1. Home
  2. Gesundheit
  3. Krankheit
  4. Lippenherpes (Herpes labialis)

Von

1. Überblick

Lippenherpes (Herpes labialis) ist die bekannteste Form von Herpes. Die Infektion entsteht durch bestimmte Herpes-simplex-Viren. Durch diese Herpesviren ausgelöste Infektionen zählen weltweit zu den häufigsten Infektionskrankheiten der Haut.

Herpes-simplex-Viren sind weltweit verbreitet. Es sind acht verschiedene Typen bekannt. Für den Lippenherpes ist vorwiegend das Herpes-simplex-Virus vom Typ 1 (HSV-1) verantwortlich. Etwa 85 Prozent der Weltbevölkerung sind mit Herpes simplex Typ 1 infiziert und bekommen Lippenherpes. In den meisten Fällen erfolgt die Infektion mit HSV-1 bereits im Kindesalter durch eine Mutter-zu-Kind-Übertragung. Die Viren verbleiben lebenslang im Körper (persistieren), so dass es wiederholt zum Herpes-labialis-Ausbruch kommen kann.

Normalerweise hält das Immunsystem die Herpesviren in Schach. Doch sobald das Immunsystem der Betroffenen geschwächt ist, reaktiviert sich die Virus-DNA – und in den infizierten Zellen entstehen zahlreiche neue Viren. Es kommt zu einer Zweitinfektion (Sekundärinfektion), die sich im sichtbaren Lippenherpes zeigt.

Bestimmte Faktoren können bewirken, dass Lippenherpes ausbricht. Dazu gehören zum Beispiel Hautreizungen, Verbrennungen, Sonnenbrand, Stress oder Hormonschwankungen wie während der Menstruation oder einer Schwangerschaft. Auch eine Ansteckung anderer Menschen ist möglich.

Die von Lippenherpes betroffene Haut spannt, ist gereizt und juckt. Nachfolgend entstehen die für Herpes labialis typischen entzündeten, oft schmerzhaften Bläschen mit eitrigen, verkrusteten Belägen im Lippenbereich.

Für gewöhnlich sind die mit Lippenherpes verbundenen Beschwerden gut zu behandeln. In der Regel erfolgt die Behandlung in Form von Salben. Selten kommt es zu Komplikationen wie einer Augenbeteiligung mit Hornhautentzündung. Bei Säuglingen ist eine Infektion mit dem Herpes-labialis-Erreger allerdings meist schwerwiegender: Es kann zu einer Herpes-Infektion an Haut, Mund und Augen, einer generalisierten Infektion mit Infektionsherden in verschiedenen Organen (z.B. Lunge, Gehirn, Leber, Nieren) oder zu einer isolierten Gehirnentzündung (Enzephalitis) kommen. Daher ist es bei Lippenherpes in der Schwangerschaft und bei Säuglingen besonders wichtig, einer Ansteckung vorzubeugen.

2. Definition

Lippenherpes (Herpes labialis) ist eine durch bestimmte Herpesviren ausgelöste Virusinfektion.

Der Begriff Herpes findet sich in der Bezeichnung verschiedener Erkrankungen: Neben Herpes labialis für Lippenherpes zum Beispiel in Herpes genitalis (für Genitalherpes) und Herpes zoster (für Gürtelrose). Für die Entstehung dieser Erkrankungen sind verschiedene Herpesviren verantwortlich. Ein Vertreter dieser Herpesviren ist das Herpes-simplex-Virus (HSV), auch humanes Herpesvirus (HHV) genannt.

