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1. Überblick

Soor ist eine Candidose (auch: Kandidose) der Haut oder Schleimhäute, also eine durch Pilze der Gattung Candida verursachte Pilzinfektion. Sind andere Gewebe oder Organe befallen, liegt eine sogenannte systemische Candidose vor.

Candida-Pilze sind überall verbreitet und kommen sowohl beim Menschen als auch bei anderen Tieren und auch bei Pflanzen vor. Als Ursachen für Soor und systemische Candidose kommen verschiedene Candida-Pilze infrage. Meistens entstehen Candidosen allerdings durch die Art Candida albicans.

Candida-Pilze kommen bei vielen Menschen in der normalen Flora der Haut und Schleimhaut in geringer Zahl vor, ohne Probleme zu bereiten. Unter bestimmten Voraussetzungen – zum Beispiel bei einem geschwächten Immunsystem, bei Diabetes mellitus, in der Schwangerschaft und nach Einnahme von Antibiotika oder Kortison, können sich die Hefepilze jedoch massiv vermehren und zu Soor oder einer systemischen Candidose führen.

Je nach Ausmass des Candida-Befalls sind die Symptome sehr unterschiedlich. Soor verursacht nur örtlich begrenzte Symptome auf der befallenen Haut oder Schleimhaut: Typisch für den Hautpilz sind gerötete und juckende Haut beziehungsweise weisse bis gelbe Beläge auf betroffenen Schleimhäuten. Die systemische Candidose kann dagegen schwerwiegende Symptome an den verschiedensten Körperstellen verursachen, da die Erreger im ganzen Körper verteilt sind – dazu gehören zum Beispiel: 

 

Die Diagnose einer Candidose gelingt durch den Nachweis der ursächlichen Pilze: Dies geschieht entweder – wie beim Soor – durch einen Abstrich der betroffenen Haut oder Schleimhaut, den der Arzt dann mikroskopisch untersucht, oder durch Anzüchten der Erreger aus einer Gewebe- oder Blutprobe in einer sogenannten Kultur.

Zur Candidose-Behandlung sind sogenannte Antimykotika (Antipilzmittel) geeignet: Bei Soor reicht eine örtliche Behandlung zum Beispiel mit Salben oder Zäpfchen, bei systemischer Candidose kommen die Mittel als Tabletten oder Infusionen zum Einsatz.

2. Definition

Der Begriff Soor bezeichnet per Definition eine Candidose der Haut oder Schleimhaut – also eine durch Pilze der Gattung Candida ausgelöste Pilzerkrankung (Mykose).

Eine weitere Bezeichnung für Soor lautet daher mukokutane Candidose. Der Begriff mukokutan setzt sich aus folgenden Wörtern zusammen:

 

  • Mukosa (= Schleimhaut, lat. mucus = Schleim) und
     
  • kutan (von lat. cutis = Haut).


Soor kann zum Beispiel in der Mundhöhle, der Speiseröhre oder der Scheide (Scheidenpilzinfektion) auftreten. Soor ist jedoch nicht die einzige mögliche Form von Candidose: Neben Haut und Schleimhäuten können auch andere Gewebe oder Organe von der Pilzinfektion befallen sein. In dem Fall liegt eine systemische Candidose vor.

Die für Soor ebenso wie für die systemische Candidose verantwortlichen Candida-Pilze gehören zu den Spross- beziehungsweise Hefepilzen und umfassen rund 150 verschiedene Arten. Sie sind überall verbreitet: Sowohl beim Menschen als auch bei anderen Tieren und auch bei Pflanzen kommen sie vor. Etwa 80 Prozent aller menschlichen Candidosen sind durch die Art Candida albicans bedingt.

3. Ursachen

Einem Soor (d.h. einer Candidose der Haut oder Schleimhäute) liegen wie jeder Candidose als Ursachen Infektionen mit bestimmten Pilzen zugrunde.

Erreger

Soor (d.h. eine Candidose der Haut oder Schleimhäute) hat dieselben Ursachen wie jede andere Candidose: Infektionen mit bestimmten Pilzen. Als Erreger kommen verschiedene Pilze der Gattung Candida infrage.

