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  4. Verbrennung (Verbrühung)

Von Veröffentlicht am 24.11.2016

1. Überblick

Bei einer Verbrennung beziehungsweise Verbrühung entstehen Schädigungen des Gewebes durch Hitzeeinwirkung von mehr als 45 Grad Celsius.

Die Temperatur kann in diesem Fall so hoch sein, dass es zu einer Zellschädigung beziehungsweise zum Zelltod, zur Gerinnung der Eiweisspartikel oder sogar zur Verkohlung kommen kann. Das Ausmass und die Tiefe der Schädigung durch Verbrennung hängen davon ab, wie hoch die Temperatur liegt und wie lange die Hitze einwirkt

Eine Verbrennung ordnet der Arzt je nach Tiefe unterschiedlichen Schweregraden zu. Je nachdem, wie stark die Haut geschädigt ist, teilt er sie in die Grade eins bis vier ein. Der Arzt schätzt das Ausmass einer Verbrühung ausserdem nach der Grösse der betroffenen Fläche ein. Dabei ist massgeblich, wie hoch der Anteil der verbrannten Haut bezogen auf die gesamte Körperoberfläche ist. Die Therapie richtet sich nach der Tiefe der Verletzung. Diese kann häufig erst am zweiten oder dritten Tag nach dem Unfall genau beurteilt werden.

Beispielsweise ist bei einer Verbrennung ersten Grades der Hautabschnitt gerötet und schmerzhaft. Es kann zu einer Schwellung kommen. Die Rötung ist auf eine vermehrte Durchblutung zurückzuführen. Ein Beispiel für eine typische Verbrennung ersten Grades ist der Sonnenbrand.

Die Prognose bei einer schweren Verbrennung und Verbrühung hängt von der Ausdehnung beziehungsweise der Tiefe der Verbrennung, dem Alter des Betroffenen, seinen Vorerkrankungen, der Erstbehandlung am Unfallort und der anschliessenden Behandlung ab. Bei schwerer Narbenbildung kann unter Umständen eine lebenslange Nachbehandlung notwendig sein.

Versuchen Sie besonders den Verbrennungen und Verbrühungen bei Kindern vorzubeugen, indem Sie entsprechende Sicherheitsmassnahmen einhalten und mögliche Gefahrenquellen beseitigen. Gerade bei Kleinkindern ist besondere Aufmerksamkeit geboten.

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2. Definition

Zu einer Verbrennung beziehungsweise Verbrühung kommt es, wenn Wärme oder Hitze schädigend auf das Gewebe einwirken. Dabei steigt die Temperatur so stark an, dass es zu einer Zellschädigung beziehungsweise zum Zelltod, zur Gerinnung der Eiweisspartikel oder sogar zur Verkohlung kommen kann. Das Ausmass und die Tiefe der Schädigung hängen davon ab, wie hoch die Temperatur liegt und wie lange die Hitze einwirkt.

Eine Verbrennung oder Verbrühung lässt sich in die Schweregrade eins bis vier einteilen. Das Ausmass des betroffenen Areals wird in Prozent der gesamten Körperoberfläche angegeben. Für die schnelle Einschätzung des Verbrennungsausmasses hat sich die sogenannte Neuner-Regel bewährt:

 

  • Kopf: 9 Prozent
  • Arm: 9 Prozent
  • Brust: 18 Prozent
  • Rücken: 18 Prozent
  • Bein: 18 Prozent
  • Handfläche: 1 Prozent
  • Genitalien: 1 Prozent


Eine Verbrennung bei Kindern muss der Arzt nach einer anderen Formel abschätzen, denn bei Kleinkindern fallen die Proportionen anders aus: Der Kopf ist im Verhältnis zum Körper grösser als bei Erwachsenen, während Arme und Beine noch verhältnismässig kurz sind.

Anatomie der Haut

Die Haut ist mit einer Oberfläche von rund 1,6 m2 das grösste Organ des Menschen. Ihre Dicke beträgt je nach Körperregion zwischen 0,5 und 5 Millimetern. Besonders dick ist sie an Rumpf und Hinterkopf sowie den Streckseiten der Arme und Beine. Je dicker die Hautschicht ist, desto besser ist ihr Schutz gegen Verletzungen und Wärmeverluste.

