Von

1. Überblick

Der Begriff Nesselsucht kommt nicht von ungefähr: Juckreiz und Quaddeln sind typische Symptome – ähnlich wie nach dem Kontakt mit einer Brennnessel. Die Nesselsucht (Urtikaria) zählt zu den weltweit häufigsten Hautkrankheiten.

Die Herausforderung: Nesselsucht ist nicht gleich Nesselsucht – vielmehr gibt es zahlreiche Auslöser, die zu einer Urtikaria führen können, so zum Beispiel Kälte, Druck oder auch eine Nahrungsmittelunverträglichkeit. Die Ursachenforschung gleicht daher häufig der Suche nach der berühmten Stecknadel im Heuhaufen. Antihistaminika können die Symptome in den meisten Fällen lindern.

Eine Nesselsucht stellt für die erkrankte Person oft eine grosse Belastung dar. Hinzu kommt die Befürchtung von manchen Aussenstehenden, dass Nesselsucht ansteckend sein könnte – was jedoch nicht der Fall ist. Der Begriff Urtikaria leitet sich vom lateinischen Begriff urtica ab, der so viel wie «Brennnessel» bedeutet. Er weist auf die charakteristischen Symptome der Nesselsucht hin, die den Folgen des Brennnessel-Kontakts vergleichbar sind: Es entwickelt sich ein geröteter, quaddelartiger Hautausschlag, der zum Teil sehr stark juckt. In etwa der Hälfte der Fälle kommt es bei einer Urtikaria ausserdem zu grossflächigen Schwellungen des Unterhautgewebes oder bestimmter Schleimhautbereiche, sogenannten Angioödemen.

Die Nesselsucht ist eine komplexe und komplizierte Überempfindlichkeitsreaktion der Haut. Die Urtikaria wird durch bestimmte Zellen des Immunsystems, die sogenannten Mastzellen, ausgelöst. Auf einen Auslöser hin schütten die Mastzellen bestimmte Botenstoffe (insbesondere Histamin) aus, die das Startsignal für eine örtlich begrenzte oder sich grossflächig ausbreitende Entzündung der Haut geben. Die möglichen Auslöser einer Nesselsucht sind vielfältig. Sie reichen von bestimmten Medikamenten wie beispielsweise Antibiotika über Nahrungsmittel (z.B. Obst, Gemüse, Getreide, Milchprodukte, Eier) bis hin zu Kälte, Hitze und akuten oder auch chronischen Infektionen.

Dauert eine Nesselsucht nicht länger als sechs Wochen, spricht man von einer akuten Urtikaria. Häufig gewinnt die Haut bereits nach spätestens 24 Stunden ihr normales, gesundes Erscheinungsbild zurück. Schwellung, Rötung und Juckreiz verschwinden.

Wenn die Erkrankung länger als sechs Wochen auftritt, spricht man von einer chronischen Nesselsucht. Je nach Schweregrad der chronischen Urtikaria können die auftretenden Hautausschläge und Schwellungen Beruf und Privatleben einschränken. Der zusätzliche Juckreiz ist lästig, aber harmlos und lässt sich in der Regel gut behandeln.

2. Definition

Der Begriff Nesselsucht (Urtikaria) beschreibt eine ganze Gruppe von Erkrankungen. Ihnen gemeinsam ist der typische, juckende Hautausschlag in Form von Quaddeln.

Man kann bei Nesselsucht hinsichtlich der Dauer zwei Grundformen unterscheiden: akute Nesselsucht und chronische Nesselsucht. In anderen Klassifikationen unterscheiden Mediziner einzelne Urtikaria-Formen nach ihrem jeweiligen Auslöser.

Die bei einer Nesselsucht auftretenden Quaddeln grenzen sich klar, wenn auch unregelmässig gemustert, gegenüber den gesunden Hautarealen ab. Die Haut ist gerötet und juckt, manchmal kommt ein Brennen hinzu. In etwa der Hälfte der Fälle tritt begleitend eine polsterartige Schwellung des Unterhautgewebes oder bestimmter Schleimhautbereiche auf (sog. Angioödem). Nur selten kommt es im Rahmen einer Urtikaria zu einer starken, unangemessenen Überempfindlichkeitsreaktion des Körpers, einer sogenannten Anaphylaxie, die unbehandelt lebensbedrohlich sein kann.

Unterscheidung zwischen akuter und chronischer Nesselsucht

Eine akute Nesselsucht liegt dann vor, wenn die Erkrankung nicht länger als sechs Wochen andauert. In über 90 Prozent aller Fälle heilt eine akute Nesselsucht spätestens sechs Wochen nach dem ersten Auftreten spontan ab. Die chronische Nesselsucht tritt dagegen länger als sechs Wochen auf.

