1. Home
  2. Gesundheit
  3. Krankheit
  4. Parkinson (Morbus Parkinson, Parkinson-Krankheit)

Parkinson

(Morbus Parkinson)
Von

1. Überblick

Parkinson (Morbus Parkinson, Parkinson-Krankheit) ist eine Erkrankung des Gehirns, bei der vor allem die Beweglichkeit und der Bewegungsablauf gestört sind. Morbus Parkinson zählt zu den häufigsten Krankheiten in der Neurologie und betrifft überwiegend ältere Menschen, meist zwischen dem 55. und 65. Lebensjahr.

Der Parkinson-Verlauf ist typischerweise fortschreitend: Kennzeichnend für den Morbus Parkinson ist ein stetiger Verlust von Nervenzellen im Gehirn, die Dopamin enthalten. Die Ursachen hierfür sind unbekannt, weshalb man die Parkinson-Krankheit auch als idiopatisches Parkinson-Syndrom bezeichnet (idiopathisch = ohne erkennbare Ursache).

Dopamin ist ein Hormon oder Botenstoff mit eigener Wirkung im Gehirn. Zudem ist Dopamin eine Vorläufersubstanz, aus der das Gehirn die Hormone Adrenalin und Noradrenalin bildet. Der beim Morbus Parkinson herrschende Dopamin-Mangel ist für die typischen Parkinson Symptome verantwortlich: Es kommt zu einer Verlangsamung aller Bewegungen (sog. Hypokinese) beziehungsweise zu einer Bewegungsarmut bis hin zur Bewegungslosigkeit (sog. Akinese). Durch den Dopamin-Mangel verschiebt sich auch das Gleichgewicht zugunsten anderer Botenstoffe wie Acetylcholin und Glutamat. Das so entstehende Übergewicht an Acetylcholin löst weitere typische Symptome der Parkinson-Krankheit aus: das Zittern (Tremor) und die Muskelsteifheit (Rigor) der Betroffenen.

Die Parkinson-Diagnose erfolgt anhand der Symptome, der Krankengeschichte und der Untersuchungsergebnisse. Einen wertvollen Hinweis für die Diagnose der Parkinson-Krankheit liefert zum Beispiel der Levodopa-Test: Erhalten Menschen mit Morbus Parkinson das Mittel Levodopa (eine Vorstufe von Dopamin), sprechen sie anfänglich gut darauf an – ihre Beschwerden verbessern sich.

Zur Parkinson-Therapie stehen viele verschiedene Mittel zur Verfügung. Zum einen sind Medikamente bei Morbus Parkinson über Jahre hinweg erfolgreich. Ergänzend sind Logopädie, Physiotherapie und Ergotherapie bei Parkinson sinnvoll. Es ist zwar derzeit noch nicht möglich, die Parkinson-Krankheit zu heilen.

Eine individuell zugeschnittene Parkinson-Behandlung kann die Lebenserwartung verlängern und die Lebensqualität deutlich steigern.

2. Definition

Der Begriff «Parkinson» steht für den Morbus Parkinson (Parkinson-Krankheit bzw. parkinsonsche Krankheit) und bezeichnet per Definition eine Erkrankung des Gehirns, die in erster Linie durch eine Störung der willkürlichen und unwillkürlichen Bewegungsabläufe gekennzeichnet ist.

Eine weitere Bezeichnung für Morbus Parkinson lautet idiopathisches Parkinson-Syndrom (IPS): «Idiopathisch» bedeutet «ohne erkennbare Ursache». Damit unterscheidet sich der Morbus Parkinson von folgenden anderen (selteneren) Parkinson-Syndromen mit bekannter Ursache:

  • Familiäres Parkinson-Syndrom: erblich bedingt
  • Symptomatisches (sekundäres) Parkinson-Syndrom: durch Umwelteinflüsse (z.B. Gifte) oder andere Erkrankungen (z.B. Tumoren, Stoffwechselerkrankungen, Depression) bedingt
  • Atypisches Parkinson-Syndrom: im Rahmen anderer neurodegenerativer Erkrankungen auftretend

Typisch für den Morbus Parkinson ist ein fortschreitender Verlust von Nervenzellen im Gehirn, die den Botenstoff Dopamin enthalten. Aus Dopamin bilden sich auch die Hormone Adrenalin und Noradrenalin. Der Dopamin-Verlust bei der Parkinson-Krankheit konzentriert sich vor allem auf bestimmte Gehirnbereiche: die sogenannte schwarze Substanz (Substantia nigra) sowie die im Hirnstamm liegenden Kernkomplexe.

Die schwarze Substanz liegt im Mittelhirn. Ihr Name geht auf den hohen Eisen- und Melaningehalt zurück, der ihre Zellen dunkel färbt. Sie zählt zu den sogenannten Basalganglien, die eine wichtige Rolle bei der Kontrolle von Bewegungen des Körpers spielen: Nervenzellen der schwarzen Substanz bilden den Botenstoff Dopamin. Von der schwarzen Substanz ziehen Nervenfasern zu dem nahe gelegenen Streifenkörper (Striatum). Dieser ist als weiterer Teil der Basalganglien ebenfalls wichtig für die Bewegungskontrolle des Körpers und leitet seinerseits die Bewegungsimpulse mithilfe des Dopamins weiter.

