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1. Überblick

Ein Lipom ist eine gutartige Neubildung des Unterhautfettgewebes. Lipome bezeichnet man daher auch als Fettgewebsgeschwulste. Sie treten in Form von weichen oder prallelastischen Knoten an Armen, Oberschenkeln oder in der Bauchmitte auf.

Ein Lipom verursacht meist keine Beschwerden. Eine operative Entfernung ist daher in der Regel nur aus kosmetischen und nicht aus medizinischen Gründen notwendig. In äusserst seltenen Fällen kann eine Fettgewebsgeschwulst bösartig sein (Liposarkom). In diesem Fall zeigt der Knoten ein schnelles Wachstum, verursacht Druckschmerzen und lässt sich nicht verschieben. Zur Sicherung der Diagnose ist in diesen Fällen eine Probenentnahme (Biopsie) und nachfolgende feingewebliche Untersuchung notwendig.

Am häufigsten tritt das Lipom im Alter von 20 bis 25 Jahren auf. Lipome wachsen dann sehr langsam und werden über die Jahre zahlreicher. Treten viele Lipome nebeneinander auf, spricht man von einer Lipomatose.

2. Definition

Unter einem Lipom versteht man laut Definition weiche oder prallelastische Knoten, die unter der Haut liegen. Die darüberliegende Haut ist intakt und unauffällig. Die Grösse der Knoten ist variabel und kann von Linsengrösse bis zu Handtellergrösse schwanken.

Unter dem Mikroskop betrachtet lässt sich bei einem Lipom eine gutartige Wucherung der Fettzellen im Unterhautfettgewebe erkennen. Die Fettgeschwulste sind dabei von einer dünnen Membran aus Bindegewebe umgeben.

In äusserst seltenen Fällen kann eine Geschwulst aus Fettgewebe bösartig sein (Liposarkom).

Am häufigsten treten Lipome im Alter von 20 bis 25 Jahren auf, wachsen dann sehr langsam und werden über die Jahre zahlreicher. Treten viele Lipome nebeneinander auf, spricht man von einer Lipomatose.

3. Ursachen

Beim Lipom sind die genauen Ursachen unbekannt. Es ist also wie bei den meisten Tumoren unklar, welche Faktoren bei der Entstehung eine Rolle spielen. Man vermutet jedoch, dass die Veranlagung für Lipome vererbbar ist und die Ursachen in den Genen liegen.

4. Symptome

Ein Lipom verursacht nur selten Beschwerden oder deutliche Symptome. Oft entdecken Betroffene erst dann ein Lipom, wenn die Wucherungen als Knoten sicht- und tastbar sind oder wenn ein Lipom bei ungünstiger Lage, etwa in der Nähe von Nerven, Symptome wie Schmerzen hervorrufen. Ob ein Lipom gutartig ist, zeigt sich dadurch, inwieweit es verschiebbar ist. Gutartige Lipome sind Knötchen, die unter der Haut leicht hin und her geschoben werden können.

5. Diagnose

Um ein Lipom sicher zu erkennen und die richtige Diagnose stellen zu können, empfiehlt sich der Besuch eines Hautarztes. Lipome lassen sich, wenn sie nicht gerade besonders auffällig sind, schwer ertasten: Zwar grenzen sich Lipome fühlbar glatt gegen die Umgebung ab, jedoch ähneln sie von der Konsistenz her dem restlichen Fettgewebe. Lipom und Fettgewebe sind somit schwer voneinander zu unterscheiden. Der Arzt punktiert das Lipom, um die endgültige Diagnose zu stellen. Mit einer Ultraschalluntersuchung (Sonographie) vermisst er ausserdem die Grösse des Lipoms.

6. Therapie

Bei einem Lipom ist nur selten eine Therapie notwendig – Lipome sind gutartige Tumoren, die sehr selten entarten. In der Regel erfolgt eine Therapie eher aus kosmetischen als aus medizinischen Gründen. Ein Lipom lässt sich meist problemlos operativ entfernen.

Da jedoch auch bösartige Veränderungen der Haut ein ähnliches Aussehen haben wie ein Lipom, empfiehlt es sich, generell zur Beurteilung von Hautknoten einen Hautarzt aufzusuchen.

Treten Schmerzen auf oder bestehen Zweifel über die Gutartigkeit des Lipoms, ist es notwendig, die Veränderung operativ zu entfernen und durch anschliessende mikroskopische und zytologische Diagnostik genauer abzuklären. Doch auch wenn das Lipom entfernt ist, kann es nach operativer Therapie später an der gleichen Stelle wieder auftreten (Rezidiv).

7. Verlauf

Ein Lipom hat – da der Hautknoten meist gutartig ist– in der Regel einen guten Verlauf. Die Fettgeschwulste verursachen nur selten Symptome. Wenn jedoch Beschwerden auftreten oder Lipome kosmetisch stören, empfiehlt sich eine Operation. Nach der operativen Entfernung eines Lipoms können in seltenen Fällen Komplikationen wie Infektionen oder Störungen der Wundheilung auftreten. Häufig bildet sich das Lipom an der gleichen Stelle erneut aus (Rezidiv).

8. Vorbeugen

Einem Lipom lässt sich nicht vorbeugen. Da die Ursachen von Lipomen nach heutigem Stand nicht gesichert sind und man von einer genetischen Veranlagung ausgeht, sind keine vorbeugenden Massnahmen bekannt. Auch die Entfernung eines Lipoms kann nicht verhindern, dass neue Geschwulste entstehen.