Verläuft eine Urtikaria chronisch, kann man verschiedene Verlaufsformen unterscheiden:

  • Die chronisch-kontinuierliche Nesselsucht zeichnet sich durch täglich Schübe mit Quaddeln und Juckreiz aus.
  • Bei der chronisch-rezidivierenden Nesselsucht wechseln sich Krankheitsschübe und symptomfreie Phasen ab, wobei sowohl Krankheitsschübe als auch symptomfreie Phasen Wochen oder Monate andauern können.

Unterscheidung nach dem Auslöser

Die Auslöser einer Urtikaria sind vielfältig. Daher unterscheidet man drei unterschiedliche Urtikaria-Formen und zwölf Unterformen im Krankheitsgebiet Nesselsucht – egal, ob es sich um eine akute Urtikaria oder um eine chronische Urtikaria handelt.

Formen und Unterformen einer Nesselsucht
Form Unterform Auslöser
Spontane Urtikaria Akute spontane Urtikaria Es bilden sich spontan, «wie aus heiterem Himmel» Quaddeln oder Angioödeme, die spätestens nach 6 Wochen abklingen.
Chronische spontane Urtikaria Es bilden sich spontan, «wie aus heiterem Himmel» Quaddeln oder Angioödeme, die Symptome halten länger als 6 Wochen an.
Physikalische Urtikaria Wärmeurtikaria Kontakt der Haut mit Wärme
Kälteurtikaria Kontakt der Haut mit Kälte
Urticaria factitia Scherkräfte durch z.B. Reiben, Kratzen, Scheuern auf der Haut
Lichturtikaria UV-Licht oder Sonnenlicht
Druckurtikaria Druck
Vibrationsurtikaria / Vibrationsangioödem Vibrationen
Sonstige Formen Aquagene Urtikaria Kontakt der Haut mit Wasser
Cholinergische Urtikaria Erhöhte Körperkerntemperatur (z.B. durch heisses Baden)
Kontakturtikaria Hautkontakt mit bestimmten Substanzen
Anstrengungsinduzierte Urtikaria / Anaphylaxie Körperliche Anstrengung

3. Ursachen

Bei einer Nesselsucht (Urtikaria) kommen viele Ursachen als Auslöser für die Quaddeln infrage: Wärme, Kälte, Druck oder Lichteinwirkung sind nur einige davon.

Egal, welcher Auslöser zu den Symptomen geführt hat – alle Formen einer Nesselsucht haben eine Gemeinsamkeit:

Die sogenannten Mastzellen des Immunsystems setzen bestimmte Botenstoffe (insbesondere Histamin) frei, die das Startsignal für eine örtlich begrenzte oder sich grossflächig ausbreitende Entzündung der Haut geben. In der Folge weiten sich die Hautgefässe, die Haut schwillt an, wird rot, juckt – und es bilden sich Quaddeln.

Mastzellen sind Abwehrzellen des Immunsystems, die normalerweise aktiv werden, wenn Eindringlinge wie Parasiten oder Bakterien in den Körper gelangen. Bei einer Nesselsucht reagieren die Mastzellen fehlerhaft.

Je nach Form kann sich eine Urtikaria durch unterschiedliche Auslöser bilden, die jedoch nicht die eigentlichen Ursachen darstellen. Bei der sogenannten physikalischen Urtikaria sind dies insbesondere:

  • Scherkräfte durch z.B. Reiben, Kratzen, Scheuern auf der Haut (Urticaria factitia)
  • Druck (sog. Druckurtikaria)
  • Vibration (sog. Vibrationsurtikaria)
  • Wärme (sog. Wärmeurtikaria)
  • Kälte (sog. Kälteurtikaria)
  • UV-Licht oder sichtbares Licht (sog. Lichturtikaria)

Darüber hinaus gibt es Nesselsucht-Formen mit anderen Auslösern wie:

  • Flüssigkeiten (sog. aquagene Urtikaria)
  • Erhöhte Körperkerntemperatur, z.B. durch ein heisses Bad oder scharfe Gewürze (sog. cholinergische Urtikaria)
  • Kontakt mit bestimmten Substanzen, auf die man allergisch reagiert (sog. Kontakturtikaria)
  • Körperliche Anstrengung (sog. anstrengungsinduzierte Urtikaria)

Bei den spontanen Formen einer Nesselsucht bilden sich die Symptome, ohne dass es einen ersichtlichen Auslöser gibt – anders als die anderen Formen kann die spontane Urtikaria nicht bewusst provoziert werden.

