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Periorale Dermatitis

(Mundrose)
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1.  Überblick

Die periorale Dermatitis (Mundrose) ist zwar harmlos – kann psychisch jedoch sehr belastend sein. Die roten Knötchen und Pusteln im Gesicht entstehen insbesondere bei Personen, die viele Pflegeprodukte benutzen und ihre Haut geradezu «überpflegt» haben. Die gute Nachricht: Eine periorale Dermatitis bildet sich in der Regel ohne Narben wieder zurück, wenn man für eine Weile auf Pflegeartikel verzichtet. In schweren Fällen können Antibiotika die Heilung unterstützen.

Wenn die ohnehin empfindliche Haut spannt und trocken wirkt, müssen Pflegeprodukte her – zum Beispiel eine Feuchtigkeitscreme. Wenn gar nichts mehr hilft, greifen manche Menschen auch zu Kortisonpräparaten und wenden diese im Gesicht an. Wer seiner Haut jedoch zu viel des Guten tut, könnte eine periorale Dermatitis bekommen. Symptome der Mundrose sind kleine rötliche Knoten (Papeln) mit Eiterbläschen (Pusteln), welche besonders um den Mund und die Augen auftreten. Diese verschwinden nicht durch zusätzliche Pflege – im Gegenteil: Damit sich die strapazierte Haut erholen kann, ist es wichtig, jetzt so wenig Pflegeprodukte wie möglich zu verwenden.

Die periorale Dermatitis ist eine Entzündung der Gesichtshaut, die relativ häufig vorkommt. Die Erkrankung wird auch als Mundrose bezeichnet. Der Grund: Die periorale Dermatitis tritt zum einen verstärkt im Mundbereich auf und ähnelt zum anderen in ihrem Erscheinungsbild der Hauterkrankung Gürtelrose.

Die periorale Dermatitis ist nicht ansteckend oder gefährlich, stellt jedoch in der Regel ein störendes kosmetisches Problem dar. Hauptsächlich sind Frauen jungen und mittleren Alters betroffen, die viele Kosmetika und Pflegeprodukte benutzen. Die Diagnose lässt sich anhand der typischen Vorgeschichte in Verbindung mit dem klinischen Bild stellen.

Als Ursache der perioralen Dermatitis vermutet man eine Abhängigkeit der Haut von Cremes. Verwendet man viele Kosmetika, stört dies vermutlich die natürliche Hautbarriere. Die Folge: Die Haut trocknet chronisch aus, so dass der Betroffene geneigt ist, sie noch mehr einzucremen. Dieser Kreislauf kann eine periorale Dermatitis verursachen. Des Weiteren können verschiedene äussere Einflüsse wie zum Beispiel die Antibabypille oder Sonnenlicht die periorale Dermatitis auslösen oder verstärken. Kortisonhaltige Cremes können die Mundrose zwar vorübergehend bessern, nach dem Absetzen kehren die Entzündungen jedoch verstärkt zurück.

Eine Mundrose entsteht vor allem bei Personen, die viele Pflegeprodukte im Gesicht verwenden.

Zur Behandlung der Mundrose sollten Betroffene die infrage kommenden Auslöser meiden. Es ist empfehlenswert, die Haut von Cremes und Kosmetika zu entwöhnen. Anfangs führt die Therapie häufig dazu, dass sich die Symptome verstärken, nach wenigen Wochen bildet sich die periorale Dermatitis jedoch vollständig zurück. In einigen Fällen behandelt der Arzt die periorale Dermatitis zusätzlich mit Antibiotika. Die Prognose der Mundrose ist gut. Wer mit Kosmetika und Hautpflegemitteln sparsam umgeht, kann die Wahrscheinlichkeit für eine periorale Dermatitis senken – so dass die lästigen Hauterscheinungen gar nicht erst auftreten!

Die periorale Dermatitis ist eine auf das Gesicht beschränkte, chronisch-entzündliche Erkrankung der Haut. Sie tritt vermutlich in Zusammenhang mit starkem Gebrauch von Hautpflegeprodukten und Make-up auf. Die periorale Dermatitis ist auch unter dem Namen Mundrose bekannt; denn häufig entstehen die typischen Knoten und Pusteln im Bereich um den Mund, zudem ist das Erscheinungsbild der Gürtelrose ähnlich.

Der Begriff «perioral» beschreibt ebenfalls den Gesichtsbereich um den Mund.

Die periorale Dermatitis ist nicht gefährlich oder ansteckend, stellt jedoch für viele Betroffene ein ästhetisches und kosmetisches Problem dar.

