1. Home
  2. Gesundheit
  3. Krankheit
  4. Thrombose (Blutgerinnsel)

Von
Veröffentlicht am 10.08.2020

1. Überblick

Eine Thrombose ist ein Verschluss eines Blutgefässes durch ein Blutgerinnsel (Thrombus). Am häufigsten sind die tiefen Bein- und Beckenvenen betroffen.

Bei einer Thrombose kann es zu Symptomen wie Schmerzen und Schwellung der Wade oder des Beins kommen, abhängig davon, wo die Thrombose sitzt.

Wenn aufgrund der Beschwerden der Verdacht auf eine Thrombose besteht, muss der Arzt die Diagnose mit bildgebenden Verfahren sichern. Da der Therapie-Erfolg entscheidend davon abhängt, wie lange das Blutgerinnsel schon besteht, sollten diese Untersuchungen rasch erfolgen.

Eine Thrombose lässt sich durch eine Ultraschalluntersuchung, die sogenannte Kompressionssonographie, oder eine Röntgenuntersuchung der Venen mit Kontrastmittel, die Phlebographie, diagnostizieren. Um das Blutgerinnsel zu beseitigen, behandelt der Arzt mit blutverdünnenden Medikamenten (Heparin). Ausserdem legt er einen Druckverband (Kompressionsverband) an, der das gesamte Bein oder den Arm umfasst. Auch angepasste Kompressionsstrümpfe eignen sich.

Eine Fachperson sucht nach Thrombosen im Bein einer Patientin.

Bei Verdacht auf eine Thrombose sollte rasch eine ärztliche Untersuchung erfolgen.

Quelle: Getty Images

Frauen sind insgesamt etwas häufiger von einer Thrombose betroffen als Männer. Weiterhin spielen Alter, Ernährung, Bewegung und sonstige Risikofaktoren eine Rolle.

Risikofaktoren für eine Thrombose sind unter anderem

  • langes Sitzen,
  • Bettlägerigkeit
  • Krampfadern und
  • eine erhöhte Blutgerinnungsneigung nach einer Operation oder nach der Entbindung.


Die Wahrscheinlichkeit, auf einem Langstreckenflug eine Reisethrombose zu bekommen, ist geringer, als häufig angenommen.

Bei einer Thrombose ist das vorrangige Ziel der Behandlung, das Gerinnsel (Thrombus) aufzulösen und den Blutfluss wiederherzustellen und zu verhindern, dass sich ein Teil des Gerinnsels löst und mit dem Blutsrom über das Herz in die Lunge gelangt und dort ein Gefäss verschließt (sog. Lungenembolie).

Bei Personen, die bereits eine Thrombose gehabt haben, ist das Risiko für eine weitere Thrombose erhöht. Wenn Risikofaktoren vorliegen, sollten Betroffene daher konsequent vorbeugende Massnahmen einhalten, fachlich Thromboseprophylaxe genannt. So kann man zum Beispiel Kompressionsstrümpfe tragen, sich ausreichend bewegen (v.a. viel gehen), viel trinken oder die Beine hochlagern.

Anzeige
Dieses Bild kann nicht angezeigt werden.

2. Definition von Thrombose

Dieses Bild kann nicht angezeigt werden.

Bei einer Thrombose verschließt ein Blutgerinnsel (Thrombus) ein Gefäss.

Häufig treten Thrombosen in den Venen (Phlebothrombose) auf, also in den Blutgefässen, die zum Herzen führen. Betroffen sind hier vor allem die Venen der unteren Körperhälfte, die tiefen Bein- und Beckenvenen.

Blutgerinnsel können allerdings auch in den Herzhöhlen und den Armen entstehen. In den Gefässen, die vom Herzen wegführen (Arterien), kann ebenfalls eine Thrombose auftreten – zum Beispiel in den Herzkranzgefässen. In diesem Fall sprechen Mediziner allerdings nicht von einer Thrombose sondern von einem Herzinfarkt.

Häufigkeit

Frauen sind insgesamt etwas häufiger von Thrombosen betroffen als Männer. Zudem spielen das Alter und sonstige Risikofaktoren eine Rolle. Hatte man beispielsweise bereits eine Thrombose, ist das Risiko deutlich erhöht, erneut eine zu bekommen.