Insofern sind sowohl Streifenkörper als auch schwarze Substanz an der Abstimmung von Bewegungsabläufen beteiligt. Wenn – wie bei Morbus Parkinson – das Dopamin fehlt oder ein Dopamin-Mangel auftritt, sind die Nervenzellen im Streifenkörper nicht ausreichend erregt. Die Betroffenen bewegen sich in der Folge verlangsamt und entwickeln eine als Hypokinese bezeichnete Bewegungsarmut. Ist diese sehr ausgeprägt oder kommt es zur Bewegungslosigkeit, heisst der Zustand Akinese. Hypokinese und Akinese sind typisch für die Parkinson-Krankheit.

Durch den bei Morbus Parkinson bestehenden Dopaminmangel entsteht zudem ein Ungleichgewicht zugunsten anderer Botenstoffe wie Acetylcholin und Glutamat. So gehen Parkinson-Symptome wie Zittern (Tremor) und Muskelsteifheit (Rigor) auf das Übergewicht an Acetylcholin zurück – ebenfalls typisch bei der Parkinson-Krankheit.

Häufigkeit

Parkinson (Morbus Parkinson, Parkinson-Krankheit) weist von allen Parkinson-Syndromen die grösste Häufigkeit auf: Etwa 75 Prozent aller Parkinson-Syndrome treten ohne erkennbare Ursache (= idiopathisch) auf – also in Form von Morbus Parkinson (bzw. idiopathisches Parkinson-Syndrom). Von Morbus Parkinson sind in der Schweiz rund 15'000 Menschen betroffen.
Am häufigsten ist die Parkinson-Krankheit bei älteren Menschen, meist zwischen dem 55. und 65. Lebensjahr. Frauen und Männer sind gleichermassen betroffen.

Als grobe Faustregel gilt: Morbus Parkinson tritt in der Altersgruppe der über 60-Jährigen mit einer Häufigkeit von 1 Prozent auf, während bei den über 70-Jährigen 2 Prozent und bei den über 80-Jährigen 3 Prozent von Parkinson betroffen sind.

Historisches

Parkinson (Morbus Parkinson, Parkinson-Krankheit) ist nach dem englischen Arzt und Sozialreformer James Parkinson (1755 bis 1824) benannt, der die Krankheit erstmals beschrieb. Er erkannte in den Symptomen ein eigenständiges Krankheitsbild und nannte es Shaking Palsy (Schüttellähmung, Paralysis agitans). Aus heutiger Sicht ist dieser Begriff allerdings irreführend: Morbus Parkinson ist keine Lähmung, sondern eine zunehmende Bewegungsverarmung, die auch ohne Schütteln beziehungsweise Zittern (Tremor) verlaufen kann.

3. Ursachen

Worin Parkinson (Morbus Parkinson, Parkinson-Krankheit) seine Ursachen hat, ist unbekannt. Daher bezeichnet man die Erkrankung auch als idiopathisches Parkinson-Syndrom (idiopathisch = ohne erkennbare Ursache).

Auslöser der Morbus-Parkinson-Symptome ist ein Mangel an Dopamin im Gehirn. Der für Parkinson typische Dopamin-Mangel hat seine Ursachen darin, dass dopaminhaltige Nervenzellen in der schwarzen Substanz (Substantia nigra) des Gehirns fortschreitend absterben. Warum die Nervenzellen bei der Parkinson-Krankheit absterben, ist bis heute noch unklar.

Durch den bei Morbus Parkinson herrschenden Dopamin-Mangel sind die Nervenzellen im Streifenkörper (Striatum) des Gehirns, der bei der Bewegungskontrolle des Körpers eine wichtige Rolle spielt, nicht ausreichend erregt: Dies verursacht die für Parkinson typischen verlangsamten Bewegungen und eine Bewegungsarmut (Hypokinese) bis hin zur Bewegungslosigkeit (Akinese). Der Mangel an Dopamin ist ausserdem der Grund für das bei Parkinson bestehende Ungleichgewicht zugunsten anderer Botenstoffe wie Acetylcholin und Glutamat. So haben das typische Zittern (Tremor) und die Muskelsteifheit (Rigor) bei der Parkinson-Krankheit ihre Ursachen in dem Übergewicht an Acetylcholin.

