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1. Überblick

Wenn Enge Angst macht: Menschen mit einer Klaustrophobie können den Aufenthalt in engen, geschlossenen oder überfüllten Räumen nicht oder nur schwer ertragen. Ob Fahrstuhl, Sonnenbank, ein voller Kinosaal oder die U-Bahn – es gibt viele Situationen, die bei Klaustrophobie zum Albtraum werden können. Die gute Nachricht: Eine Klaustrophobie kann man mit professioneller Hilfe gut in den Griff bekommen!

16 Stockwerke sind zu bewältigen – und das mit zwei schweren Einkaufstüten: Ein Fahrstuhl ist für die meisten Menschen in dieser Situation eine grosse Hilfe. Schliesslich ersparen sie sich jede Menge Treppenstufen und die Einkäufe trägt der Lift gleich mit. Ein Fahrstuhl ist bequem.

Ganz anders denkt ein Mensch, der an Klaustrophobie leidet. Im Hinblick auf eine bevorstehende Fahrt mit dem Fahrstuhl verspürt er grosse Angst. In seinem Kopf kreisen Gedanken wie:

  • «Ich werde ersticken oder ohnmächtig werden.»
  • «Der Fahrstuhl wird steckenbleiben und keiner wird mir helfen.»
  • «Ich kann im Notfall nicht flüchten und bin ausgeliefert.»


Die Angst im Rahmen einer Klaustrophobie kann mit diversen körperlichen Symptomen verbunden sein, so zum Beispiel mit Schweissausbrüchen, Zittern oder Herzrasen. Ist die Angst zu gross, wird der Klaustrophobiker beispielsweise das Treppenhaus vorziehen und den Fahrstuhl meiden.

Die Angst vor dem Fahrstuhl ist nur ein Beispiel für eine typische Situation, die einem Klaustrophobiker Angst macht. Geschlossene, enge Räume sind das Problem – und manchmal auch grössere Räume, die sehr überfüllt sind, so dass man sich eingeengt fühlt. Manche Menschen mit Klaustrophobie haben nur Angst vor ganz bestimmten Situationen wie zum Beispiel Fahrstuhlfahren, andere fürchten sich vor sämtlichen engen Räumlichkeiten.

Nicht jeder, der an Klaustrophobie leidet, muss unbedingt in Behandlung. Einige Menschen mit Klaustrophobie sind jedoch so sehr in ihrem Alltag eingeschränkt, dass eine Therapie notwendig ist. Insbesondere die Verhaltenstherapie hat sich bei der Behandlung von Klaustrophobie bewährt: Dabei lernt der Betroffene gezielt, sich der Situation auszusetzen und die Angst auszuhalten – so lange, bis die Angst nachlässt.

Vorbeugen kann man einer Klaustrophobie nicht – jedoch sollten Sie sich nicht scheuen, bei ersten möglichen Anzeichen professionelle Hilfe aufzusuchen.

Je früher eine Klaustrophobie behandelt wird, desto höher ist die Chance, diese schnell wieder loszuwerden.

2. Definition

Eine Klaustrophobie ist eine Angsterkrankung, bei der die unangemessene Angst vor engen und geschlossenen Räumen im Mittelpunkt steht. Manche Klaustrophobiker haben auch Angst vor (grösseren) Räumen, in denen sich sehr viele Menschen dicht an dicht aufhalten und in denen die Raumluft schlecht ist, so dass ein Gefühl der Enge entstehen kann. Der Name Klaustrophobie leitet sich vom lateinischen Begriff claustrum (= Verschluss, Käfig) und dem griechischen phobos (= Furcht, Angst) ab.

Zu typischen Situationen, die einem Klaustrophobiker Angst machen können, zählen zum Beispiel:

  • der Aufenthalt im Fahrstuhl
  • die Untersuchung in einem Magnetresonanztomographen (MRT)
  • der Aufenthalt im vollen Kaufhaus
  • der Aufenthalt in Verkehrsmitteln wie Flugzeug oder U-Bahn
  • der Aufenthalt in überfüllten Räumen, z.B. in der Disco oder im Kino

Eine Klaustrophobie zählt zu den spezifischen Phobien. Eine spezifische Phobie ist eine unangemessen starke Angst vor ganz bestimmten Objekten oder Situationen, so zum Beispiel vor Hunden, Blut, Spinnen – oder eben geschlossenen / engen Räumen, wie es bei der Klaustrophobie der Fall ist. Spezifische Phobien wie eine Klaustrophobie sind weit verbreitet.