Häufigster Auslöser der Candidose ist Candida albicans: Dieser Pilz siedelt sich oft auch auf gesunder Haut oder Schleimhaut an. Candida albicans ist wie die überwiegende Mehrzahl der Pilze ein opportunistischer Erreger – das bedeutet: Nur unter bestimmten Bedingungen verursachen diese Pilze Erkrankungen. Zu diesen besonderen Bedingungen gehören alle Umstände, die die Abwehr eines Organismus schwächen. Bereits Hippokrates beobachtete bei Menschen mit einem schlechten Allgemeinzustand Veränderungen an der Mundschleimhaut, die für Soor typisch sind.

Infektionsweg

Soor (also eine Candidose der Haut oder Schleimhäute) hat seine Ursachen nicht immer im gleichen Infektionsweg: Die Pilzinfektion kann sowohl von innen als auch von aussen entstehen. Gleiches gilt für die systemische Candidose (die den gesamten Organismus betrifft).

Eine von innen kommende (sog. endogene) Infektion ist möglich, wenn sich die Pilze schon vorher im Körper befanden: Candida-Pilze wie Candida albicans kommen bei vielen Menschen in der normalen Flora der Haut und Schleimhaut in geringer Zahl vor, ohne jedoch einen Soor zu verursachen. Voraussetzung für die Entstehung einer Candidose ist eine gestörte Immunabwehr: Ist das Immunsystem des Organismus geschwächt, können sich die Pilze stark vermehren und eine Pilzinfektionskrankheit verursachen. Die endogene Pilzinfektion ist also aus einer normalen Besiedlung mit Candida-Pilzen entstanden.

Ein Candida-Pilz kann aber auch von aussen kommend einen Soor oder eine systemische Candidose verursachen (sog. exogene Infektion). Die Übertragung kann verschiedene Ursachen haben:

 

  • Die Pilze können über eine Schmierinfektion (Kontaktinfektion durch Berührung eines infizierten Menschen oder eines verseuchten Gegenstands) auf den Körper gelangen: So kann beispielsweise beim Baby Soor im Mund durch einen verunreinigten Schnuller entstehen.
     
  • Die Pilze können direkt ins Blut gelangen und eine systemische Candidose verursachen – zum Beispiel bei Drogenabhängigen über infizierte Spritzen oder bei Menschen mit länger liegenden Venenkathetern.



Eine gestörte Abwehr, die als Voraussetzung für die Entstehung von Soor oder systemischer Candidose den Infektionsweg für die Pilze bahnt, kann vielfältige Ursachen haben: Sie kann die Folge von Erkrankungen sein, wie beispielsweise Krebserkrankungen, AIDS, Alkoholismus oder Diabetes mellitus. Soor beim Baby entsteht beispielsweise oft dadurch, dass die Abwehrfunktion der Haut infolge einer Windeldermatitis herabgesetzt ist. Eine gestörte Abwehr kann auch durch hormonelle Umstellungen bedingt sein, wie zum Beispiel in der Schwangerschaft.

Am häufigsten sind jedoch Medikamente für eine gestörte Abwehr verantwortlich. So kann beispielsweise eine langfristige Behandlung mit Antibiotika das Gleichgewicht zwischen Bakterien und Pilzen im Darm stören und zu einer Überwucherung durch die Pilze führen. Medikamente, die das Immunsystem direkt schwächen und den Körper damit anfällig für Soor und die systemische eine Candidose machen, sind zum Beispiel Kortikosteroide (Kortison), Immunsuppressiva oder Chemotherapeutika.

4. Symptome

Soor verursacht als sogenannte mukokutane Candidose örtlich begrenzte Symptome: Der Begriff mukokutan setzt sich zusammen aus den Wörtern Mukosa (= Schleimhaut, lat. mucus = Schleim) und kutan (von lat. cutis = Haut). Soor betrifft also nur die Haut oder Schleimhaut. Allerdings kann der Verursacher – der Candida-Pilz (allen voran die Art Candida albicans) – auch lebensbedrohliche Symptome auslösen, wenn er innere Organe befällt: Dies bezeichnet man als systemische Candidose.