Neben dem Morbus Parkinson, der ohne feststellbare Ursachen auftritt, unterscheidet man drei weitere (seltenere) Parkinson-Syndrome, deren Entstehungsmechanismen bekannt sind:

 

  • Familiäre Parkinson-Syndrome: Ursachen für diese sehr seltenen Formen sind Veränderungen im Erbgut – ein familiäres Parkinson-Syndrom ist als vererbbar. Die Anzeichen zeigen sich bei Betroffenen meist bereits im jungen Erwachsenenalter (unter 40 Jahren).
  • Symptomatische (sekundäre) Parkinson-Syndrome: Ursachen sind Umwelteinflüsse oder andere Erkrankungen. Beispielsweise können Vergiftungen mit «Nervengiften» wie Kohlenmonoxid oder Mangan Parkinson-Symptome auslösen. Auch bestimmte Medikamente wie Neuroleptika oder blutdrucksenkende Mittel sind verantwortlich für solche Symptome. Begleitend treten Anzeichen für Parkinson auch in Verbindung mit bestimmten Krankheiten auf. Hierzu zählen beispielsweise Hirntumoren, Stoffwechselstörungen (Morbus Wilson) oder häufig wiederkehrende Traumata des Gehirns wie sie zum Beispiel beim Boxen entstehen (sog. Boxerparkinson).
  • Atypische Parkinson-Syndrome: Diese treten im Rahmen anderer Erkrankungen auf, die mit einem fortschreitenden Verlust von Nervenzellen einhergehen (sog. neurodegenerative Erkrankungen).

4. Symptome

Die für Parkinson (Morbus Parkinson, Parkinson-Krankheit) besonders typischen Symptome sind:

  • Verlangsamung beziehungsweise Verarmung der Bewegungen (Hypokinese bis hin zur Akinese)
  • Muskelsteifheit (Rigor)
  • Zittern (Tremor)

In seltenen Fällen treten diese Parkinson-Symptome bereits zu Beginn der Erkrankung gemeinsam auf, in der Regel aber erst in späteren Stadien von Morbus Parkinson. Sie können unterschiedlich stark ausgeprägt sein.

Frühstadium

Anfänglich können die Parkinson-Symptome wenig kennzeichnend sein und beispielsweise an rheumatische Erkrankungen erinnern. So treten im Frühstadium von Morbus Parkinson oft schmerzhafte, überwiegend einseitige Muskelverspannungen der Schulter-Arm-Region auf. Allgemeine Müdigkeit, depressive Verstimmungen, plötzliche Schweissausbrüche, Verstopfung oder innere Unruhe machen sich bei der Parkinson-Krankheit häufig vor den ersten Bewegungsstörungen bemerkbar.

Mit dem Fortschreiten von Morbus Parkinson zeigen sich erste Symptome der typischen Bewegungsstörungen: Den Betroffenen fällt es schwerer, feinmotorische Tätigkeiten wie Schreiben, Kämmen, Zähneputzen oder Zuknöpfen einer Hose zu bewältigen. Mehrere Bewegungen abzustimmen, gelingt im Verlauf der Parkinson-Krankheit immer schlechter.

Die Handschrift ist bei Morbus Parkinson zunehmend kleiner und unleserlicher. Ausserdem ändert sich der Gang: Menschen mit der Parkinson-Krankheit bewegen sich in kleinen Schritten und vornübergebeugt voran. Die Arme schwingen weniger mit, was sich anfangs besonders auf einer Seite zeigt. Zeitweilig zittern die Hände in Ruhe (Ruhetremor). Die Gesichtsmimik erstarrt bei Parkinson zunehmend (sog. Maskengesicht), ausserdem kann die Stimme etwas leiser sein.

Weitere Parkinson-Symptome, die bereits im Frühstadium der Erkrankung in vielen Fällen auftreten, sind Schlafstörungen: Die Betroffenen rudern mit den Armen, schlagen um sich und sprechen im Schlaf.

Fortgeschrittenes Stadium

Die mit Parkinson (Morbus Parkinson, Parkinson-Krankheit) verbundenen Symptome sind im frühen Krankheitsverlauf meist noch nicht besonders schwerwiegend. Wenn Parkinson jedoch ein fortgeschrittenes Stadium erreicht hat, findet sich neben den typischen verlangsamten Bewegungen (Hypo- und Akinese) meist eine ausgeprägte Muskelsteifheit (Rigor).

Schnelle Bewegungen sind aufgrund dieser Parkinson-Symptome dann nicht mehr möglich. Typisch für ein fortgeschrittenes Stadium des Morbus Parkinson ist, dass es den Betroffenen schwerfällt, schnell loszugehen oder abzubremsen. Vor allem in engen Räumen sind sie in ihrer Bewegung plötzlich gehemmt – die Füße scheinen nahezu am Boden zu kleben.

Die Körperhaltung ist zunehmend instabil, sodass Menschen im fortgeschrittenen Stadium von Morbus Parkinson schneller hinfallen. Wenn ein Arm entspannt liegt oder hängt, tritt das für die Parkinson-Krankheit typische Zittern der Hände hervor (sog. Ruhetremor). Später entwickelt sich dieser vorübergehende Tremor bei Parkinson zum ständigen Anzeichen. Weitere Parkinson-Symptome sind ein zunehmender Speichelfluss und zurückgehende Schluckbewegungen.