Die Haut gliedert sich in zwei Hauptschichten, die Kutis und die Subkutis. Die oberste Schicht ist die Kutis. Sie besteht aus der Oberhaut, der sogenannten Epidermis und der darunter liegenden Lederhaut, die Korium genannt wird. In der Epidermis sind Zellen, die dafür sorgen, dass sich die Haut ständig erneuern kann. Sie kann sich innerhalb von 28 Tagen regenerieren. Die Lederhaut besteht aus Bindegewebe, das von Nerven, Gefässen und Muskeln durchzogen ist. Die Unterhaut (Subkutis) besteht aus Fettgewebe, durch das zahlreiche Blutgefässe ziehen.

Die Haut hat vielfältige Aufgaben:

 

  • Schutz des Körpers vor schädlichen äusseren Einwirkungen und vor Flüssigkeitsverlust
  • Speicher für Flüssigkeit und Fett
  • Wärmeregulation des Körpers durch weiten und verengen von Blutgefässen
  • Sinnesorgan mit Wärme- und Kältefühlern, Berührungsfühlern sowie Schmerzfühlern

Häufigkeit

Nach Angaben der Beratungsstelle für Unfallverhütung (bfu) werden in der Schweiz pro Jahr über 16'000 Unfälle mit Feuer verursacht, ein Drittel aus Fahrlässigkeit. Bei sechs von zehn Verbrennungen und Verbrühungen sind Kinder betroffen.

3. Ursachen

Eine Verbrennung und Verbrühung kann verschiedene Ursachen haben. Allen gemeinsam ist aber die Einwirkung von Temperaturen über 45 Grad Celsius auf Haut und Gewebe. Zwei Drittel der Verbrühungen und Verbrennungen ereignen sich im Haushalt, in der Freizeit und im Verkehr, etwa ein Drittel sind Arbeitsunfälle. Als Ursachen kommen unter anderem offenes Feuer, heisse Flüssigkeiten, Dämpfe, elektrischer Strom und Blitzschlag infrage:

 

  • eine Verbrühung durch heisses Wasser oder Wasserdampf sowie andere Flüssigkeiten
  • Verbrennung durch Flammeneinwirkung (Kerze, Kleiderbrand, sonstige Brände)
  • Verbrennung durch Explosionen, wie Gas- oder Sprengstoffexplosionen
  • Kontaktverbrennung (durch heisse Metalle wie Bügeleisen, Maschinen)
  • Strahlung (Sonne, Solarium, Röntgenstrahlung, Bestrahlungstherapie)
  • Verbrennung durch elektrischen Strom (zum Beispiel an Hochspannungsleitungen, stromführenden Maschinen oder Fahrzeugen)
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4. Symptome

Verbrennung 1. Grades

Eine Verbrennung beziehungsweise Verbrühung verursacht typische Symptome. Bei einer Verbrennung ersten Grades ist der betroffene Hautabschnitt gerötet und schmerzhaft. Es kann zu einer Schwellung kommen. Die Rötung ist auf eine vermehrte Durchblutung zurückzuführen. Die oberste Epidermisschicht ist geschädigt. Ein Beispiel für eine typische Verbrennung ersten Grades ist der Sonnenbrand.

Verbrennung 2. Grades

Bei einer Verbrennung zweiten Grades ist die Haut ebenfalls gerötet, geschwollen und schmerzt, zusätzlich treten allerdings Blasen als Symptom auf. Infolge der Hitzeeinwirkung sind Wände von Blutgefässen geschädigt und Flüssigkeit tritt aus, die sich unterhalb der Epidermis sammelt und als Blase sichtbar wird. Je nach Dauer und Intensität der Hitzeeinwirkung teilen Experten Verbrennungen in die Grade 2a und 2b ein.

