von Onmeda-Ärzteteam

1.  Überblick

Hautkrebs ist der Oberbegriff für verschiedene Krebserkrankungen der Haut. Dabei unterscheidet man den schwarzen Hautkrebs (malignes Melanom) von den Formen des weissen beziehungsweise heller Hautkrebses (Basaliom, Spinaliom oder aktinische Keratose). Wird Hautkrebs früh erkannt, sind die Chancen auf Heilung hoch.

Die jeweiligen Formen von Hautkrebs entstehen aus unterschiedlichen Zelltypen der Haut und können verschiedene Ursachen haben. Zu den Hauptursachen von schwarzem und hellem Hautkrebs zählt jedoch eine intensive und langdauernde Sonnenstrahlung auf ungeschützte Haut.

Häufige Sonnenbrände in der Kindheit erhöhen insbesondere die Wahrscheinlichkeit für schwarzen Hautkrebs deutlich. Auch eine erbliche Hautkrebs-Vorbelastung kann bei der Entstehung von Hautkrebs eine Rolle spielen, ebenso wie der Kontakt zu giftigen oder krebserregenden Stoffen.

Die Zahl der Hautkrebs-Neuerkrankungen hat in den letzten Jahrzehnten stetig zugenommen. Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zufolge erkranken jedes Jahr auf der ganzen Welt:

  • zwei bis drei Millionen Menschen an hellem Hautkrebs.

  • mehr als 200.000 Menschen an schwarzem Hautkrebs.


Dieser Anstieg ist vermutlich vor allem auf ein verändertes Freizeitverhalten der Bevölkerung zurückzuführen: Viele Menschen lieben ausgiebige Sonnenbäder im Sommer oder gehen ins Solarium. So ist die Haut heutzutage stärker durch UV-Strahlung belastet als noch vor einigen Jahren.

Um Hautkrebs vorzubeugen sollte man eine übermässige Sonneneinstrahlung auf den Körper vermeiden – zum Beispiel, indem man Sonnenschutzmittel mit hohem Lichtschutzfaktor verwendet, bedeckende Kleidung trägt und die Mittagssonne meidet. Gerade Kinder sollte man besonders gut vor einem Sonnenbrand schützen.

Darüber hinaus ist sinnvoll, den Körper regelmässig selbst auf Hautveränderungen zu untersuchen und diese einem Hautarzt zu zeigen. So kann Hautkrebs schon im Frühstadium entdeckt werden. Vor allem Menschen mit sehr heller Haut, vielen Muttermalen oder erblicher Hautkrebs-Vorbelastung sollten zudem regelmässige Kontrolluntersuchungen beim Hautarzt wahrnehmen.

Wissenswertes

  • Hautkrebs ist der Überbegriff für bösartige Tumoren der Haut. Dabei unterscheidet man den schwarzen Hautkrebs (malignes Melanom) von Formen des weissen Hautkrebses (Basaliom oder Spinaliom). Die Krebsvorstufe des Spinalioms wird als aktinische Keratose bezeichnet.

  • Schwarzer Hautkrebs ist ein bösartiger Tumor, der sich meist auf der Haut entwickelt. In seltenen Fällen entstehen Melanome im Auge oder auf der Schleimhaut. Sie ähneln oft einem sehr dunklen Leberfleck. Werden sie früh genug erkannt, sind die Chancen auf Heilung hoch.

  • Melanome lassen sich mithilfe der ABCDE-Regel identifizieren. Sie wachsen asymmetrisch, gehen übergangslos in die gesunde Haut über, sind uneinheitlich gefärbt, nehmen im Durchmesser zu und können über die restliche Hautoberfläche hinausragen.

  • Das Basaliom (hier oberhalb des linken Nasenflügels) zählt zum sogenannten hellen oder weissen Hautkrebs. Es hat – im Gegensatz zum schwarzen Hautkrebs – in den meisten Fällen die Farbe der normalen Haut.

  • Ein Basaliom tritt bevorzugt im höheren Lebensalter auf. In den meisten Fällen entsteht diese Form von Hautkrebs an Stellen, die oft der Sonne ausgesetzt sind – insbesondere im Bereich von Kopf und Hals.