Wenn die Morbus-Parkinson-Symptome ein fortgeschrittenes Stadium erreicht haben, können außerdem zusätzlich folgende Beschwerden auftreten:

  • Blasenschwäche
  • träge Darmtätigkeit (Verstopfung)
  • Erektionsstörungen, Sehstörungen, Geruchsstörungen und Schluckstörungen

Begleitend treten bei einem fortgeschrittenen Morbus Parkinson häufig psychische Symptome auf: In 30 bis 70 Prozent der Fälle treten Depressionen auf. In bis zu 40 Prozent kommt es zu Angststörungen, teilweise mit Panikattacken. Daneben führt ein fortgeschrittenes Parkinson-Stadium in etwa jedem fünften Fall zu Gedächtnisstörungen. Diese können Anzeichen für eine beginnende Demenz wie etwa die Alzheimer-Krankheit sein.

Spätstadium

Bei Parkinson (Morbus Parkinson, Parkinson-Krankheit) können sich die Symptome im Spätstadium in seltenen Fällen zu einer sogenannten akinetischen Krise entwickeln. Die akinetische Krise ist durch eine vollkommene Bewegungsunfähigkeit gekennzeichnet, die plötzlich oder innerhalb weniger Tage auftritt. Zuletzt können die Betroffenen weder sprechen noch schlucken.

Die akinetische Krise bei Parkinson ist ein lebensgefährlicher Notfall, der eine sofortige Einweisung in eine Klinik erfordert.

Eine akinetische Krise im Spätstadium von Morbus Parkinson kann verschiedene Gründe haben: Zum einen treten diese kritischen Parkinson-Symptome dann auf, wenn man die Parkinson-Medikamente plötzlich absetzt oder reduziert. Zum anderen können plötzliche, schwere Erkrankungen (fieberhafte Infekte), operative Eingriffe und Flüssigkeitsmangel diesen Zustand im Parkinson-Spätstadium verursachen. Bei Menschen mit der Parkinson-Krankheit ist daher immer darauf zu achten, dass sie ausreichend Flüssigkeit zu sich nehmen.

5. Diagnose

Bei Parkinson (Morbus Parkinson, Parkinson-Krankheit) besteht der erste Schritt zur Diagnose darin, gründlich Art und Ablauf der aufgetretenen Beschwerden und Veränderungen zu erfassen. Dabei können auch die Angaben der Angehörigen für die Parkinson-Diagnose hilfreich sein. Im fortgeschrittenen Stadium sind die Anzeichen von Morbus Parkinson so ausgeprägt, dass die Krankheit oft auf den ersten Blick zu erkennen ist.

Der nächste Schritt zur Parkinson-Diagnose ist eine umfangreiche medizinische Untersuchung: Wenn der Arzt bei der Untersuchung eine Bewegungsunfähigkeit (sog. Akinese) feststellt und darüber hinaus ein Zittern (bzw. Tremor), eine Muskelsteifheit (bzw. Rigor) oder die typische Körperhaltung vorliegt, deutet dies auf Morbus Parkinson hin. Falls die Symptome zunächst nur auf einer Körperseite auftreten, so weist dies zusätzlich auf die Parkinson-Krankheit hin.

Ein Verfahren zur Parkinson-Diagnose ist der sogenannte Levodopa-Test (L-Dopa-Test): Levodopa (L-Dopa) ist eine Vorstufe von Dopamin, das bei Menschen mit Morbus Parkinson in verringerter Konzentration vorkommt. Bei diesem Test bekommen die zu untersuchenden Personen L-Dopa. Verbessern sich deren Symptome danach, gilt dies als Hinweis auf die Parkinson-Krankheit. Mit diesem Test ist allerdings keine endgültige Aussage möglich.

Zusätzliche Hinweise auf einen bestehenden Morbus Parkinson liefern bildgebende Verfahren wie die Computertomographie (CT) und die Magnetresonanztomographie (MRT): Sie dienen dazu, bei der Parkinson-Diagnose andere Gehirnerkrankungen auszuschliessen, die zu sichtbaren Veränderungen des Gehirns führen.

Des Weiteren können bei Morbus Parkinson zur Diagnose folgende Massnahmen zum Einsatz kommen, um bestimmte Fragestellungen zu klären:

  • Untersuchung mit Ultraschall durch den Schädelknochen (transkranielle Sonographie). Das Verfahren ist nebenwirkungsfrei und ohne Strahlenbelastung.
  • Nuklearmedizinische Untersuchungen wie die PET (Positronen-Emissions-Computertomographie) und die SPECT (Single-Photonen-Emissions-Computertomographie).

6. Therapie

Bei Parkinson (Morbus Parkinson, Parkinson-Krankheit) ist eine rechtzeitige, altersgerechte und wirksame Therapie wichtig. Daher ist es sinnvoll, frühzeitig eine individuelle Behandlungsstrategie festzulegen.

Grundsätzlich zielt die gegen Morbus Parkinson eingesetzte Therapie darauf ab,

  • die motorischen, geistigen und psychischen Beschwerden zu lindern,
  • die Lebensqualität beziehungsweise die Selbstständigkeit bei den Tätigkeiten des täglichen Lebens langfristig zu erhalten,
  • die Selbstständigkeit in der Familie und der Gesellschaft zu erhalten, also Pflegebedürftigkeit so lange wie möglich hinauszuzögern,
  • die Berufsfähigkeit so lange wie möglich zu erhalten,
  • Begleiterkrankungen und Komplikationen zu vermeiden,
  • die Nebenwirkungen der Parkinson-Therapie möglichst gering zu halten.