Genital-Soor

Einen Soor im Genitalbereich von Mann oder Frau bezeichnet man als Genital-Soor. Die mit dieser Form von Candidose verbundenen Symptome sind entsprechend auf die betroffene Stelle der Haut oder Schleimhaut begrenzt:

Beim Genital-Soor der Frau beziehungsweise bei der Candidose der Scheide (Vagina) können die Symptome verschieden stark ausgeprägt sein. Diese Pilzinfektion im Genitalbereich der Frau durch Candida-Pilze tritt mit einer Häufigkeit von bis zu 20 Prozent bei Frauen besonders im gebärfähigen Alter, mit Diabetes mellitus oder während der Schwangerschaft auf.

Typisches Anzeichen für die Candidose der Scheide ist die gerötete und geschwollene Scheidenschleimhaut. Die Scheide ist beim Scheidensoor ausserdem mit weisslichen Belägen bedeckt, die sich abstreifen lassen und dann einen entzündlichen Grund zeigen. Weitere mögliche Symptome für den Scheidenpilz sind ein quälender Juckreiz, ein Brennen und vermehrter, weisslich-krümeliger Ausfluss aus der Scheide. 

Ein Genital-Soor des Mannes kann verschiedene Ausmasse annehmen: Bei einer Candidose der Eichel (sog. Candida-Balanitis) sind die Symptome der Pilzinfektion auf die Eichel begrenzt, beim Soor der Vorhaut (sog. Candida-Balanoposthitis) ist zusätzlich die Vorhaut des Penis betroffen. Als typische Symptome finden sich an den vom Pilz befallenen Stellen gerötete Papeln oder Pusteln. Die Ansteckung mit diesen Formen der Candidose erfolgt häufig durch Geschlechtsverkehr, wobei eine Vorhautverengung (Phimose) oder mangelnde persönliche Hygiene begünstigend wirken.

Weitere mukokutane Candidosen

Soor im Genitalbereich ist nicht die einzige Form von mukokutaner Candidose (d.h. auf Haut oder Schleimhaut begrenzter Candida-Infektion) – es sind verschiedene weitere mukokutane Candidosen möglich: Soor tritt zum Beispiel auch im Mund oder in Falten der Haut auf. Die von dem ursächlichen Candida-Pilz hervorgerufenen Symptome bleiben auch hier auf die jeweiligen Bereiche beschränkt:

 

  • Hautsoor bildet sich meist in Hautfalten (z.B. Achseln, Analregion, Oberschenkel),
     
  • Mundsoor zeigt sich auf der Mund- und Rachenschleimhaut (oropharyngeale Candidose),
     
  • Soor kann auch als ösophageale Candidose in der Speiseröhre oder
     
  • als intestinale Candidose im Darm auftreten.


Hautinfektionen durch einen Candida-Pilz lösen als typische Symptome Hautrötung und Juckreiz aus. Betrifft der Soor die Schleimhäute, findet sich ein weisslicher bis gelber Belag auf der Schleimhaut. Diesen Belag kann man wegwischen, wobei die Stelle anschliessend leicht bluten kann. Ein Soor der Mundschleimhaut und der Speiseröhre äussert sich durch Schmerzen beim Essen und Schlucken. Häufig tritt bei dieser Form der mukokutanen Candidose auch ein Brennen hinter dem Brustbein auf. Die für einen Soor des Darms typischen Symptome sind Durchfälle, Blähungen oder ein Völlegefühl.

Systemische Candidose

Anders als der auf Haut oder Schleimhaut begrenzte Soor kann eine systemische Candidose unbegrenzt an den verschiedensten Körperstellen Symptome verursachen. Der Grund hierfür ist, dass sich die für die systemische Candidose verantwortlichen Pilze weiter ausbreiten, in tiefere Gewebeschichten eindringen und ins Blutsystem gelangen.

