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1. Überblick

Magersucht (Anorexie bzw. Anorexia nervosa) ist eine krankhafte Essstörung, die meistens bei pubertierenden Mädchen beginnt. Seltener können auch Mädchen vor der Pubertät, Jungen oder erwachsene Frauen und Männer magersüchtig werden.

Für eine Magersucht kommen als Ursachen mehrere Faktoren infrage: Wahrscheinlich spielen bei der Entstehung der Anorexie psychische, familiäre und gesellschaftliche Einflüsse eine wichtige Rolle. Als Voraussetzung für die Entwicklung einer Magersucht gilt jedoch, dass eine besondere Empfänglichkeit für die Essstörung besteht. Diese kann erblich bedingt sein, aber auch andere Gründe haben.

Bei Teenagern kommt die Krankheiten sehr viel häufiger vor als bei Erwachsenen.

Typische Merkmale der Magersucht sind ein starker selbst verursachter Gewichtsverlust und gleichzeitig eine grosse Angst vor Gewichtszunahme. Ausserdem besteht bei Anorexie eine Körperschemastörung: Wer magersüchtig ist, nimmt den eigenen Körper gestört wahr und hält sich deshalb auch nach einem schon erheblichen Gewichtsverlust für zu dick.

Durch den Gewichtsverlust und die Mangelernährung entstehen bei Magersucht körperliche Symptome, die lebensbedrohlich sein können. Dabei gilt: Meist hat eine Magersucht schwerwiegendere Folgen, wenn sie schon in früher Kindheit statt im Erwachsenen- oder Jugendalter beginnt. Wenn Kinder schon vor der Pubertät oder der ersten Regelblutung magersüchtig werden, verzögert sich ihre körperliche Entwicklung meist stark. Auch die Knochendichte, das Längenwachstum und die Reifung des Gehirns können durch die Anorexie beeinträchtigt sein.

Die gegen Magersucht eingesetzte Therapie zielt in erster Linie darauf ab, das Untergewicht mit seinen Folgen für alle Organe zu behandeln. Vor allem anfangs kann es ratsam sein, die Magersucht zunächst in einer Klinik zu behandeln (z.B. wenn das Körpergewicht unter 75 Prozent des Normalgewichts liegt oder wenn die körperliche Verfassung lebensbedrohlich ist). Die weitere Behandlung der Magersucht hat zum Ziel, das Essverhalten zu normalisieren und psychische Probleme zu bewältigen. Entsprechend ist die Psychotherapie ein wesentlicher Bestandteil der Anorexie-Behandlung. Auch eine Familientherapie und eine Ernährungsberatung können bei Magersucht eine grosse Hilfe sein.

2. Definition

Die Magersucht (Anorexie) ist eine krankhafte Essstörung. Sie ist gekennzeichnet durch einen starken selbst verursachten Gewichtsverlust und gleichzeitig durch eine grosse Angst vor einer Gewichtszunahme.

Die Bezeichnung Anorexie für Magersucht leitet sich von dem lateinischen Begriff Anorexia nervosa ab. Anorexia bedeutet Appetitverlust oder Appetitverminderung, was irreführend ist, da bei der Magersucht nicht der Appetit, sondern in erster Linie das Essverhalten gestört ist. Der Zusatz nervosa weist auf die psychischen Auslöser dieser Essstörung hin. Im Vordergrund der Magersucht steht der starke Wille, das Körpergewicht dauerhaft stark zu vermindern. Am häufigsten ist diese Essstörung bei 14-jährigen Mädchen zu beobachten, bei Jungen ist sie selten. Die Magersucht ist mit der Ess-Brech-Sucht (Bulimie) verwandt.

Das Krankheitsbild der Magersucht wurde erstmals 1873 beschrieben. Aber erst seit den 1970er Jahren erfolgt die Diagnose häufiger – ob dies daran liegt, dass die Magersucht vermehrt auftritt oder dass man dem Thema mehr Aufmerksamkeit schenkt als früher, ist unklar. Mit Ausnahme der Depression findet kaum eine andere psychische Störung so häufig in der Presse Erwähnung wie die Magersucht.