Nur Infektionen mit Herpes-simplex-Viren – wie Lippenherpes oder Herpes labialis – bezeichnet man umgangssprachlich häufig kurz als Herpes. Vom Herpes-simplex-Virus gibt es acht Typen. Das Herpes-simplex-Virus vom Typ 1 (HSV-1) kann folgende Herpesformen verursachen:

  • Herpes (simplex) labialis: Lippenherpes (anteilig auch durch HSV-2)
  • Herpes (simplex) nasalis: Herpes im Nasenbereich
  • Herpes (simplex) genitalis: Herpes des Genitalbereichs (70 bis 80 Prozent durch Herpes-simplex-Virus Typ 2, 20 bis 30 Prozent durch HSV-1)
  • Herpes simplex perianalis/glutealis: Herpes im Anal- und Gesässbereich
  • Keratoconjunctivitis herpetica: Herpes der Augenbindehaut
  • Stomatitis herpetica: Herpes der Mundschleimhaut
  • Herpes simplex facialis/buccalis: Herpes im Gesicht beziehungsweise an den Wangen

Häufigkeit

Die Infektion mit den unter anderem für Lippenherpes (Herpes labialis) verantwortlichen Herpes-simplex-Viren zählt zu den mit grösster Häufigkeit auftretenden Infektionskrankheiten der Haut. Herpes-simplex-Viren sind weltweit verbreitet. Etwa 85 Prozent der Weltbevölkerung sind mit Herpes simplex Typ 1 (HSV-1) infiziert. Dieses einem Lippenherpes überwiegend zugrunde liegende Herpesvirus ist schon im Kindesalter durch engen körperlichen Kontakt (z.B. zwischen Mutter und Kind, zwischen Geschwistern oder Spielkameraden) übertragbar. 30 Prozent der Fälle sind rekurrent, das heisst es kommt regelmässig zu einem erneuten Ausbruch. Bei rund einem Prozent der Betroffenen tritt Lippenherpes etwa einmal im Monat auf.

3. Ursachen

Erreger

Für Herpes labialis (Lippenherpes) kommen als Ursachen zwei verschiedene Erreger infrage: das Herpes-simplex-Virus (HSV) beziehungsweise humanes Herpesvirus (HHV) vom Typ 1 und vom Typ 2.

Beide Erreger des Lippenherpes – HSV-1 und HSV-2 – sind eng miteinander verwandt. Sie sind für eine Reihe von bekannten Herpesausprägungen verantwortlich. Beim Auftreten eines Herpes labialis kann der Zeitpunkt der Ansteckung schon länger zurückliegen, denn die erste Infektion mit den Herpesviren verläuft, ähnlich wie beim Genitalherpes, häufig unbemerkt. Die eindringenden Viren gelangen vom Ort der Erstinfektion (z.B. Mundschleimhaut) über die Nervenleitbahnen (Axone) zum dazugehörigen Nervenknoten (Ganglion) und infizieren ihn ebenfalls.

Während der ersten Woche einer Herpesinfektion beseitigt das Immunsystem die Viren sowohl in der Schleimhaut als auch in einem Teil der infizierten Nervenzellen. Das Erbgut (DNA) der Herpesviren versteckt sich jedoch im Zellkern der Nervenzellen. Dies ist die Ursache dafür, dass das Immunsystem die Virus-DNA nicht erkennen und somit auch nicht angreifen kann. So kann die Virus-DNA lebenslang in den Nerven überdauern und für die Herstellung weiterer Herpesviren sorgen. Sobald das Immunsystem der Betroffenen geschwächt ist, reaktiviert sich die Virus-DNA – und in den infizierten Zellen entstehen zahlreiche neue Viren. Es kommt zu einer Zweitinfektion (Sekundärinfektion), dem sichtbaren Lippenherpes.

Für die Reaktivierung der Erreger und somit für die Entstehung des Herpes labialis oder Lippenherpes kommen zum Beispiel folgende Ursachen infrage:

  • Hautreizungen
  • Verbrennungen
  • Sonnenbrand
  • Verletzungen
  • Reizungen des Ganglions (Entzündung, zahnärztliche Behandlung)
  • Stress
  • Hormonschwankungen (z.B. Menstruation)
  • Fieber
  • Tumorerkrankungen
  • bakterielle Lungenentzündung