Während beim Soor nur Haut oder Schleimhaut vom Candida-Pilz befallen ist, ist die systemische Candidose dadurch gekennzeichnet, dass sich die Erreger im ganzen Körper verteilen und unterschiedlichste, teils lebensbedrohliche Symptome auslösen: So können sich die Lungen, die Nieren, die Netzhaut des Auges, das Gehirn und auch die Herzklappen entzünden. Ein besonders schwerwiegendes Anzeichen für die systemische Candidose ist die Candida-Blutvergiftung (Sepsis). Dabei sind im Blut ständig oder immer wieder Erreger vorhanden, die den gesamten Organismus überschwemmen.

5. Diagnose

Beim Soor (einer Candidose der Haut oder Schleimhäute) erfolgt die Diagnose durch den Nachweis der Erreger. Auch die systemische Candidose (bei der der ursächliche Candida-Pilz den gesamten Organismus befallen kann) lässt sich so sicher diagnostizieren

Bei Verdacht auf Soor reicht für den Erregernachweis ein Oberflächenabstrich von der betroffenen Haut oder Schleimhaut. Diesen Abstrich untersucht der Arzt anschliessend unter dem Mikroskop.

Bei einer systemischen Candidose ist die Diagnose aufwendiger als beim Soor: In tieferen Gewebeschichten kann der Arzt die Candida-Infektion nur mithilfe einer Gewebeprobe nachweisen. Aus den entnommenen Gewebeproben kann man dann die Pilze in einer sogenannten Kultur anzüchten und so nachweisen. Bei einer Candidose von Nieren oder Darm können Urin- und Stuhlproben aufschlussreich sein: Hierbei ist es wichtig, die Proben bis zur Untersuchung möglichst kühl zu halten, um zu verhindern, dass sich die Pilze vermehren. Besteht der Verdacht auf eine Blutvergiftung (Sepsis), also auf Erreger im Blut, legt der Arzt an mehreren aufeinanderfolgenden Tagen Blutkulturen an, um und die genaue Art der Pilzgattung Candida zu bestimmen.

6. Therapie

Gegen Soor (eine Candidose der Haut oder Schleimhäute) sind zur Therapie dieselben Mittel wirksam wie gegen eine systemische Candidose (bei der die Pilzinfektion den gesamten Organismus betrifft): Jede Infektion mit einem Candida-Pilz kann man durch eine Behandlung mit Antimykotika (Antipilzmittel) heilen. Gegen eine Candidose wirken Nystatin, Natamycin, Amphotericin B, Ketoconazol, Fluconazol und Flucytosin. In welcher Form die Medikamente anzuwenden sind, richtet sich nach der Art des Befalls.

Mukokutane Candidose

Die gegen Soor (auch mukokutane Candidose genannt) eingesetzte Therapie ist in der Regel örtlich begrenzt: Ist Ihre Haut von der Pilzerkrankung betroffen (Hautsoor), helfen Ihnen Pasten und Salben; ist die Mundschleimhaut befallen (Mundsoor), kommen Mundspülungen zur Behandlung zum Einsatz. Gegen eine Candidose der Scheide (Scheidensoor) stehen zur Behandlung Scheidenzäpfchen zur Verfügung.

Gegen eine mukokutane Candidose zu empfehlen sind beispielsweise die Antipilzmittel Nystatin oder Amphotericin B. Da beide Mittel gegen Soor auch nach Einnahme durch den Mund – zum Beispiel als Saft oder Tabletten – im Magen-Darm-Trakt nicht in die Blutbahn gelangen, kann man auch einen Soorbefall des Darms mit diesen Antipilzmitteln behandeln. Wenn Sie Nystatin nicht vertragen, kann Ihr Arzt Ihnen als Alternative die Wirkstoffe Clotrimazol oder Miconazol.

Wichtiger Tipp für stillende Frauen: Wenn Ihr Baby Soor im Mund hat, behandeln Sie auch Ihre Brustwarzen vor und nach dem Stillen mit einem Antipilzmittel.

