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FSME

(Frühsommer-Meningoenzephalitis)
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1. Überblick

FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis) ist eine von Viren verursachte Infektionserkrankung. FSME-Viren werden hauptsächlich durch einen Zeckenstich übertragen. Da die Erreger eine Mindesttemperatur von acht Grad Celsius benötigen, um sich zu vermehren, tritt FSME bevorzugt in der wärmeren Jahreszeit auf (Frühsommer).

In der Schweiz sind etwa 1 Prozent aller Zecken mit dem FSME-Virus infiziert, aber nicht jeder Stich einer infizierten Zecke führt beim Menschen auch zum Ausbruch einer Frühsommer-Meningoenzephalitis. In 70 bis 90 Prozent aller Fälle verläuft eine FSME-Infektion unbemerkt und harmlos, bei 10 bis 30 Prozent treten grippeähnliche Erkrankungen auf. Nur etwa 10 Prozent der Infektionsfälle führen zur echten FSME-Erkrankung, die bleibende Schäden des Nervensystems hinterlassen kann. In sehr seltenen Fällen kann die FSME tödlich verlaufen.

Die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) ist eine während der warmen Jahreszeit auftretende Viruserkrankung. Als Enzephalitis bezeichnet man allgemein eine entzündliche Erkrankung des Gehirns. Greift eine solche Gehirnentzündung – wie bei der FSME – auch auf die Hirnhäute (Meningen) über, spricht man von einer Meningoenzephalitis. Wenn zusätzlich noch das Rückenmark (Myelon) befallen ist, liegt eine sogenannte Myelo-Meningoenzephalitis vor.

Ein Nachweis der Frühsommer-Meningoenzephalitis geschieht in erster Linie über spezielle Eiweisse des Abwehrsystems (Antikörper) im Blutserum oder im Nervenwasser. Noch existiert keine Behandlung, die FSME heilt; es lassen sich einzig die Symptome therapieren. Aus diesem Grund empfehlen Experten ausdrücklich, der Krankheit vorzubeugen. Hierzu zählen allgemeine Massnahmen (z.B. Schutz durch Kleidung oder frühe Zeckenentfernung mit einer Zeckenpinzette), wie auch die FSME-Impfung in FSME-Risikogebieten.

Die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) wird zwar hauptsächlich durch Zeckenstiche auf den Menschen übertragen. Es kommen aber auch selten Übertragungen durch virusinfizierte Rohmilch von Ziege oder Schaf vor. Rinder können ebenfalls Träger von FSME-Viren sein. In Osteuropa nimmt die Bedeutung dieses Übertragungswegs über Nahrungsmittel zu. Vor allem in Russland sowie den baltischen Staaten, aber auch in Polen und der Slowakei ist die über die Nahrung erworbene – sogenannte alimentäre – FSME bereits aufgetreten. Eine aerogene Erregerübertragung, also eine Übertragung der Viren über die Atemluft, ist höchst unwahrscheinlich. Von Mensch zu Mensch wird der FSME-Erreger nicht übertragen.

2. Definition

FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis) ist eine während der warmen Jahreszeit auftretende Viruserkrankung. Als Enzephalitis bezeichnet man allgemein eine entzündliche Erkrankung des Gehirns. Greift eine solche Gehirnentzündung – wie bei der FSME – auch auf die Hirnhäute (Meningen) über, spricht man von einer Meningoenzephalitis. Wenn zusätzlich noch das Rückenmark (Myelon) befallen ist, liegt eine sogenannte Myelo-Meningoenzephalitis vor.

Das geographische Verbreitungsgebiet ist bei einer Vielzahl dieser Erkrankungen in die Namensgebung eingeflossen, wie bei der Japanischen Enzephalitis oder der St.-Louis-Enzephalitis. Gelegentlich werden auch andere Charakteristika bei der Benennung berücksichtigt, wie die jahreszeitliche Häufung im Frühjahr bei der Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME).

Verbreitung

Die Verbreitung von FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis) betrifft vorwiegend Zentral-, Nord- und Osteuropa, die Gebiete der ehemaligen Sowjetunion sowie China. Ausserhalb des deutschen Sprachraums wird die Erkrankung auch als «russische Frühsommer-Enzephalitis», als «Taiga-Enzephalitis» oder als «tick-borne encephalitis» bezeichnet.

Es gibt Gebiete, sogenannte Naturherd- oder FSME-Risikogebiete, in denen gehäuft FSME-Erkrankungen auftreten. In der Schweiz sind fast alle Kantone des Mittellandes betroffen. 

Ausgedehnte Naturherdgebiete finden sich ausserdem in Russland, Lettland, Estland, Litauen, der Tschechischen Republik und mehreren anderen europäischen Ländern.