Bei der Verbrennung vom Grad 2a zeigen sich oft geschlossene Blasen. Reisst die Blasendecke ein, kann man einen nässenden Wundgrund erkennen, die Wundfläche ist feucht und glänzend. Der Wundgrund ist gerötet und schmerzempfindlich.

Bei der Verbrennung vom Grad 2b sind die Blasen zerrissen. Es zeigen sich ein weisslicher Untergrund, leicht raue Wundränder und eine Rötung, die auf Druck nur gering verblasst. Die Wundfläche glänzt weniger und die Schmerzintensität ist geringer.

Verbrennung 3. Grades

Bei der Verbrennung dritten Grades kommt es zu einer vollständigen Zerstörung der Haut (Epidermis und Dermis). Die Haut ist trocken und lederartig verdickt und bei Berührung nicht schmerzhaft. Es tritt keine Flüssigkeit mehr aus. Die Haut kann weisslich bis bräunlich verfärbt sein. Durch ihr relativ unauffälliges Aussehen ist es oft schwierig, eine Verbrennung dritten Grades zu erkennen.

Verbrennung 4. Grades

Bei der Verbrennung vierten Grades sind neben den tiefen Hautschichten auch darunter liegende Muskeln, Sehnen, Knochen und Gelenke geschädigt. Die Haut ist verkohlt und entsprechend schwarz verfärbt.

5. Diagnose

Bei einer Verbrennung und Verbrühung stellt der Arzt die Diagnose, nachdem er die Wunde begutachtet hat. Durch die körperliche Untersuchung kann er Grad und Umfang einer Verbrennung einschätzen. Für die Diagnose sind ausserdem das Befinden des Betroffenen und seine Bewusstseinslage entscheidend, ausserdem Atmung und Herz-Kreislauf-Funktionen.

Endgültig lässt sich das Ausmass einer Verbrennung oft erst am zweiten oder dritten Tag beurteilen.

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6. Therapie

Sofortmassnahmen am Unfallort

Bei einer Verbrennung und Verbrühung ist eine schnelle und sachgemässe Erste Hilfe, das heisst Sofortmassnahmen am Unfallort, wichtig. Nachdem der Betroffene geborgen und die Hitzequelle entfernt wurde, ist die erste und wichtigste Massnahme die Verbrennung mit kaltem Wasser zu kühlen, um ein «Nachbrennen» zu verhindern. Die verletzte Hautregion sollte dabei mit dem üblicherweise auf 15 bis 25 Grad Celsius temperierten Leitungswasser berieselt werden. Doch ist davon abzuraten, die Wunde in das kalte Wasser einzutauchen. Auch Eiswasser ist nicht zur Behandlung einer Verbrennung und Verbrühung geeignet. Die Kühlungsbehandlung ist so lange notwendig, bis die Schmerzen nachlassen oder verschwinden, jedoch nicht länger als 20 Minuten. Eine Unterkühlung ist unbedingt zu vermeiden.

Zusammenfassend gilt:

 

  1. Ruhe bewahren und die Betroffenen, vor allem Kinder, beruhigen.
  2. Soweit es möglich ist, Kleidung an den betroffenen Körperteilen entfernen.
  3. Kühlen bis zur Schmerzfreiheit, maximal jedoch 20 Minuten.
  4. Den Verletzten in Decken einhüllen. Wenn vorhanden, Rettungsdecke aus dünner Folie aus dem Erste-Hilfe-Kasten (silbern/golden) als Unterlage benutzen.
  5. Bei Kindern bereits bei einer leichteren Verbrühung, bei Erwachsenen bei einer schweren Verbrennung oder Verbrühung den Notruf wählen und einen Notarzt rufen.
  6. Keine Getränke oder Speisen verabreichen.
  7. Nach Wohnungsbränden können durch das Einatmen von Rauchgas Halluzinationen und Verwirrungszustände auftreten, daher sind die Betroffenen oft nicht kooperativ und reagieren unangemessen. Sie sollten deshalb nicht allein gelassen werden.