Systemische Candidose

Anders als ein Soor erfordert eine systemische Candidose entsprechend eine Therapie, die im gesamten Organismus (also systemisch) wirkt, denn: Da sich die Candida-Infektion bereits im Körper ausgebreitet hat, ist eine örtlich begrenzte Behandlung der Pilzerkrankung nicht möglich. Damit die systemische Candidose-Behandlung erfolgreich ist, müssen die verabreichten Antipilzmittel alle Gewebe des Körpers erreichen können. Daher bekommen Sie die Mittel gegen die Pilzinfektion entweder als Tablette oder als Infusion direkt in die Blutbahn. Zur systemischen Therapie kommen vorwiegend Amphotericin B, Flucytosin, Ketokonazol, aber auch Fluconazol zum Einsatz. Bei Unverträglichkeiten ist es auch hier möglich, auf Clotrimazol oder Miconazol zurückzugreifen.

7. Verlauf

Beim Soor, also einer Candidose der Haut oder Schleimhaut, bleibt die Pilzinfektion auch im weiteren Verlauf örtlich begrenzt. Durch eine konsequente Behandlung kann man den Soor positiv beeinflussen: Gegen die oberflächliche Besiedlung der Haut oder Schleimhaut mit dem Candida-Pilz sind Antipilzmittel in der Regel gut wirksam. Dabei ist es jedoch wichtig, die Pasten oder Cremes nach Anweisung vorschriftsmässig und lange genug anzuwenden.

Allgemein neigen Pilzinfektionen wie der Soor jedoch zu einem wiederkehrenden Verlauf: Auch nach erfolgreicher Behandlung tritt eine Pilzinfektion oft immer wieder auf. Um diese sogenannten Rezidive zu vermeiden, ist es besonders wichtig, Erkrankungen wie Diabetes mellitus, die eine Candidose der Haut oder Schleimhaut begünstigen, ebenfalls zu behandeln.

Komplikationen

Anders als Soor kann die systemische Candidose lebensbedrohlich verlaufen: Während der Pilzbefall beim Soor örtlich begrenzt bleibt, breiten sich bei der systemischen Candidose die Pilze im Verlauf der Infektion im ganzen Körper aus, befallen weitere Organe oder Gewebe und lösen schwere Komplikationen aus: Sie kann beispielsweise zu einer Candida-Endokarditis (Entzündung der Herzinnenhaut) oder zu einer Candida-Blutvergiftung führen.

Die systemische Candidose ist jedoch selten und kann sich nur bei Menschen mit einem geschwächten Immunsystem (z.B. durch AIDS oder infolge einer Chemotherapie) entwickeln. Wegen der zusätzlichen schweren Grunderkrankung ist die systemische Candidose allerdings auch schwieriger zu behandeln als Soor.

8. Vorbeugen

Einem Soor oder einer systemischen Candidose können Sie durch verschiedene Massnahmen vorbeugen. Die für Candidosen verantwortlichen Pilze (z.B. Candida albicans) sind häufig auf gesunder Haut oder Schleimhaut angesiedelt. Vor allem, wenn Ihr Immunsystem geschwächt ist, kann ein Candida-Pilz bei Ihnen eine Erkrankung der Haut oder Schleimhaut (mukokutane Candidose bzw. Soor) oder sogar anderer Organe (systematische Candidose) verursachen.

Wenn Ihre Abwehr durch Erkrankungen wie Diabetes mellitus, Krebs oder AIDS geschwächt ist oder Sie längerfristig Antibiotika oder Kortison einnehmen, ist es besonders wichtig, dass Sie einem Soor oder einer systemischen Candidose vorbeugen. In dem Fall ist es ratsam, gemeinsam mit Ihrem behandelnden Arzt besonders auf Anzeichen einer Candidose zu achten:

 

  • Einen Mundsoor beispielsweise kann man durch den Blick in den Mund leicht erkennen.
     
  • Magen-Darm-Beschwerden und Durchfälle könnten Zeichen einer Darminfektion durch Candida-Pilze sein.


Um einen Soor an den Geschlechtsorganen (Candidose der Scheide beziehungsweise der Eichel und Vorhaut) zu vermeiden, ist es wichtig, dass Sie auf eine gute Intimhygiene achten. Da Soor ansteckend ist, ist es beim Geschlechtsverkehr ausserdem empfehlenswert, zum Schutz von Ansteckungen immer Kondome zu benutzen.