Die eigentlichen Ursachen einer Urtikaria bleiben häufig unbekannt und richten sich auch danach, um welche Form der Nesselsucht es sich handelt. Oft in Verbindung mit Nesselsucht stehen beispielsweise:

  • Viruserkrankungen wie Hepatitis
  • Innere Erkrankungen, z.B. Amyloidose, Magen-Darm-Erkrankungen
  • Autoimmunerkrankungen wie z.B. Lupus erythematodes
  • Stress
  • Infekte im HNO-Bereich
  • Infektionen mit Parasiten, z.B. Würmer
  • Medikamente, z.B. Antibiotika, Acetylsalicylsäure, Insulin
  • Nahrungsmittelallergien / -unverträglichkeiten
  • Allergene, z.B. Latex

Physikalische Urtikaria

Es gibt verschiedene Formen der physikalischen Nesselsucht. Dazu zählen:

  • Urticaria factitia
  • Druckurtikaria
  • Vibrationsurtikaria
  • Kälteurtikaria
  • Wärmeurtikaria
  • Lichturtikaria

Die physikalische Urtikaria wird durch Druck- und Temperaturreize sowie durch bestimmte Strahlungsformen ausgelöst. Sie hängt von der Reizdosis ab, also beispielsweise von Dauer und Stärke eines auslösenden Kältereizes. Sie tritt in der Regel ausschliesslich dort auf, wo der Reiz auf den jeweiligen Hautbereich eingewirkt hat.

Die physikalische Urtikaria kann sich allerdings auch großflächig über die Kontaktzone hinaus ausbreiten. Zu dieser häufig chronisch verlaufenden Form zählt beispielsweise die Urticaria factitia.

Urticaria factitia, Druckurtikaria, Vibrationsurtikaria

Die Urticaria factitia, die Druckurtikaria und die Vibrationsurtikaria werden durch mechanische Reize verursacht.

Die Urticaria factitia oder Hautschriftnesselsucht ist die häufigste Form der physikalischen Urtikaria. Sie wird durch Krafteinwirkung wie zum Beispiel Kratzen, Scheuern oder Reiben ausgelöst. Die Haut reagiert innerhalb von Minuten mit Quaddelbildung und Juckreiz.

Bei der Urticaria factitia tarda tritt der charakteristische Hautausschlag mit einer Verzögerung von mindestens 30 Minuten bis maximal vier Stunden nach der Reizung auf und dauert zwischen zwei und acht Stunden an.

Reiben, Kratzen oder Scheuern sind die Auslöser – die eigentlichen Ursachen einer Urticaria factitia bleiben jedoch meist unbekannt. Man geht davon aus, dass verschiedene Ursachen infrage kommen, so zum Beispiel:

  • eine Unverträglichkeit gegen bestimmte Medikamente wie etwa Penicillin, Acetylsalicylsäure, Lidocain oder Codein

  • Parasitenbefall

  • sogenannte Mastozytose

Bei der Mastozytose befinden sich übermäßig viele Mastzellen in der Haut oder den Organen, die bei Reizen überreagieren. Möglicherweise spielen auch Intoleranzreaktionen gegen bestimmte Lebensmittel eine Rolle.

Offenbar führen Scherkräfte wie etwa Reibung dazu, dass die Mastzellen in der Haut vermehrt den Botenstoff Histamin freisetzen, sodass sich Quaddeln bilden. Warum dies aber so ist, ist bislang nicht abschließend geklärt.

Die Druckurtikaria tritt mit einer zeitlichen Verzögerung von vier bis acht Stunden auf. Auslöser ist hier beispielsweise enge Kleidung, zum Beispiel ein Gürtel. Entsteht eine Nesselsucht nach Vibration – beispielsweise durch Arbeiten mit einem Presslufthammer –, spricht man von einer Vibrationsurtikaria.

Weitere Urtikariaformen

Eine cholinergische Urtikaria kann entstehen, wenn sich die Körperkerntemperatur erhöht. Die cholinergische Urtikaria wird daher auch als Schwitzurtikaria bezeichnet, da sich die Körpertemperatur zum Beispiel bei psychischem Stress, nach dem Essen von scharfen Speisen oder beim Baden in heissem Wasser erhöht. Die cholinergische Nesselsucht tritt als grossflächiger Hautausschlag auf und besteht aus einer Vielzahl einzelner, kleiner Quaddeln.

Eine erhöhte Körpertemperatur kann auch bei körperlicher Betätigung entstehen. In diesem Fall spricht man von einer Anstrengungsurtikaria.

Selten ist die sogenannte aquagene Urtikaria (Wasserurtikaria). Hierbei prägen sich maximal 30 Minuten nach längerem Wasserkontakt insbesondere am Oberkörper, seltener im Gesicht oder an den Beinen, stecknadelkopfgrosse gerötete Quaddeln aus.

Bei einer Kontakturtikaria entstehen die typischen Quaddeln nach Berührung der Haut als allergische Reaktion auf bestimmte Substanzen.