Reisethrombose: Die Wahrscheinlichkeit, auf einem Langstreckenflug eine Reisethrombose zu bekommen, ist geringer, als häufig beschrieben. Tatsächlich beträgt das Risiko für ansonsten gesunde Menschen nur etwa 0,02 Prozent, also 2 von 10'000. Personen mit bestimmten Vorerkrankungen (z.B. Diabetes mellitus, Blutgerinnungsstörungen) haben ein etwas höheres Risiko, wenngleich es auf Flügen, die kürzer als vier Stunden dauern, auch nur sehr gering ist.

Anzeige

3. Ursachen von Thrombose

Bei einer Thrombose verschließt ein Blutgerinnsel (Thrombus) ein Gefäss. Dies lässt sich in der Regel auf eine oder mehrere der folgenden Ursachen zurückführen:

  • eine Schädigung der Gefässwand
  • einen verlangsamten Blutfluss
  • eine erhöhte Gerinnungsneigung des Bluts aufgrund einer veränderten Blutzusammensetzung

Bei einer Thrombose der Venen – auch venöse Thrombose oder Phlebothrombose genannt – sind die Ursachen meist ein verlangsamter Blutfluss und eine erhöhte Gerinnungsneigung.

Thrombosen der Arterien (auch arterielle Thrombose genannt) entstehen vor allem durch eine Schädigung der Gefässwand. Solch eine Schädigung ist meist eine Folge der Arteriosklerose (Arterienverkalkung), bei der sich Bindegewebe, Blutfette und Kalk an den Gefässwänden ablagern.

Diese Ablagerungen heissen in der Fachsprache Plaques. Wenn die Plaques aufbrechen, kann sich an diesen Stellen durch Blutgerinnungsreaktionen ein Blutgerinnsel auflagern und das Gefäss verschliessen. Arterielle Thrombosen können zum Beispiel in den Herzkranzgefässen auftreten – dann sprechen Mediziner allerdings nicht von einer Thrombose, sondern von einem Herzinfarkt.

Dieses Bild kann nicht angezeigt werden.
Anzeige

Verschiedene Risikofaktoren können das Entstehen eines Blutgerinnsels begünstigen:

  • vorausgehende Thrombose oder Lungenembolie in der Krankengeschichte
  • länger dauernde Bettlägerigkeit (Immobilisation)
  • vererbte Blutgerinnungsstörung
  • erhöhte Blutgerinnungsneigung, zum Beispiel nach grossen Operationen wie einem Hüft- oder Kniegelenkersatz
  • schwere Infektionskrankheiten
  • Verletzungen
  • Bluterkrankungen, bei denen das Blut zähflüssiger wird, zum Beispiel Polyzythämie (übermässige Vermehrung der roten Blutkörperchen)
  • bestimmte Medikamente, zum Beispiel östrogenhaltige Hormonpräparate zur Verhütung (Antibabypille), Behandlung der Wechseljahre oder zur Krebstherapie
  • Lebensalter über 50 Jahre, bei Frauen über 40 Jahre
  • Flüssigkeitsmangel
  • ausgeprägtes Krampfaderleiden (Varikose)
  • Schwangerschaft und Entbindung
  • Kreislaufschock
  • Herzschwäche (Herzinsuffizienz)
  • Übergewicht (Adipositas)
  • Bewegungsmangel, zum Beispiel langes Sitzen
  • Gefässwandverengungen durch Arteriosklerose und Faktoren, die diese begünstigen, wie Rauchen, Bluthochdruck (Hypertonie), Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit)
  • Gefässentzündungen
  • Krebserkrankungen
Anzeige

4. Symptome von Thrombose

Bei einer Thrombose sind die Symptome in der Anfangsphase oft untypisch. Je nachdem, an welcher Stelle die Thrombose auftritt – wo sich das Blutgerinnsel also befindet –, verursacht sie unterschiedliche Anzeichen und Beschwerden.

