Ja. Bei gewissen Krebsarten kann das Wiederauftreten oder die Ausbreitung durch die Einnahme von Medikamenten günstig beeinflusst werden. Das bekannteste ist Tamoxifen, das seit über 25 Jahren bei der Brustkrebsbehandlung eingesetzt wird. Das Medikament blockiert unter anderem den schädigenden Effekt des Geschlechtshormons Östrogen.

Brustkrebs ist aber nicht gleich Brustkrebs. Deshalb ist es notwendig, vor einem Therapieentscheid die Vor- und Nachteile individuell abzuwägen. Unerlässlich ist eine Gewebeuntersuchung (Biopsie), um zu klären, ob und wie viel Hormonrezeptoren vorhanden sind.

Umstritten ist die Frage, ob Tamoxifen auch bei gesunden Frauen eingesetzt werden kann, um einem Brustkrebs vorzubeugen. Zwar hat eine amerikanische Studie gezeigt, dass gewisse Frauen von einer vorbeugenden Behandlung profitieren können. Doch hatten diese Frauen ein erhöhtes Brustkrebsrisiko. Zudem zeigte die Studie, dass die vorbeugende Behandlung sowohl Thrombosen wie auch Gebärmutterkrebs begünstigen kann.

Ein erhöhtes Risiko auf Brustkrebs liegt vor, wenn

  • Brustkrebs in der Herkunftsfamilie gehäuft vorkommt;
  • die Regel (Menstruation) erst spät einsetzte; weine Frau kinderlos bleibt oder bei der Erstgeburt schon klar älter ist als der Durchschnitt (rund 30 Jahre);
  • die Brustdrüse anhaltend verändert ist.


Weitere Infos
Infos zu Brustkrebs und Tamoxifen im Internet unter www.infomed.org/screen/2002/m33.html

Quelle: Archiv
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