Häufigkeit

Bei etwa 0,4 bis 1,5 Prozent der Frauen im Alter von 14 bis 35 Jahren liegt eine Magersucht (Anorexie) vor. Meist entwickelt sich die Magersucht etwa zu Beginn der Pubertät: Bei den 14-Jährigen ist ihre Häufigkeit am grössten. Bei Frauen tritt die Magersucht zehnmal häufiger auf als bei Männern. In bestimmten Berufsgruppen wie etwa bei Baletttänzerinnen ist die Essstörung jedoch viel öfter zu finden.

Auch wenn Magersucht bei Frauen eine weitaus grössere Häufigkeit aufweist, sind zunehmend auch Jungen und Männer von dieser Essstörung betroffen.

3. Ursachen

Eine Magersucht (Anorexie) hat ihre Ursachen wahrscheinlich in einer Kombination aus psychischen und gesellschaftlichen Einflüssen, die zusätzlich einer erblich bedingten Empfänglichkeit (Disposition) bedürfen, um zu diesem Krankheitsbild zu führen. Dabei beeinflussen sich die bei der Entstehung von Magersucht zusammenwirkenden Faktoren gegenseitig.

Psychologische Einflüsse

Bei der Entstehung von Magersucht (Anorexie) spielen als Ursachen unter anderem psychologische Einflüsse eine Rolle. Da die Magersucht besonders häufig bei Kindern während der schwierigen Entwicklungsphase der Pubertät beginnt, kann sie der Ausdruck dafür sein, dass sich die Betroffenen durch die alterstypischen Anforderungen überfordert fühlen. Während der Pubertät entwickelt sich das Mädchen zur Frau und muss eine entsprechende neue Identität finden. Dies kann mit einem tiefen Gefühl der Unsicherheit einhergehen.

Der erste Schritt zur Magersucht ist oft eine Fastenkur von mehr oder weniger normalgewichtigen Mädchen. Für viele junge Frauen scheint der Sieg über den Körper und den Hunger sehr befriedigend zu sein. Sie suchen dieses Gefühl dann, ähnlich wie bei einer Drogenabhängigkeit, immer wieder: Es entwickelt sich ein Suchtverhalten.

In den Familien von Magersüchtigen lassen sich häufig bestimmte Verhaltensmuster feststellen. Die Eltern behüten die betroffenen Mädchen oft besonders stark, was bedeutet, dass auch in der Familie keine angemessen Reaktion auf die Entwicklung des Kindes zur Frau erfolgt. Ebenso scheinen die Beteiligten Konflikte in der Familie in vielen Fällen nicht anzusprechen.

Es gibt eine ganze Reihe weiterer Faktoren, die als mitverantwortlich für die Magersucht gelten. So können auch ein sexueller Missbrauch, ein geringes Selbstwertgefühl und eine zwanghafte Persönlichkeitsstruktur als Ursachen für Magersucht eine Rolle spielen.

Gesellschaftliche Einflüsse

An den für die Entstehung von Magersucht (Anorexie) verantwortlichen Ursachen können auch gesellschaftliche Einflüsse beteiligt sein: In westlichen Gesellschaften hat sich das Schönheitsideal seit Anfang der 1960er Jahre immer weiter in Richtung eines sehr schlanken Körpers entwickelt. Andererseits ist durch relativen Wohlstand und ein Nahrungsüberangebot gleichzeitig das Durchschnittsgewicht angestiegen.

Übergewicht hat vor allem bei Frauen gesellschaftlich eine negative Bewertung zur Folge: Übergewichtige Männer bezeichnet man häufig als stattlich, Frauen hingegen als fett. Durch Werbung und Filme entsteht der Eindruck, dass nur schlanke Frauen erfolgreich und beliebt sind. Dicke Frauen sind entweder graue Mäuse oder Ulknudeln. Gerade junge Frauen, die sich während der Pubertät körperlich verändern und erst ein Gefühl für ihren neuen Körper entwickeln müssen, können durch dieses Schlankheitsideal stark verunsichert sein.