Als Hinweise auf eine Thrombose der Beinvenen gelten folgende Symptome:

  • spontane oder belastungsabhängige Schmerzen, die sich durch Hochlagerung des betroffenen Beins bessern
  • bei Tieflagerung des Beins empfindet der Betroffene ein Spannungsgefühl, einen ziehenden Schmerz oder eine Art Muskelkater
  • Druckschmerz an der Innenseite der Fusssohle (sog. Payr-Zeichen) und im Verlauf der von der Thrombose betroffenen Vene
  • Wadenschmerzen bei Beugung des Fusses (sog. Homans-Zeichen)
  • Wadenschmerzen auf Druck (sog. Meyer-Zeichen)
  • zunehmende Schwellung mit Zunahme des Beinumfangs
  • Überwärmung des Beins
  • oberflächliche Venen zeichnen sich stärker ab (Warnvenen)

Bei einer Thrombose können solche Symptome auftreten, müssen aber nicht. Zu welchen Anzeichen es kommt, fällt von Mensch zu Mensch sehr unterschiedlich aus.

Kommt es als Folge der Thrombose zu einer Lungenembolie, treten Symptome hinzu, die die Atmung und den Kreislauf betreffen: Je nach Schweregrad der Embolie reichen die Beschwerden von leichter Atemnot und Schwindel bis hin zu starker Luftnot und großer Angst und Unruhe. Kommt es zu einem Atemstillstand, besteht Lebensgefahr. Wer solche Anzeichen feststellt, sollte umgehend einen Arzt aufsuchen oder den Notarzt rufen.

Thrombosen im Arm sind häufig sehr schmerzhaft. Der Arm ist dabei geschwollen und die Venen zeichnen sich verstärkt an der Oberfläche ab. Eine Thrombose im Arm ruft folglich eindeutigere Symptome hervor, als es bei einer Thrombose des Beins der Fall ist, bei der klare Anzeichen oft fehlen.

Anzeige

5. Diagnose von Thrombose

Wenn aufgrund der Beschwerden der Verdacht auf eine Thrombose besteht, sichert die Ärztin die Diagnose mit bildgebenden Verfahren wie einer Ultraschalluntersuchung. Da der Therapie-Erfolg entscheidend davon abhängt, wie lange das Blutgerinnsel schon besteht, ist bei Verdacht auf eine Thrombose eine schnelle Diagnose wichtig.

Um ein Blutgerinnsel auszuschliessen, kann die Ärztin zudem die Konzentration der sogenannten D-Dimere im Blut bestimmen. D-Dimere entstehen bei der Spaltung von Fibrin, einem wichtigen Eiweiss der Blutgerinnung. Die Konzentration der D-Dimere steigt im Falle einer Thrombose, aber auch durch andere Umstände. Von einem erhöhten Wert kann man deshalb nicht automatisch auf ein Blutgerinnsel schliessen.

Um eine Thrombose nachzuweisen beziehungsweise auszuschliessen, eignen sich spezielle Ultraschalluntersuchungen (Kompressionssonographie, Dopplersonographie) – sie gelten heute als Standardverfahren, um eine Thrombose nachzuweisen. Auch eine Röntgenuntersuchung mit Kontrastmittel (Phlebographie) kann Aufschluss bringen, hierbei ist aber die Strahlenbelastung zu bedenken. Zudem reagieren manche Menschen allergisch auf das verabreichte Kontrastmittel.

Anzeige

6. Therapie von Thrombose

Bei einer Thrombose (Gefässverschluss durch ein Blutgerinnsel) unterscheidet sich die Behandlung abhängig davon, ob eine venöse oder eine arterielle Thrombose vorliegt. In beiden Fällen kann es mit der richtigen Therapie gelingen, das Blutgerinnsel aufzulösen und den Blutfluss wiederherzustellen.

Die Thrombose-Behandlung soll ausserdem verhindern, dass das Blutgerinnsel weiterwächst und sich neue Blutgerinnsel bilden. So lässt sich das Risiko für Komplikationen oder Spätfolgen verringern.

Das Auflösen von Blutgerinnseln – die sogenannte Thrombolyse – ist hingegen nur für einen kurzen Zeitraum möglich, nämlich in der Anfangsphase einer Thrombose. Die Behandlung sollte daher möglichst rasch beginnen. Da eine Thrombolyse jedoch auch oft zu Komplikationen führt, wird sie nur in lebensbedrohlichen Situationen angewandt (zum Beispiel bei einer Lungenembolie mit Kreislaufzusammenbruch).