Medikamente

Die Ursachen von Parkinson (Morbus Parkinson, Parkinson-Krankheit) sind nur selten bekannt. Das heisst: Für die Parkinson-Therapie fehlt in der Regel ein exakter Ansatzpunkt. Medikamente können jedoch den bei Parkinson herrschenden Mangel an Dopamin (der für die typischen Parkinson-Symptome verantwortlich ist), direkt oder indirekt ausgleichen und so die Beschwerden lindern. Grundsätzlich stehen zu dieser Parkinson-Behandlung folgende Medikamente zur Verfügung:

  • Levodopa (L-Dopa): Vorstufe des Dopamins
  • Dopamin-Agonisten: ahmen die Wirkung von Dopamin nach
  • MAO B-Hemmer und COMT-Hemmer: blockieren den Dopamin-Abbau

Es ist grundsätzlich ratsam, Morbus Parkinson frühzeitig durch Medikamente zu behandeln. Wie die medikamentöse Behandlung der Parkinson-Krankheit im Einzelnen aussieht, hängt unter anderem von Ihrem Alter und von eventuellen Begleitstörungen ab. Dabei sind vor allem die möglichen Spätkomplikationen der Parkinson-Therapie zu bedenken:

  • Wenn Sie bei der Diagnose des Morbus Parkinson über 70 Jahre alt, aber ansonsten gesund sind, kommt für Sie eine Kombinationsbehandlung aus L-Dopa und Dopamin-Agonisten und/oder COMT-Hemmern infrage.
  • Wenn Sie noch keine 70 sind, ist es ratsam, die Parkinson-Therapie mit L-Dopa versuchsweise hinauszuzögern und zunächst Dopamin-Agonisten einzusetzen (zusammen mit einem MAO-B-Hemmer oder einem anderen Mittel).
  • Wenn Sie bei der Diagnose der Parkinson-Krankheit unter 40 Jahre alt sind, erhalten Sie zur Behandlung wahrscheinlich zunächst nur einen Dopamin-Agonisten.

Levodopa (L-Dopa)

Man sollte meinen, der bei Parkinson (Morbus Parkinson, Parkinson-Krankheit) herrschende Dopaminmangel liesse sich einfach durch Dopamin ausgleichen. Eine Parkinson-Therapie durch dopaminhaltige Medikamente wäre aber wirkungslos, denn: Von aussen zugeführtes Dopamin kann nicht direkt in das Gehirn gelangen und den Wirkort erreichen, weil es die sogenannte Blut-Hirn-Schranke nicht durchdringen kann (die Blut-Hirn-Schranke ist die Barriere zwischen Blutkreislauf und Gehirn sowie Rückenmark).

Daher erhalten Sie zur Parkinson-Therapie statt dopaminhaltiger Medikamente die Dopamin-Vorläufersubstanz: Levodopa (bzw. L-Dopa, L-3,4-Dihydroxyphenylalanin). Levodopa überwindet die Schranke, gelangt ins Gehirn und entfaltet dort seine Wirkung, nachdem es sich in den Botenstoff Dopamin umgewandelt hat. Bei Nervenimpulsen setzt der Körper das Dopamin dann frei – als Bote an die Nervenzellen der Zielregion, wo es an Andockstellen für Dopamin (Dopaminrezeptoren) bindet.

Die zur Morbus-Parkinson-Therapie eingesetzten Levodopa-Medikamente enthalten immer auch sogenannte Decarboxylase-Hemmer. Die Decarboxylase ist ein Enzym, das Levodopa ausserhalb des Gehirns zu unwirksamen Substanzen abbaut, was die Wirksamkeit von Levodopa senkt. Decarboxylase-Hemmer bremsen diesen unerwünschten Abbauprozess von L-Dopa ausserhalb des Gehirns und erhöhen so auf indirektem Wege die Wirkung im Gehirn, da mehr L-Dopa die Blut-Hirn-Schranke durchdringen kann.

Levodopa gilt als wirksamstes Medikament gegen die für Parkinson typische Bewegungsverlangsamung und erhöhte Muskelspannung und führt in der Regel zu einer raschen Besserung der Symptome. In den ersten Jahren verläuft die Morbus-Parkinson-Therapie mit L-Dopa meist problemlos. L-Dopa ist besonders zu Beginn der Behandlung als Tablette, Kapsel oder Tropfen gut verträglich. Allerdings kann L-Dopa nicht das Fortschreiten der Parkinson-Krankheit verzögern; ausserdem begünstigt L-Dopa möglicherweise Therapiekomplikationen, vor allem Störungen des Bewegungsablaufs (Dyskinesien).