Übertragungswege

Für Lippenherpes (Herpes labialis) kommen als Ursachen zwei Übertragungswege infrage: Tröpfcheninfektion und Schmierinfektion. Häufig erfolgt die Ansteckung mit den ursächlichen Herpes-simplex-Viren schon im Kindesalter durch Mutter-Kind-Kontakte oder über Geschwister oder Spielkameraden. Kommt es zum Ausbruch der Herpes-Erkrankung, ist das Virus vom Infektionsherd aus auf andere Körperregionen übertragbar und kann dort andere Ausprägungen annehmen. Ausserdem kann es durch sexuelle Kontakte zur Übertragung von Lippenherpes kommen. Dabei ist zu beachten: Eine Reaktivierung der Herpesviren kann auch ohne auffällige Herpes-Bläschen verlaufen – dennoch scheiden die Betroffenen die Viren über die Schleimhaut aus. Eine Übertragung der Herpes-labialis-Erreger ist demnach auch in solchen Phasen möglich.

Inkubationszeit

Bei Lippenherpes (Herpes labialis) beträgt die Inkubationszeit, das heisst die Zeit zwischen Infektion mit dem Virus und Auftreten der ersten Beschwerden, zwei bis zwölf Tage.

4. Symptome

Lippenherpes (Herpes labialis) äussert sich durch ähnliche Symptome wie Genitalherpes (Herpes genitalis):

Die ersten Symptome des Lippenherpes entstehen häufig schon frühzeitig. Die betroffene Haut spannt und ist typischerweise gereizt, überempfindlich und juckt. Nachfolgend entstehen als Anzeichen für den Herpes labialis entzündete, oft schmerzhafte Bläschen mit eitrigen, verkrusteten Belägen an den Schleimhäuten im Lippenbereich. In einigen Fällen kommt es bei einem Lippenherpes zu einer Lymphknotenschwellung.

Bei Säuglingen verläuft eine Infektion mit dem Erreger des Lippenherpes jedoch meist schwerwiegender. Nach Übertragung der Erreger während oder nach der Geburt kann sich die Herpes-simplex-Infektion je nach Ausprägung bei Kindern durch verschiedene Symptome äussern:

  • Lösen die Erreger des Lippenherpes beim Baby eine generalisierte Infektion aus, zeigen sich wenig kennzeichnende Symptome ähnlich einer Sepsis; die in verschiedenen Organen (z.B. Lunge, Leber, Niere, Milz, Gehirn) vorliegenden Infektionsherde können beispielsweise zu Lethargie oder zu Atemstillstand führen.
  • Führen die Herpes-labialis-Erreger beim Kind zu einer Herpes-Infektion an Haut, Mund und Augen, zeigen Haut und Mund die für Herpes-simplex-Infektionen typischen Hautveränderungen. Im Auge entsteht eine Entzündung der Hornhaut und Bindehaut (Keratoconjunctivitis) sowie der Netzhaut und Aderhaut (Chorioretinitis).
  • Verursachen die Erreger des Lippenherpes beim Kind eine Gehirnentzündung (Enzephalitis), hat das Kind hohes Fieber und ist lethargisch. Weitere mögliche Symptome sind eine gespannte Fontanelle, Krampfanfälle und Koma.

5. Diagnose

Beim Lippenherpes (Herpes labialis) erfolgt die Diagnose anhand der Krankengeschichte (Anamnese) und der typischen Beschwerden: Entzündliche Bläschen mit eitrigen, verkrusteten Belägen an den Schleimhäuten im Bereich von Lippen und Nase etwa weisen deutlich auf einen Lippenherpes hin. In einigen Fällen sind bei einem Lippenherpes ausserdem geschwollene Lymphknoten feststellbar. Ob das Herpes-simplex-Virus Typ 1 oder das Herpes-simplex-Virus Typ 2 den Herpes labialis verursacht hat, lässt sich anhand der äusseren Symptome jedoch nicht herausfinden.

Sichern lässt sich die Diagnose durch den Erregernachweis in einer Blutprobe: Bei einer Infektion mit den für Lippenherpes verantwortlichen Herpesviren (überwiegend Herpes-simplex-Viren vom Typ 1) bilden die Betroffenen entsprechende Antikörper. Diese sind im Blut nachweisbar. Der Nachweis des Herpes-simplex-Virus vom Typ 1 ist jedoch kein Hinweis auf eine therapiebedürftige Infektion.