Biologische Einflüsse

Bei den für Magersucht (Anorexie) infrage kommenden Ursachen könnten auch biologische Einflüsse eine Rolle spielen: Viele magersüchtige Frauen weisen vermutlich eine Störung der Hirnregion auf, in der die Steuerung von Essverhalten und sexueller Aktivität und auch des Menstruationszyklus erfolgt. Möglicherweise tritt die Funktionsstörung dieser Hirnregion erst im Laufe der Magersucht, zum Beispiel infolge des Gewichtsverlusts, auf. Das bedeutet: Sie trägt zwar dazu bei, die Essstörung aufrechtzuerhalten, stellt aber nicht ihre eigentliche Ursache dar.

4. Symptome

Die Magersucht (Anorexie) äussert sich durch vielfältige Symptome. Kennzeichnend ist zum einen der deutliche Gewichtsverlust. Zum anderen entstehen aufgrund der Mangelernährung körperliche Beschwerden, die lebensbedrohliche Ausmasse annehmen können.

Körperschemastörung

Die für Magersucht (Anorexie) typischen Symptome umfassen die sogenannte Körperschemastörung: Wer magersüchtig ist, nimmt den eigenen Körper gestört wahr. Auch wenn die Betroffenen im Laufe ihrer Magersucht schon viel Gewicht verloren haben, überschätzen sie ihren Körperumfang und halten sich für zu dick.

Verändertes Essverhalten

Eine Magersucht (Anorexie) zeigt auch deutliche Symptome einer Verhaltensänderung: Da durch die Magersucht die Wahrnehmung des eigenen Körpers verzerrt ist, entwickeln die Betroffenen ein verändertes Essverhalten, um ihr vermeintlich zu hohes Gewicht zu reduzieren. Zu diesem Zweck essen und trinken sie nur wenig und meiden Lebensmittel, die viele Kalorien enthalten. Einige Magersüchtige verweigern die Nahrungsaufnahme zeitweise vollständig.

Häufig nimmt das Essen bei einer Magersucht einen zentralen Stellenwert im Leben der Betroffenen ein: Sie verwenden viel Energie darauf, Hungergefühle zu unterdrücken, essen extrem langsam, halten beim Essen bestimmte auffällige Rituale ein oder bereiten mit grossem Eifer wahre Festmahle für andere zu, an denen sie aber selbst nicht teilnehmen.

Im Hinblick auf das veränderte Essverhalten lassen sich bei der Magersucht zwei Personengruppen unterscheiden: Etwa 50 Prozent halten ausschliesslich Diät, bei den anderen kommen Symptome der Ess-Brech-Sucht (Bulimie) hinzu: Dies äussert sich durch Essanfälle und selbst herbeigeführtes Erbrechen. Bei Betroffenen, die zur letzten Gruppe gehören, beginnt die Essstörung meist später. Sie haben vor Beginn der Essstörung ein höheres Gewicht, ihre Körperschemastörung ist meist stärker ausgeprägt und sie sind häufiger depressiv als Menschen mit einer typischen Magersucht.

Gewichtsverlust

Ein für Magersucht (Anorexie) deutliches Symptom ist der extreme Gewichtsverlust. Neben der strengen Diät setzen viele Magersüchtige zusätzlich Appetitzügler oder Abführmittel ein und betätigen sich übertrieben körperlich, um abzunehmen. Durchschnittlich verlieren sie 45 bis 50 Prozent ihres Ausgangsgewichts. Ist das Körpergewicht um mehr als 15 Prozent niedriger als das Normalgewicht (dies entspricht bei Erwachsenen einem Body-Mass-Index von weniger als 17,5), gilt dies als sicheres Anzeichen für Magersucht.