Die eher seltene allergische Kontakturtikaria kann durch bestimmte Medikamente wie beispielsweise Penicilline und andere Antibiotika, aber auch durch Impfstoffe und Blutprodukte ausgelöst werden. Weitere mögliche Auslöser sind unter anderem der Kontakt zu Insektengiften, beispielsweise durch einen Wespenstich, ebenso wie die unterschiedlichsten Nahrungsmittel. Die Palette infrage kommender Ursachen einer allergischen Urtikaria umfasst dabei nahezu das gesamte Spektrum an Nahrungsmitteln, angefangen von Obst und Gemüse über Getreide- und Milchprodukte bis hin zu tierischen Produkten wie Hühnerei.

Kälte-Urtikaria, Wärme-Urtikaria, Licht-Urtikaria

Der Kontakt zu Eis, kalten Metallen oder kaltem Wasser verursachen eine Form der Nesselsucht (Urtikaria), die als Kälte-Urtikaria bezeichnet wird. Sie tritt sowohl örtlich begrenzt als auch grossflächig verbreitet auf. Die durch Kälte ausgelöste Nesselsucht kann lebensbedrohlich sein, da eine überschiessende Reaktion des Immunsystems (Anaphylaxie) auftreten kann, zum Beispiel beim Sprung in eiskaltes Wasser. In seltenen Fällen können die Schleimhäute durch kalte Getränke deutlich anschwellen. Auch hierbei handelt es sich um eine Kälte-Urtikaria. Aber auch Wärmeeinwirkung kann eine Urtikaria auslösen. Man spricht dann von einer Wärme-Urtikaria.

Die genauen Ursachen einer Kälte-Urtikaria sind unbekannt. In manchen Fällen scheinen bestimmte Infektionskrankheiten (z.B. pfeiffersches Drüsenfieber, Syphilis, Masern, Borreliose), aber auch andere Erkrankungen, mit der Nesselsucht in Verbindung zu stehen. Manchmal verschwindet die Nesselsucht, nachdem die Erkrankung erfolgreich behandelt wurde – jedoch nicht immer. Darüber hinaus haben Personen mit Kälte-Urtikaria häufiger Nahrungsmittelallergien oder Allergien gegen Tiergifte als andere Menschen. Zudem könnten Entzündungen, etwa im Hals-Nasen-Ohrenbereich, mit einer Kälte-Urtikaria in Zusammenhang stehen, aber auch Medikamente.

Die Licht-Urtikaria wird durch Einwirkung von Licht ausgelöst. Sowohl normales Tageslicht als auch UVA-Strahlung (Solarium, Halogenlampen) können diese Form der Nesselsucht auslösen.

4. Symptome

Es gibt unterschiedliche Formen von Nesselsucht (Urtikaria) – bestimmte Symptome sind jedoch allein gemeinsam.

Bei einer Nesselsucht treten typische Symptome auf, wie:

  • starker Juckreiz, selten auch Brennen
  • rötlicher Hautausschlag in Form von Quaddeln
  • sowie in vielen Fällen polsterartig geschwollenes Unterhautgewebe (sog. Angioödem)


In der Regel beginnt die Nesselsucht mit einem Juckreiz an einer Körperstelle. Der für eine Nesselsucht typische Juckreiz unterscheidet sich beispielsweise vom Juckreiz bei Ekzemen dadurch, dass Betroffene die juckende Stelle eher reiben oder drücken und weniger aufkratzen. Im weiteren Verlauf der Urtikaria bildet sich ein rötlicher Hautausschlag in Form von Quaddeln, der an die Hautirritationen nach einem Kontakt mit Brennnesseln erinnert – daher der Begriff Nesselsucht. Der Hautausschlag grenzt sich deutlich, wenn auch unregelmässig gemustert gegenüber den gesunden Hautarealen ab. Er ist rötlich, rot – oder bei Druck auf ein Gefäss – weiss gefärbt.

Die Quaddeln bilden sich in der Regel nach spätestens 24 Stunden zurück. Unter Umständen können die bei Nesselsucht auftretenden Symptome allerdings Wochen, Monate und in seltenen Fällen auch Jahre oder Jahrzehnte mehrmals täglich auftreten. Die Quaddeln können dabei sehr begrenzt auftreten, sich aber auch über grössere Hautbereiche ausdehnen. Die Schwere des Hautausschlags beurteilt der Hautarzt anhand der Anzahl und Grösse der betroffenen Hautareale sowie der Stärke des Juckreizes.

Angioödem

In etwa der Hälfte der Fälle kann ein sogenanntes Angioödem zusätzlich zum nesselartigen Hautausschlag auftreten. Beim Angioödem handelt es sich um polsterartige, elastische Hautschwellungen des Gewebes unter der Haut oder der Schleimhäute, die durch Ansammlung von wässriger Flüssigkeit entstehen. Ein Angioödem bildet sich häufig im Gesicht, an Händen und Füssen und im Genitalbereich. Im Bereich der Schleimhäute können Kehlkopf, Kehlkopfregion oder Zunge anschwellen. Die Schwellungen sind manchmal mit Schmerzen oder Juckreiz verbunden und bleiben in der Regel länger bestehen als die Quaddeln – bis zu 72 Stunden.