Andererseits ist die Lebenserwartung von Menschen mit Morbus Parkinson durch Einführung der Levodopa-Therapie deutlich gestiegen, weil sich durch Morbus Parkinson bedingte Komplikationen vermeiden liessen.

Im Laufe der Parkinson-Therapie nimmt die Wirkdauer der Medikamente häufig ab: Dann lässt die Wirkung von Levodopa schon etwa vier bis sechs Stunden nach der Einnahme nach. Diese typische und im Verlauf des Morbus Parkinson am frühesten auftretende Form der Wirkungsschwankung nennen Mediziner Wearing-off oder End-of-Dose-Phänomen (engl. wearing off = abnutzend, abschwächend; engl. dose = Dosis).

Die Nebenwirkungen der Parkinson-Therapie hingegen nehmen mit der Dauer der Levodopa-Gabe oft deutlich zu. Es kommt anderem zu Verwirrtheitszuständen, Herz-Kreislauf-Störungen und Schlafstörungen.

Nachahmer des Dopamins: Dopamin-Agonisten

Die zunehmenden Nebenwirkungen von L-Dopa sind auch der Grund, weshalb Sie in der Frühphase von Parkinson (Morbus Parkinson, Parkinson-Krankheit) andere Medikamente erhalten, wenn Sie jünger als 70 sind: Statt L-Dopa bekommen Sie dann zur Parkinson-Therapie Nachahmer des Dopamins (sog. Dopamin-Agonisten) oder eine Kombination aus L-Dopa und Dopamin-Agonisten. Ein Dopamin-Agonist ist ein Arzneimittel, das die Wirkung des Botenstoffs Dopamin nachahmt. Dopamin-Agonisten ersetzen im Prinzip die Funktion von Dopamin.

Vorrangiges Ziel der Parkinson-Therapie mit Dopamin-Agonisten ist es, Ihre Lebensqualität und Selbstständigkeit trotz des Morbus Parkinson langfristig zu erhalten.

Als erster Dopamin-Agonist kam 1974 Bromocriptin auf den Markt. Seither stehen mehrere Dopamin-Agonisten für die Parkinson-Therapie zur Verfügung. Pharmazeutisch unterteilt man diese Medikamente zur Behandlung der Parkinson-Krankheit in zwei Gruppen:

 

  • Die Ergot-Präparate gewinnt man aus sogenannten Mutterkornalkaloiden. Ergot steht dabei für Mutterpilz. Mutterkornalkaloide sind Naturstoffe, die der Mutterkornpilz bildet. Beispiele sind die Wirkstoffe Bromocriptin, Lisurid und Pergolid.
  • Nicht-Ergot-Präparate enthalten Wirkstoffe wie Ropinirol oder Pramipexol. Sie stehen nicht in Zusammenhang mit den Mutterkornalkaloiden.

Anders als mit L-Dopa ist die Parkinson-Therapie mit Dopamin-Agonisten auch im weiteren Verlauf wirksam. Zu Beginn der Behandlung können die Medikamente jedoch Nebenwirkungen in Form von Übelkeit und Bauchschmerzen auslösen. Ausserdem kann die Parkinson-Therapie mit Dopamin-Agonisten vor allem in der Anfangsphase Schläfrigkeit verursachen. Allerdings macht auch die Parkinson-Krankheit selbst oft müde. Dies ist bei der Wahl Ihrer Medikamente zu berücksichtigen, wenn Sie aktiv am Strassenverkehr teilnehmen möchten. Seltene Nebenwirkung der Ergot-Präparate ist ein krankhaftes Wachstum des Bindegewebes der Herzklappen (Herzklappen-Fibrose). Deshalb ist es wichtig, dass Sie keine Ergot-Dopamin-Agonisten bekommen, wenn Sie eine Herzklappen-Erkrankung haben.

Hemmung des Dopaminabbaus: MAO B- und COMT-Hemmer

Die bei Parkinson (Morbus Parkinson, Parkinson-Krankheit) eingesetzte Therapie kann auch auf die Hemmung des Dopaminabbaus abzielen: Dies gelingt durch MAO-B- und COMT-Hemmer: Diese Medikamente blockieren die dopaminabbauenden Enzyme Monoaminooxidase-B beziehungsweise Catechol-O-Methyl-T ransferase und erhöhen so die Konzentration von Dopamin. Der verlangsamte Abbau dient dazu, die Wirkungsdauer des Dopamins im Gehirn zu verlängern. Zur Parkinson-Therapie können als MAO-B-Hemmer zum Beispiel die Selegilin und L-Deprenylzum Einsatz kommen. COMT-Hemmer wie zum Beispiel der Wirkstoff Entacapon sind in der Spätphase von Morbus Parkinson zur Behandlung zugelassen.