Klaustrophobien können zudem auch im Rahmen einer Agoraphobie auftreten. Menschen mit Agoraphobie befürchten, an bestimmten Orten beziehungsweise in bestimmten Situationen während einer möglichen Panikattacke keine Fluchtmöglichkeit zu haben oder sie haben Angst, im Notfall keine Hilfe zu bekommen. Die Ängste treten beispielsweise in Menschenmengen, auf öffentlichen Plätzen oder auf Reisen auf – können jedoch auch enge Räume betreffen, sodass klaustrophobische Ängste auch zum Bild einer Agoraphobie zählen können.

Im Volksmund verwenden manche Menschen auch den Begriff Platzangst, wenn sie Klaustrophobie meinen. Diese Bezeichnung ist jedoch nicht korrekt – denn eine Klaustrophobie ist genau das Gegenteil von einer Platzangst, also der Angst vor weiten Plätzen. Vielmehr treten bei Klaustrophobikern Ängste auf, wenn sie sich in enge, geschlossene Räume begeben müssen, so zum Beispiel in einen Fahrstuhl. Somit könnte man eine Klaustrophobie eher als Raumangst bezeichnen.

Angst im Magnetresonanztomographen
Für Menschen mit Klaustrophobie gleicht eine Untersuchung in einem geschlossenen Magnetresonanztomographen (MRT) einem Albtraum: Minutenlang – oft sogar länger als eine halbe Stunde – müssen sie in der engen Röhre verharren. Viele Klaustrophobiker brechen die Untersuchung ab oder schaffen es nur mit Medikamenten, ihre Angst zu überwinden. Abhilfe kann ein offener Magnetresonanztomograph schaffen: Wissenschaftler haben herausgefunden, dass die meisten Betroffenen deutlich weniger Angst verspüren, wenn das Gerät seitlich offen ist. Daher fordern die Forscher, die Qualität der Geräte weiter zu verbessern und die halb offenen Geräte den geschlossenen vorzuziehen.

3. Ursachen

Eine Klaustrophobie kann verschiedene Ursachen haben. Manche Menschen entwickeln eher eine Klaustrophobie als andere. Dabei müssen mehrere Faktoren zusammenkommen. Welche Ursachen genau für eine Klaustrophobie infrage kommen, darüber gibt es je nach Ansatz unterschiedliche Lehrmeinungen. Insbesondere die lerntheoretische Sicht rückt bei der Suche nach den Ursachen einer Klaustrophobie in den Vordergrund.

Lerntheoretischer Ansatz

Vertreter des lerntheoretischen Ansatzes nehmen an, dass sich eine Phobie in einem Stufenprozess entwickelt – so auch die Klaustrophobie.

In einem ersten Schritt «erlernt» eine Person die Angst vor geschlossenen Räumen. Im weiteren Verlauf meidet er die Situationen, was wiederum die Angst weiter verstärkt.

Ein Beispiel: Ein Mann wohnt in einem Hochhaus und fährt täglich problemlos mit dem Fahrstuhl. Der Mann hatte in den letzten Monaten viel Stress und ist daher sehr angespannt und leicht aus der Fassung zu bringen. Eines Tages bleibt der voll besetzte Fahrstuhl zwischen zwei Etagen stecken und es dauert zwei Stunden, bis die Fahrgäste befreit werden. Während der Fahrstuhlpanne bricht der Mann plötzlich in Panik aus. Er befürchtet keine Luft zu bekommen, leidet unter Schweissausbrüchen und fängt an zu zittern. Er fühlt sich der Situation ausgeliefert will nur noch ins Freie. Wieder draussen fühlt er sich erleichtert und die Symptome klingen ab. Die plötzlichen Beschwerden kann er sich nicht erklären. Auch sieht er keinen Zusammenhang zum vorangegangenen Stress. Aufgrund dieser unerklärlichen Symptome ist er verunsichert und bekommt noch mehr Angst.
Am nächsten Tag befürchtet der Mann, der Fahrstuhl könne erneut steckenbleiben – und wählt fortan die Treppe. In Zukunft versucht er, Situationen, die mit Fahrstühlen zu tun haben, zu vermeiden. Der Mann hat gelernt, dass die Situation «Fahrstuhl fahren» mit Angst und subjektiver Bedrohung verbunden ist. Würde er sich der Situation erneut aussetzen, würde er die Angst vermutlich abbauen können. Da er sie aber meidet, hält er seine Angst nach wie vor aufrecht. Im weiteren Verlauf der Erkrankung kann sich die Angst auf ähnliche Situationen ausweiten, so zum Beispiel auf das Fahren in der U-Bahn.