Körperliche Veränderungen

Die beiden für Magersucht (Anorexie) typischen Symptome Gewichtsverlust und Mangelernährung können den Körper schwerwiegend schädigen. Dies äussert sich durch verschiedene körperliche Veränderungen:

Der Körper stuft Gewichtsabnahme als Notsituation ein. So unterlässt er alles, was einen zusätzlichen, unnötigen Energieverlust bedeutet. Da der Körper bei Magersucht auch die Bedingungen für eine Schwangerschaft nicht mehr erfüllen kann, stellt er alle Aktivitäten in dieser Richtung ein. Anzeichen hierfür sind hormonelle Veränderungen, durch die auch die Menstruation ausbleibt. Beginnt die Magersucht vor der Pubertät, ist die körperliche Entwicklung meist stark verzögert.

Durch die Magersucht können auch die Herzschlagfrequenz, der Blutdruck und die Körpertemperatur sinken. Weitere mögliche Folgen der Magersucht sind Hautprobleme, flaumartige Behaarung des Rückens, Muskelschwäche, Haarausfall und Wassereinlagerung im Gewebe. Letzteres liegt an dem verringerten Eiweissgehalt im Blut: Diese Eiweisse binden gewöhnlich Wasser. Fehlen sie, kann das Wasser wieder aus den Blutgefässen ins Gewebe strömen. Auch der Mineralstoffhaushalt ist in der Regel bei einer Magersucht gestört. All diese körperlichen Symptome entstehen durch die Mangelernährung und verschwinden meist vollständig, wenn sich das Essverhalten langfristig normalisiert hat.

Psychische Veränderungen

Eine Magersucht (Anorexie) äussert sich nicht nur durch körperliche Symptome – es zeigen sich auch psychische Veränderungen: Wer magersüchtig ist, strebt beharrlich danach, dünner zu werden. Gleichzeitig haben Magersüchtige extreme Angst davor, an Gewicht zuzunehmen. Schon wenn sie nur ein paar Gramm zunehmen (was aufgrund ihres gesenkten Energieverbrauchs bereits durch eine geringe Nahrungszufuhr erfolgen kann), löst dies Anzeichen von Angst und Panik aus. Die Betroffenen versuchen nachfolgend, ihr Essverhalten noch strenger zu kontrollieren – sie geraten in einen Teufelskreis. Magersüchtige zeigen häufig auch depressive Symptome und sind stark reizbar.

5. Diagnose

Besteht der Verdacht auf Magersucht (Anorexie), stellt das Körpergewicht ein gut messbares Kriterium für die Diagnose dar: Bei magersüchtigen Menschen ist es um mindestens 15 Prozent gegenüber ihrer Altersgruppe unterschritten. Bei Erwachsenen ist ein Body-Mass-Index (BMI) unter 17,5 ein Anhaltspunkt für eine Magersucht.

Daneben ist zur Magersucht-Diagnose ein Gespräch mit den Betroffenen und mit ihren Familienangehörigen hilfreich, um festzustellen, ob zum Beispiel das Thema Essen und Körpergewicht eine übermässige Bedeutung besitzt und ob die Betroffenen viel unternehmen, um das Gewicht zu verringern – ob sie zum Beispiel Abführmittel einnehmen, sich übertrieben körperlich betätigen oder Erbrechen selbst herbeiführen. Auch Informationen zu in der Familie vorkommenden Störungen (z.B. Essstörungen, affektive Störungen, Zwangsstörungen oder Angststörungen) können zur Diagnose einer Magersucht beitragen. Dabei kommen auch Fragebögen zum Einsatz.

6. Therapie

Bei Magersucht (Anorexie) ist die Therapie in zwei Abschnitte unterteilt. Das oberste Ziel der Behandlung besteht darin, das Gewicht der Betroffenen zu erhöhen, um den körperlichen Folgeschäden der Magersucht entgegenzuwirken.