Vorkommen

Die periorale Dermatitis betrifft vorzugsweise Frauen im jüngeren und mittleren Lebensalter, meist zwischen dem zweiten und dritten Lebensjahrzehnt. Aber auch Kinder und Männer können an Mundrose erkranken. Insbesondere in der hellhäutigen Bevölkerung ist die periorale Dermatitis verbreitet. Schätzungen zufolge haben etwa sechs Prozent aller Frauen und 0,3 Prozent aller Männer, die einen Hautarzt aufsuchen, eine Mundrose. Die Erkrankung tritt in den letzten Jahrzehnten in den Industrieländern gehäuft auf – parallel zum Wohlstand und vermehrtem Gebrauch von Kosmetikartikeln.

Was eine periorale Dermatitis (Mundrose) auslöst, ist nicht abschliessend geklärt – die Ursachen sind bisher nicht genau bekannt.

Trockene Haut gilt als ein begünstigender Faktor, um eine Mundrose zu bekommen – manchmal in Verbindung mit Neurodermitis. Von der perioralen Dermatitis sind Personen betroffen, die regelmässig Feuchtigkeitscremes, Make-up und andere Pflegeprodukte im Gesicht benutzen. Die Haut wird durch zu häufigen Gebrauch dieser Produkte überfeuchtet. Die Hornschicht quillt auf. Dies führt dazu, dass die natürliche Hautbarriere aus der Balance gerät. Die Folge: Es kommt zu Hautirritationen und die Haut trocknet weiter aus.

Nun entsteht ein klassischer Teufelskreis: Weil die Haut so trocken ist, verwendet die betroffene Person vermehrt Pflegeprodukte – was die Hautbarriere noch mehr irritiert und die Haut weiter austrocknet. Schliesslich kann auf dieser Grundlage eine periorale Dermatitis entstehen. Rote, teilweise juckende Knötchen und Pusteln im Gesicht sind Anzeichen einer Mundrose. Dabei ist – wie der Name schon vermuten lässt – häufig die Mundregion betroffen.

Auch der unsachgemässe Gebrauch von starken Kortisonpräparaten im Gesicht kann eine periorale Dermatitis auslösen. Kortison lindert die Beschwerden der Mundrose zwar vorübergehend, nach Absetzen kehrt die Erkrankung jedoch in verstärkter Form zurück.

Prinzipiell kann jede Feuchtigkeitscreme eine periorale Dermatitis verursachen, die Haut ist jedoch für einige Produkte anfälliger als für andere. Dies macht eine zusätzliche Reizung durch bestimmte Inhaltsstoffe als eine der möglichen Ursachen wahrscheinlich.

Neben Kosmetikartikeln kann eine periorale Dermatitis auch durch andere äussere Ursachen und Einflüsse hergerufen oder verstärkt werden. So können bestimmte Zahnpasten oder die Antibabypille dazu beitragen, dass sich eine Mundrose ausbildet. Hormonschwankungen im Rahmen des Menstruationszyklus und über lange Zeit einwirkendes Sonnenlicht kommen zusätzlich als Ursachen für eine periorale Dermatitis in Betracht.

Die periorale Dermatitis (Mundrose) zeichnet sich durch spezifische Symptome aus, die nur im Gesicht auftreten. Die Betroffenen klagen über ein trockenes, brennendes oder spannendes Gefühl der Haut. Manchmal schuppen und jucken die betroffenen Gesichtsbereiche.

Das Gesicht ist meist etwas geschwollen und gerötet. Zusätzlich finden sich als typische Symptome kleine, höchstens zwei bis drei Millimeter grosse, rötliche Knötchen (Papeln) und teilweise auch entzündliche Eiterbläschen (Pusteln) im Gesicht – meist um den Mund herum (perioral). Um die Lippen verbleibt ein etwa zwei Millimeter, nicht befallener Randsaum. Häufig sind auch die Region um die Augen (periokulär), die Falten an den Nasenflügeln sowie die Wangen in symmetrischer Anordnung betroffen. Die periorale Dermatitis kann sich auch auf Kinn, Stirn, die seitlichen Augenwinkel sowie Unter- und Oberlider ausbreiten. Tritt die Mundrose nur durch Symptome im Bereich der Lider auf, spricht man auch von einer periokulären Mundrose.

Die Symptome der Mundrose werden bei Frauen unmittelbar vor Beginn der Regelblutung häufig verstärkt.

Bei Verdacht auf periorale Dermatitis (Mundrose) kann der Arzt die Diagnose in der Regel anhand des typischen Erscheinungsbilds sowie der Vorgeschichte des Betroffenen stellen. Im Gespräch fragt der Arzt beispielsweise, welche Hauptpflegemittel der Patient verwendet und wie häufig diese zum Einsatz kommen, um seine Diagnose zu sichern.