Ein Angioödem tritt meist in Folge einer akuten Nesselsucht auf. Es weist auf eine Überempfindlichkeitsreaktion des Körpers (Anaphylaxie) hin. So kann es zu einem Anschwellen von Zunge, Kehlkopf oder Kehlkopfraum kommen. Zusätzlich können sich die Atemwege krampfartig verengen und einen Asthmaanfall auslösen. Bestimmte Magen-Darm-Symptome wie zum Beispiel Durchfall und Erbrechen sind beim Angioödem ebenso möglich wie Fieber (Nesselfieber).

Anaphylaktischer Schock

Tritt eine Nesselsucht (Urtikaria) im Rahmen einer Allergie auf, kann es in seltenen Fällen zu einem allergischen (anaphylaktischen) Schock kommen. Reagiert eine Person zum Beispiel auf Bienenstiche allergisch, kann sich dies unter anderem in den Symptomen einer Urtikaria mit Juckreiz, Quaddelbildung und Schwellungen äussern, bis hin zum Schock.

Ein anaphylaktischer Schock ist ein medizinischer Notfall, der notärztlich versorgt werden muss. Rufen Sie bei Verdacht sofort den Notarzt!

Der anaphylaktische Schock ist zudem durch die folgenden Symptome gekennzeichnet:

Unbehandelt kann die Kombination der Symptome zum Herz-Kreislauf- und Atemstillstand führen.

5. Diagnose

Für eine Nesselsucht (Urtikaria) gibt es zahlreiche Auslöser. Um bei Nesselsucht eine Diagnose zu stellen, stehen für den behandelnden Arzt vor dem Hintergrund der Vielzahl an unterschiedlichen Nesselsucht-Typen insbesondere zwei Ziele im Vordergrund: Zum einen wird er durch eine detaillierte Befragung versuchen, gemeinsam mit dem Betroffenen die Ursache für die Nesselsucht heraus zu finden. Zum anderen wird er die begleitend auftretenden Symptome behandeln.

Eingehende Befragung

Dazu fragt der Arzt bei der Diagnose der Nesselsucht (Urtikaria) die bisherige Krankheitsgeschichte ab (Anamnese). So wird er beispielsweise wissen wollen:

  • seit wann die Nesselsucht besteht.
  • wie lange und wie häufig der Hautausschlag bisher in Erscheinung getreten ist.
  • ob es Änderungen des Ausschlags im Tagesverlauf gibt.
  • ob und inwiefern vorhergehende Urtikarien behandelt wurden.

Zusätzlich wird er bei der Diagnose der Nesselsucht nach Zusammenhängen mit bestimmten Ereignissen fragen:

  • Tritt die Nesselsucht, wenn sie wiederkehrend ist, vor allem an Wochenenden, in den Ferien oder bei Reisen in fremde Länder auf?
  • Gibt es Vorerkrankungen?
  • Kommt Nesselsucht in der Familie gehäuft vor?
  • Wie steht es um Genussfaktoren wie Rauchen und Alkoholgenuss?
  • Sind Nahrungsmittel- oder Medikamentenunverträglichkeiten bekannt?

Er wird ausserdem nach Auslösefaktoren wie möglichen Infektionen, Medikamenten oder Nahrungsmitteln fragen. Um die Suche nach der Ursache zu unterstützen, empfiehlt sich vor allem für Betroffene von chronischer Nesselsucht, ein entsprechendes Urtikaria-Tagebuch zu führen.

Laboruntersuchungen

Am Ende der Diagnose einer Nesselsucht (Urtikaria) steht eine eingehende Untersuchung des Betroffenen. Dauert die Nesselsucht länger an, erfolgen zusätzliche Laboruntersuchungen, die andere Erkrankungen ausschliessen – so zum Beispiel mithilfe einer Blut-, Urinprobe- oder Stuhlprobe.

Physikalische Ursachen

Besteht im Zuge der Diagnose der Nesselsucht (Urtikaria) der Verdacht, dass physikalische Faktoren wie beispielsweise Wärme oder Kälte die Nesselsucht ausgelöst haben, so führt der Arzt sogenannte Provokationstests durch. Beim Provokationstest reizt er einen bestimmten Hautbereich genau auf den im Verdacht stehenden Auslöser, also zum Beispiel die Reaktion der Haut auf einen Kältereiz oder auf körperliche Anstrengung.

