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Veröffentlicht am 06.03.2020

1. Definition von Melanom

Melanome unterscheiden sich oft kaum von normalen Pigmentflecken. Woran ist schwarzer Hautkrebs erkennbar? Und wie gut lässt er sich behandeln?

Von einem malignen Melanom oder schwarzem Hautkrebs spricht man, wenn aus den pigmentsbildenden Zellen der Haut ein bösartiger Tumor entsteht. Bösartig heisst, dass der Tumor wächst und sich im Körper verbreiten kann. Über die Blutbahnen können Krebszellen so zur Leber, zu den Knochen, zur Lunge oder zum Gehirn gelangen und dort Tochtergeschwulste (Metastasen) bilden. Auch die Lymphknoten können davon betroffen sein.

Seinen Namen verdankt der schwarze Hautkrebs seinem Aussehen. Melanome sind dunkel, weil sie sich, im Gegensatz zu den häufigeren, hellen Hautkrebsformen wie Basaliom und Spinaliom, aus Hautzellen entwickeln, die Pigmente bilden. Auf den ersten Blick sehen Melanome aus wie Muttermale. Im Gegensatz zu normalen Pigmentflecken sind Melanome aber typischerweise unscharf begrenzt, asymmetrisch geformt und vielfarbig.

Bei Männern entwickeln sich Melanome bevorzugt am Rücken, bei Frauen an den Unterschenkeln. Generell kann schwarzer Hautkrebs aber überall am Körper entstehen – sogar im Auge (in der Aderhaut) und an den Schleimhäuten.

Frühzeitig erkannt und behandelt lässt sich schwarzer Hautkrebs meist heilen. Hat der Tumor schon Metastasen gebildet, verschlechtern sich die Heilungschancen deutlich. Die Lebenserwartung der Betroffenen hängt also entscheidend davon ab, wie stark der Tumor bei ihnen bereits gewachsen ist und ob er sich schon verbreitet hat. Wer ein verdächtig aussehendes Muttermal bei sich entdeckt, sollte es daher so rasch wie möglich von einem Hautarzt untersuchen lassen.

Häufigkeit

Rund 2'700 Menschen erkranken in der Schweiz jedes Jahr an einem malignen Melanom. Die Schweiz hat damit die achthöchste Melanomrate der Welt. Da die Diagnose heutzutage meist schon im Frühstadium gelingt, sind die Heilungschancen deutlich gestiegen.

In den einzelnen Ländern ist schwarzer Hautkrebs unterschiedlich häufig: Während Menschen in Schwarzafrika viel seltener ein malignes Melanom entwickeln als in der Schweiz, ist in Australien und Neuseeland die Rate neu auftretender Melanome weltweit am höchsten. Bei der dunkelhäutigen Bevölkerung ist die Häufigkeit aufgrund der höheren UV-Toleranz allgemein tiefer als bei der hellhäutigen Bevölkerung. Bei Ersteren treten maligne Melanome besonders an wenig pigmentierten Körperteilen wie Schleimhäuten, Hand- und Fussflächen auf.

Mit besonders grosser Häufigkeit treten Melanome in der zweiten Lebenshälfte auf: Bei Frauen beträgt das durchschnittliche Erkrankungsalter 60 Jahre, bei Männern 67 Jahre. Aber auch jüngere Erwachsene können betroffen sein: Fast ein Viertel der Erkrankungen betreffen Menschen unter 50.

Eine Dermatologin untersucht die Haut eines Patienten mit einem Dermatoskop.

Bei Verdacht auf ein Melanom untersucht die Hautärztin die betroffene Stelle erst visuell, später mit Laborproben.

Quelle: Getty Images
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Melanom-Typen

Das Melanom (schwarzer Hautkrebs) tritt in vier verschiedenen Melanom-Typen auf, die sich in ihrem Aussehen unterscheiden:

 