Dieser Lerneffekt tritt jedoch nicht bei jedem Menschen auf – bei weitem nicht jeder, der schon in einem Fahrstuhl festgesteckt hat, leidet anschliessend an einer Klaustrophobie. Vielmehr müssen weitere Faktoren hinzutreten, damit tatsächlich eine Klaustrophobie entsteht. So ist es zum Beispiel wichtig, wie sehr eine Person auf Angstsymptome wie Schweissausbrüche und Zittern achtet und diese bewertet. Derartige Beschwerden kann sich der Betroffene nicht erklären. Er nimmt sie als potenzielle Gefahr war, was die körperlichen Angstsymptome weiter verstärkt – so dass die Angst noch stärker wird. Ein Teufelskreis ist entstanden. Durch die vielen Symptome, die allein durch die Angst entstehen, sieht sich der Klaustrophobiker darin bestätigt, dass ihm etwas zustossen wird.

Psychoanalytische Ansätze

In psychoanalytischen Theorien vertritt man die Ansicht, dass Menschen mit Phobien wie einer Klaustrophobie ihre inneren Konflikte nach aussen verlagern. Dieser Ansatz geht davon aus, dass der Phobiker nicht wirklich vor engen und geschlossenen Räumen Angst hat, sondern dass seine Furcht für eine unbewusste Fantasie steht, die symbolhaft mit engen Räumen in Verbindung steht. Die sichtbare Angst steht also eigentlich für eine innere Angst.

Neurobiologische Aspekte

Forscher, die sich mit den neurobiologischen Aspekten einer Angststörung wie der Klaustrophobie befassen, gehen davon aus, dass man nur dann eine Phobie entwickelt, wenn man dafür besonders anfällig ist. Demnach spielen nicht allein Umweltbedingungen eine Rolle, sondern auch eine individuelle Komponente, so zum Beispiel eine genetische Disposition (Veranlagung).

Wissenschaftler vermuten, dass das autonome Nervensystem von Angstpatienten von Geburt an besonders labil ist und leicht erregt wird, so dass die Personen besonders rasch Angst empfinden. Das autonome Nervensystem kontrolliert und reguliert die einzelnen Funktionen der inneren Organe, so zum Beispiel die Atmung. Zudem spielt die Balance verschiedener Botenstoffe im Hirn eine Rolle (z.B. Serotonin, Noradrenalin, Gamma-Aminobuttersäure), die bei Angstpatienten durcheinandergerät.

Darüber hinaus scheint das limbische System, ein bestimmter Teil des Gehirns, gegenüber dem von nicht-ängstlichen Personen Unterschiede aufzuweisen. Das limbische System ist wichtig für die Verarbeitung von Gefühlen.

4. Symptome

Eine Klaustrophobie erkennt man daran, dass der Betroffene ganz bestimmte Symptome zeigt. Menschen mit Klaustrophobie haben Angst in engen, geschlossenen Räumen wie zum Beispiel im Fahrstuhl oder in der U-Bahn. Manche Betroffene haben zum Beispiel nur im Fahrstuhl Angst, andere wiederum in allen engen Räumlichkeiten.

