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  4. Kopf-Hals-Tumor (Tumor im Kopf-Hals-Bereich)

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1. Überblick

Ein Kopf-Hals-Tumor ist eine bösartige (maligne) Erkrankung, die sich im Mund-Nasen-Rachen-Raum sowie im Hals entwickeln kann. Als mögliche Ursachen für Kopf-Hals-Tumoren gelten unter anderem übermässiger Konsum von Tabak und Alkohol.

Am häufigsten bilden sich Kopf-Hals-Tumoren im Bereich von Mundhöhle, Kehlkopf und Rachen.

Welche Beschwerden von einem Kopf-Hals-Tumor ausgehen, hängt von den jeweils betroffenen Bereichen und der Grösse des Tumors ab: Während Tumoren in der Mundhöhle typischerweise mit einem Fremdkörpergefühl verbunden sind, bilden bei Rachenkrebs Schluckbeschwerden und bei Kehlkopfkrebs eher Heiserkeit die zunächst auffälligsten Symptome.

Die Diagnose erfolgt bei einem Kopf-Hals-Tumor meist anhand einer Gewebeprobe. Um die geeignete Therapie festlegen zu können, ist es ausserdem erforderlich, die Grösse und Ausdehnung des Tumors genau zu bestimmen. Entscheidend für die Wahl des Verfahrens ist auch, ob sich bereits Tochtergeschwulste (Metastasen) gebildet haben. Die Behandlung zielt darauf ab, die wichtigsten Organfunktionen im Kopf-Hals-Bereich nach Möglichkeit zu erhalten, um die Lebensqualität der Betroffenen so wenig wie möglich einzuschränken. Bei den meisten Kopf-Hals-Tumoren sind eine Operation und eine Strahlentherapie empfehlenswert. Das Ausmass der Operation richtet sich nach der Lage des Tumors und dem Stadium der Krebserkrankung. In selteneren Fällen erfolgt eine Bestrahlung auch ohne vorangegangene Operation. Als ergänzende Massnahmen stehen auch die Chemotherapie und die Immuntherapie zur Verfügung.

Die Aussicht auf Heilung ist umso besser, je frühzeitiger es gelingt, den Kopf-Hals-Tumor zu diagnostizieren. Wer Kopf-Hals-Tumoren vorbeugen möchte, verzichtet am bestem aufs Rauchen, schränkt den Alkoholkonsum ein und achtet auf eine sorgfältige Mundhygiene.

2. Definition

Der Begriff Kopf-Hals-Tumor bezeichnet per Definition eine Vielzahl von Krebserkrankungen, die im Bereich von Kopf und Hals auftreten können.

Je nachdem, von welcher Art Gewebe ein Kopf-Hals-Tumor ursprünglich ausging, unterscheidet man dabei:

  • Karzinome, die sich aus der Schleimhaut entwickeln (die meisten dieser Kopf-Hals-Tumoren sind sogenannte Plattenepithelkarzinome),
  • Lymphome, die ihren Ursprung im lymphatischen Gewebe haben (die häufigsten Lymphome sind Non-Hodgkin-Lymphome), und
  • Sarkome, die sich vom Binde- und Stützgewebe ableiten.

Im Einzelnen kann ein Kopf-Hals-Tumor folgende Bereiche betreffen:

  • Mund:
    • Lippe
    • Zunge
    • Mundboden
    • Mundhöhle
    • Zahnfleisch
    • Gaumen
    • Speicheldrüsen
  • Rachen
  • Kehlkopf
  • Nase und Nasennebenhöhle

Häufigkeit

Der Kopf-Hals-Tumor tritt überwiegend nach dem 60. Lebensjahr auf. Die Häufigkeit von Kopf-Hals-Tumoren bei jüngeren Menschen steigt jedoch, wofür man unter anderem den schon frühen Konsum von Nikotin und Alkohol verantwortlich macht. In manchen Gegenden der Welt sind Tumoren im Bereich von Kopf und Hals aufgrund verbreiteter Gewohnheiten, die zu den Risikofaktoren für Krebs im Kopf-Hals-Bereich zählen (z.B. Kauen von Kautabak oder Betelnuss), besonders häufig.