  • Oberflächlich (= superfiziell) spreitendes Melanom (SSM): Dieses Melanom ist mit 65 bis 60 Prozent der häufigste Typ. Es wächst über längere Zeit nur an der Oberfläche der Haut und bildet flache, unregelmässig geformte Herde, die unterschiedlich gefärbt sind. Vereinzelt bilden sich darin auch knotige Wölbungen. Ärzte bezeichnen Hauttumore dieses Typs auch als superfiziell spreitende Melanome. Betroffen sind meist der Rücken, die Arme, die Beine und/oder die Brust.
  • Knotiges (= noduläres) Melanom: Ein solches malignes Melanom macht etwa 20 Prozent aller Melanom-Typen aus. Es ragt als glatter, braun-schwarzer Knoten über die Hautoberfläche hinaus, wächst also im Gegensatz zum SSM vor allem in senkrechter Richtung. Mediziner sprechen daher auch von einem nodulären, also knotigen Melanom. Da Melanome dieses Typs besonders schnell wachsen, sind die Heilungschancen schlechter als bei anderen Melanomtypen.
  • Lentigo-Maligna-Melanom: Diese Form von Melanom hat eine Häufigkeit von 5 bis 10 Prozent. Lentigo-Maligna-Melanome kommen besonders bei älteren Menschen im Gesicht vor. Die in der Regel flachen Herde sind unregelmässig pigmentiert und unscharf begrenzt.
  • Akrolentiginöses Melanom: Mit 5 Prozent ist dieser Melanom-Typ in Europa nicht so häufig. Er findet sich an den Hand- und Fussflächen, im Nagelbereich oder auf Schleimhäuten. Im Frühstadium bildet das akrolentiginöse Melanom braune bis braunschwarze Flecken, die später zum Nässen und Bluten neigen.

Je nach ethnischer Herkunft überwiegen verschiedene Melanom-Typen: Superfiziell spreitende Melanome treten vor allem bei hellhäutigen Menschen auf. Bei dunkelhäutigen Menschen und Asiaten kommen akrolentiginöse Melanome häufiger vor.

Neben den vier klassischen Melanom-Typen gibt es einen weiteren, als amelanotisches Melanom bezeichneten Typ, der sehr selten ist. Das amelanotische Melanom ist nicht gefärbt und daher besonders schwer zu erkennen.

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Woran erkennt man Hautkrebs?

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2. Ursachen von Melanom

Ein Melanom (schwarzer Hautkrebs) entsteht meist durch das Zusammenspiel mehrerer Ursachen. Einen grossen Einfluss hat die Sonneneinstrahlung: Menschen, die in ihrem Leben (vor allem in Kindheit und Jugend) übermässiger UV-Strahlung ausgesetzt waren, haben ein erhöhtes Risiko, Melanome zu entwickeln. Gefährlich ist nicht nur natürliches, sondern auch künstliches UV-Licht (Solarium).

Nicht alle Menschen, die zu viel Sonne abbekommen haben, entwickeln Melanome. Bei der Entstehung spielt auch die erbliche Veranlagung eine Rolle. Im Erbgut des Menschen sind zum Beispiel dessen Hauttyp sowie dessen Neigung zu Leberflecken festgelegt. Menschen mit einem hellen Hauttyp und vielen Leberflecken sind anfälliger für schwarzen Hautkrebs.

Darüber hinaus gibt es bestimmte Veränderungen (Mutationen) im Erbgut, die Melanome begünstigen. Diese Mutationen treten in manchen Familien gehäuft auf. Wenn ein Familienmitglied an einem malignen Melanom erkrankt, kann dies also bedeuten, dass man selbst auch ein erhöhtes Risiko für diese Krebsart hat.

Es gibt auch bestimmte Krankheiten, welche die Haut gegenüber Licht empfindlicher werden lassen und somit Melanome begünstigen. Auch Menschen mit geschwächter Immunabwehr (zum Beispiel durch Infektionen wie HIV) haben ein erhöhtes Risiko für schwarzen Hautkrebs.

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3. Symptome von Melanom

Bei einem malignen Melanom (schwarzer Hautkrebs) sind die Symptome meist auf die Haut beschränkt und treten als Pigmentflecken in Erscheinung, die sich kaum von anderen Muttermalen unterscheiden. In seltenen Fällen kann ein malignes Melanom im Auge (Aderhautmelanom) oder auf der Schleimhaut (zum Beispiel im Mund) entstehen. Maligne Melanome der Haut lassen sich mithilfe der sogenannten ABCDE-Regel von harmlosen Hautveränderungen unterscheiden. Sie besagt, wie ein schwarzer Hautkrebs typischerweise ausgeprägt ist:

 

  • A wie Asymmetrie: Melanome wachsen bevorzugt in eine Richtung. Ein Hautfleck mit asymmetrischer Form ist daher ein mögliches Symptom für ein malignes Melanom.
  • B wie Begrenzung: Die Begrenzung eines Melanoms ist unscharf und unregelmässig.
  • C wie Colorit: Trotz der Bezeichnung «schwarzer Hautkrebs» zeigen maligne Melanome eine in sich uneinheitliche Färbung. Die Farbe reicht von rötlich über braun und schwarz bis grau und selten weisslich.
  • D wie Durchmesser: Leberflecken, die rasch wachsen und deren Durchmesser grösser als fünf Millimeter ist, können auf schwarzen Hautkrebs hindeuten und lässt man am besten vom Hautarzt kontrollieren.
  • E wie Erhabenheit: Ein Melanom kann auch erhaben sein, also über die restliche Hautoberfläche leicht hinausragen.