Studien haben gezeigt, dass in FSME-Risikogebieten bei jedem 25. bis 100. Zeckenstich ein Infektionsrisiko besteht. Besonders gefährdet sind Personen, die in den Naturherdgebieten leben, sowie Menschen, die sich häufig in Waldgebieten aufhalten – ob aus beruflichen Gründen, zum Beispiel Forstarbeiter, oder um Freizeitaktivitäten nachzugehen, zum Beispiel Wanderer, Velofahrer oder Camper.

Häufigkeit

In der Schweiz wurden 2005 und 2006 zwischen 200 und 250 FSME-Erkrankungen gemeldet. Dies sind im Vergleich zu den fünf Jahren zuvor durchschnittlich 100 Fälle mehr. Nach 2006 nahm die Häufigkeit wieder ab und sank auf 100 bis 120 Fälle pro Jahr. 2011 konnte man wieder eine Zunahme von 170 Fällen beobachten.

Gegen die Früsommer-Meningo-Enzephalitis kann man sich impfen lassen.

Die steigende Frühsommer-Meningoenzephalitis-Häufigkeit zeigt sich auch in den meisten anderen europäischen Ländern. Nur in Österreich, wo knapp 90 Prozent der Bevölkerung gegen FSME geimpft sind, erkranken nur wenige Menschen.

3. Ursachen

Erreger

Eine Enzephalitis kann durch die verschiedensten Erreger hervorgerufen werden, zum Beispiel durch Viren, Bakterien oder Pilze. Ursache für FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis) sind bestimmte RNA-Viren aus der Familie der Flaviviren. Eine Vielzahl dieser Flaviviren kann beim Menschen eine Enzephalitis auslösen. Neben der Frühsommer-Meningoenzephalitis können dies zum Beispiel die Japanische Enzephalitis, die St.-Louis-Enzephalitis oder die Murray-Valley-Enzephalitis sein.

Es sind drei Unterformen (sog. Subtypen) des FSME-Virus bekannt: Der westliche oder europäische, der östliche und der fernöstliche Subtyp. Alle drei Subtypen befallen sowohl Säugetiere als auch Vögel. Die Überträger (Vektoren) der FSME-Viren sind bestimmte Zecken (Ixodes). Der westliche Subtyp wird hauptsächlich durch den sogenannten «Holzbock» (Ixodes ricinus), der östliche und fernöstliche Subtyp durch die Zeckenart Ixodes persulcatus übertragen. Nach der Infektion mit einem Subtyp besteht eine lebenslange Immunität, auch gegenüber den beiden anderen Subtypen.

Zecken können auch das Bakterium Borrelia burgdorferi übertragen und so eine Lyme-Borreliose hervorrufen. Im Gegensatz zur FSME ist die Borreliose landesweit verbreitet.

Übertragungsweg

FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis) wird durch Zeckenstiche auf den Menschen übertragen. Extrem selten sind Übertragungen durch virusinfizierte Rohmilch von Ziege oder Schaf. Rinder können ebenfalls Träger von FSME-Viren sein. In Osteuropa nimmt die Bedeutung dieses Übertragungswegs über Nahrungsmittel zu. Vor allem in Russland sowie den baltischen Staaten, aber auch in Polen und der Slowakei ist die über die Nahrung erworbene – sogenannte alimentäre – FSME bereits aufgetreten. Eine aerogene Erregerübertragung, also eine Übertragung der Viren über die Atemluft, ist höchst unwahrscheinlich. Von Mensch zu Mensch wird der FSME-Erreger nicht übertragen.

Die Zecken nehmen die FSME-Erreger beim Blutsaugen auf und geben sie bei der nächsten Blutmahlzeit an andere Tiere wie Füchse, Rehwild, Vögel oder auch an den Menschen weiter. Da Zecken sich bevorzugt in Sträuchern, dicht stehenden Gräsern sowie im Unterholz bis maximal 1,5 Meter über dem Erdboden aufhalten, ist die Wahrscheinlichkeit, in Laub- und Mischwäldern sowie an Wegrändern, aber auch in Gärten und Parkanlagen gestochen zu werden, besonders hoch. Die jahreszeitliche Häufung der FSME-Infektionen im Frühsommer erklärt sich einerseits aus der gesteigerten Zeckenaktivität (am höchsten von April bis Juli). Andererseits sind dann die Menschen bei ihren Freizeitaktivitäten im Freien leicht(er) bekleidet. Selten kann man auch schon im März oder spät im Oktober an einer Frühsommer-Meningoenzephalitis erkranken.

Die Inkubationszeit, das heisst die Zeit zwischen Infektion und Ausbruch der Krankheit, beträgt bei FSME zwischen 7 und 14 Tagen, kann in Ausnahmefällen aber bis zu 4 Wochen dauern.