6. Therapie

Beim Lippenherpes (Herpes labialis) richtet sich die Therapie nach der Schwere der auftretenden Symptome: Ein begrenzter Befall der Haut oder der Schleimhäute kann meist unbehandelt bleiben.

Im manchen Fällen macht die auftretende Symptomatik jedoch eine Therapie des Lippenherpes sinnvoll. Das Ziel dieser Behandlung besteht darin, den Ausbruch der Herpes-simplex-Infektion einzudämmen und die Beschwerden zu lindern. Hierzu ist als gezielt gegen das Virus wirkendes Mittel Aciclovir geeignet. Gewöhnlich können Sie diesen virenhemmenden Wirkstoff (sog. Virostatikum) bei Lippenherpes in Form einer Salbe auf die entzündeten Stellen aufbringen. In schweren Fällen ist es jedoch möglich, das Mittel direkt in eine Vene zu spritzen (intravenöse Verabreichung).

Hilfe bei der Therapie eines Lippenherpes bieten ausserdem spezielle Pflaster, sogenannte Herpesbläschen-Patches: Sie versprechen eine Linderung Ihrer Schmerzen und ein schnelles Eindämmen der Infektion. Der Vorteil dieser Herpespflaster besteht vor allem darin, dass Sie sie nahezu unsichtbar auf den Herpes aufbringen und überschminken können.

Wenn Sie neben dem durch Herpesviren verursachten Lippenherpes eine Zweitinfektion durch Bakterien (bakterielle Superinfektion) entwickeln, sind zur Therapie unter Umständen bakterienabtötende Medikamente (Antibiotika) und örtlich desinfizierende Massnahmen notwendig.

Keines dieser Mittel gegen Lippenherpes kann jedoch die Ursache der Infektion völlig beseitigen: Die Herpes-simplex-Viren bleiben trotz Therapie ein Leben lang in Ihrem Körper, sodass der Herpes labialis jederzeit erneut ausbrechen kann.

7. Verlauf

Die erste Infektion mit Lippenherpes (Herpes labialis) nimmt häufig einen milden Verlauf. Die ursächlichen Herpesviren bleiben jedoch auf Dauer im Körper, so dass es immer wieder zum Ausbruch der Infektion kommen kann.

Bei der Reaktivierung der Herpesviren kommt es zu einer Zweitinfektion, dem sichtbaren Lippenherpes. Die hierfür typischen Herpes-Bläschen können im weiteren Verlauf des Lebens (in verschieden langen Abständen) immer wieder auftreten. Eine Reaktivierung der Herpesviren kann jedoch auch ohne auffällige Symptome verlaufen. Bei leichten Verläufen des Lippenherpes (Herpes labialis) kommt es zur Spontanheilung.

Komplikationen

Wenn die für Lippenherpes (Herpes labialis) verantwortlichen Erreger im Verlauf einer Infektion an andere Körperstellen gelangen, kann dies zu Komplikationen führen: So stellt die Beteiligung des Auges, vor allem der Hornhaut (Keratoconjunctivitis herpetica), eine schwerwiegende Variante der Herpes-simplex-Infektion dar. Hornhautnarben und Hornhauttrübung können die Folge sein und zu Sehstörungen bis hin zur Erblindung führen.

Das für Lippenherpes überwiegend verantwortliche Herpes-simplex-Virus vom Typ 1 (HSV-1) kann ausserdem eine Gehirnentzündung (Enzephalitis) auslösen. Bei Erwachsenen und älteren Kindern ist eine akute Gehirnentzündung fast immer durch HSV-1 bedingt. Im typischerweise zweiphasigen Verlauf dieser Komplikation tritt zunächst ein grippeähnliches Stadium mit Kopfschmerzen und Fieber auf. Anschliessend sind Sprachstörungen, Lähmungserscheinungen, Krampfanfälle bis hin zum Koma möglich. Unbehandelt verläuft die Herpes-simplex-Virus-Enzephalitis zu 70 Prozent tödlich. Mit Behandlung beträgt die Sterblichkeit immer noch bis zu 20 Prozent.