Neben den Hautveränderungen verursacht schwarzer Hautkrebs lange Zeit häufig keine Beschwerden. Mögliche zusätzliche Melanom-Symptome sind Juckreiz und bluten und/oder nässen an Pigmentflecken. Daneben können eine dunkle Verfärbung und/oder plötzliche Ablösung eines Nagels Anzeichen für ein malignes Melanom sein.

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4. Diagnose von Melanom

Bei einem malignen Melanom (schwarzer Hautkrebs) ist die erste Diagnose in der Regel allein anhand des Aussehens der Hautveränderung und ganz ohne Entnahme einer Gewebeprobe aus dem Hauttumor möglich. Die ABCDE-Regel bietet dabei eine grobe Orientierung: Je mehr Kriterien die Hautveränderung erfüllt, desto wahrscheinlicher ist ein malignes Melanom.

Um das Aussehen der Hautveränderung genau zu beurteilen und ein mögliches malignes Melanom zu erkennen, kommt zur Diagnose die sogenannte Auflichtmikroskopie mit einem speziellem Lupeninstrument, dem Dermatoskop, zum Einsatz. Insbesondere die Pigmentierung lässt sich damit besser erkennen.

Entdeckt die Hautärztin eine verdächtige Hautstelle, wird sie diese unter örtlicher Betäubung mit einem Sicherheitsabstand von etwa zwei Millimetern herausschneiden und in ein Labor schicken. Dort untersucht ein speziell ausgebildeter Mediziner – ein sogenannter Pathologe – das entnommene Gewebe unter dem Mikroskop. Dabei wird zuerst ermittelt, ob das Gewebe Veränderungen aufweist, die für Krebs charakteristisch sind. Ist dies der Fall, wird festgestellt wie dick der Tumor ist und ob das Tumorgewebe bereits geschwürig verändert ist, die Haut also Schädigungen aufweist (sogenannte Ulzeration).

Je dicker der Tumor ist, umso höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass er sich bereits im Körper verbreitet (metastasiert) hat. Ab einer bestimmten Tumordicke (meist ein Millimeter) muss die Ärztin daher auch andere Körperbereiche auf Metastasen untersuchen. Dazu kann sie eine Blutuntersuchung sowie verschiedene bildgebende Verfahren (zum Beispiel Ultraschall, Röntgen, CT, MRT) einsetzen.

Wenn Melanome streuen, verteilen sich die Metastasen meist in der näheren Umgebung des Tumors und/oder in den nahegelegenen Lymphknoten, den sogenannten Wächterlymphknoten. Um festzustellen, ob die Wächterlymphknoten bereits gefallen sind, kann die Ärztin diese entnehmen und ebenfalls von einem Pathologen untersuchen lassen.

Auf Grundlage der Befunde (Tumordicke, Metastasierung) kann die Ärztin das Stadium der Krebserkrankung bestimmen. Dies ist zum einen wichtig, weil sich die Behandlung nach dem Stadium des Melanoms richtet. Zum anderen kann die Ärztin anhand des Stadiums einschätzen, wie hoch die Heilungschancen sind.

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5. Therapie von Melanom

Bei blossem Verdacht auf ein Melanom (schwarzer Hautkrebs) besteht der erste Schritt zur Therapie darin, das tumorverdächtige Pigmentmal vollständig zu entfernen. Diese Operation erfolgt unter örtlicher Betäubung und mit ausreichendem Sicherheitsabstand um das maligne Melanom herum.