Gegenspieler des Acetylcholins: Anticholinergika

Neben der Bekämpfung des bei Parkinson (Morbus Parkinson, Parkinson-Krankheit) herrschenden Dopaminmangels stehen zur Therapie noch andere begleitende und alternative Möglichkeiten zur Verfügung. Eine Möglichkeit zur Parkinson-Therapie bieten die Gegenspieler des Acetylcholins – sogenannte Anticholinergika: Diese Medikamente verringern das Übergewicht an Acetylcholin, das bei Morbus Parkinson durch den Mangel an Dopamin entstanden ist. Acetylcholin ist wie Dopamin ein Botenstoff des Nervensystems (Neurotransmitter). Anticholinergika (z.B. Biperiden) können die Parkinson-Symptome mildern, die durch den Acetylcholinüberschuss entstanden sind: wie Zittern (Tremor) oder Verlangsamung der Bewegungen (Hypokinese und Akinese).

Die Anticholinergika sind die ältesten zur Parkinson-Therapie eingesetzten Medikamente. Da Anticholinergika mit einigen Nebenwirkungen verbunden sind, kommen diese Mittel zurückhaltend gegen Morbus Parkinson zum Einsatz. Vornehmlich verwendet man sie, wenn das Ruhezittern (Ruhetremor) bei der Parkinson-Krankheit vorherrscht und die Standardtherapie nicht ausreichend wirkt.

Chirurgie: Pallidotomie und Thalamotomie

Bevor wirksame Medikamente gegen Morbus Parkinson zur Verfügung standen, spielte bei der Parkinson-Therapie die Chirurgie eine grosse Rolle. Ärzte nahmen chirurgische Eingriffe wie die Pallidotomie oder Thalamotomie vor – teils mit schwerwiegenden Nebenwirkungen:

 

  • Die Pallidotomie besteht darin, dass ein Neurochirurg einen nur wenige Millimeter kleinen Anteil eines Gebietes tief im Gehirn zerstört. Dieses Gebiet heisst Pallidum und gehört zu den Basalganglien. Es reguliert die Bewegungsabläufe des Menschen. Ein Teil des Pallidums bremst die Bewegungen. Bei Menschen mit Morbus Parkinson ist diese Region überaktiv. Dies erklärt die typischen Parkinson-Symptome wie Muskelsteifheit (Rigor) und zunehmende Bewegungsarmut (Hypo- bzw. Akinese) und das kleinschrittige und schlurfende Gangbild. Die Parkinson-Therapie durch Pallidotomie verfolgt das Ziel, die Bewegungsabläufe bei der Parkinson-Krankheit wieder geschmeidiger und flüssiger zu machen.
  • Ähnlich wie bei der Pallidotomie geht man bei der Thalamotomie vor: Hierbei erfolgt der Eingriff jedoch im Gehirn im Bereich des sogenannten Thalamus. Vor allem das Zittern (Tremor) soll sich bei Parkinson durch diese Therapie verringern.

Beide Eingriffe zählen zu den sogenannten stereotaktischen Behandlungen, bei denen der Operateur über ein kleines Bohrloch im Schädelknochen tief gelegene Hirnregionen erreichbar macht. Heutzutage kommen sie bei Morbus Parkinson nur noch in besonderen Einzelfällen zur Therapie infrage.

Hochfrequenz-Tiefenhirnstimulation

Wenn heutzutage bei Parkinson (Morbus Parkinson, Parkinson-Krankheit) eine operative Therapie erfolgt, dann in der Regel in Form einer Hochfrequenz-Tiefenhirnstimulation: Mit dieser Methode steht seit einigen Jahren eine neue Möglichkeit zur Parkinson-Behandlung zur Verfügung. Bei der tiefen Hirnstimulation erzeugen ins Gehirn eingepflanzte Elektroden winzige Ströme, die vorübergehend gewisse Gehirnregionen anregen, ohne dabei das Gewebe zu schädigen. Das Verfahren zielt darauf ab, die Symptome der Parkinson-Krankheit abzuschwächen. Allerdings kommt die Operation nur dann zur Parkinson-Therapie zum Einsatz, wenn spezielle Kriterien erfüllt sind:

 

  • Es liegt wirklich Morbus Parkinson (auch idiopathisches Parkinson-Syndrom genannt: idiopathisch = ohne erkennbare Ursache) vor, also kein anderes Parkinson-Syndrom mit bekannter Ursache, und sind jünger als 75 Jahre.
  • Es liegt neben Parkinson keine schwere Demenz oder Depression vor.
  • Gangbild oder Haltung sind stabil.
  • Therapien mit Medikamenten erzielen nur noch unbefriedigende Ergebnisse.

Die Hochfrequenz-Tiefenhirnstimulation verhindert nicht das Fortschreiten des eigentlichen Morbus Parkinson. Diese Therapie verringert ausschliesslich die Parkinson-Symptome.

Ambulante videounterstützte Therapie (videodokumentierte Behandlung)

Seit einigen Jahren verfolgt man bei der Parkinson-Therapie einen Ansatz, bei dem die Betroffenen zu Hause (ambulant) über einen gewissen Zeitraum unter Videobegleitung in Rücksprache mit dem behandelnden Facharzt für Erkrankungen des Nervensystems (Neurologe) ihre Behandlung anpassen können. Für diese ambulante videounterstützte Therapie oder videodokumentierte Behandlung installiert man eine Kamera und einen Drucker bei Ihnen (z.B. im Wohnzimmer). Nur Sie selbst können die Kamera starten. Etwa einen Monat lang machen Sie zu festgelegten Zeiten etwa zwei Minuten dauernde Aufnahmen und führen dabei Bewegungen und Aufgaben aus, die ein Programm abfragt. So dokumentieren Sie jeweils den aktuellen Stand ihrer Beweglichkeit.