3. Ursachen

Einem Kopf-Hals-Tumor können sehr unterschiedliche Ursachen zugrunde liegen – je nachdem, um welchen Tumortyp es sich handelt. Nicht bei jedem Tumor im Kopf-Hals-Bereich sind die Entstehungsursachen im Einzelnen geklärt.

Relativ eindeutig ist der Zusammenhang zwischen der Entstehung von Kopf-Hals-Tumoren sowie dem Konsum von Alkohol und Tabak. Eine mangelhafte Mundhygiene begünstigt einen Kopf-Hals-Tumor zusätzlich. Auch Ernährungsfaktoren und Umwelteinflüsse kommen als mögliche Ursachen für Krebserkrankungen im Kopf-Hals-Bereich infrage.

Dass beispielsweise der Kopf-Hals-Tumor im Bereich des Kehlkopfs (Kehlkopfkrebs bzw. Larynxkarzinom) seine Ursachen vor allem im Rauchen hat, zeigt sich dadurch, dass diese Krebsart bei Nichtrauchern nur sehr selten vorkommt. Andere Arten des Tabakkonsums begünstigen eher andere Formen von Kopf-Hals-Tumor:

  • Während Zigarren- und Zigarettenrauchen die Entstehung von Kehlkopfkrebs und Rachenkrebs fördern,
  • erhöht das Kauen von Tabak das Risiko für Krebserkrankungen der Wangenschleimhaut und des Zahnfleischs
  • und entwickeln Pfeifenraucher eher einen Lippen- und Zungentumor.

Auch erblich bedingte Faktoren können an der Entstehung von Kopf-Hals-Tumoren beteiligt sein. So sind beispielsweise bei bestimmten Lymphomen (sog. B-Zell-Lymphome), die im Kopf-Hals-Bereich auftreten können, bestimmte Veränderungen im Erbgut typisch. Als weitere mögliche Ursachen für einen Kopf-Hals-Tumor kommen auch bestimmte Virusinfektionen und Immundefekte infrage, wie bei HIV-Infektionen. So findet sich beispielsweise beim Burkitt-Lymphom, einem sehr bösartigen Non-Hodgkin-Lymphom, häufig das Epstein-Barr-Virus. Und bei einem Plattenepithelkarzinom der Zunge oder Mundhöhle kann es gelingen, das humane Papilloma-Virus (HPV) beziehungsweise seine DNA nachzuweisen.

4. Symptome

Die von einem Kopf-Hals-Tumor ausgelösten Symptome hängen von den jeweils betroffenen Strukturen ab:

Ein Kopf-Hals-Tumor im Mundbereich führt häufig zu Veränderungen an der Schleimhaut: Mögliche Symptome sind Schwellungen, Verfärbungen oder hartnäckige Geschwüre. Typisches Anzeichen für Tumoren in der Mundhöhle ist ein Fremdkörpergefühl. Mit zunehmender Grösse kann der Tumor – je nachdem, wo er sich befindet – ausserdem die Zunge in ihrer Beweglichkeit einschränken und Schluckbeschwerden verursachen. Bei Speicheldrüsentumoren ist eine mit Schmerzen verbundene Schwellung häufig.

Bei Rachenkrebs sind Schluckbeschwerden die im Vordergrund stehenden Symptome. Ein Kopf-Hals-Tumor im Kehlkopfbereich hingegen kann durch länger anhaltende Heiserkeit auffallen. Ausserdem können bei Kehlkopfkrebs folgende Symptome auftreten: Kratzen im Hals, Fremdkörpergefühl, Halsschmerzen, Schluckstörungen, ständiges Husten und Atembeschwerden.

Wenn sich bei einem Kopf-Hals-Tumor bereits Lymphknotenmetastasen im Kopf-Hals-Bereich gebildet haben, können weitere Symptome hinzukommen: Dann sind diese Metastasen möglicherweise als derbe, wenig schmerzhafte Schwellungen zu tasten.

5. Diagnose

Bei Verdacht auf einen Kopf-Hals-Tumor stehen am Anfang der Diagnose eine ausführliche Befragung zu den Beschwerden und eine gründliche körperliche Untersuchung.

Viele Kopf-Hals-Tumoren kann man schon mit blossem Auge erkennen. Bei anderen gelingt es erst durch eine Spiegelung (Endoskopie) beim Hals-Nasen-Ohren-Arzt, sie zu entdecken. Um die Diagnose zu sichern, ist eine Gewebeprobe aus dem Kopf-Hals-Tumor mit anschliessender feingeweblicher (histologischer) Untersuchung (Biopsie) erforderlich.