Erweist sich das entnommene Gewebe in der Laboruntersuchung tatsächlich als malignes Melanom, ist die weitere Behandlung vom Stadium der Krebserkrankung abhängig:

 

  • Hat das maligne Melanom bereits eine Tumordicke von mehr als einem Millimeter erreicht, wird die Ärztin in einer weiteren Operation auch das umliegende Gewebe sowie den nächstgelegenen Lymphknoten herausschneiden und auf Metastasen untersuchen lassen. Ist der Lymphknoten von Metastasen betroffen, entfernt die Ärztin auch alle weiteren nahegelegenen Lymphknoten.
  • Ab einer Tumordicke von zwei Millimetern kann die Ärztin zudem zu einer sogenannten Immuntherapie mit Interferonen raten.
  • Haben sich zudem Metastasen in anderen Organen (sogenannte Fernmetastasen) gebildet, sind die Heilungschancen in der Regel schlecht. Die Therapie zielt dann vor allem darauf ab, die Beschwerden zu lindern.

Die Dicke des Hauttumors und seine Eindringtiefe sind wichtige Faktoren, um die Heilungschancen vorhersagen zu können.

Immuntherapie mit Interferonen

Bei der Immuntherapie bekommt der Patient sogenannte Interferone verabreicht. Diese Stoffe kann der Körper auch selbst bilden. Sie helfen ihm beispielsweise dabei, bestimmte Viren abzuwehren. Es hat sich gezeigt, dass Interferone das körpereigene Abwehrsystem auch bei der Bekämpfung von Krebszellen unterstützen können.

Deshalb werden Interferone mittlerweile künstlich hergestellt und zur Therapie bestimmter Krebsarten eingesetzt. Bei schwarzem Hautkrebs kommen sie in der Regel nur bei Patienten zum Einsatz, deren Tumor bereits eine gewisse Dicke erreicht hat, bei denen also ein erhöhtes Risiko für Metastasen besteht.

In einigen Untersuchungen hat sich gezeigt, dass eine Interferon-Therapie bei diesen Patienten die Überlebenschancen verbessern kann. Allerdings hat die Behandlung mit Interferonen auch Nebenwirkungen. Sie kann beispielsweise grippeähnliche Beschwerden und Verdauungsprobleme verursachen.

Therapie bei Metastasen in anderen Organen

Wenn sich die Krebserkrankung bereits im Körper ausgebreitet hat und andere Organe (zum Beispiel Knochen, Lunge, Leber) betroffen sind, kann die Therapie selten eine Heilung herbeiführen. Sie kann aber oft die Beschwerden lindern und mitunter die Lebenszeit verlängern.

Die Ärztin kann unter anderem folgende Therapiemöglichkeiten vorschlagen:

 

  • operative Entfernung der Metastasen (falls möglich)
  • Strahlentherapie
  • Therapie mit bestimmten Antikörpern

All diese Behandlungsformen haben Nebenwirkungen, die zum Teil erheblich sind. Ob ihr Einsatz trotzdem sinnvoll ist, hängt unter anderem vom Gesundheitszustand des Patienten ab und sollten Ärztin und Patient gemeinsam abwägen.

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Antikörper-Therapie

Das körpereigene Abwehrsystem ist normalerweise dazu in der Lage, Krebszellen zu beseitigen. Leider gelingt es Krebszellen manchmal, sich vor dem Immunsystem zu verstecken. Bestimmte Antikörper können das verhindern. Sie helfen dem Immunsystem dabei, Krebszellen zu erkennen und den Tumor zu bekämpfen.

Antikörper sind Stoffe, die der Körper normalerweise selbst bildet, um sich vor Krankheitserregern wie Viren und Bakterien zu schützen. Seit man erkannt hat, dass bestimmte Antikörper auch bei der Bekämpfung von Krebszellen helfen können, werden diese Antikörper im Labor hergestellt und zur Therapie bestimmter Krebserkrankungen eingesetzt.

Untersuchungen legen nahe, dass die Antikörper-Therapie bei einigen Betroffenen zu einem Rückgang der Metastasen führen und die Überlebenszeit verlängern kann. Allerdings spricht insgesamt nur ein kleiner Teil der Patienten mit schwarzem Hautkrebs und Metastasen auf die Behandlung mit Antikörpern an.

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6. Verlauf von Melanom

Je früher es gelingt, ein malignes Melanom (schwarzer Hautkrebs) zu erkennen und entsprechend zu behandeln, desto besser sind Verlauf und Prognose. Gelingt es, das Melanom im Anfangsstadium zu entfernen, wenn es noch weniger als ein Millimeter dick ist, überleben etwa 90 Prozent der Patienten die ersten fünf Jahre nach der Diagnose.

