlagebedingt können sackartige Höhlen in der Eileiterwand als angeborene Besonderheit oder auch infektionsbedingte Verengungen eine Eifalle darstellen. Solche Eileiterinfektionen treten häufiger bei Frauen auf, welche die Spirale (Intrauterinpessar) verwenden. Auch nach Schwangerschaftsabbrüchen oder Fehlgeburten kann eine Eileiterschwangerschaft entstehen.
  • Funktionelle Ursachen: Wenn der Eileiterschwangerschaft keine anatomischen Ursachen zugrunde liegen, kann eine funktionelle Eileiterstörung der Grund für eine Einnistung am falschen Ort sein. Zu den Eileiterfunktionsstörungen zählen eine eingeschränkte Beweglichkeit, eine Muskelschwäche oder ein mangelhafter Zilienbesatz im Eileiter. Zilien transportieren die Eizelle normalerweise durch ihre Flimmerbewegung zur Gebärmutter.


Bei einer Bauchhöhlenschwangerschaft ist es dem Eileitertrichter nicht gelungen, die befruchtete Eizelle aufzufangen. Die Ursachen sind dann eher funktionellen Ursprungs.

Risikofaktoren

Folgende Faktoren können das Risiko für eine Eileiterschwangerschaften und Bauchhöhlenschwangerschaften erhöhen:

  • vorausgegangene Schwangerschaften ausserhalb der Gebärmutter
  • frühere Bauch- oder Beckenoperation
  • frühere Eileiterentzündung, deren Entstehung zum Beispiel die Spirale und Bakterien wie Chlamydien begünstigen
  • Fruchtbarkeitsstörungen und künstliche Befruchtung
  • Schäden an den Eileitern zum Beispiel durch Schwangerschaftsabbrüche, chirurgische Eingriffe, die Pille danach, aber auch durch Endometriose oder Tuberkulose

4. Symptome

Eine Eileiterschwangerschaft oder Bauchhöhlenschwangerschaft kann anfangs ähnliche Symptome zeigen wie eine normale Schwangerschaft: Zu Beginn entwickelt sich die Schwangerschaft ausserhalb der Gebärmutter (sogenannte extrauterine Schwangerschaft beziehungsweise Extrauteringravidität) normal; die schwangeren Frauen bemerken sie oft nur durch

  • Ausbleiben der Periode,
  • Schmerzen im Unterbauch,
  • einen positiven Schwangerschaftstest und
  • eventuell – wie auch bei einer normalen Schwangerschaft – Übelkeit und Spannungsgefühle in der Brust.


Je nachdem, wo sich die Eizelle ansiedelt und wie lange die Extrauteringravidität besteht, entwickeln sich die Symptome unterschiedlich. Die Anzeichen einer Eileiterschwangerschaft oder Bauchhöhlenschwangerschaft können intensiv und plötzlich auftreten, aber auch langsam zunehmen, so zum Beispiel als einseitiges dumpfes Druckgefühl oder Ziehen im Unterbauch. Die Beschwerden können denen einer Nierenbeckenentzündung, einer Blinddarmentzündung oder einer Eileiter- und Eierstockentzündung (Adnexitis) ähneln. Manchmal kommt es zu Kreislaufbeschwerden mit Blässe, Kurzatmigkeit, rasendem Puls, Übelkeit und Erbrechen. Ausserdem ist eine leichte Temperaturerhöhung möglich. Wenn die Monatsblutung ausbleibt oder als Schmier- oder Dauerblutung unterschiedlicher Intensität auftritt, verkennen die Betroffenen dies häufig als Zyklusstörung.

Bei der Eileiterschwangerschaft ist am Anfang trotz des nicht optimalen Fruchtbetts eine ungestörte Keimentwicklung möglich. In der Mehrzahl der Fälle endet eine Eileiterschwangerschaft vor Ende des dritten Schwangerschaftsmonats durch den Fruchttod, da nicht genügend Platz zur Verfügung steht und der Embryo unzureichend versorgt ist. Die Fruchtkapsel platzt und Plazenta sowie Fruchtsack lösen sich von der Eileiterwand. Dabei kommt es zur Blutung und zum Abgang des Ungeborenen.

Diese Fehlgeburt bei der Eileiterschwangerschaft kann auch durch Reissen der Eileiterwand (Eileiterruptur) in die freie Bauchhöhle erfolgen und zu lebensbedrohlichen Blutungen führen. Der Eileiterriss stellt eine schwerwiegende Komplikation der Eileiterschwangerschaft dar; Symptome hierfür sind akute und intensive Schmerzen im Unterbauch. Der Bauch ist oft gespannt und bei Berührung sehr schmerzempfindlich. Die wehenartigen Unterbauchschmerzen können mit Schwächezuständen und Ohnmachtsanfällen sowie Schmerzen im Oberbauch und ausstrahlendem Rückenschmerz verbunden sein. Es kann sich eine lebensgefährliche Schocksymptomatik entwickeln. Diese Symptome machen eine schnelle ärztliche Hilfe erforderlich. Nicht selten ist die Eileiterschwangerschaft bis zu diesem Zeitpunkt unbemerkt geblieben.