Meist kann der Arzt eine periorale Dermatitis leicht erkennen – es gibt jedoch Hautkrankheiten, die ähnliche Symptome äussern. Hierzu zählen beispielsweise eine allergische Hautreaktion, zum Beispiel in Form eines Kontaktekzems, oder eine chronische Hauterkrankung wie die Rosazea. Der Arzt muss diese Erkrankungen entsprechend ausschliessen können, um die Diagnose periorale Dermatitis zu stellen.

Eine periorale Dermatitis (Mundrose) kann mit der richtigen Therapie gut behandelt werden. Die wichtigste Voraussetzung für eine erfolgreiche Therapie: Betroffene sollten die Haut langsam von fettenden Kosmetika entwöhnen und vorübergehend nur mit Wasser reinigen. Es empfiehlt sich, eine Creme nur bei starkem Trockenheits- und Spannungsgefühl einzusetzen. Manchmal reichen diese Massnahmen schon aus, um die periorale Dermatitis loszuwerden.

Zu Beginn der Therapie kann der Eindruck entstehen, dass die Haut durch den Mangel an kosmetischen Produkten stärker spannt als bisher. Wichtig ist jedoch, diesem Gefühl nicht nachzugeben, sondern der Haut genug Zeit zu geben, sich wieder zu regenerieren. Nur so kann die Therapie der Mundrose erfolgreich sein. Wer die periorale Dermatitis behandeln möchte, benötigt also ein gewisses Mass an Selbstdisziplin, aber auch ein wenig Geduld – aber es lohnt sich! Nach etwa vier bis sechs Wochen Therapie hat sich die Haut soweit wieder erholt, dass die periorale Dermatitis in den meisten Fällen wieder abgeklungen ist.

Für eine erfolgreiche Therapie muss die Haut von Kosmetik- und Pflegeprodukten entwöhnt werden.

Der Hautarzt wird in der Therapie entscheiden, ob gegebenenfalls bestimmte milde Basiscremes zum Einsatz kommen können. Umschläge mit Schwarztee können die Entzündung zudem lindern. Auch zinkhaltige Cremes können den Heilungsprozess in der Therapie unterstützen.

Antibiotika mit Wirkstoffen wie Tetracyclin und Erythromycin können in der Therapie ebenfalls dazu beitragen, dass die periorale Dermatitis abklingt. In mittelschweren Fällen werden sie direkt auf die Haut aufgetragen. Nur in schweren Fällen ist es nötig, Antibiotika als Tabletten einzunehmen (sog. systemische Therapie).

Die periorale Dermatitis (Mundrose) nimmt unbehandelt einen schubartigen, langwierigen (chronischen) Verlauf. Sie kann ohne Therapie monate- bis jahrelang andauern. Sie kann in einigen Fällen aber auch von selbst ausheilen. Narben bleiben dabei nicht zurück.

Durch konsequente Behandlung heilt die periorale Dermatitis jedoch innerhalb von vier bis sechs Wochen in den meisten Fällen folgenlos ab – in seltenen Fällen kann sie erneut auftreten. Die Prognose der Mundrose ist sehr gut, wenn die Betroffenen ihre Haut von Cremes entwöhnen. Allerdings erfordert dies im Verlauf der Therapie ein hohes Mass an Mitarbeit und Selbstdisziplin. Zu Beginn haben die Betroffenen häufig das Gefühl, die Haut würde durch den Entzug der Kosmetika stärker spannen.

Schwere Formen einer Mundrose können psychisch sehr belastend sein – mithilfe der geeigneten Therapie können Betroffene das Problem jedoch gut wieder in den Griff bekommen!

Komplikationen

Ist die betroffene Haut im Gesicht stark geschädigt, können durch Bakterien verursachte Entzündungen entstehen, welche behandelt werden müssen.

Der perioralen Dermatitis (Mundrose) können Sie durch einen sparsamen Umgang mit gut verträglichen Kosmetikartikeln weitgehend vorbeugen – eine Garantie dafür, nie eine Mundrose zu bekommen, gibt es jedoch nicht.

Sollten Sie Kortisoncremes besitzen, die Sie für andere Körperbereiche verschrieben bekommen haben, wenden Sie diese keinesfalls im Gesicht an, denn dies kann eine periorale Dermatitis begünstigen.

Welche Pflegeprodukte für Ihre Haut am besten geeignet sind, kann Ihnen am besten Ihr Hautarzt empfehlen.