Bei grösseren Tumoren (vier Millimeter oder dicker), die noch keine Metastasen gebildet haben, ist die Prognose ebenfalls gut. Fünf Jahre nach der Diagnose leben dabei noch ungefähr 85 Prozent der Patienten.

Unbehandelt breitet sich schwarzer Hautkrebs im weiteren Verlauf immer weiter aus. Dabei wächst ein malignes Melanom sowohl in waagerechter als auch in senkrechter Richtung. Das senkrechte Wachstum ist für die Prognose wichtig: Die unterste Schicht der Oberhaut stellt vorübergehend eine Schranke zu den Blut- und Lymphgefässen der Oberhaut dar. Durchdringt ein Melanom sie, können sich die Krebszellen über Blut- und Lymphbahnen im ganzen Körper verbreiten und in anderen Organen Metastasen (Tochtergeschwülste) bilden. Am häufigsten geschieht dies in Lymphknoten, Lunge, Leber, Knochen und Gehirn.

Bereits bei örtlichen Metastasen (in der näheren Umgebung und/oder in Lymphknoten) zum Zeitpunkt der Diagnose verringert sich die Lebenserwartung deutlich: Nur 20 bis 40 Prozent der Patienten leben fünf Jahre nach der Diagnose noch.

Hat das Melanom schon in andere Organe gestreut, also sogenannte Fernmetastasen gebildet, besteht meist keine Aussicht auf Heilung. Nur etwa fünf Prozent der Patienten mit schwarzem Hautkrebs und Fernmetastasen überleben die ersten fünf Jahre nach der Diagnose.

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7. Vorbeugen gegen Melanom

Sie können einem Melanom (schwarzer Hautkrebs) bedingt vorbeugen, indem Sie die äusseren Risikofaktoren vermeiden. Vor allem für sehr hellhäutige Menschen und Kinder ist es sehr wichtig, intensive UV-Strahlung zu meiden. Dies gilt sowohl für künstliche (Solarium) als auch für natürliche UV-Strahlung. Zur Vorbeugung eines Melanoms ist daher Folgendes wichtig:

 

  • Meiden Sie Sonnenlicht besonders im Sommer im Zeitraum von zwei Stunden vor bis zwei Stunden nach dem Sonnenhöchststand völlig.
  • Wenn Sie sich in der Sonne aufhalten, schützen Sie sich stets ausreichend: durch Lichtschutzpräparate, lichtdichte Textilien, eine Kopfbedeckung und eine UV-abschwächende Sonnenbrille.

Zum Vorbeugen von Hautkrebs wie dem malignen Melanom ist der Sonnenschutz für Kinder besonders wichtig.

Neben den Massnahmen zum Vorbeugen ist auch eine Früherkennung wichtig: Um ein malignes Melanom rechtzeitig zu erkennen, ist es ratsam, den eigenen Körper regelmässig genau zu betrachten. Lassen Sie bei dieser Selbstuntersuchung auch die Fussflächen, den Rücken und die Kopfhaut nicht aus. Stellen, die nicht gut zu sehen sind, können Sie beispielsweise vom Partner auf auffällige Pigmentmale untersuchen lassen. Die Selbstuntersuchung der Haut ist sehr wichtig, da schwarzer Hautkrebs im Frühstadium (Stadium I) die besten Heilungschancen hat. Stellen Sie auffällige Hautveränderungen fest, lassen Sie diese daher am besten gleich vom Arzt überprüfen.

Wenn Sie zu einer Melanom-Risikogruppe gehören, ist für Sie einmal jährlich einen Kontrollbesuch beim Hautarzt empfehlenswert. Ihr Risiko für ein malignes Melanom ist zum Beispiel hoch, wenn:

 

  • Sie sehr hellhäutig sind und blonde oder rötliche Haare haben,
  • Sie viele Muttermale haben,
  • Sie im Laufe Ihres Lebens häufig Sonnenstrahlung ausgesetzt waren, und
  • in Ihrer Familie bereits schwarzer Hautkrebs aufgetreten ist.

Nachsorge

Nach einer Melanom-Operation ist eine regelmässige Nachuntersuchung wichtig: Auch ein angemessen behandelter schwarzer Hautkrebs ist mit einem Risiko für Metastasen verbunden. Dieses ist innerhalb der ersten fünf Jahre nach der Behandlung am höchsten, danach sinkt es. Daher ist es im Verlauf dieser fünf Jahre ratsam, sich alle drei bis sechs Monate vom Hautarzt untersuchen zu lassen.