Allergien

Zusätzlich werden bei der Diagnose der Nesselsucht (Urtikaria) – wenn erforderlich – allergologische Tests wie beispielsweise der Prick-Test (Stichtest) durchgeführt, mit dessen Hilfe sich bestimmte Allergene als Auslöser der Nesselsucht identifizieren lassen. Beim Prick-Test tropft der Arzt die zu testenden Allergene als Lösung auf den Unterarm und sticht anschliessend die Haut unter dem Tropfen mit einer sogenannten Prick-Nadel oder Prick-Lanzette an. Bilden sich an der entsprechenden Stelle Quaddeln, dann deutet das auf eine allergische Reaktion auf das jeweilige Allergen hin.

Der Intrakutan-Test kommt bei der Diagnose der Nesselsucht häufig zum Einsatz, wenn ein Verdacht auf eine allergische Reaktion gegen ein Medikament wie zum Beispiel Penicillin besteht. Ausserdem eignet er sich zum Test auf Allergien gegen Insektengifte, Nahrungsmittel, Milben oder Pollen. In seltenen Fällen führt der Arzt auch sogenannte Provokationstests durch, bei denen der Betroffene das mögliche Allergen unter natürlichen Bedingungen einnimmt, zum Beispiel in Form einer Tablette, wenn ein Medikament als Auslöser in Verdacht steht. Das findet allerdings nur nach vorheriger Risiko-Nutzen-Abwägung durch den Arzt statt. Zusätzlich kann auch eine sogenannte RAST-Diagnostik durchgeführt werden, mit der vorhandene allergiespezifische Antikörper (IgE-Antikörper) im Blut nachgewiesen werden.

6. Therapie

Bei der Nesselsucht (Urtikaria) stützt sich die Therapie im Wesentlichen auf drei Säulen:

  • Vermeidung der Auslöser, indem man beispielweise Nahrungsmittel, die eine Nesselsucht hervorrufen, absetzt oder die auslösenden Infektionen behandelt.
  • Wirkstoffe aus der Klasse der sog. Antihistaminika können die Wirkung der Histamine blockieren, die die Nesselsucht hervorrufen.
  • Kurzzeitige Behandlung durch entzündungshemmende Wirkstoffe wie beispielsweise aus der Gruppe der Glukokortikoide oder der Immunsuppressiva (z.B. Ciclosporin). Sie stabilisieren die massgeblich an der Entstehung der Nesselsucht beteiligten Immunzellen, die sog. Mastzellen, und verringern die Ausschüttung des Entzündungsstoffs Histamin.

Glücklicherweise dauert es meist nur wenige Tage, bis die Beschwerden einer akuten Nesselsucht auch ohne Behandlung von alleine wieder abklingen. Deshalb wird eine akute Nesselsucht auch nur symptomatisch behandelt, das heisst, das Auftreten von Quaddeln und Juckreiz wird mit Medikamenten, sogenannten Antihistaminika (Antiallergika), unterdrückt.

Wenn eine akute Urtikaria schwer verläuft und zum Beispiel mit Angioödemen, Schluckbeschwerden oder Atemnot einhergeht, kommen in der Behandlung auch andere Medikamente (wie z.B. Kortison) zum Einsatz.

Die erfolgreiche Therapie einer akuten Urtikaria und insbesondere einer chronischen Urtikaria kann langwierig sein und erfordert viel Geduld.

Symptom-Behandlung bei Nesselsucht

Bei der Nesselsucht beginnt die Behandlung meist mit der Suche nach den Ursachen. Diese Suche erstreckt sich jedoch mitunter über einen längeren Zeitraum. Der Arzt wird die Nesselsucht-Behandlung deshalb damit beginnen, die Symptome zu behandeln, unabhängig davon, ob die Ursachen bekannt oder unbekannt sind. In der Regel nutzt man hierfür Medikamente mit Wirkstoffen aus der Klasse der H1-Antihistaminika. Diese Wirkstoffklasse ist bereits seit den 1950er Jahren bei der Nesselsucht-Behandlung im Einsatz und wurde seit dem fortlaufend weiter entwickelt. Die heute vielfach in der Urtikaria-Behandlung eingesetzte neue Generation der H1-Antihistamine ist gegenüber den älteren Wirkstoffen in der Regel besser verträglich.

Bleibt eine Nesselsucht-Behandlung mit Antihistaminen auch nach Erhöhung der Dosis ohne zufriedenstellende Wirkung, so wird der Arzt im nächsten Schritt der Nesselsucht-Therapie zur Einnahme von sogenannten Glukokortikoiden raten. Sie stabilisieren die sogenannten Mastzellen, also diejenigen Zellen des Immunsystems, die massgeblich an der Entstehung der Nesselsucht beteiligt sind. Diese schütten dadurch den Entzündungsstoff Histamin weniger aus. Allerdings sind Glukokortikoide nur für die kurzzeitige Urtikaria-Therapie geeignet, da sie in der Langzeittherapie gesundheitsschädliche Nebenwirkungen entfalten. Deswegen kommen Glukokortikoide insbesondere bei akuter Nesselsucht zum Einsatz sowie bei einer spontanen Verschlechterung einer chronischen Urtikaria.