4. Symptome

Bei einer FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis) müssen nicht immer entsprechende Symptome auftreten. Ein Zeckenstich ist schmerzlos und wird daher im Allgemeinen nicht bemerkt. Wenn es zu einer Infektion mit dem Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME)-Virus kommt, können zwei Verlaufsformen auftreten: die inapparente, das heisst nicht in Erscheinung tretende Infektion, sowie die manifeste, also eine Frühsommer-Meningoenzephalitis, die Symptome zeigt.

Bei der überwiegenden Anzahl der infizierten Personen (ca. 70 bis 90 Prozent) verläuft eine FSME-Infektion asymptomatisch, das heisst völlig ohne Symptome. In diesen Fällen weisen lediglich bestimmte Blutuntersuchungen die abgelaufene Infektion nach. Bei den übrigen 10 bis 30 Prozent der Infizierten verursacht die Frühsommer-Meningoenzephalitis Beschwerden. Innerhalb dieser Verlaufsform lassen sich zwei aufeinander folgende Phasen unterscheiden, wobei die Erkrankung meist nach der ersten Phase abklingt, ohne in die zweite Phase überzugehen.

Die erste Phase der FSME dauert zwischen drei und sieben Tagen. Hier treten grippeähnliche Symptome wie leichtes Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen sowie Husten auf. Nur bei etwa zehn Prozent der Infizierten geht FSME nach einem fieberfreien Intervall von etwa ein bis zwei Wochen in die zweite Phase über, für die eine Infektion des Nervensystems typisch ist.

Erkrankungsformen

FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis) kann sich in unterschiedlichen Erkrankungsformen äussern. Nach den vorrangig befallenen Strukturen unterscheidet man die Meningitis (Entzündung der Hirnhäute), die Meningoenzephalitis (Entzündung von Hirnhäuten und Gehirn) sowie die Myelo-Meningoenzephalitis (Entzündung von Hirnhäuten, Gehirn und Rückenmark). In seltenen Fällen verursacht FSME auch eine sogenannte isolierte Myelitis (Entzündung des Rückenmarks) ohne eine zusätzliche Entzündung des Gehirns oder der Hirnhäute.

Bei der Meningitis treten starke Kopfschmerzen, Schwindel, Übelkeit und Erbrechen sowie eine typische Nackensteifigkeit auf. Im Allgemeinen klingen diese Beschwerden nach ein bis zwei Wochen folgenlos ab. Zusätzlich zu den Symptomen der Meningitis, treten bei der Meningoenzephalitis, bei der auch das Gehirn beteiligt ist, Bewusstseinsstörungen bis hin zum Koma auf. Eventuell kommt es zu Krampfanfällen und Lähmungen insbesondere der Gesichtsmuskulatur. Diese Erkrankung heilt in ein bis drei Wochen ab. Die Myelo-Meningoenzephalitis äussert sich zusätzlich durch schlaffe Lähmungen des Schultergürtels, der Arme aber auch der Beine – ähnlich der Poliomyelitis (Kinderlähmung). Diese Lähmungen können plötzlich auftreten, aber sich auch langsam über mehrere Tage hinweg entwickeln. Die Dauer dieser FSME-Erkrankungsform ist mit bis zu zwei Monaten am längsten.

5. Diagnose

Für eine FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis) ergeben sich erste Hinweise auf die Diagnose oft schon aus der Krankengeschichte – zum Beispiel berichtet der Patient von einem Waldspaziergang oder kann sich sogar an einen Zeckenstich erinnern. Besteht Verdacht auf FSME, folgen zur Diagnose spezielle Untersuchungen. Im Verlauf der Erkrankung lassen sich IgM- und IgG-Antikörper (spezielle Abwehrstoffe des Immunsystems) gegen das FSME-Virus im Blutserum nachweisen. Dazu muss der Arzt Blut abnehmen. Auch im Nervenwasser (Liquor) sind die Antikörper vorhanden, die sich mittels einer Lumbalpunktion nachweisen lassen.

Das FSME-Virus selbst ist schon zu Beginn der Erkrankung im Blut und Liquor nachweisbar. Da die Symptome, wenn überhaupt, erst zu einem späteren Zeitpunkt auftreten, erfolgt diese Untersuchung aber nur sehr selten.

6. Therapie

Gegen FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis) gibt es bisher keine spezielle Therapie. Die Behandlung beschränkt sich deshalb auf symptomatische, pflegerische Massnahmen wie Bettruhe sowie schmerzlindernde, beruhigende und krampflösende Medikamente. Geht eine FSME von einem ersten grippeähnlichen Stadium in die sogenannte zweite Phase über, muss der Erkrankte ständig überwacht werden, weil Komplikationen (z.B. Krampfanfälle) auftreten können.

Treten Funktionsstörungen des Nervensystems bei der FSME auf (z.B. Lähmungen), sind zur Therapie häufig Rehabilitationsmassnahmen wie Krankengymnastik notwendig.