Während des Aufenthalts in einem engen, geschlossenen Raum zeigen Menschen mit Klaustrophobie häufig Symptome, die auch bei anderen Phobien auftreten. Hierzu zählen:

  • starke Angstgefühle bis hin zur Panik
  • Herzrasen, Herzklopfen
  • Schweissausbrüche
  • Engegefühl in der Brust
  • Zittern
  • Übelkeit
  • Gefühl, keine Luft zu bekommen
  • Harndrang, Stuhldrang
  • Gefühl, einer Ohnmacht nahe zu sein

Der Klaustrophobiker befürchtet, die Kontrolle zu verlieren. Er hat Angst, dass im Notfall kein Fluchtweg zur Verfügung steht (z.B. im geschlossenen Fahrstuhl oder in der U-Bahn). Der Betroffene glaubt, zu sterben, zu ersticken, ohnmächtig zu werden oder verrückt zu werden. Er möchte nur eins: der Situation so schnell wie möglich entfliehen.

Menschen mit Klaustrophobie wissen zwar, dass ihre Ängste unangemessen sind, können die Symptome aber dennoch nicht verhindern.

Aber auch ausserhalb der eigentlichen Situation können solche Symptome auftreten, so etwa beim alleinigen Gedanken daran, einen Fahrstuhl zu betreten oder beim Anblick eines Bildes von einem geschlossenen Raum.

Aus Angst vor der Situation beginnt der Klaustrophobiker, diese zu meiden. So wählt er beispielsweise künftig die Treppe statt den Fahrstuhl oder er schiebt eine anstehende MRT-Untersuchung vor sich her, weil er Angst vor der Enge im Untersuchungsgerät hat. Im weiteren Verlauf können immer mehr Situationen von diesem Vermeidungsverhalten betroffen sein, so dass der Alltag des Betroffenen stark eingeschränkt sein kann.

Typisch für eine Phobie ist das Vermeidungsverhalten.

5. Diagnose

Um bei Verdacht auf Klaustrophobie die Diagnose zu sichern, fragt der Arzt oder Psychologe zunächst nach den Beschwerden. Zudem wird er wissen wollen, wann die Symptome auftreten und ob die Angst an bestimmte Situationen oder Objekte gebunden ist, so zum Beispiel an Fahrstuhlfahren.

Wichtig ist auch zu wissen, wie stark die Symptome sind und für wie lange sie anhalten. Mithilfe dieser Informationen kann der Experte herausfinden, ob eine reine Klaustrophobie vorliegt oder ob eine andere Erkrankung die Ursache ist, zum Beispiel eine Agoraphobie.

Ein Hilfsmittel für die Diagnose einer Klaustrophobie kann ein sogenanntes Angsttagebuch sein. Es gibt dem Therapeuten genaueren Aufschluss über den Patienten und seine Beschwerden und kann dem Experten erleichtern, den Behandlungsablauf besser zu planen.

6. Therapie

Viele Menschen, die von Klaustrophobie betroffen sind, befinden sich nicht in Therapie. Manchmal ist die Klaustrophobie nur leicht ausgeprägt oder aber der Betroffene kann die angstmachende Situation leicht umgehen, so dass sein Alltag nicht beeinträchtigt ist.

Fühlt sich ein Klaustrophobiker durch seine Angst jedoch sehr belastet oder ist er in seinem Alltag stark eingeschränkt, sollte er über eine Therapie nachdenken.

Verhaltenstherapie

Eine vielversprechende Therapie der Klaustrophobie ist die Verhaltenstherapie. Zu Beginn der Behandlung erklärt der Therapeut dem Phobiker, wie seine Erkrankung aus lerntheoretischer Sicht entstanden ist. Es gibt verschiedene Methoden, die in der Verhaltenstherapie zum Einsatz kommen.

Die systematische Desensibilisierung zielt darauf ab, die Angst Schritt für Schritt in einer entspannten Umgebung abzubauen. Die Hierarchie bestimmt der Patient gemeinsam mit dem Therapeuten. Anschliessend entspannt sich der Betroffene und stellt sich die Situation vor, die ihm am wenigsten Angst macht. Schritt für Schritt kommen während in der Therapie immer mehr Situation hinzu, zunächst in Gedanken, später in der Realität.