Antihistamine und Ciclosporin

In einigen Fällen setzt der Arzt bei der Nesselsucht-Behandlung eine Kombination aus H1-Antihistaminen und Ciclosporin ein. Während die Antihistamine die Wirkung der bereits ausgeschütteten Histamine blockieren, wirkt der Wirkstoff Ciclosporin regulierend auf das Immunsystem ein und verringert so die weitere Ausschüttung des Entzündungsstoffs Histamin, der massgeblich zur Entstehung der Nesselsucht beiträgt. Die Nesselsucht-Behandlung mit Ciclosporin kommt bis heute ausschliesslich bei Patienten zur Verwendung, die trotz der Behandlung mit Antihistaminen als alleinigem Wirkstoff von schweren, wiederkehrenden Formen der Nesselsucht betroffen sind.

Wirkstoff Omalizumab

Es gibt Hinweise darauf, dass die Nesselsucht-Behandlung mit dem Wirkstoff Omalizumab erfolgreich ist – insbesondere bei chronischer Nesselsucht, deren Auslöser Kälte, Wärme oder Licht ist. Die Wirkung von Omalizumab richtet sich gegen frei im Blut zirkulierende IgE-Antikörper, die an Mastzellen binden können und so zu einer Histaminausschüttung führen. Allerdings sind noch weitere grössere Studien vonnöten, um mehr Wirkungsnachweise für Omalizumab erbringen zu können.

Suche nach der Ursache

Im Zentrum einer Nesselsucht-Behandlung stehen insbesondere bei einer chronischen Nesselsucht die gezielte Suche nach den Ursachen und die anschliessende Vermeidung dieser Ursachen. Die Auslöser können unterschiedlich sein und reichen von einer Vielzahl an infrage kommenden Nahrungsmitteln oder Medikamenten bis hin zu Infektionen und physikalische Reizen wie zum Beispiel Kälte oder Druck. Nicht selten ist mehr als eine Ursache für die Entstehung der Nesselsucht verantwortlich. Und häufig lässt sich die Ursache, aller diagnostischen Bemühungen zum Trotz, nicht ermitteln. Dazu kommt bei Nesselsucht und ihrer Behandlung die Suche nach Faktoren, die die Nesselsucht zwar nicht auslösen, sie jedoch zusätzlich verstärken.

Medikamentenunverträglichkeit

Manchmal führt eine Medikamentenunverträglichkeit zu einer Nesselsucht (Urtikaria). Ist das der Fall, sollte das Medikament in Rücksprache mit dem behandelnden Arzt nach Möglichkeit vollständig abgesetzt werden. Falls möglich, kann der Betroffene zu einem anderen Medikament mit einem anderen Wirkstoff, aber ähnlichem Wirkungsprofil wechseln.

Physikalische Ursache

Ist ein physikalischer Reiz der Auslöser für eine Nesselsucht (Urtikaria), sollte man diesen Auslöser in Zukunft möglichst vermeiden. Liegt die Ursache beispielsweise in einem gezielten und wiederholten Druck auf eine bestimmte Hautstelle (Druck-Urtikaria), so besteht die Nesselsucht-Behandlung in einer gezielten Polsterung der betreffenden Hautstelle, um den Druck zu dämpfen.

Da sich solche oder ähnliche Massnahmen der Nesselsucht-Behandlung im Alltag nicht immer eins zu eins umsetzen lassen, ist es wichtig, dass der Betroffene sehr genau über den auslösenden Reiz seiner Nesselsucht Bescheid weiss. Im Falle der Druck-Urtikaria muss er insbesondere wissen, wie gross zum Beispiel der Druck sein muss, um eine Nesselsucht auszulösen und wie er solche Druckbelastungen an der betroffenen Körperstelle vermeiden kann.

Für Menschen, bei denen Kälte eine Nesselsucht (sog. Kälte-Urtikaria) auslöst, gilt es darauf zu achten, sich nach Möglichkeit nicht kaltem Wind auszusetzen. Löst dagegen Licht (bzw. im Sonnenlicht enthaltene UV-Strahlung) eine Nesselsucht aus, ist es wichtig herauszufinden, ob und wenn ja welche Wellenlängen des Sonnenlichts die Nesselsucht auslösen. Bei den Betroffenen besteht die Nesselsucht-Behandlung im gezielten Schutz vor Sonneneinstrahlung. Im Haushalt können gegebenenfalls Lichtquellen, die UV-Strahlung entsenden (wie z.B. Halogenlampen) durch Lampen ersetzt werden, die einen entsprechenden UV-Filter enthalten. Grundsätzlich gilt: Die vollständige Vermeidung des auslösenden Faktors ist insbesondere bei physikalischen Auslösern im Alltag nur begrenzt möglich.