Vor allem wenn das Körpergewicht unter 75 Prozent des Normalgewichts liegt, die körperliche Verfassung lebensbedrohlich ist oder aufgrund von Depression eine Selbstmordgefahr besteht, sollte die Therapie der Magersucht zunächst in einer Klinik erfolgen. Da die meisten Magersüchtigen im Hinblick auf die Schwere ihrer Essstörung wenig einsichtig sind, ist es bei Lebensgefahr oft zunächst erforderlich, ihnen Nährstoffe über Infusionen zuzuführen. Die Betroffenen sollten jedoch möglichst bald die Verantwortung für ihre Gewichtszunahme selbst übernehmen.

Langfristig kann sich das Gewicht nur normalisieren, wenn die Magersucht-Therapie auch auf die Ursachen der Essstörung abzielt. Da an der Entstehung von Magersucht viele unterschiedliche Faktoren beteiligt sind, setzt sich die Behandlung aus verschiedene Komponenten zusammen. Ziel ist es, dass die Betroffenen lernen, eine realistische Vorstellung ihres Gewichts zu bekommen, und ein normales Selbstwertgefühl aufbauen. Meist haben sie verlernt, auf die Signale des Körpers (wie z.B. Hunger) zu hören und angemessen darauf zu reagieren. Eine grosse Hilfe bei der Therapie von Magersucht ist ausserdem das Erlernen erfolgreicher Problembewältigung und besonders bei jungen Frauen eine Familientherapie, damit Angehörige angemessen auf die Magersucht eingehen können.

7. Verlauf

Eine frühzeitig erkannte und entsprechend behandelte Magersucht (Anorexie) nimmt auf kurze Sicht vielfach einen günstigen Verlauf: Die Erfolgsquoten für eine kurzfristige Gewichtssteigerung liegen zwischen 40 und 90 Prozent. Allerdings sind derzeit keine aussagekräftigen Daten zu langfristigen Therapieerfolgen verfügbar.

Die Prognose einer Magersucht hängt auch vom Gewicht der Betroffenen ab: Liegt das Gewicht nach einer stationären Behandlung der Magersucht bei mindestens 90 Prozent des Body-Mass-Index (BMI), haben Betroffene im weiteren Verlauf einen besseren Heilungserfolg als diejenigen, die bei ihrer Entlassung weniger wiegen. Etwa zehn Prozent der Magersüchtigen sterben infolge der Magersucht.

Auch nachdem sich ihr Gewicht normalisiert hat, hält bei vielen Menschen mit Magersucht die verzerrte Einstellung zu Gewicht und Figur an. Allgemein stehen die Chancen, eine Magersucht zu überwinden, besser, wenn die Essstörung früh auftritt. Bei einem sehr frühen Beginn vor dem elften Lebensjahr sind die Aussichten auf Heilung dagegen deutlich schlechter.

8. Vorbeugen

Da die Gründe für die Entstehung einer Magersucht (Anorexie) weitgehend kaum bestimmbar und sehr vielschichtig sind, sind wirksame Massnahmen zum Vorbeugen der Essstörung schwer zu benennen. Allgemein sollten Sie dafür sorgen, dass Mahlzeiten regelmässig und genussvoll in einer ruhigen Atmosphäre stattfinden. Dies verhindert, dass die Beteiligten Essen mit Konfliktsituationen verbinden. Ausserdem sollten Sie Kinder nicht zwingen zu essen oder aufzuessen.

Finden sich Hinweise auf ein fehlerhaftes Essverhalten, sollten Sie dies offen besprechen. Anzeichen für eine Magersucht können zum Beispiel darin bestehen, dass die Betroffenen deutlich an Gewicht verlieren oder sich sehr häufig wiegen, grosse Mengen Wasser trinken, um das Hungergefühl auszuschalten, oder übermässig Sport treiben, um noch mehr Kalorien zu verbrauchen. Auch ein geleerter Kühlschrank, grosse Ausgaben für kalorienarme Lebensmittel oder die Einnahme von Appetitzüglern und Abführmitteln sind Alarmsignale für eine mögliche Magersucht. In einem Gespräch sollten Sie deutlich machen, dass das Verhalten nicht normal ist und sehr gefährlich sein kann. Sie sollten ausserdem nicht zögern, ärztliche Hilfe in Anspruch zu nehmen.