  • Ein Basaliom gilt als sogenannter halbbösartiger Tumor. Er bildet in der Regel keine Metastasen, kann aber stattdessen in benachbarte Regionen wachsen und dort angrenzende Gewebe wie Knochen oder Knorpel zerstören.

  • Die aktinische Keratose gilt als Krebsvorstufe (Präkanzerose). Sie entsteht, wenn sich bestimmte Hautzellen aufgrund wiederholter intensiver UV-Strahlung krankhaft verändern und vermehren.

  • In einigen Fällen entwickelt sich aus der aktinischen Keratose (hier im Bild in ausgeprägter Form) eine bestimmte Form von hellem Hautkrebs – ein Spinaliom. Früher trat sie vorwiegend bei älteren Menschen auf, durch häufiges Sonnenbaden sind jedoch auch zunehmend jüngere betroffen.

  • Jede zehnte aktinische Keratose geht in ein Spinaliom über. Unter einem Spinaliom versteht man einen bösartigen Hauttumor, der sich in der Oberhaut bildet. Er entwickelt sich häufig im Gesicht, an den Geschlechtsteilen und an der Mundschleimhaut.

  • Spinaliome sind bereits mit blossem Auge gut erkennbar. Die Hautveränderungen können recht unterschiedlich ausfallen. Die Symptome reichen von geröteten, etwas erhabenen oder schuppigen Flecken bis hin zu leicht blutenden Knoten.

  • Die jeweiligen Formen von Hautkrebs können verschiedene Ursachen haben. Zu den Hauptursachen von schwarzem und hellem Hautkrebs zählt jedoch intensive und zu lange Sonnenstrahlung auf ungeschützte Haut.

  • Cremen Sie sich vor jedem Sonnenbad gründlich ein! Hierbei gilt: Viel hilft viel! Wer zu wenig Sonnencreme nimmt, ist nicht ausreichend vor Sonnenbrand und Hautkrebs geschützt!

  • Auch wenn es kühlt: Wasser schützt nicht vor UV-Strahlen! Im Gegenteil: Nasse Haut ist wesentlich sonnenempfindlicher als trockene. Im Wasser quillt die Haut auf und der hauteigene UV-Filter Urocaninsäure wird ausgewaschen.

  • Meiden Sie die Mittagssonne zwischen 10 und 15 Uhr! Kleidung und Sonnenzelte schützen Ihre Haut effektiv vor den UV-Anteilen des Sonnenlichts.

  • Wenn Sie viel draussen sind, sollten Sie Ihren Kopf und Nacken ausreichend vor der Sonne schützen! Dies geht am besten mit speziellen Sonnenhüten.

  • Insbesondere bei Kindern sollte darauf geachtet werden, dass diese keinen Sonnenbrand entwickeln. Häufige Sonnenbrände in der Kindheit erhöhen die Wahrscheinlichkeit für schwarzen Hautkrebs deutlich!

  • Weitere Risikofaktoren für die Entstehung für Hautkrebs sind häufige Solarienbesuche sowie helle Haut! Wenn Sie von Natur aus sehr helle Haut, Sommersprossen, hellblondes Haar und blaue Augen haben, sollten Sie stets eine Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor verwenden.

  • Die Zahl der Hautkrebs-Neuerkrankungen in der Schweiz hat in den letzten Jahrzehnten stetig zugenommen. Verantwortlich dafür ist wahrscheinlich ständiges und intensives Sonnenbaden. Bereits Teenager verbringen häufig zu viel Zeit ungeschützt in der Sonne!

  • Gerade im Sommer oder in den Ferien entsteht ein Sonnenbrand sehr rasch, wenn man sich nicht ausreichend davor schützt. Die betroffenen Hautstellen sind gerötet, jucken und häufig treten auch Schmerzen auf. Bei einem schweren Sonnenbrand bilden sich Blasen auf der Haut.

  • Etwa 12 bis 24 Stunden nach dem Sonnenbad erreicht der Sonnenbrand seinen Höhepunkt. Nach etwa 72 Stunden klingen die Symptome wieder ab. Dabei schuppt sich die Haut meist!