Der Blutfluss lässt sich wiederherstellen, indem man das Blutgerinnsel mithilfe von Medikamenten wie Heparin auflöst. Heparin hemmt die Blutgerinnung und kann dabei helfen, Blutgerinnsel aufzulösen. Den Wirkstoff erhalten Betroffene etwa eine Woche lang. Anschliessend an diese Akutbehandlung erfolgt meist eine längerfristige Einnahme von gerinnungshemmenden Mitteln in Tablettenform (z.B. mit dem Wirkstoff Phenprocoumon oder Apixaban). Um zu vermeiden, dass erneut eine Thrombose auftritt, sollte man diese Behandlung mindestens drei Monate fortführen.

Weitere wichtige Erstmassnahmen bestehen darin, die Beine hochzulagern und einen straffen Verband anzulegen, der das gesamte Bein oder den Arm umfasst (Kompressionsverband). Beide Massnahmen sollen den Rückfluss des venösen Bluts zum Herzen erleichtern und verhindern, dass das Blut sich im Bein staut. Die Kompressionsbehandlung sollte auch danach weitergeführt werden, Betroffene sollten Kompressionsstrümpfe tragen. Um den venösen Rückfluss zu unterstützen, sollte man sich ausserdem regelmässig bewegen und spezielle Übungen für die Wadenmuskulatur durchführen.

Teilweise kommen bei einer Thrombose zur Behandlung auch chirurgische Methoden zum Einsatz. Für die operative Entfernung des Blutgerinnsels (Thrombektomie) stehen drei verschiedene Operationstechniken zur Verfügung, die mit der Gabe von Medikamenten kombiniert werden:

  • Offene Thrombektomie: Der Operateur öffnet die Stelle, an der sich das Blutgerinnsel im Blutgefäß befindet und entfernt das Gerinnsel. Danach vernäht er die Stelle. Dieses Verfahren ist nur möglich, wenn lediglich ein kurzer Gefäßabschnitt betroffen ist.
  • Ballonkatheter: Hierbei führt der Arzt durch einen kleinen Hautschnitt einen Katheter mit einem aufblasbaren Ballon an der Spitze in das betroffene Gefäss ein. Diesen Katheter schiebt er an dem Gerinnsel vorbei. Anschliessend wird der Ballon aufgepumpt und langsam zurückgezogen. Auf diese Weise kann der Arzt das Blutgerinnsel bis zur Öffnungsstelle vorschieben, wo er es dann entfernt.
  • Kompressionsthrombektomie: Wenn sich das Blutgerinnsel in den Beinvenen befindet, kann man versuchen, es nach Öffnen der Vene durch Druckanwendung (Kompression) aus der Vene heraus zu pressen.

7. Verlauf von Thrombose

Komplikationen

Bei einer Thrombose, also einem Gefässverschluss durch ein Blutgerinnsel (Thrombus), kann es im Verlauf zu verschiedenen Komplikationen kommen.

Die am meisten gefürchtete Komplikation ist die Embolie. Diese entsteht, wenn sich das Blutgerinnsel löst und mit dem Blut fortgeschwemmt wird. Das Gerinnsel kann über die Venen und das rechte Herz in die Lunge gelangen und dort eine Lungenembolie verursachen. Bei bis zu jedem zweiten Betroffenen mit tiefer Beinvenenthrombose tritt als Komplikation eine Lungenembolie unterschiedlichen Schweregrads auf.

Eine ebenfalls ernst zu nehmende Komplikation besteht, wenn Bakterien das Blutgerinnsel besiedeln und sich diese auf dem Blutweg ausbreiten (Blutvergiftung). Eine Therapie mit Antibiotika hilft dann.

In manchen Fällen, zum Beispiel bei verzögertem Therapiebeginn, entwickelt sich ein sogenanntes postthrombotisches Syndrom – es äussert sich durch eine chronische Veneninsuffizienz durch bleibende Schädigung der Venenklappen. Daraus resultiert eine bleibende Venenschwäche mit den entsprechenden Folgen:

  • Wasser lagert sich im Gewebe ein (Ödem).
  • Es entstehen Krampfadern (Varizen).
  • Die Haut und das Unterhautfettgewebe entzünden sich (Dermatitis/Dermatoliposklerose).
  • Unbehandelt können sich Geschwüre (Ulcera) bilden.