Um festlegen zu können, welches Therapieverfahren gegen den Kopf-Hals-Tumor am besten geeignet ist, muss der Arzt die Grösse und Ausdehnung des Tumors genau bestimmen. Entscheidend für die Behandlung ist auch, ob sich bereits Tochtergeschwulste (Metastasen) gebildet haben: Kopf-Hals-Tumoren streuen zunächst vor allem über die Lymphwege in die Halslymphknoten. Fernmetastasen in andere Organe sind hingegen selten.

Um zu bestimmen, wie weit sich der Kopf-Hals-Tumor ausgedehnt hat, sind bildgebende Verfahren wie die Computertomographie (CT) oder die Magnetresonanztomographie (MRT) geeignet. Die Halslymphknoten kann der Arzt bei diesen Untersuchungen ebenfalls zuverlässig beurteilen. Sie sind aber auch je nach Lage mit Ultraschall gut erkennbar. Um bei der Diagnose Metastasen in der Lunge ausschliessen zu können, kommt eine Röntgenuntersuchung zum Einsatz. Möglicherweise sind, je nach Art des jeweiligen Kopf-Hals-Tumors, weitere diagnostische Verfahren notwendig.

6. Therapie

Bei einem Kopf-Hals-Tumor hängt die Therapie vor allem davon ab, welche Tumorart vorliegt, wie gross er ist und wie weit er sich ausgebreitet hat. Ausserdem spielt Ihr Gesundheitszustand bei der Wahl der Behandlung eine Rolle. Im Vordergrund der Therapie stehen operative Verfahren, die Laserchirurgie und weitere kombinierte Verfahren mit Laser sowie die Strahlen- und Chemotherapie. Ziel ist es, die wichtigsten Organfunktionen im Kopf-Hals-Bereich zu erhalten, um Ihre Lebensqualität so wenig wie möglich einzuschränken.

Operation

Wenn der Kopf-Hals-Tumor noch nicht zu weit fortgeschritten ist, zielt die Therapie grundsätzlich darauf ab, die Krebserkrankung durch eine Operation zu heilen. Das Ausmass der Operation richtet sich nach der Lage des Kopf-Hals-Tumors und dem jeweiligen Tumorstadium. Tumoroperationen im Kopf-Hals-Bereich stellen hohe Anforderungen an den Operateur und erfolgen am besten nur in spezialisierten Zentren.

Wenn der Kopf-Hals-Tumor gestreut hat, besteht die operative Therapie darin, den Tumor und die Halslymphknoten zu entfernen. Beim gängigen Verfahren entfernt der Operateur die Strukturen im Hals in unterschiedlichem Ausmass. Diese Operation bezeichnet man als Neck Dissection. Bei der radikalen Neck Dissection nimmt der Operateur neben allen Lymphknoten eine Vene und einen Nerv, die am Hals verlaufen, sowie einen Muskel heraus. Bei der abgewandelten radikalen Neck Dissection ist es üblich, alle Halslymphknoten zu entfernen, aber mindestens ein oder mehrere nicht-lymphatische Strukturen zu erhalten.

Die selektive Neck Dissection besteht darin, nur bestimmte Lymphknotengruppen auszuräumen und nicht-lymphatische Strukturen bei der Operation möglichst zu erhalten. Bei der erweiterten radikalen Neck Dissection ist der chirurgische Eingriff auf zusätzliche Lymphknotengruppen oder andere Gewebe ausgedehnt.

Wenn die Operation als alleinige Therapie gegen den Kopf-Hals-Tumor keinen ausreichenden Erfolg verspricht, ist es möglich, sie durch eine Strahlenbehandlung oder eine kombinierte Strahlen-Chemotherapie zu ergänzen (sog. adjuvante Therapie).

