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  4. Kinderkrankheit: Scharlach

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Diese Kinderkrankheit kommt in der Regel frühestens im Kindergartenalter vor. Auffälligste Auswirkungen von Scharlach sind eine Mandelentzündung (Angina) sowie ein Hautausschlag. Die Krankheit sollte schulmedizinisch behandelt werden.

2. Symptome

Scharlach beginnt plötzlich, mit starkem Fieber, einem stark eingeschränkten Allgemeinbefinden, Halsschmerzen, geschwollenen Mandeln, Mundgeruch, manchmal auch mit Kopfschmerzen. Der Rachen färbt sich «scharlachrot». Manche Kinder müssen zudem erbrechen. Nach ein paar Tagen kommt meistens ein Hautausschlag dazu: Ausgehend von Achseln und Leiste rötet sich die Körperhaut und wird rau. Die Backen röten sich, die Region um den Mund aber bleibt blass. Die Zunge ist zunächst weiss belegt, dann wird sie zur «Himbeerzunge» (auch «Erdbeerzunge» genannt): mit feinen Erhebungen und leuchtend rot. Nach Wochen schält sich die Haut an Füssen und Händen.

3. Hintergrund

Verursacher von Scharlach sind Streptokokken, die gleichen Bakterien, die auch die Angina verursachen. In den meisten Fällen verläuft die Erkrankung heute ohne Komplikationen. Dennoch sind solche möglich: Mittelohr- oder Nasennebenhöhlen-Entzündung, Nierenentzündung oder – Tage bis Wochen nach der Erkrankung – rheumatisches Fieber (eine Autoimmunerkrankung, bei der sich die Abwehrreaktionen gegen die Streptokokken fälschlicherweise gegen körpereigene Zellen richten – etwa Gelenke oder Herz). Warnhinweis: Hohes Fieber einige Tage oder Wochen nach dem Scharlach. Kinder mit Scharlach sollten zuhause bleiben. Die Zeit zwischen Ansteckung und Ausbruch der Krankheit (Inkubationszeit) beträgt maximal eine Woche. Weitere Kinder (seltener Erwachsene) können etwa einen Tag vor dem Auftauchen der ersten Symptome angesteckt werden. Die Ansteckungsgefahr ist zwei Tage nach Beginn der Scharlach-Therapie (mit Antibiotika) vorüber. Kinder können mehrmals an Scharlach erkranken. Eine Impfung gibt es nicht. Hausmittel und homöopathische Medikamente gegen Scharlach dürfen Sie ergänzend zur schulmedizinischen Therapie einsetzen.

4. Homöopathie

Belladonna (Tollkirsche) D12

Das Hauptmittel bei Scharlach. Hals und Mandeln des Kindes sind hochrot, das Kind hat eine typische Himbeerzunge und ein Klossgefühl im Hals. Es bekommt plötzlich hohes Fieber, ist aggressiv.

Apis (Honigbiene) D12

Das Halszäpfchen des Kindes ist rot, die Augen geschwollen. Das Kind hat stechende, brennende Schmerzen, die bis in die Ohren ausstrahlen, und das Gefühl, zu ersticken.

Rhus tox (Giftsumach) D12

Bei Bläschenausschlag mit heftigem Jucken, einer Entzündung der Lymphknoten und Gliederschmerzen.

5. Zum Arzt, wenn ...

  • Sie Symptome von Scharlach bei Ihrem Kind erkennen.

  • Ihr Kind rasch hohes Fieber bekommt und sich sein Allgemeinbefinden stark verschlechtert.

  • Ihr Kind einige Wochen nach einer Scharlach-Erkrankung plötzlich hohes Fieber bekommt.

6. Die Ambulanz rufen

Die Ambulanz 144 rufen, wenn ...

  • das Kind Atemnot hat oder den Mund nicht aufmachen kann.