Infektionen und Entzündungen behandeln

Die chronische Nesselsucht (Urtikaria) wird häufig durch bestimmte Infektionen und andere Entzündungen ausgelöst. In solch einem Fall ist der Schlüssel zu einer erfolgreichen Nesselsucht-Therapie die Behandlung der zu Grunde liegenden Infektion. Mögliche Auslöser sind zum Beispiel Infektionen der Magenschleimhaut durch die Bakterienart Helicobacter pylori sowie bakterielle Infektionen des Nasen- und Rachenraums. In seltenen Fällen lösen bestimmte Darmparasiten eine chronische Nesselsucht aus. Auch hier besteht die Nesselsucht-Therapie in der gezielten Behandlung der Ursache. Zusätzlich zu bestimmten Infektionskrankheiten gelten chronische Entzündungen ebenso wie diverse andere nicht-infektiöse Erkrankungen zu den potenziellen Auslösern einer Nesselsucht. Das gilt insbesondere für Entzündungen der Magenschleimhaut, der Speiseröhre, aber auch für Entzündungen der Gallengänge und der Gallenblase. Insgesamt gestaltet es sich jedoch schwierig, herauszufinden, ob die entsprechende Infektion oder Entzündung tatsächlich die Ursache der Nesselsucht ist oder ob sie zufällig begleitend zur Nesselsucht aufgetreten ist.

Urtikaria-Diät

Eher selten ist eine allergische oder eine pseudoallergische Nahrungsmittelunverträglichkeit die Ursache für eine chronische Nesselsucht (Urtikaria). Bei einer allergischen Urtikaria sollte das allergieauslösende Nahrungsmittel nach Möglichkeit nicht mehr verzehrt werden. Nach spätestens 24 bis 48 Stunden sollten dann die Symptome der Nesselsucht weitgehend verschwunden sein. Auch die sogenannte pseudoallergische Reaktion kann die Ursache für eine chronische Nesselsucht sein. Im Rahmen der Behandlung können Betroffene für den Zeitraum von mindestens drei bis sechs Monaten eine individuell abgestimmte Urtikaria-Diät durchführen. Die jeweilige Urtikaria-Diät zielt entweder darauf ab,

  • verursachende Nahrungsmittel zu finden oder
  • bereits gefundene Ursachen auszuschliessen oder zu vermeiden.

Bei der Hälfte der Betroffenen bildet sich die Nesselsucht durch eine individuell abgestimmte Urtikaria-Diät sichtbar zurück, wobei es häufig drei oder mehr Wochen dauern kann, bis das Abklingen der Nesselsucht beginnt.

Stress reduzieren

Hinzu kommt die Vermeidung von Faktoren, die eine Nesselsucht nach heutigen Erkenntnissen zwar nicht auslösen, aber die auftretenden Symptome, wie Hautausschlag und Juckreiz, verstärken. Einer dieser Faktoren ist beispielsweise übermässiger Stress.

7. Verlauf

Bei einer Nesselsucht (Urtikaria) hängt der Verlauf auch davon ab, um welche Form der Urtikaria es sich handelt. Während die akute Nesselsucht nach spätestens sechs Wochen abklingt, kann die chronische Form die Lebensqualität erheblich einschränken.

Die weitaus häufigste Form der Nesselsucht ist die akute Form, von der jeder Fünfte im Laufe seines Lebens einmal betroffen ist. Die akute Nesselsucht dauert meist nur wenige Tage oder Wochen an, nimmt nach ihrem Auftreten langsam wieder ab und ist nach spätestens sechs Wochen verschwunden.

Die chronische Nesselsucht kann in seltenen Fällen Jahre, manchmal Jahrzehnte andauern. Bei dieser Form der Urtikaria treten die typischen Symptome täglich, wöchentlich oder seltener auf. Für den Verlauf einer chronisch verlaufenden Urtikaria ist es umso wichtiger, gründlich und systematisch nach den möglichen Ursachen und Auslösern wie beispielweise chronischen Infektionen oder Überempfindlichkeiten gegen Nahrungsmittel oder Medikamente zu suchen. Der Verlauf sowie die mögliche Heilung einer Nesselsucht sind deswegen massgeblich von der Identifizierung der Auslöser abhängig. Sind der oder die Auslöser der Nesselsucht gefunden, so ist eine Heilung möglich, in dem die Auslöser vermieden beziehungsweise beseitigt werden.

8. Vorbeugen

Einer Nesselsucht (Urtikaria) können Sie nicht direkt vorbeugen. Wenn Sie jedoch bereits an Nesselsucht gelitten haben und den Auslöser kennen, können Sie einem weiteren Ausbruch vorbeugen, indem sie den auslösenden Reiz meiden. So können Sie zum Beispiel auf ein bestimmtes Nahrungsmittel verzichten oder ein spezielles Medikament zukünftig weglassen beziehungsweise auf Alternativen ausweichen.