Lasertherapien

Bei einem Kopf-Hals-Tumor kann zur Therapie auch ein Laser zum Einsatz kommen. Es stehen verschiedene Lasertherapien zur Verfügung:

  • Die endoskopische Laserchirurgie von Kopf-Hals-Tumoren kann mit einem Kohlendioxid-Laser (CO2-Laser) erfolgen. Dieser Laser dringt nicht sehr tief in das Gewebe ein, so dass er sich besonders zur Behandlung von Tumoren der Schleimhäute eignet. Voraussetzung ist, dass sich der Kopf-Hals-Tumor mit dem Endoskop gut einstellen lässt. Gut lasern kann man oberhalb der Stimmritze liegende (supraglottische) Kehlkopftumoren, Karzinome der Stimmlippen und Tumoren des Rachens. Hier gilt allerdings, dass die Zellschäden nur oberflächlich sein dürfen, da dieser Laser keine Tiefenwirkung besitzt.
  • Für die Laser-Thermotherapie verwendet man einen Laser mit infraroter Wellenlänge, der eine Eindringtiefe von bis zu zehn Millimetern in das Gewebe hat. Diese Therapie zielt darauf ab, den Kopf-Hals-Tumor durch die entstehende Hitze einzuschmelzen und somit sein Volumen zu verringern.
  • Die photodynamische Lasertherapie besteht darin, eine Substanz (sog. Photosensibilisator) zu verabreichen, die sich vermehrt im Tumorgewebe ablagert und es auf diese Weise lichtempfindlich macht, und den Tumor anschliessend mit Laserlicht zu bestrahlen. Der Photosensibilisator setzt unter dieser Lichteinwirkung Reaktionen in Gang, die Zellen und Gefässe zerstören. Behandeln kann man so Schleimhäute von Mundhöhle, Rachen und Kehlkopf und Plattenepithelkarzinome in Anfangsstadien.

Strahlentherapie

Bei einem Kopf-Hals-Tumor kann – zusätzlich zur operativen Therapie, ohne vorangegangene Operation oder auch in Kombination mit einer Chemotherapie – eine Strahlentherapie erfolgen. Welche Vorgehensweise die richtige ist, hängt von vielen Faktoren ab: Zu berücksichtigen sind Art, Grösse und Lage des Tumors, eventuell vorhandene Tochtergeschwulste (Metastasen), Schädigungen an benachbarten Strukturen und besonders die Frage, ob es möglich ist, die wichtigsten Organfunktionen zu erhalten. Auch Ihr Allgemeinzustand und Begleiterkrankungen sind entscheidend für die Wahl der Behandlungsmassnahmen.

Erfolgt bei einem Kopf-Hals-Tumor eine operative Therapie, kommt danach eine Strahlentherapie infrage, wenn:

 

  • es dem Operateur nicht gelingt, das gesamte Tumorgewebe zu entfernen,
  • die Sicherheitsränder um den Kopf-Hals-Tumor herum sehr knapp waren oder
  • der Kopf-Hals-Tumor bereits Tochtergeschwulste in Lymphknoten oder anderen Organen gebildet hat.

Wenn eine Operation zur Therapie nicht infrage kommt, ist es möglich, den Kopf-Hals-Tumor mit einer Kombination aus (entweder gleichzeitig oder nacheinander eingesetzter) Strahlentherapie und Chemotherapie oder Antikörpertherapie zu behandeln.

Abhängig von der Lage des Kopf-Hals-Tumors stehen zur Therapie verschiedene Bestrahlungstechniken zur Verfügung. Das geeignete Schema der Strahlentherapie, die richtige Bestrahlungsdosis und die Behandlungsdauer hängen ausserdem davon ab, welche Art von Kopf-Hals-Tumor Sie haben. Bei bereits fortgeschrittenen Kopf-Hals-Tumoren hat sich eine komplexe Behandlung aus Strahlentherapie, Chemotherapie und zielgerichteter Therapie mit Antikörpern als besonders wirksam erwiesen.

Chemotherapie

Wenn bei einem Kopf-Hals-Tumor eine Operation nicht zur Therapie geeignet ist oder die Krebserkrankung schon weit fortgeschritten ist, kann eine Chemotherapie zum Einsatz kommen – meist als sogenannte Radiochemotherapie zusammen mit einer Bestrahlung. In seltenen Fällen setzen Ärzte die Kombination aus Chemo- und Strahlentherapie auch vor einer geplanten Operation ein, um die Heilungschancen zu erhöhen. Der alleinige Einsatz von Chemotherapeutika kommt bei Fernmetastasen oder bei erneut aufgetretenen Kopf-Hals-Tumoren infrage.