7. Verlauf

Komplikationen

Bei einer FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis) treten selten Komplikationen auf. In Einzelfällen geht die FSME nach einer ersten fieberhaften, grippeähnlichen Phase in ein zweites Stadium über. Durchschnittlich ist bei zehn Prozent der Erkrankten dieser zweiten FSME-Phase mit Komplikationen zu rechnen, wobei hier vorrangig Erkrankte mit einer Myelo-Meningoenzephalitis (Entzündung von Hirnhäuten, Gehirn und Rückenmark) betroffen sind. Zu den möglichen Komplikationen gehören sowohl Schäden des Nervensystems, vor allem Lähmungen, epileptische Anfälle oder lang andauernde Kopfschmerzen, aber auch psychische Auffälligkeiten, zum Beispiel Intelligenz- und Verhaltensstörungen. Die Komplikationsrate ist bei Kindern wesentlich höher als bei Erwachsenen.

Prognose

Die Prognose der Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) hängt vom Alter des Erkrankten und dem Krankheitsverlauf ab. Die meisten Komplikationen treten bei Kleinkindern auf. Ältere Menschen, bei denen die FSME zusätzlich zu Gehirn und Hirnhäuten auch das Rückenmark befallen hat (Myelo-Meningoenzephalitis), haben die höchste Sterblichkeitsrate. Die durchschnittliche Sterblichkeitsrate der FSME-Erkrankung liegt bei etwa einem Prozent.

8. Vorbeugen

Neben allgemeinen Schutzmassnahmen gegen Zeckenstiche lässt sich einer FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis) am sichersten mit einer aktiven Immunisierung (FSME-Impfung) vorbeugen. Zu den Schutzmassnahmen zählt, FSME-Risikogebiete – wenn möglich – zu meiden oder schützende Kleidung zu tragen. Nach dem Aufenthalt im Freien sollten Sie den Körper nach Zecken absuchen. Entdecken Sie dabei eine Zecke, müssen Sie diese vorsichtig (mit einer Zeckenpinzette) entfernen. Dabei darf die Zecke nicht zusammengedrückt werden, da ansonsten zusätzlich virusinfizierter Speichel in die Stichwunde gelangen kann.

Aktive Immunisierung

Gegen Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) erfolgt die aktive Immunisierung (Impfung) mithilfe von abgetöteten Viren. Diese regen den Körper zur Bildung von Abwehrstoffen (Antikörpern) gegen die FSME-Viren an. Eine Impfung empfehlen Experten besonders für Personen, die sich in Bereichen mit hohem Infektionsrisiko (Risikogebiete) aufhalten oder aufhalten wollen. Es sind bei einer FSME-Impfung – unabhängig vom Präparat und dem Impfschema – immer drei Teilimpfungen für einen wirksamen Schutz notwendig. Der Impfstoff wird meist in die Muskulatur des Oberarms (intramuskulär) gespritzt.

Bei dem konventionellen Impfschema führt der Arzt die ersten beiden FSME-Impfungen im Abstand von ein bis drei Monaten und die dritte Impfung nach neun bis zwölf Monaten durch. Ab etwa zwei Wochen nach der zweiten Impfung setzt der Impfschutz ein. Mediziner empfehlen eine FSME-Impfung in der kalten Jahreszeit, sodass sie pünktlich im Frühjahr zur Wirkung kommt.

Ist ein rascher Impfschutz gegen Frühsommer-Meningoenzephalitis nötig, gibt es ein spezielles Schema zur sogenannten Schnellimmunisierung. Die ersten beiden FSME-Impfungen erfolgen hierbei im Abstand von einer Woche, die dritte zwei Wochen nach der zweiten Impfung. Ein verlässlicher Impfschutz besteht in diesem Fall schon nach drei Wochen, also dem Tag der letzten Impfung. Alternativ gibt es bei einem Präparat die Möglichkeit, die beiden ersten Impfungen in einem Abstand von zwei Wochen durchzuführen. Der Abschluss der sogenannten Grundimmunisierung erfolgt aber erst fünf bis zwölf Monate später, so dass in diesem Fall nicht von einem Kurzschema gesprochen werden kann.

Die aktive FSME-Schutzimpfung muss beim ersten Mal nach drei Jahren aufgefrischt werden. Bei Menschen unter 50 Jahren sind weitere Auffrischimpfungen erst wieder nach fünf Jahren erforderlich. Personen über 50 Jahren müssen ihre Impfung weiterhin nach drei Jahren auffrischen, da ihr Abwehrsystem auf die Impfung schwächer reagiert.

Passive Immunisierung

Eine passive Immunisierung gegen FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis) erfolgt mit bereits produzierten Abwehrstoffen (Antikörpern) aus dem Serum anderer Menschen.