Da bei einer Bauchhöhlenschwangerschaft anfangs weniger Platzprobleme herrschen als bei der Eileiterschwangerschaft, sind die auftretenden Symptome wenig kennzeichnend. Doch in der Regel endet auch diese Form der Extrauteringravidität infolge der unzureichenden Versorgung des Embryos frühzeitig.

5. Diagnose

Bei einer Eileiterschwangerschaft oder Bauchhöhlenschwangerschaft kommen zur Diagnose verschiedene Untersuchungen zum Einsatz:

  • gynäkologische Untersuchung
  • Schwangerschaftstest
  • Ultraschalluntersuchung
  • Bauchspiegelung (Laparoskopie)


Wichtige Hinweise auf eine mögliche Schwangerschaft ausserhalb der Gebärmutter (sogenannte extrauterine Schwangerschaft bzw. Extrauteringravidität) liefern Angaben zu Monatsblutung, Beschwerdesymptomatik, früheren Fehlgeburten, Sterilitätsbehandlung, vorausgegangenen Unterleibsentzündungen und Verhütungsmethoden. Der typische seitenbetonte Schmerz in Kombination mit einer Gebärmutterblutung ist so charakteristisch, dass sich schnell die Verdachtsdiagnose einer Eileiterschwangerschaft ergibt. Bei einer Bauchhöhlenschwangerschaft erfolgt die Diagnose oft erst spät, da Symptome lange fehlen oder nur leicht ausgeprägte, krampfartige Schmerzen im Unterbauch auftreten.

Die Verdachtsdiagnose einer Eileiterschwangerschaft oder Bauchhöhlenschwangerschaft können ein Schwangerschaftstest, eine gynäkologische Untersuchung und eine Ultraschalluntersuchung des Bauchs weiter bestätigen. Eine leere Gebärmutter ist bei positivem Schwangerschaftstest und ausbleibendem Anstieg des Schwangerschaftshormons im Blut (HCG) typisch für eine extrauterine Schwangerschaft. Bei einer Eileiterschwangerschaft ist ab der sechsten Schwangerschaftswoche manchmal mithilfe einer Ultraschalluntersuchung über die Scheide die Fruchtanlage im Eileiter zu sehen.

Wenn die Symptome stark sind und durch die geschilderten Untersuchungen keine sichere Diagnose der Eileiterschwangerschaft oder Bauchhöhlenschwangerschaft möglich ist, ist eine Bauchspiegelung (Laparoskopie) erforderlich, um den Einnistungsort zu finden. Eine Bauchspiegelung erfolgt unter Vollnarkose. Über kleine Schnitte im Bereich des Bauchnabels und an der Schambeingrenze bringt der Arzt ein Endoskop mit einer Optik und entsprechenden Arbeitsinstrumenten ein.

Wenn keine Beschwerden oder nur leichte Schmerzen im Unterleib bestehen und bei der Diagnose keine Blutung in der Bauchhöhle zu sehen ist, ist es möglich, vor Beginn einer Therapie ein paar Tage abzuwarten. Eine Eileiterschwangerschaft oder Bauchhöhlenschwangerschaft endet in den meisten Fällen von selbst, ohne dass eine weitere Behandlung notwendig ist.

6. Therapie

Wenn eine Eileiterschwangerschaft oder Bauchhöhlenschwangerschaft nicht von selbst mit einer Fehlgeburt endet, ist eine Therapie notwendig: Die fehlerhaft eingenistete Eizelle wird operativ entfernt oder Schwangerschaft (die ausserhalb der Gebärmutter ablaufende Extrauteringravidität) wird mit Medikamenten beendet.

Bei der operativen Therapie einer Eileiterschwangerschaft richtet sich die Frage, ob der betroffene Eileiter zu entfernen ist oder bei der Operation erhalten bleiben kann, danach,

  • auf welche Art der Eileiter verändert ist,
  • ob die Frau weiterhin schwanger werden möchte,
  • wie ihr Allgemeinbefinden ist.


In den meisten Fällen ist bei einer Eileiterschwangerschaft eine schonende operative Therapie per Bauchspiegelung (Laparoskopie) möglich. Bei einem Eileiterriss (Ruptur) mit starker Zerstörung der Eileiterwand ist eine Entfernung des Eileiters oft nicht zu umgehen. Bei einer den Eileiter erhaltenden Operation eröffnet der Operateur mithilfe einer Bauchspiegelung den Eileiter, entfernt das falsch eingenistete Ei und verschliesst danach die Eileiterwand wieder. Wenn die Bauchspiegelung aber kein eindeutiges Ergebnis zeigt oder eine starke Blutung in der Bauchhöhle besteht, ist eine offene Operation (Laparotomie) notwendig.