Eine Infektion mit dem Erreger des Lippenherpes kann vor allem bei kleinen Kindern einen schwerwiegenden Verlauf nehmen. Nach Übertragung der Erreger auf Neugeborene sind folgende Komplikationen möglich:

  • Generalisierte Infektion: Die Kinder zeigen uncharakteristische Krankheitszeichen ähnlich einer Sepsis. Durch Infektionsherde in verschiedenen Organen kann es beispielsweise zu Lethargie oder Atemstillstand kommen.
  • Herpes-Infektion an Haut, Mund und Augen: Auf der Haut und am (bzw. im) Mund treten die für Herpes-simplex-Infektionen typischen Hautveränderungen auf. Im Auge sind Hornhaut, Netzhaut und Aderhaut entzündet.
  • Gehirnentzündung (Enzephalitis): Die Kinder haben hohes Fieber, sind lethargisch und können ins Koma fallen. Es treten Krampfanfälle auf und die Fontanelle ist gespannt.

Das für Herpes labialis überwiegend verantwortliche Herpes-simplex-Virus vom Typ 1 (HSV-1) löst etwa jede vierte Herpes-simplex-Infektion bei neugeborenen Kindern aus. Bei Lippenherpes findet die Ansteckung der Kinder vor allem nach der Geburt statt. Dabei kann sich das Baby sowohl bei der Mutter als auch beim Vater oder Pflegepersonal anstecken. Dagegen bedeutet ein – ebenfalls durch Herpes-simplex-Viren verursachter – Genitalherpes (Herpes genitalis) einer Frau in der Schwangerschaft vor allem während der Geburt ein hohes Ansteckungsrisiko für das Baby.

8. Vorbeugen

Einem Lippenherpes (Herpes labialis) können Sie nicht vorbeugen. Wenn Sie mit den ursächlichen Viren infiziert sind, können Sie jedoch einige Vorsorgemassnahmen ergreifen, um einen weiteren Ausbruch weitgehend zu verhindern:

  • Sorgen Sie für ausreichend Schlaf.
  • Achten Sie auf eine gesunde Lebensweise.
  • Versuchen Sie, Stress zu vermeiden.
  • Stärken Sie Ihr Immunsystem.
  • Schützen Sie sich vor UV-Strahlen.

Trotz dieser Massnahmen zum Vorbeugen kann es in einigen Fällen ohne ersichtlichen Auslöser zu einem Ausbruch des Lippenherpes kommen.

Um bei einem bestehenden Lippenherpes Komplikationen wie beispielsweise eine Beteiligung des Auges zu vermeiden, ist es ratsam, die entzündeten Stellen nicht zu berühren beziehungsweise nach einer Berührung die Hände zu waschen. So können Sie einer Übertragung der Viren auf andere Körperstellen vorbeugen.

Da Herpes-simplex-Infektionen vor allem bei kleinen Kindern schwer verlaufen können, ist es besonders wichtig, eine Übertragung der für den Lippenherpes verantwortlichen Erreger auf Kinder zu verhindern. Besonders im Säuglingsalter und in der Schwangerschaft ist das Ansteckungsrisiko hoch. Einer Ansteckung des Kindes lässt sich zum Beispiel vorbeugen durch:

  • Verwendung von Kondomen in der Schwangerschaft und Verzicht auf Sexualpraktiken, bei denen Kontakt zwischen Mund und Geschlechtsorganen besteht
  • Verzicht auf engen Mutter-Kind-Kontakt bei Infektion der Mutter, bis die Herpesbläschen verheilt sind. Bei näherem Kontakt zwischen Mutter und Kind sollten Sie einen Mundschutz tragen.
  • Verzicht auf Stillen bei einer Herpes-simplex-Infektion der Brustregion (bei einseitigem Befall können Sie Ihr Kind an der anderen Brust weiterhin stillen, wenn Sie dabei verhindern, dass es mit dem infizierten Bereich in Berührung kommt)