  • Ein grossflächiger Sonnenbrand mit Blasenbildung ist Anzeichen für eine Verbrennung zweiten Grades. Dabei können Verdickungen der Haut, aber auch hellere Narben zurückbleiben.

  • Lange und intensive Sonnenbäder sind jedoch nicht die einzige Ursache für Hautkrebs. Andere begünstigende Auslöser können beispielsweise ein geschwächtes Immunsystem, chronische Wunden, giftige Stoffe sowie Entzündungen, Narben oder Röntgenstrahlung sein.

  • Bei Hautkrebs ist die Therapie davon abhängig, um welche Form es sich handelt und wie weit die Erkrankung bereits fortgeschritten ist. Im Frühstadium ist eine chirurgische Entfernung eine erfolgversprechende Therapie.

  • Ist eine Operation nicht möglich, wird in den meisten Fällen eiine Strahlentherapie in Kombination mit einer weiteren Behandlungsform eingesetzt, zum Beispiel gemeinsam mit einer Chemotherapie. Dabei werden Tumoren mit speziellen chemischen Substanzen (Zytostatika) behandelt.

  • Damit es gar nicht erst so weit kommt, sollten Sie regelmässige Kontrolluntersuchungen beim Hautarzt durchführen. Je schneller Sie bei Hautveränderungen zum Hautarzt gehen, desto besser!

Hautkrebs ist der Überbegriff für bösartige Tumoren der Haut. Hierzu zählen:

  • schwarzer Hautkrebs (malignes Melanom)

  • weisser Hautkrebs beziehungsweise heller Hautkrebs

  • Basaliom (Basalzellkarzinom)

  • aktinische Keratose

  • Spinaliom (Stachelzellkrebs, Plattenepithelkarzinom)

Schwarzer Hautkrebs

Der schwarze Hautkrebs (malignes Melanom) ist ein bösartiger Hauttumor. Meist entsteht er aus Melanozyten, den pigmentbildenden Hautzellen. Er kann in verschiedenen Farben und Erscheinungsformen auftreten; am häufigsten sind das sogenannte superfiziell spreitende Melanom (SSM), das sich über die Hautoberfläche ausbreitet, und das knotige (noduläre) Melanom. Die Krebszellen des Melanoms können sich über das Blut- oder Lymphsystem im Körper ausbreiten und Tochtergeschwülste (Metastasen) bilden.

Weisser Hautkrebs / heller Hautkrebs

Weisser Hautkrebs beziehungsweise heller Hautkrebs ist in der Regel unpigmentiert und eher hautfarben – pigmentierte Formen können jedoch auch auftreten. Man unterscheidet drei Formen von hellem Hautkrebs:

  • Basaliom,

  • aktinische Keratose und

  • Spinaliom.

Basaliom

Ein Basaliom (Basalzellkarzinom) ist ein sogenannter halbbösartiger (semimaligner) Hauttumor, der fast nie Tochtergeschwülste (Metastasen) entwickelt, jedoch das umliegende Gewebe, Knochen und Knorpel angreifen kann. Der Tumor bildet sich aus den sogenannten Basalzellen der Haut und aus den Wurzeln der Haarfollikel. Die Basalzellschicht der Haut wird auch als Regenerationsschicht bezeichnet. Hier bilden sich durch Zellteilung die Hornzellen der obersten Hautschicht (Keratinozyten). Das Basaliom ist die häufigste Form von Hautkrebs.

Aktinische Keratose

Die aktinische Keratose ist eine Frühform des Spinalioms. Dabei vermehren sich die Hornzellen der obersten Hautschicht (Keratinozyten) unkontrolliert, was sich in rauen, oft rötlichen Veränderungen an der Hautoberfläche äussert.

Spinaliom

Das Spinaliom (Stachelzellkrebs, Plattenepithelkarzinom) ist ein bösartiger (maligner) Hauttumor, der sich aus der Stachelzellschicht (Stratum spinosum) in der Oberhaut bildet. Es entwickelt sich meist im Gesicht. Ab einem Alter von 70 Jahren treten Spinaliome gehäuft auf.