Erweiterte Venen entstehen, wenn das betroffene Gefäss verschlossen bleibt. Dann bilden sich Umgehungswege über die oberflächlichen Venen. Ist der Blutabstrom – besonders aus den Beinen – dauerhaft behindert, können sich dadurch Geschwüre (Ulcus cruris) bilden: das sogenannte offene Bein. Ein offenes Bein heilt in der Regel eher schlecht ab.

Prognose

Bei einer Thrombose hängt die Prognose stark von der Vorgeschichte ab. Personen, die bereits eine Thrombose gehabt haben, haben ein erhöhtes Risiko für eine weitere Thrombose. Wenn Risikofaktoren vorliegen, sollten Betroffene daher konsequent vorbeugende Massnahmen (Thromboseprophylaxe) einhalten.

Ausserdem ist bei einer Thrombose für die Prognose entscheidend, wie schnell eine angemessene Behandlung eingeleitet wurde. Ein Blutgerinnsel lässt sich nur innerhalb eines kurzen Zeitraums in der Anfangsphase des Venenverschlusses medikamentös auflösen. Deshalb ist es wichtig, bei dem Verdacht auf eine Thrombose schnell zu handeln, um eine möglichst gute Prognose zu erreichen.

8. Vorbeugen gegen Thrombose

Einer Thrombose (Gefässverschluss durch ein Blutgerinnsel) können Sie mit verschiedenen Massnahmen vorbeugen. Folgende Empfehlungen eignen sich zur Thromboseprophylaxe:

  • Bewegen Sie sich viel, am besten täglich (häufiges Gehen, Schwimmen, Radfahren, etc.).
  • Ernähren Sie sich ausgewogen.
  • Duschen Sie Ihre Gliedmassen kalt ab.
  • Trinken Sie ausreichend (z.B. Leitungswasser, Mineralwasser, Saftschorle, ungesüsste Früchte- oder Kräutertees).
  • Tragen Sie nach Operationen oder Entbindungen Stützstrümpfe.

Sie können einer Thrombose ausserdem vorbeugen, wenn Sie zusätzlich folgende Risikofaktoren vermeiden oder reduzieren:

Nach einer Thrombose können Sie weiteren Thrombosen in Absprache mit Ihrer Ärztin mithilfe von gerinnungshemmenden Medikamenten vorbeugen. Zu den Medikamenten, die Ärzte zur Thromboseprophylaxe nach vorangegangenen Venenverschlüssen verschreiben, zählen zum Beispiel:

  • Heparin
  • Danaparoid
  • Fondaparinux
  • Rivaroxaban
  • Apixaban
  • Argatroban
  • Dabigatran
  • Phenprocoumon
  • Warfarin

Der Wirkstoff Acetylsalicylsäure (ASS) kann zum Einsatz kommen, um einer arteriellen Thrombose vorzubeugen. Ob ASS auch bei der Prophylaxe einer Venen-Thrombose effektiv hilft, ist dagegen fraglich. Studie liefern hierzu widersprüchliche Ergebnisse.

Nach einer Thrombose wird man Ihnen Bewegungsübungen zeigen (z.B. Fusswippen), die den Rückfluss des venösen Blutes zum Herzen unterstützen. Diese Übungen sollten Sie zuhause selbständig und regelmässig fortführen.

Wahrscheinlich wird Ihr Arzt Ihnen auch Kompressionsstrümpfe verschreiben, die Sie täglich tragen sollten. Je nach individuellen Umständen kommt für Sie auch die intermittierende pneumatische Kompressionsbehandlung infrage. Bei dieser Behandlung legt man eine Druckluftmanschette am Bein an, die in kurzen Abständen einen dosierten Druck ausübt.

Nach einer bereits überstandenen Beinvenenthrombose empfiehlt es sich, mithilfe eines speziellen Venenkissens zu schlafen. Durch das Venenkissen liegen die Beine etwa 15 bis 20 Zentimeter höher als das Herz – das Blut kann so leichter aus den Venen zum Herz zurückfliessen und staut sich nicht in den Beinen.

Anzeige