Man unterscheidet bei der Chemotherapie eine Mono- (Gabe einer Substanz) von einer Polychemotherapie (Zusammenwirken mehrerer Substanzen). Welche Therapie für Sie am besten geeignet ist, hängt von Ihrem Alter, Ihrem Allgemeinzustand und begleitenden Erkrankungen ab. Weil die gegen den gegen den Kopf-Hals-Tumor eingesetzten Mittel (sog. Zytostatika) nicht nur bösartig entartetes, sondern auch gesundes Gewebe schädigen, kann jedes Organ mehr oder weniger in Mitleidenschaft gezogen sein. Die möglichen Nebenwirkungen der Behandlung machen es deshalb erforderlich, Nutzen und Risiken individuell abzuwägen.

Immuntherapie

Bei einem Kopf-Hals-Tumor können auch Antikörper einen Beitrag zur Therapie leisten. Für diese sogenannte Immuntherapie von Kopf-Hals-Tumoren steht der Wirkstoff Cetuximab als Ergänzung zur Strahlen- oder Chemotherapie zur Verfügung: Dieser Antikörper wirkt gezielt gegen den Krebs, indem er die an den Tumorzellen meist zahlreichen Bindungsstellen für einen bestimmten Wachstumsfaktor blockiert, der – wenn er an diesen Stellen andockt – das Zellwachstum anregt. Damit unterscheidet sich Cetuximab in seiner Wirkungsweise deutlich von den zur Chemotherapie eingesetzten Medikamenten, die als Zellgift wirken und so entartetes und gesundes Gewebe gleichermassen schädigen.

Die Immuntherapie hemmt nicht nur das Wachstum der Tumorzellen, sondern sorgt auch dafür, dass die gegen den Kopf-Hals-Tumor eingesetzte Strahlen- und Chemotherapie besser wirkt. So verspricht der zusätzliche Einsatz von Cetuximab grössere Erfolge als die alleinige Therapie von Kopf-Hals-Tumoren durch Bestrahlung und Chemotherapeutika.

7. Verlauf

Prognose

Bei einem Kopf-Hals-Tumor hängt der Verlauf in hohem Mass vom Zeitpunkt der Diagnose ab, wobei die Prognose nach Art und dem Ausmass des jeweiligen Tumors beträchtlich schwankt. Die besten Heilungsaussichten haben kleine Kopf-Hals-Tumoren ohne Lymphknotenmetastasen.

Komplikationen

Ein Kopf-Hals-Tumor kann je nach Lage im weiteren Verlauf zu unterschiedlichen Komplikationen führen. So können sich durch Kopf-Hals-Tumoren zum einen Kaufunktions- und Schluckstörungen und folglich Probleme beim Essen ergeben, welche die Lebensqualität der Betroffenen erheblich einschränken können. Mögliche schwerwiegende Komplikationen bei Tumoren im Kopf-Hals-Bereich sind Sprechbehinderungen und eine eingeschränkte Atmung, die erkrankungs- oder auch behandlungsbedingt auftreten.

Vorbeugen

Einem Kopf-Hals-Tumor können Sie vorbeugen, indem Sie die bekannten Risikofaktoren vermeiden. Dazu gehört, dass Sie auf das Rauchen sowie auf andere Formen von Tabakkonsum verzichten, Ihren Alkoholkonsum einschränken und auf eine sorgfältige Mundhygiene achten. Dass der Verzicht aufs Rauchen eine sinnvolle vorbeugende Massnahme ist, zeigt sich beispielsweise darin, dass Kehlkopfkrebs zwar der häufigste Krebstyp im Kopf-Hals-Bereich ist, er bei Nichtrauchern aber kaum vorkommt. Vor allem bei hohem Tabak- oder Alkoholkonsum sind regelmässige Vorsorgeuntersuchungen bei einem Hals-Nasen-Ohren-Arzt empfehlenswert.

8. Nachsorge

Nach Abschluss der gegen einen Kopf-Hals-Tumor eingesetzten Behandlung ist eine Nachsorge sehr wichtig. Sie besteht vor allem aus regelmässigen Untersuchungen des gesamten Kopf-Hals-Bereichs, um einen Rückfall frühzeitig zu erkennen und behandeln zu können. Diese Kontrollen finden am besten in möglichst zeitlich kurzen Abständen statt.