Hautkrebs kann je nach Form unterschiedliche Ursachen haben:

Schwarzer Hautkrebs

Ein Risikofaktor für die Entstehung von schwarzem Hautkrebs ist eine besonders starke UV-Belastung mit vielen Sonnenbränden, insbesondere in der Kindheit. Gefährdet sind vor allem Menschen mit hellem Hauttyp (Typ I und II) und blondem oder rötlichem Haar – besonders, wenn sie zu Leberflecken (Nävi) neigen. Ebenso scheint eine erbliche Komponente eine Rolle zu spielen.

Weisser Hautkrebs / heller Hautkrebs

Ursache für weissen Hautkrebs beziehungsweise hellen Hautkrebs ist in der Regel eine langfristige Sonneneinstrahlung auf ungeschützte Haut. Aber auch andere Faktoren wie ein geschwächtes Immunsystem, Röntgenstrahlung oder Kontakt zu krebserregenden Stoffen (z.B. Arsen) können eine Ursache dafür sein, dass heller Hautkrebs entsteht.

Basaliom

Wird die Haut über einen längeren Zeitraum hinweg einer hohen Sonnenstrahlung ausgesetzt, erhöht dies das Risiko, an einem Basaliom zu erkranken. Vor allem die meist ungeschützte Haut von Gesicht, Kopf und Hals ist davon betroffen. Ausserdem stellen erbliche Vorbelastungen einen Risikofaktor für Basaliome dar. Auch andere Faktoren, wie ein geschwächtes Immunsystem, Röntgenstrahlung oder Arsen, können die Entstehung von Basaliomen begünstigen.

Aktinische Keratose

Ursache für die aktinische Keratose ist eine übermässige Bestrahlung der Haut mit Sonnenlicht. Die Lichtschädigung bewirkt ein vermehrtes Auftreten der Hornzellen in der obersten Hautschicht (Keratinozyten) – in der Folge kann ein Spinaliom entstehen.

Spinaliom

Ursache für die Entwicklung eines Spinalioms ist insbesondere Sonneneinwirkung auf die Haut über einen langen Zeitraum hinweg. Meist ist im Vorfeld eine aktinische Keratose vorhanden. Andere begünstigende Auslöser können beispielsweise ein geschwächtes Immunsystem (etwa durch immunsuppressive Medikamente), chronische Wunden und Entzündungen, Narben oder Röntgenstrahlung sein.

Schwarzer Hautkrebs und weisser Hautkrebs beziehungsweise heller Hautkrebs zeigen verschiedene Symptome. Sie unterscheiden sich vor allem in ihrer Pigmentierung, aber auch in Form und Ort des Auftretens.

Schwarzer Hautkrebs

Harmlose Muttermale lassen sich durch die sogenannte ABCDE-Regel (Asymmetrie, Begrenzung, Colorit, Durchmesser, Erhabenheit) von schwarzem Hautkrebs (malignes Melanom) unterscheiden.

Nach dieser Regel muss die Hautveränderung

  • eine asymmetrische Form haben sowie

  • unregelmässig begrenzt und

  • uneinheitlich gefärbt sein,

  • einen Durchmesser von über 5 Millimeter haben und

  • erhaben sein, also sich vorwölben,


um die Diagnose schwarzer Hautkrebs zu festigen.

Weisser Hautkrebs / heller Hautkrebs

Je nachdem, um welche Art von hellen Hautkrebs es sich handelt, treten unterschiedliche Symptome auf.

Basaliom

Basaliome führen zu langsam wachsenden, sichtbaren und im Allgemeinen schmerzlosen Veränderungen der Haut, die in unterschiedlichen Formen auftreten können:

  • geschwürartig

  • knötchenförmig

  • flach

  • narbenähnlich

Basaliome treten überwiegend hautfarben oder rötlich auf, in einigen Fällen haben sie jedoch auch eine braune bis schwarzbraune Farbe.

Aktinische Keratose

Von aktinischer Keratose betroffene Hautbereiche finden sich vor allem an solchen Stellen, die häufig Sonnenlicht ausgesetzt wurden – also insbesondere im Gesicht, auf der Stirn, dem Kopf (Glatze oder lichtes Haar) oder auf den Handrücken. Erste Symptome einer aktinischen Keratose sind kleine rötliche oder hautfarbene raue Flecken, die sich später zu grossen rötlichen, graubraun verhornten Knötchen entwickeln.