In einigen Fällen ist bei einer frühzeitig festgestellten Eileiterschwangerschaft oder Bauchhöhlenschwangerschaft eine medikamentöse Therapie möglich. Dabei verabreicht der Arzt das Medikament Methotrexat als Infusion über eine Vene, um die Schwangerschaft zu beenden. Methotrexat ist ein Zellgift, welches das Wachstum der Eizelle hemmt. Dadurch stirbt das befruchtete Ei ab und wird abgestossen. Das Ergebnis dieser Behandlung ist durch Messung des Schwangerschaftshormons HCG überprüfbar. Voraussetzung für die medikamentöse Beendigung einer Extrauteringravidität ist zum Beispiel, dass

  • die Patientin beschwerdefrei ist oder zumindest nur leichte Beschwerden hat,
  • ihr Blutbild, ihre Leberwerte und ihre Nierenfunktion normal sind,
  • sie weiterhin einen Kinderwunsch hat und
  • beim Embryo keine Herztätigkeit vorliegt.

7. Verlauf

Eine Eileiterschwangerschaft oder Bauchhöhlenschwangerschaft endet häufig mit einem natürlichen Schwangerschaftsabbruch (Fehlgeburt), da sich der Embryo ausserhalb der Gebärmutter oft nicht ausreichend entwickelt. Dies kann von der Frau unbemerkt bleiben. Zu einem natürlichen Abbruch kann es auch noch im fortgeschrittenen Stadium von Eileiterschwangerschaften oder Bauchhöhlenschwangerschaften kommen.

Prognose

Gelingt es, eine Eileiterschwangerschaft oder Bauchhöhlenschwangerschaft früh zu erkennen und zu behandeln, ist die Prognose gut: Eine frühzeitig gestellte Diagnose kann dazu beitragen, einen grösseren Blutverlust und andere lebensbedrohliche Komplikationen bei der Betroffenen zu vermeiden. Ausserdem ist es bei einem frühen Eingriff möglich, so zu operieren, dass der Eileiter erhalten bleibt, was besonders für Frauen mit fortbestehendem Kinderwunsch wichtig ist.

Komplikationen

Wenn sich bei einer Eileiterschwangerschaft oder Bauchhöhlenschwangerschaft im weiteren Verlauf kein natürlicher Schwangerschaftsabbruch einstellt und die Eizelle ausserhalb der Gebärmutter weiterwächst, können sich Komplikationen (wie ein Eileiterriss) ergeben: Dann kann es innerhalb kurzer Zeit zu lebensbedrohlichen Blutungen in die Bauchhöhle, Schock und Kreislaufzusammenbruch kommen. Die Überlebensrate ist mit 99,9 Prozent jedoch hoch.

Bei einer Eileiterschwangerschaft, die durch eine veränderte Eileiterfunktion bedingt ist, sind weitere Komplikationen möglich: Dann kommt es oft zu wiederholten Eileiterschwangerschaften und zu Unfruchtbarkeit. Bei den meisten Frauen (85 Prozent), die von einer Schwangerschaft ausserhalb der Gebärmutter betroffen sind, kommt es jedoch anschliessend nicht erneut zu einer extrauterinen Schwangerschaft.

Nachsorge

Bei einer Eileiterschwangerschaft oder Bauchhöhlenschwangerschaft ist eine Nachsorge sinnvoll, da die Schwangerschaft beziehungsweise der Schwangerschaftsabbruch neben den organbezogenen Problemen auch eine psychische Belastung, körperliche Symptome und hormonelle Schwankungen verursacht. Bei vielen Frauen machen sich noch monatelang nach der erfolgreich beendeten extrauterinen Schwangerschaft die Folgen der hormonellen Umstellung bemerkbar.

8. Vorbeugen

Einer Eileiterschwangerschaft, Bauchhöhlenschwangerschaft oder anderen Formen von Extrauteringravidität (Schwangerschaft ausserhalb der Gebärmutter) kann man nicht im eigentlichen Sinn vorbeugen. Allerdings ist die Wahrscheinlichkeit für eine Eileiterschwangerschaft oder Bauchhöhlenschwangerschaft höher, wenn bestimmte Vorerkrankungen beziehungsweise Bedingungen vorliegen: Frauen, die mit der Spirale verhüten, in der Vergangenheit eine Eileiterentzündung, eine Fehlgeburt oder eine extrauterine Schwangerschaft durchgemacht haben, haben ein deutlich erhöhtes Risiko, dass sich eine befruchtete Eizelle ausserhalb der Gebärmutter einnistet.