Massnahmen in der Klinik

Eine mittelschwere bis schwere Verbrennung beziehungsweise Verbrühung erfordert eine Behandlung im Spital. Für alle Verbrühungen und Verbrennungen gelten Therapiekriterien, die sich nach der Tiefe und dem Ausmass der Verbrennung richten. Allgemeine Grundsätze der Behandlung sind: Eine ausreichende Schmerztherapie ist notwendig, Flüssigkeit muss vermehrt zugeführt werden und ein intakter Tetanus-Impfschutz ist wichtig.

In folgenden Fällen von Verbrennungen oder Verbrühungen ist es notwendig, Betroffene in ein Zentrum für Schwerbrandverletzte einzuweisen:

  • ab 10 Prozent verbrannter Körperoberfläche bei Kindern
  • ab 15 Prozent verbrannter Körperoberfläche bei Erwachsenen
  • bei Verbrennungen an Händen, Füssen, im Gesicht und im Genitalbereich

Bei einer Verbrennung ersten Grades beschränkt sich die Behandlung darauf, eine Salbe aufzutragen welche die Heilung fördert. Die Wunde verschwindet in der Regel ohne Narbenbildung. Es sind keine Folgeschäden zu erwarten.

Die Ziele einer Therapie bei einer Verbrennung vom Grad 2a sind:

  • Schutz der Wunde vor Infektion; bei einer oberflächlichen Verbrennung Selbstheilung des Körpers (Reepithelisierung) ausnutzen. Die Selbstheilung dauert je nach Ausmass der Verbrennungsfläche sieben bis 15 Tage. Desinfizierende Verbände sind notwendig, welche in bestimmten Abständen gewechselt werden sollten. So lässt sich die Zahl der Krankheitserreger mithilfe der desinfizierenden Mittel senken (lokale Keimreduktion).
  • Schaffung idealer Heilungsbedingungen durch Ruhigstellung und Schmerztherapie.
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Heilen Wunden nicht spätestens nach 21 Tagen ab oder sind vor allem tiefere Hautschichten wie Dermis oder Subkutis geschädigt, sollte ein Arzt die verbrannten Hautareale operativ versorgen. Damit lässt sich meist vermeiden, dass sich Narben bilden. Dazu ist eine stationäre Behandlung notwendig. Bei einer schweren Verbrennung, vor allem bei grösseren Hautflächen, müssen die Betroffenen unter Umständen in ein künstliches Koma versetzt werden. Grossflächige Verbrennungen dritten und vierten Grades erfordern eine lange intensivmedizinische Betreuung. Auf die Versorgung von schweren Verbrennungen und Verbrühungen sind Spezialkliniken eingerichtet.

Hautverpflanzungen, die oftmals in Etappen erfolgen, dienen dem Wundverschluss. Die dazu notwendige Haut wird beim Betroffenen selbst als äusserst dünne Schicht entnommen und auf der verletzten Stelle aufgetragen. Ähnlich einer Schürfwunde heilt die operierte Haut in 10 bis 14 Tagen von selbst ab.

Ist die Verbrennung sehr grossflächig und stehen nicht genügend Eigenhaut-Spenderareale zur Verfügung, können Hautzellen gezüchtet werden (Keratinozyten-Transplantate). Zu diesem Zweck entnimmt der Arzt dem Betroffenen ein kleines Stück Haut, aus dem sich durch spezielle Verfahren Hautzellkulturen züchten lassen. Bis zur möglichen Transplantation vergehen jedoch mindestens 18 bis 21 Tage. In der Zwischenzeit ist es notwendig, die Wundflächen mit anderen Materialien abzudecken.

Bei einer kleineren Verbrennung verschliesst sich die Wunde unter idealen Bedingungen nach einer Hauttransplantation in 14 bis 21 Tagen. Bei ausgeprägten Verbrennungen dagegen dauert die Behandlung oft Wochen bis Monate.

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Nachbehandlung

Eine mittelschwere bis schwere Verbrennung und Verbrühung erfordert eine sorgfältige Nachbehandlung. Bei beginnender Heilung genügen oft fettende Salben – auf den Verband lässt sich dann verzichten. Meist heilen die Bereiche ohne Narbenbildung ab, allerdings können je nach Hauttyp Pigmentierungsunterschiede zurückbleiben. Die von einer Verbrennung Betroffenen sollten für sechs bis zwölf Monate intensive Sonneneinstrahlung vermeiden. Sonnenschutzcreme mit hohem Lichtschutzfaktor oder bedeckende Kleidung helfen ebenfalls, die UV-Bestrahlung einzuschränken.