Ziel dieser Videobegleitung bei Morbus Parkinson ist es, Ihre Versorgung zu verbessern und die Art und Dosis der Medikamente optimal auf Ihre Bedürfnisse abzustimmen. Die videounterstützte Parkinson-Therapie strebt an, dass Ihre neue Einstellung mit Medikamenten in einer Klinik seltener nötig ist. Die Methode eignet sich für Sie, wenn Ihre Bewegungsfähigkeit während des Tages stark schwankt (sog. motorische Fluktuationen) – in dem Fall ist es besonders wichtig, die Medikamente gegen die Parkinson-Krankheit individuell sorgfältig einzustellen: Bei der Behandlung sind dann Ihr Tagesablauf, Ihre Ernährungsgewohnheiten und Ihr soziales Umfeld zu berücksichtigen.

Therapiekonzepte der Zukunft

Gerade im Hinblick auf Parkinson (Morbus Parkinson, Parkinson-Krankheit) setzt man grosse Hoffnung darauf, dass die Forschung neue Therapie-Möglichkeiten hervorbringt. Eines der neuen Therapiekonzepte ist die Transplantation von Stammzellen (sog. Stammzelltherapie), mit der es in der Zukunft gelingen soll, erkrankte Nervenzellen ganz zu ersetzen. So ist es beispielsweise möglich, Pigmentzellen der Netzhaut im Auge, die die Dopaminvorstufe Levodopa bilden, sicher ins Gehirn einzupflanzen.

Weitere Therapiekonzepte der Zukunft sind beispielsweise computergesteuerte Pumpen, die eine genauere Dosierung der gegen Morbus Parkinson eingesetzten Medikamente ermöglichen: Über eine Bauchsonde sollen die Pumpen stetig Levodopa (L-Dopa) direkt in den Dünndarm abgeben. Damit ließen sich womöglich Therapieschwankungen umgehen, die bei der herkömmlichen Parkinson-Therapie mit Tabletten auftreten und Probleme verursachen. Ferner ist es denkbar, dass in Zukunft winzige Teilchen (sog. Nanopartikel) bestimmte Reparaturgene in geschädigte Dopamin-Nervenzellen einschleusen und deren Funktion vollständig wiederherstellen. Erste Versuche an lebenden Mäusen waren bisher erfolgreich.

Physiotherapie

Es empfiehlt sich, die medikamentöse Parkinson-Therapie durch eine Physiotherapie zu ergänzen. Diese Behandlung besteht darin, gezielt Alltagsaktivitäten wie das aufrechte Gehen, das Aufstehen oder das Aufrichten im Bett zu üben. Den Übungen kommt bei Morbus Parkinson grosse Bedeutung zu.

Ernährung und Bewegung

Des Weiteren spielen bei der Parkinson-Therapie die richtige Ernährung und Bewegung eine grosse Rolle: Wenn Sie Morbus Parkinson haben, ist es wichtig, dass Sie ausreichend trinken und fettarm essen. Neben einer gesunden Ernährungsweise ist es bei der Parkinson-Krankheit ausserdem ratsam, sich regelmässig zu bewegen und Sport zu treiben. Empfehlenswert sind zum Beispiel Wandern, Schwimmen und Gymnastik.

7. Verlauf

Bei Parkinson (Morbus Parkinson, Parkinson-Krankheit) ist der Verlauf von Fall zu Fall sehr unterschiedlich. Typischerweise schreitet Parkinson aber langsam fort.

Zwar kann auch eine frühzeitige Therapie diesen fortschreitenden Parkinson-Verlauf nicht verhindern. Eine individuell zugeschnittene Morbus-Parkinson-Behandlung wirkt sich dennoch günstig auf die Prognose aus: Die Lebenserwartung der Betroffenen verlängert sich und ihre Lebensqualität sowie die der pflegenden Angehörigen steigt deutlich. Bei einer wirksamen Parkinson-Therapie können bis zu 20 Jahre vergehen, bis die Betroffenen pflegebedürftig sind.

Ob ein Morbus Parkinson Komplikationen verursachen kann, hängt im hohen Mass vom Krankheitsstadium ab: Je weiter der Parkinson-Verlauf fortgeschritten ist, desto höher ist das Risiko für Komplikationen. Mögliche Todesursachen bei der Parkinson-Krankheit sind Infektionen der Atemwege, zum Beispiel Lungenentzündung, oder die Folgen von schweren Stürzen oder Schluckstörungen.

8. Vorbeugen

Es sind keine Massnahmen bekannt, mit denen Sie der Entstehung von Parkinson (Morbus Parkinson, Parkinson-Krankheit) gezielt vorbeugen könnten.