Spinaliom

Die Symptome eines Spinalioms variieren abhängig vom betroffenen Hautbereich (z.B. Lippen, Hände, Gesicht). Anfängliche Knötchen beziehungsweise verhornte, verkrustete, schuppende oder gerötete Stellen entwickeln sich nach einer gewissen Zeit zu einem derben Knoten. Dieser verursacht meist wenige oder gar keine Schmerzen. Je länger ein Spinaliom wächst, desto mehr verbreitet es sich im umliegenden Gewebe.

Schwarzer Hautkrebs

Schwarzer Hautkrebs (malignes Melanom) sollte möglichst früh erkannt und behandelt werden. Der Verdacht auf schwarzen Hautkrebs entsteht meist aufgrund der auffälligen Form, Farbe oder Wucherung eines vermeintlichen Leberflecks.

Der Hautarzt untersucht die verdächtige Stelle mit einem mit einem Auflichtmikroskop (Dermatoskop). Sicher diagnostizieren lässt sich ein malignes Melanom aber nur durch eine feingewebliche Untersuchung. Dazu schneidet der Arzt die Veränderung in einer kleinen Operation heraus.

Weisser Hautkrebs / heller Hautkrebs

Basaliom

Durch das typische Aussehen eines Basalioms erkennt der Hautarzt diese Form von hellem Hautkrebs in der Regel bei der ersten Begutachtung, die er gegebenenfalls durch ein Auflichtmikroskop ergänzt. Um sicherzugehen, wird jedoch in den meisten Fällen eine Gewebeprobe entnommen und untersucht.

Aktinische Keratose

Ob eine aktinische Keratose vorliegt, kann der Hautarzt im Allgemeinen bereits durch das Betrachten der Hautstelle erkennen. Der betroffene Bereich kann oft schon vor einer sichtbaren Veränderung als aufgeraute Stelle ertastet werden. Sicherheit über die Art der Hautveränderung gibt eine Gewebeprobe.

Spinaliom

Beim Begutachten der veränderten Hautstellen kann der Hautarzt ein Spinaliom im Allgemeinen bereits am typischen Aussehen erkennen. Eine Bestätigung bringt eine Gewebeprobe des Hauttumors. Zudem tastet er die Lymphknoten in der Nähe des Spinalioms ab, da sich hier als erstes Tochtergeschwulste (Metastasen) bilden. Je nach Befund erfolgt zusätzlich eine Ultraschalluntersuchung. Eine Röntgenuntersuchung oder Computertomographie kann die Bildung von Tochtergeschwülsten in anderen Organen ausschliessen.

Bei Hautkrebs ist die Therapie unter anderem davon abhängig, um welche Form des Hautkrebses es sich handelt und wie weit die Erkrankung bereits fortgeschritten ist.

Schwarzer Hautkrebs

Hat der Arzt schwarzen Hautkrebs (Melanom) festgestellt oder besteht auch nur der Verdacht, muss in jedem Fall eine Therapie erfolgen. In der Regel entfernt der Hautarzt die Hautveränderung chirurgisch unter örtlicher Betäubung mit einem kleinen Sicherheitsabstand im umliegenden Gewebe. In bestimmten Fällen, wenn der Tumor sich nicht operieren lässt, kann auch eine Strahlentherapie zum Einsatz kommen. Hat der schwarze Hautkrebs bereits Tochtergeschwulste (Metastasen) gebildet, sind weitere Schritte wie Operationen, Laser- und Strahlentherapien erforderlich. Häufig müssen die Ärzte einzelne Lymphknoten entnehmen und die Stellen anschliessend bestrahlen. Bei manchen Formen des Melanoms können auch neuere Methoden wie eine Interferontherapie zum Einsatz kommen.

Weisser Hautkrebs / heller Hautkrebs

Basaliom

Es gibt unterschiedliche Möglichkeiten für die Therapie des Basalioms. Die Behandlung ist abhängig von Art und betroffener Hautstelle sowie von Grösse, Ausdehnung, Alter und dem allgemeinem Gesundheitszustand des Betroffenen. In der Regel wird der Hautkrebs chirurgisch entfernt. Weitere Behandlungsmöglichkeiten sind

  • eine Strahlentherapie,

  • Kältebehandlung (Kryotherapie),

  • das Ausschaben (Kürettage),

  • photodynamische Therapie,

  • Chemotherapie oder

  • eine örtliche Immuntherapie mithilfe von Cremes mit dem Wirkstoff Imiquimod.