Bei einer Verbrennung von Grad 2b, 3 oder 4 ist es nach einer Operation oftmals erforderlich, zur Nachbehandlung Kompressionswäsche zu tragen, um die Narbenbildung zu verringern. Auch spezielle Massagen wirken sich günstig auf eine geringe Narbenbildung aus.

Es ist wichtig, transplantierte Haut besonders sorgfältig zu pflegen. Tägliches Einfetten der Haut ist notwendig, da nur die Hautzellen, nicht jedoch die zugehörigen Schweiss- oder Talgdrüsen transplantiert wurden. Intensive Sonnenbestrahlung schädigt die operierten Areale – nach einer Verbrennung gilt es, intensive Sonneneinstrahlung zu meiden.

Haben sich Narben gebildet, die kosmetisch stören oder Gelenke in ihrer Funktion beeinträchtigen, ist eine Behandlung durch einen plastischen Chirurgen möglich. Schwerbrandverletzte können mit ihrem behandelnden Arzt besprechen, welche Verfahren infrage kommen.

Zu den möglichen Verfahren zur Narbenreduktion zählen:

 

  • Kompressionsbekleidung, Anfertigung von Spezialschienen oder Hilfsmitteln
  • Anwendung von speziellen Silikonfolien
  • Korrekturoperationen (Auflösung von Narbensträngen)
  • Laserbehandlung
  • kosmetische/ästhetische Korrekturen
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7. Verlauf

Prognose

Bei einer Verbrennung und Verbrühung richten sich Verlauf und Prognose unter anderem danach, wie schwer die verletzten Stellen geschädigt sind und wie viel Haut betroffen ist. Grundsätzlich gilt: Jede Verbrennung – vor allem von mehr als zehn Prozent der Körperoberfläche – stellt eine schwere Schädigung des Organismus dar. Ohne den heutigen medizinischen Fortschritt könnten viele Verbrennungsopfer nicht oder nur mit wesentlich schlechteren Ergebnissen überleben.

Nicht nur die Verbrennungstiefe ist entscheidend für die Prognose, sondern auch das Ausmass der Verbrennung, das Alter des Betroffenen und eventuelle Vorerkrankungen. Letztere können den Heilungsprozess erheblich erschweren.

Ist der Betroffene aus der akuten Behandlungsphase heraus, hängt die spätere Lebensqualität auch in entscheidendem Masse von seiner eigenen Haltung ab. Der Lebenswille, die Mitarbeit in einer Physiotherapie sowie die Wiedereingliederung in sein soziales Umfeld spielen eine entscheidende Rolle.

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8. Vorbeugen

Unfälle, die zu einer Verbrennung führen, können in vielen Fällen durch entsprechende Sicherheitsmassnahmen verhindert werden. Gerade bei Kleinkindern ist besondere Aufmerksamkeit geboten: Schnell reissen sie heisse Getränke vom Tisch oder kochendes Wasser von der Herdplatte. Gerade wenn sie Laufen lernen, halten sie sich oft an Schränken oder geraden Flächen fest - da kann eine heisse Ofentür zur Gefahr werden. Achten Sie deshalb in dieser Zeit besonders auf Ihr Kind und mindern Sie das Risiko von Verbrühungen und Verbrennungen, indem Sie mögliche Gefahrenquellen beseitigen.

Im Jugend- und Erwachsenenalter treten neben Verbrühungen durch heisse Flüssigkeiten oft Verbrennungen durch Grillunfälle auf – als Folge des unsachgemässen Gebrauchs von Spiritus anstelle der zu verwendenden Kohle- oder Grillanzünder. Mit zunehmendem Lebensalter spielen neben Wohnungsbränden vor allem Verbrühungen in der Badewanne eine Rolle.

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