Im Expositionsverfahren konfrontiert der Therapeut den Betroffenen gezielt mit der angstmachenden Situation. So setzt sich der Patient beispielsweise gezielt der Situation «Fahrstuhlfahren» aus – so lange, bis die Angst deutlich nachlässt und er erkennt, dass er keine Angst haben muss. Ob er den Fahrstuhl zunächst nur ansieht oder sogar darin fährt, hängt dabei vom Behandlungsfortschritt und von der Intensität der Angst ab.

In der kognitiven Verhaltenstherapie vermittelt der Psychologie dem Betroffenen, welche Denkmuster dazu führen, dass die Angst aufrechterhalten wird. Ziel ist es, diese Denkmuster während der Therapie gezielt zu verändern.

Weitere Therapiemöglichkeiten

Manchen Menschen mit Klaustrophobie hilft es, eine Entspannungstechnik zu erlernen. Gezielte Entspannung kann dazu beitragen, auch in einer angstmachenden Situation ruhig zu bleiben und insgesamt gelassener zu werden – allerdings bedarf es etwas Geduld und Übung.

In Selbsthilfegruppen für Menschen mit Angststörungen können Betroffene offen und ohne Scham über ihr Problem sprechen. Unter Gleichgesinnten tauschen sich aus unterstützen sich gegenseitig.

Bei sehr grosser Angst kann der Arzt Medikamente verschreiben. Sogenannte Benzodiazepine haben eine beruhigende Wirkung, dürfen allerdings nur kurzfristig zum Einsatz kommen, da sie abhängig machen können. Insbesondere wenn die Klaustrophobie im Rahmen einer anderen Erkrankung wie zum Beispiel der Agoraphobie auftritt, können auch Antidepressiva verschrieben werden.

Eine weitere Therapiemöglichkeit ist, in einer Psychotherapie herauszufinden, welcher innere Konflikt der Angst zugrunde liegt. Der Betroffene soll lernen, seine Ängste besser zu bewältigen und ein möglicherweise ungelöstes Problem zu bewältigen beziehungsweise mit ihm besser umgehen zu können.

7. Verlauf

Bei einer Klaustrophobie kann der Verlauf unterschiedlich aussehen. Viele Menschen mit einer Klaustrophobie können die angstmachende Situation meiden und fühlen sich in ihrem Alltag nicht eingeschränkt. Während bei einigen Betroffenen die Phobie von selbst abklingt, bedürfen andere einer Behandlung.

Aus Angst vor der Situation beginnt der Klaustrophobiker, diese zu meiden. Im weiteren Verlauf kann sich die Angst ausweiten und an Intensität zunehmen. Sogar der Aufenthalt auf einer öffentlichen Toilette kann zur Angstfalle werden, denn die geschlossene Tür könnte klemmen – so die Befürchtung des Phobikers. In der Folge kann auch das soziale Leben darunter leiden, so dass der Betroffene an Lebensqualität verliert. Manche Phobiker greifen zu Medikamenten oder Alkohol, um angstmachende Situationen aushalten zu können, laufen jedoch Gefahr, abhängig zu werden. Daher ist es wichtig, rechtzeitig Hilfe zu holen, wenn man das Gefühl hat, dem Problem nicht mehr gewachsen zu sein.

Die Prognose bei der Behandlung einer Klaustrophobie ist meist günstig. Je früher die Therapie einsetzt, desto besser!

8. Vorbeugen

Einer Klaustrophobie können Sie nicht direkt vorbeugen. Wenn Sie jedoch merken, dass Sie zunehmend Angst vor dem Aufenthalt in geschlossenen, engen Räumen wie zum Beispiel einem Fahrstuhl, einer U-Bahn oder einem vollen Kinosaal haben, sollten Sie rechtzeitig professionelle Hilfe holen. Denn: Je früher eine Klaustrophobie behandelt wird, desto grösser ist die Chance, die Erkrankung rasch wieder in den Griff zu bekommen!

Eine Angststörung wie die Klaustrophobie ist nichts, wofür man sich schämen müsste. Je länger Sie warten, desto mehr müssen Sie sich überwinden, um die Ängste zu bewältigen. Daher gilt: Lieber rechtzeitig zum Arzt, anstatt unnötig zu leiden!