Aktinische Keratose

Von aktinischer Keratose betroffene Hautstellen werden, wenn sie sich als erhabene Stellen zeigen, meist chirurgisch entfernt. Sind die aktinischen Keratosen eher flach und flächig ausgebreitet, behandelt der Arzt diese Hautkrebs-Frühform zum Beispiel, indem er sie mit flüssigem Stickstoff besprüht oder betupft (Kryotherapie). Weitere Möglichkeiten sind das Verdampfen mittels CO2-Laser, eine lokale Chemotherapie oder die photodynamische Therapie.

Spinaliom

Wird ein Spinaliom festgestellt, sollte dieses so rasch wie möglich behandelt werden. Die erfolgversprechendste Therapie ist eine chirurgische Entfernung – unter Umständen inklusive der benachbarten Lymphknoten. Sollte das nicht möglich sein, können verschiedene Therapien zum Einsatz kommen, so zum Beispiel Strahlentherapie, lokale Immuntherapie, Chemotherapie oder Kältebehandlung (Kryotherapie).

Hautkrebs breitet sich im weiteren Verlauf aus und muss daher in jedem Fall behandelt werden.

Schwarzer Hautkrebs

Die Heilungschancen von schwarzem Hautkrebs (Melanom) hängen vom jeweiligen Stadium und Typ des Hauttumors ab. Je früher er erkannt und behandelt werden kann, desto besser sind die Heilungsmöglichkeiten. Im stark fortgeschrittenen Stadium mit Tochtergeschwülsten (Metastasen) sinken die Überlebenschancen. In den letzten Jahren gab es jedoch viele Fortschritte in der Melanom-Therapie.

Wurde ein schwarzer Hautkrebs entfernt, müssen regelmässige Nachkontrollen durch den Hautarzt erfolgen.

Weisser Hautkrebs / heller Hautkrebs

Basaliom

Ein Basaliom lässt sich in über 90 Prozent der Fälle erfolgreich behandeln. Dennoch sollten regelmässige Nachuntersuchungen durch den Hautarzt erfolgen.

Aktinische Keratose

Eine unbehandelte aktinische Keratose entwickelt sich in etwa einem von zehn Fällen zu einem Spinaliom (Plattenepithelkarzinom) weiter. Da es auch nach Behandlung der Hautkrebs-Frühform noch zu Rückfällen (Rezidiven) kommen kann, sind Selbst- und Nachuntersuchungen sehr wichtig.

Spinaliom

Bei frühzeitiger Diagnose und entsprechender Behandlung eines Spinalioms sind die Heilungschancen gut. Tochtergeschwülste (Metastasen) verschlechtern die Heilungsaussichten. Eine regelmässige Nachuntersuchung durch einen Hautarzt ist notwendig.

Sie können eine Menge tun, um Hautkrebs vorzubeugen:

  • Sonnenschutz
    Schützen Sie Ihre Haut vor übermässiger Sonneneinstrahlung, etwa durch Sonnenschutzmittel mit hohem Lichtschutzfaktor und hautbedeckende Kleidung. Insbesondere bei Kindern sollte man darauf achten, dass diese keinen Sonnenbrand entwickeln.

  • Selbstuntersuchung
    Die regelmässige Selbstuntersuchung der Haut spielt eine wichtige Rolle bei der Früherkennung von schwarzem und weissem Hautkrebs. Beobachten Sie Hautveränderungen aufmerksam und lassen Sie diese gegebenenfalls von einem Hautarzt begutachten.

  • Vorsorgeuntersuchungen
    Vor allem Menschen mit heller Haut, erblicher Vorbelastung oder zahlreichen Muttermalen zählen zu den Risikogruppen für Hautkrebs und sollten regelmässige Kontrolluntersuchungen beim Hautarzt wahrnehmen.


Je schneller Sie bei Hautveränderungen zum Hautarzt gehen, desto besser!